Programm 2021

Programm 2021
Schloss Tirol bietet einen virtuellen Rundgang durch den Bergfried zum Thema der Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert . Foto H. Hermes

 

Wie wurde aus Südtirol ein modernes Tourismusland? Wie haben Zeitzeuginnen und Zeitzeugen die wichtigsten Etappen der Südtiroler Geschichte erlebt? Was wissen wir über die Kultur der ladinischen Bevölkerung? Was macht Ötzis Faszination aus? Und wie fühlt es sich mitten in einem Berg an?

 

 

Veranstaltungen zu diesen und vielen anderen Themen bieten die zehn Südtiroler Landesmuseen auch heuer wieder, Details dazu sowie Informationen zur Wiederöffnung der Museen in Südtirol werden demnächst im folgenden Aufklappmenü bekanntgegeben.

Auf drei Etagen sind im Südtiroler Archäologiemuseum die Originalfunde und die Geschichte des Mannes aus dem Eis – auch Ötzi genannt – zu besichtigen: vom Medienhype bei der Entdeckung über die Forschung rund um die 5.000 Jahre alte, außerordentlich gut erhaltene Eismumie und ihre Beifunde, sowie allerlei Kurioses, spannende Interviews und interaktive Erlebnispunkte. Höhepunkt der Ausstellung ist die lebensechte Rekonstruktion des Mannes aus dem Eis. Das oberste Stockwerk des Museums beherbergt wechselnde Sonderausstellungen zu archäologischen Themen.

www.iceman.it

 

Ötzi © Südtiroler Archäologiemuseum - Foto Ochsenreiter

Das Datum der Wiederöffnung der Museen und das Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.

Bis dahin können Interessierte das Archäologiemuseum virtuell besuchen besuchen und zwar über eine Audioguide-App für Erwachsene und eine, die sich speziell an Kinder richtet. Die Audioguide-App für Erwachsene (Android und iOS) kostet 1,99 Euro, die Kinder-App (Android und iOS) ist kostenlos. Beide Hörgeschichten führen auf eine spannende Reise in Ötzis Zeit.

Auf Schloss Trauttmansdorff bei Meran, dem ehemaligen Feriendomizil der Kaiserin Elisabeth von Österreich („Sissi“), befindet sich heute ein unterhaltsames Erlebnismuseum: das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus. Inmitten des Botanischen Gartens gelegen, ist es das erste Museum des Alpenraums, das sich der Geschichte des Tourismus in Tirol widmet. In lebendig inszenierten Räumen werden die Besucher/- innen auf eine spannende Zeitreise eingeladen, die 200 Jahre Tourismusgeschichte aus der Sicht der Reisenden wie der Gastgeber/-innen erzählt.

www.touriseum.it

 

Touriseum. Foto Stefano Scatà 

Das Datum der Wiederöffnung des Touriseum und das Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.

Bis dahin führt das Museum virtuell auf eine Zeitreise, die 200 Jahre Tourismusgeschichte aus der Sicht der Reisenden wie der Gastgebenden erzählt. Wer sich darauf einlässt, erfährt wie aus einem Land, durch das vor Jahrhunderten Handelsleute, Pilgernde und Kunstschaffende zu Fuß, mit der Postkutsche oder mit der Extrapost zogen, ein modernes Tourismusland wurde. Virtuell erschlossen werden kann zudem die Schlossgeschichte mit den historischen Räumen und die Ausstellung „Sie wünschen? Desidera?“.

Videos zum Touriseum gibt es zudem auf dem YouTube-Kanal des Museums.

Das Landesmuseum Bergbau ist ein Abenteuermuseum. Die vier Standorte Schneeberg, Ridnaun, Prettau und Steinhaus umfassen stillgelegte Bergwerke und ausgedehnte Abbaureviere. Sie liegen dort, wo die Knappen einst in nicht enden wollender Anstrengung ihre Stollen ins Felsgestein trieben. Dort wo Bergwerksbesitzer ihren Reichtum horteten. Dort wo die Industrialisierung mit ihrem unstillbaren Hunger nach Rohstoffen einzigartige Industrieanlagen entstehen ließ. Mitten im Hochgebirge. Dort wo die Berge ihre größten Schätze hüten.

www.bergbaumuseum.it

Das Datum der Wiederöffnung des Museums und das Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.

Bis dahin bietet das Landesmuseum Bergbau einen virtuellen Rundgang an: Schülerinnen und Schüler, Familien und alle Interessierte können mit der neuen App "Hearonymus" ins Bergwerk Prettau eintauchen und dort mit 14 Hörstationen, Bildern, Erzählungen und einem Kurzfilm einen der wohl härtesten Jobs der Welt miterleben. Der Rundgang kann über die Audioguide-App „Hearonymus“ kostenlos und mit wenigen Klicks auf jedes Smartphone geladen werden, die App ist in Deutsch, Italienisch, Englisch und Holländisch abrufbar.

Videos zum Bergbaumuseum gibt es zudem auf dem YouTube-Kanal des Museums.

Landesmuseum Bergbau - Standort Schneeberg. Foto Armin Terzer

STANDORT SCHNEEBERG

 Kampf Mensch vs. Berg
Knappendorf auf 2.355 m Meereshöhe - nur zu Fuß erreichbar

Am Schneeberg haben Knappen jahrhundertelang nach Erz geschürft. Zuerst mit Schlägel und Eisen, später mit schwerem Gerät. In der Knappensiedlung St. Martin lebten bisweilen bis zu 1000 Menschen völlig isoliert weit oberhalb der Waldgrenze. Die höchstgelegene Dauersiedlung Europas blieb bis in die 1960er Jahre bewohnt. Heute durchziehen unvorstellbare 150 km Stollen das Bergmassiv. Über Tage hat der intensive Bergbau das Landschaftsbild nachhaltig geprägt und neu geformt.

 Der Standort Schneeberg mit dem Knappendorf St. Martin liegt auf 2.355 m Meereshöhe und ist nur zu Fuß erreichbar.

 Geschichte

 Höchstgelegene Dauersiedlung Europas

 Der erste Hinweis auf eine Bergbautätigkeit am Schneeberg ist eine Randnotiz. Im Jahr 1237 hält ein Bozner Notar in einer Kaufurkunde beiläufig fest, dass einige Schwerter mit „gutem Silber vom Schneeberg“ bezahlt werden. Um 1500 erlebt der Tiroler Bergbau seinen Höhepunkt und am Schneeberg sollen in jener Zeit bereits an die 1000 Knappen in 70 Stollen nach silberhaltigem Bleiglanz geschürft haben. Das eigentliche Haupterz, die Zinkblende, kann allerdings erst ab dem 19. Jahrhundert ausgebracht und genutzt werden. Und so wächst das Knappendorf St. Martin ab 1870 zu einer beachtlichen Siedlung heran: mit Verwaltungs-, Wohn- und Betriebsgebäuden, einem Gasthaus, einer Kirche und sogar einem Krankenhaus samt Leichenkammer. Es gibt eine Volksschule, eine Musikkapelle, einen Theaterverein und eine Schützenkompanie. Jedoch herrschen in 2.355 m Höhe neun Monate im Jahr Winter und Kälte. Die Versorgung der Siedlung ist aufwendig und problematisch. Das Konfliktpotential innerhalb der von der Außenwelt abgeschiedenen Gemeinschaft ist groß. So entschließt sich die Betreiberfirma AMMI während der letzten Abbauphase im Jahr 1962 die Belegschaft mit ihren Familien von der Hochgebirgssiedlung am Schneeberg nach Maiern ins Ridnauntal zu übersiedeln und den Erzabbau von dort aus weiter zu betreiben. Die Umsetzung des Vorhabens erfolgt im Juni 1967. In der Folge ist das einstige Knappendorf bis zur endgültigen Schließung des Bergwerks 1985 dem Verfall und der Plünderung preisgegeben.

Landesmuseum Bergbau - Standort Schneeberg. Foto Armin Terzer

Ausstellung: Das Bergbaurevier Schneeberg

 In einem ehemaligen Werksgebäude, der „neuen Schmiede“ nahe der Schutzhütte ist ein Schauraum untergebracht. Die Dauerausstellung erzählt die Geschichte des Bergbaureviers am Schneeberg. Zu sehen sind Alltagsgegenstände der einstigen Dorfbewohner, Bilddokumente und Arbeitsgeräte der Knappen. Ein Modell des Bergbaureviers zeigt die einstige Bebauung des Geländes.
Die Dauerausstellung ist von Mitte Juni bis Mitte Oktober täglich ganztägig geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Landesmuseum Bergbau - Standort Schneeberg

Das Knappendorf St. Martin

 Hat man einmal das 2.355 m hoch gelegene Hochplateau am Schneeberg erreicht, steht man auch schon mitten in der ehemaligen Knappensiedlung St. Martin. Noch sind einige Wohn- und Werksgebäude der einst höchstgelegenen Dauersiedlung Europas erhalten. Schweres Gerät der letzten Abbauphase im 20. Jahrhundert verblieb nach der Schließung des Betriebes 1985 einfach vor Ort. Verschüttete Stollenmundlöcher und Abraumhalden durchziehen das Erzrevier, das über Lehrpfade erschlossen werden kann. Das Freigelände erzählt sich gewissermaßen selbst.

Landesmuseum Bergbau - Standort Schneeberg. Foto Armin Terzer

Wichtige Hinweise

 Der Standort Schneeberg liegt auf 2.355m Meereshöhe und ist nur zu Fuß auf gut begehbaren Wegen in knapp zwei Stunden von der Timmelsjoch-Passstraße im Passeiertal oder in vier Stunden von Ridnaun/Maiern aus erreichbar. Schutzhütte Schneeberg: Tel.: +39 0473 932900, Rabenstein 42/43, I-39013 Moos in Passeier

Ausgangspunkt Passeiertal: Mit dem PKW von Meran auf der SS44 nach Moos in Passeier, von dort auf der SS44bis 9,3 km weiter Richtung Timmelsjoch bis zur Schneebergbrücke. Parkmöglichkeiten etwa 200 m vor der Brücke. Vom Ende der Schneebergbrücke dem Weg 31 folgend bis nach Seemoos und weiter über den Weg Nr. 29 bis zur ehemaligen Knappensiedlung St. Martin. 690 Höhenmeter. Gehzeit: ca. 2h.

Ausgangspunkt Ridnaun/Maiern: Vom Landesmuseum Bergbau über den Fahrweg (ca. 7 km) oder den Bergwerkslehrpfad bis zur Ruine des Poschhauses. Von dort weiter über den markierten Lehrpfad bis zur Schneebergscharte. Es folgt der Abstieg bis zur Knappensiedlung St. Martin mit dem Schutzhaus Schneeberg. Von Juli bis Mitte Oktober besteht die Möglichkeit mit dem Museums-Shuttlebus von Maiern bis zum Poschhaus zu fahren (Zeitersparnis ca. 2h). Reservierung: Tel. +39 0472 656364. Aufstieg: 1.300 Höhenmeter, Abstieg: 350 Höhenmeter; Gehzeit: ca. 4h

Barrierefreiheit: Der Standort Schneeberg liegt auf 2.355m Meereshöhe und ist nur zu Fuß erreichbar.

 

STANDORT RIDNAUN

Landesmuseum Bergbau - Standort Ridnaun

 

Die Schaustollen bleiben noch bis auf Weiteres aufgrund der Ausnahmesituation in Zusammenhang mit CoVid-19 geschlossen. In der Saison 2020 bieten wir verschiedene Führungen im Außenbereich und in der Erzaufbereitungsanlage an.

Industrieanlage im Hochgebirge

Ein einmaliges Denkmal der industriellen Revolution

Der Standort Ridnaun ist ein einmaliges Denkmal der industriellen Revolution. Hier entstand vor 150 Jahren eine Erzaufbereitungsanlage modernster Machart. Gewaltige Maschinen brechen und zermalmen das Gestein, große Flotationsbecken fördern die Erze zutage. Beeindruckende Bremsberge und Pferdebahnstrecken ziehen als weltweit größte Übertageförderanlage zum Erzrevier ins Hochgebirge. Der Poschhausstollen führt auf 6 km Länge quer durch den Berg in das Passeiertal.

STANDORT STEINHAUS

Landesmuseum Bergbau - Standort Steinhaus

 

Der Kornkasten – Lebensmittelmagazin des Bergwerks

Als der Bergbau zu Beginn des 15. Jahrhunderts seine erste Blüte erlebte, durchwanderten Erzsucher ganz Tirol. Sie waren durch genaue Beobachtung der Natur imstande, auf Erzlager im Boden zu schließen. Dort wo die Erzadern als sogenannter Ausbiss an die Erdoberfläche trat, begann die Arbeit der Bergleute. In Prettau befand sich dieser Ausbiss knapp oberhalb der Waldgrenze in der Nähe des Rotkreuz in etwa 2.000 m Meereshöhe.
Um die Mitte des 15. Jahrhunderts wurde Steinhaus zum Verwaltungssitz des Kupferbergwerks Prettau. In einem Lagerhaus wurden all jene Güter aufbewahrt, die für den Bergwerksbetrieb gebraucht wurden. Dazu gehörte das Korn für die Verpflegung ebenso wie Rohstoffe für Arbeitsgeräte und das Geleucht. All diese Güter wurden als Pfennwerte bezeichnet, die den Bergleuten in Form von Naturallohn ausbezahlt wurden. So diente der Kornkasten von Steinhaus viele Jahrhunderte über als Lebensmittelmagazin des Bergwerks.
Der heutige, um 1700 erbaute Kornkasten mit seiner charakteristischen roten Außenfassade stand nach der zwischenzeitlichen Einstellung des Bergwerksbetriebes 1893 viele Jahre lang leer. 1989 wurde er von der Gemeinde Ahrntal angekauft, seit Herbst 2000 beherbergt er den Standort Steinhaus des Landesmuseum Bergbau.

 

STANDORT PRETTAU

 

Landesmuseum Bergbau - Standort Prettau

Abenteuer Kupferbergwerk

Seine Blütezeit erlebte das Bergwerk von Prettau vor 600 Jahren, als die außergewöhnliche Geschmeidigkeit von Prettauer Kupfer weitum begehrt war. Die damals mit einfachen Werkzeugen Zentimeter um Zentimeter in den Fels vorgetriebenen Stollen sind Meisterwerke bergmännischer Handwerkskunst. Aber noch im 20. Jahrhundert war Prettau der drittgrößte Kupferlieferant Italiens. Heute führt eine Grubenbahn in das Herz des Bergwerks. Und in den Klimastollen, wo die Luft so rein ist, dass Menschen ihren Atem wiederfinden.

Als Dynastenburg der Grafen von Tirol gab die Burg dem Land seinen Namen. Ihre Errichtung reicht ins späte 11. Jahrhundert zurück. Der Schwerpunkt des musealen Parcours liegt in der Präsentation der Landesgeschichte von den Anfängen bis in die heutige Zeit. Im Südpalas liegen die beiden romanischen Portale. Die Burgkapelle zum Heiligen Pankratius ist als Doppelkapelle errichtet, bedeutsam sind ihre gotischen Wandmalereien. Im Bergfried findet sich eine Darstellung zur Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert.

www.schlosstirol.it

 

Schloss Tirol. Foto H. Hermes

Das Datum der Wiederöffnung des Museums und das Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.


Bis dahin bietet Schloss Tirol den virtuellen Rundgang „360° – Turm der Erinnerungen“. Ein spezielles Augenmerk ist dabei auf die Didaktik gelegt: Neun fiktive Biographien, die sich auf wahre geschichtliche Ereignisse beziehen, erzählen den Schicksalsgang der Geschichte anhand konkreter Lebensentwürfe.

Im ehemaligen Amtshaus Kaiser Maximilians I. hat heute das Landesmuseum für Naturkunde seinen Sitz. Auf zwei Stockwerken mit einer Gesamtfläche von etwa 1.000 m² wird Südtirols Landschafts- und Naturgeschichte gezeigt. Der Weg durch die Ausstellung entspricht einer Wanderung durch die Zeit. Modelle, Dioramen, Experimente und Multimedia-Stationen geben Einblicke in Südtirols Erdgeschichte, in die Entstehung und Entwicklung der Lebensräume. Im Erdgeschoss werden laufend interessante Wechselausstellungen gezeigt.

natura.museum

 

Naturmuseum Südtirol

Das Datum der Wiederöffnung des Museums und das Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.

Inzwischen gibt es auf dem YouTube-Kanal des Museums viele virtuelle Führungen und Vorträge.

Das Volkskundemuseum zeigt die Lebenswelt der ländlichen Bevölkerung in vorindustrieller Zeit vom Landadeligen über die selbstversorgenden Bauernfamilien bis zu den im Tagelohn Arbeitenden. Mittelpunkt ist der barocke Ansitz „Mair am Hof“ aus dem Ende des 17. Jahrhunderts mit den herrschaftlichen Räumen und den volkskundlichen Sammlungen. Auf dem rund drei Hektar großen Freigelände sind hingegen alte, originale Bauernhäuser, Handwerksstätten, Bauerngärten und Haustiere zu sehen.


www.volkskundemuseum.it

 

Das Datum der Wiederöffnung des Museums und das Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.

 

Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde. Foto Hermann Gasser

Über dem Kirchdorf Mareit erhebt sich Schloss Wolfsthurn. Dort hat seit 1996 das Südtiroler Jagd- und Fischereimuseum seinen Sitz. Neben der kulturhistorischen Ausstellung zu Jagd und Fischerei führt der Rundgang auch durch die im Originalzustand erhaltenen Prunkräume der barocken Schlossanlage und vermittelt Eindrücke vom adeligen Leben im 18. und 19. Jahrhundert. Im Untergeschoss gehen die kleinen Besucher/-innen auf Tuchfühlung mit der heimischen Tierwelt. Der rund einen Kilometer lange Themenweg „Wald und Wasser“ führt vom Dorf zum Schloss.

www.wolfsthurn.it

 

Das Datum der Wiederöffnung des Museums und das Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.

 

Schloss Wolfsthurn - Landesmuseum für Jagd und Fischerei. Foto Stefano Scatá

Das Südtiroler Weinmuseum hat seinen Sitz im Zentrum von Kaltern, im ehemaligen Zehentkeller der Herrschaft Kaltern- Laimburg. Das Museum gibt Einblick in die Kulturgeschichte des Südtiroler Weinbaus: von historischen Geräten, die durch das Arbeitsjahr am Weinhof führen, bis zu religiösen Darstellungen, die auf die vielen Schnittpunkte zwischen Wein und Religion hinweisen. Im museumseigenen kleinen Weingarten werden über dreißig verschiedene Rebsorten kultiviert und können im Herbst auch verkostet werden.

www.weinmuseum.it

 

Das Datum der Wiederöffnung des Museums und das Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.

 

Detail auf Glaskrug. Foto Ludwig Thalheimer, Lupe

Mit ihrem gigantischen Erscheinungsbild und Labyrinth aus Räumen, Gängen und Treppen zählt die Franzensfeste zu den interessantesten Festungen im Alpenraum und gilt als Meisterwerk österreichischer Festungsarchitektur. Sie wurde in den Jahren von 1833 bis 1838 erbaut und erlebte eine wechselvolle Geschichte. 2008 ist sie für ein breites Publikum geöffnet worden und dient seitdem als Austragungsort für internationale und regionale Kunst- und Architekturausstellungen sowie für unterschiedliche Veranstaltungen.

www.franzensfeste.info

 

Das Datum der Wiederöffnung des Museums wird demnächst bekannt gegeben.

 

PERSPECTIVES * ART SPACES

von 20. März bis 30. Mai 2021

PERSPECTIVES * ART SPACES

Das Projekt von FABRIK AZZURRO präsentiert Kunsträume in mobilen Containern, die sich auf unterschiedliche Art und Weise mit Perspektivwechseln, mit der Verschiebung von Betrachtungswinkeln in Zeit und Raum beschäftigen. Lyrische Texte der Moderne bilden dabei Leitmotive. Die Besucherinnen und Besucher tauchen in ein sinnliches Abenteuer ungewöhnlicher Wahrnehmung, bei dem sie selbst zu Akteurinnen und Akteuren ihrer Entdeckungen werden. Ein Erlebnis gegen die Blindheit des Alltags.Idee und Umsetzung: Torsten Schilling, Kerstin Kahl, Christina Khuen, Sabine Gamperwww.fabrikazzurro.comTrailer: https://www.youtube.com/watch?v=VX5we0Odh0I&feature=emb_logo


 

von 5. Juni bis 3. Oktober 2021

50x50x50 allen alles

Diese Kunstbiennale ist Teil des Museumsjahres "Mobilität, Transit und Transfer" der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino und wird dadurch erstmals in einen überregionalen Kontext gestellt.Verkehr und Mobilität prägen seit jeher den Alltag in unserer Europaregion. War es zur Römerzeit die Via Claudia Augusta, die den Süden mit dem Norden verband, so ist es heute die Brennerachse und in Zukunft wohl der Brennerbasistunnel. Die Franzensfeste selbst ist Knotenpunkt dieser Nord-Süd- und West-Ost-Verbindung: sie wird von zwei Bahnlinien, der Hauptstraße und der Autobahn durchquert. Somit ist nicht nur der Verkehr in all seinen Formen omnipräsent, sondern auch die Bewegung im weitesten Sinne des Wortes. Bewegung ermöglicht Austausch, Austausch von Beziehungen und Ideen, lässt Wissenstransfer zu. In diesem Sinne sind Künstlerinnern und Künstler der drei Regionen Tirol, Südtirol und dem Trentino erstmals eingeladen, sich daran mit ihrem künstlerischen Werk zu beteiligen.
Der Titel der sechsten Auflage der Ausstellung lautet „allen alles“. Dazu Kurator Hartwig Thaler: „Kunst gibt allen alles. Alles ist für alle gedacht. Für Schwarze und Weiße, Gelbe und Rote. Normale und Nichtnormale, Passende und Unpassende, Arme und Reiche, Lachende und Weinende. Für alle in gleichem Maß. Die Sprache der Kunst ist universell, von allen verstanden, an alle gerichtet, niemand ausgeschlossen. Kunst ist die weltumspannende, zeitlose Suche nach Erkenntnis und der freie Transfer aller Visionen aus von ihr Gedachtem und Erschaffenem. Weil Kunst nicht besessen sondern nur erlebt werden kann, weil Kunst zu gleichen, immer ganzen Teilen an alle verteilbar ist und dadurch nicht weniger sondern mehr wird, gehört allen alles, was in ihr ist und aus ihr kommt.“

 

FIGLIO, Courtesy Galleria Antonella Cattani Contemporary Art, Bozen/Bolzano, Julia Bornefeld

Online Ausstellung

LOCKOUT

Mitten im zweiten Lockdown, der auch die Museen zur neuerlichen Schließung zwang, ging die Ausstellung LOCKOUT online. Die Werke der knapp 50 Künstlerinnen und Künstler, die ihre ganz persönliche Perspektive auf den Lockout zeigen, werden hier virtuell erlebbar. Dayu auch alle Interviews des Kurators Heinrich Schwazer, die in der Corona Galerie der Tageszeitung „Die Neue Südtiroler Tageszeitung“ erschienen.
https://www.franzensfeste.info/lockout-online/

 

Kathedrale in der Wüste

seit 2012

Die Kathedrale in der Wüste

In sieben Kasematten erzählt die Dauerausstellung „Kathedrale in der Wüste“ Geschichten und Anekdoten rund um die riesige Anlage der Franzensfeste und vertieft dabei vor allem die Baugeschichte der riesigen Anlage sowie die Auswirkungen, die dieser Bau auf die nähere Umgebung hatte. So werden neben den Themen, die sich mit der Planung und Errichtung der Militäranlage in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts befassen auch die Geschichte des Verkehrs und jene zur Goldlagerung in der Franzensfeste veranschaulicht. Die für jede Altersklasse konzipierte Schau liefert vermittels interaktiver Stationen spannende Hintergrundinformationen, die den Besuch der Anlage auf unterhaltsame und aufschlussreiche Weise bereichern.
Zu den Bildernhttps://www.franzensfeste.info/die-kathedrale-in-der-wueste/

 

Die göttliche Belastung, Peter Fellin, Nachbau. Holz, lackiert 400 x 400 x 100 cm, Jahr 1991/2009

Kunstinstallationen

Quer durch das gesamte Festungsgelände trifft man auf verschiedenste Installationen. Die Kunstwerke von Julia Bornefeld, Peter Fellin, Manfred Alois Mayr, Roberto Bosisio und Lois & Franziska Weinberger sind seit der Landesausstellung 2009 Teil des Ausstellungskonzepts der Franzensfeste.
https://www.franzensfeste.info/kunstinstallationen/

 

BBT-Infopoint

seit 2015

BBT-Infopoint

Der BBT-Infopoint wurde bereits im November 2007 im Dorf Franzensfeste eröffnet. Mit dem Umzug in die Franzensfeste wurde die bestehende Ausstellung erweitert und seit Spätherbst 2015 als neue Dauerausstellung zum Bau des Brenner Basistunnels eröffnet.Auf knapp 200 m² Ausstellungsfläche entfaltet sich in den suggestiven historischen Räumen der Festung die Darstellung des BBT-Projektes in seiner faszinierenden technischen Vielseitigkeit. Highlights sind interaktive Scannerfahrten in den Tunnel genauso wie das multimediale Erleben des Tunnelvortriebs.
Weiterführende Informationen zu dieser Dauerausstellung finden Sie unter: www.bbtinfo.eu

Das Museum Ladin verteilt sich auf den Hauptsitz Museum Ladin Ciastel de Tor in Sankt Martin in Thurn und auf die Zweistelle Museum Ladin Ursus ladinicus in Sankt Kassian.

www.museumladin.it

Museum Ladin Ciastel de Tor © Museum Ladin

Museum Ladin Ciastel de Tor

Das ladinische Landesmuseum ist seit 2001 auf Schloss Thurn untergebracht, dem einstigen Mittelpunkt des Gerichts „Thurn an der Gader“ (13. Jahrhundert). Hier wird die Kultur der über 30.000 Ladinerinnen und Ladiner vermittelt, deren gemeinsame Identität zwei wesentliche Elemente bestimmen: ihre Sprache, zurückgehend auf das Volkslatein und die einzigartige Gebirgslandschaft der Dolomiten. Das Museum bietet einen unterhaltsamen Einstieg in Geologie, Archäologie, Geschichte, Sprache, Tourismus und Kunsthandwerk der fünf ladinischen Täler.

Museum Ladin Ursus ladinicus

Museum Ladin Ursus ladinicus

Das Museum ist dem prähistorischen Höhlenbären und der Geologie der Dolomiten gewidmet. Auf drei Stockwerken erklärt es die Geschichte und den Lebensraum der vor rund 40.000 Jahren lebenden Höhlenbären. Kernstück sind die originalen Knochen, Zähne und Schädel der im Jahr 1984 entdeckten Höhlenbärenart „Ursus ladinicus“. Videoinstallationen, ein vollständiges Skelett, die detailgetreue Nachbildung des schlafenden Ursus ladinicus und des Braunbären M12 (Mico) bereichern den Rundgang.

 

Das Datum der Wiederöffnung des Museums und das Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.

Bis dahin bietet das Museum virtuelle Touren durch seine beiden Strukturen und virtuelle Touren, die sich speziell an Schulklassen richten.

Das Datum der Wiederöffnung des Museums und das Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.

 

Museum Eccel Kreuzer Foto Erich Dapunt

Die Sammlung

Von Ala bis Kufstein - 1900 bis heute

Die Grundlage dieses Museums bildet die bedeutende Kunstsammlung der Familie Eccel Kreuzer. Sie setzt sich zusammen aus ca. 1500 modernen und zeitgenössischen Kunstwerken von über 300 Künstlerinnen und Künstlern der Euregio (Südtirol, Tirol, Trentino).

Josef Kreuzer gehörte zu jenen Sammlern, die ihre Leidenschaft auch als gesellschaftlichen Auftrag sehen. Begonnen hat er seine Sammlung zusammen mit seiner Frau Eva-Maria Eccel, die die Liebe zur Kunst ein Leben lang begleitet. Bereits ihr Vater war ein Kunstmäzen und hat im Laubenhaus eine kleine Galerie eingerichtet. Eva-Maria Eccel hat Kunstgeschichte studiert, und mit ihrem Buch “Aufbruch“ ein Standardwerk über die Tiroler Moderne geschaffen. Josef Kreuzer war davon überzeugt, dass seine Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden muss, da sie in der Museumslandschaft Südtirols ein wichtiges Bindeglied darstellt. Leider konnte er selbst sein Vorhaben nicht mehr umsetzen und vermachte seine Sammlung, sowie das Laubenhaus, in dem sie untergebracht ist, 2017 der Autonomen Provinz Bozen. Geführt wird das Museum vom Betrieb Landesmuseen.

Kunstraum Eccel Kreuzer

Kunstraum Eccel Kreuzer

Im Erdgeschoss der Silbergasse wurde der Kunstraum Eccel Kreuzer eingerichtet, in dem mehrmals jährlich Sonderausstellungen gezeigt werden, die stets einen Bezug zu den Künstlerinnen und Künstlern der Sammlung aufweisen. Die erste Ausstellung, die im Herbst 2019 stattfand, war den Fotographien von Karl Plattner gewidmet und zeigten eine eher unbekannte Facette des Künstlers. Für dieses Jahr ist eine Ausstellung geplant, in der die Künstlerinnen der Sammlung ins Rampenlicht gestellt werden.

Fassade des Museum Eccel Kreuzer Foto Erich Dapunt

Das Haus

Das Laubenhaus wurde im frühen 13. Jahrhundert als Besitz des Händlers Adalbert Pigler das erste Mal schriftlich erwähnt. Es handelt sich um ein typisches Patrizierhaus unter den Bozner Lauben, das durch den beschränkten Raum seine schmale lang gestreckte Form erhielt. Es ist nur drei Fenster breit, erstreckt sich aber dafür von den Lauben bis in die Silbergasse. Die unmittelbare Nähe zum Merkantilgebäude machte es zu einem Haus in begehrter Lage. Es hat eine charakteristische, funktionelle Innengliederung mit drei Lichthöfen, verschiedenen Erschließungsgängen und unregelmäßigen Geschossgliederungen mit Niveauunterschieden zwischen der Laubenseite und der Silbergassenseite. Die Fassade der Silbergasse besitzt eine Außentreppe, dessen Maßwerkbrüstung möglicherweise eine Spolie der Kirche des Hl. Andreas am Kornplatz ist. Nach mehreren Wechseln der Besitzer erwirbt Maria Eccel geb. Schaller 1933 das Haus. 1950 kauft Friedrich Eccel das Haus und richtet darin ein Einrichtungsgeschäft ein. In der Folge wird das Gebäude umfassend restauriert. 1984/5 erfolgen weitere Renovierungsarbeiten nach Plänen des bekannten Südtiroler Architekten Othmar Barth. Eva-Maria, die Tochter von Friedrich Eccel, übernimmt zusammen mit ihrem Mann Josef Kreuzer das Einrichtungsgeschäft Fr. Eccel bis es 2005 geschlossen wurde.

Ihr Museumsbesuch

Die Sammlung und die Räume des historischen Laubenhauses sind derzeit coronabedingt geschlossen (Stand Jänner 2021); sobald die Museen wieder öffnen, kann das Haus in kleinen geführten Gruppen besichtigt werden. Reservierungen bitte per E-Mail eccelkreuzer@landesmuseen.it oder telefonisch unter 0471/301621 (Bürozeiten MO bis FR 9-12 und 15-17 Uhr)
Adresse: Museum Eccel Kreuzer, Silbergasse 10, 39100 Bozen