Programm 2021

Programm 2021
Das Werk SOLANGE Nr. 18 von Katharina Cibulka im Rahmen der Kunstbiennale 50x50x50 alles allen in der Festung Franzensfeste (Foto Hannes Engl)

 

 

Wie wurde aus Südtirol ein modernes Tourismusland? Wie haben Zeitzeuginnen und Zeitzeugen die wichtigsten Etappen der Südtiroler Geschichte erlebt? Was wissen wir über die Kultur der ladinischen Bevölkerung? Was macht Ötzis Faszination aus? Und wie fühlt es sich mitten in einem Berg an?

 

Veranstaltungen zu diesen und vielen anderen Themen bieten die Südtiroler Landesmuseen auch heuer wieder, Details dazu gibt es im folgenden Aufklappmenü.

Auf drei Etagen sind im Südtiroler Archäologiemuseum die Originalfunde und die Geschichte des Mannes aus dem Eis – auch Ötzi genannt – zu besichtigen: vom Medienhype bei der Entdeckung über die Forschung rund um die 5.000 Jahre alte, außerordentlich gut erhaltene Eismumie und ihre Beifunde, sowie allerlei Kurioses, spannende Interviews und interaktive Erlebnispunkte. Höhepunkt der Ausstellung ist die lebensechte Rekonstruktion des Mannes aus dem Eis. Das oberste Stockwerk des Museums beherbergt wechselnde Sonderausstellungen zu archäologischen Themen.

www.iceman.it

 

Die Rekonstruktion des Mannes aus dem Eis © Südtiroler Archäologiemuseum/Ochsenreiter

Das Museum ist seit 27. April 2021 wieder offen.

Interessierte können es auch virtuell besuchen und zwar über eine Audioguide-App für Erwachsene und eine, die sich speziell an Kinder richtet. Die Audioguide-App für Erwachsene (Android und iOS) kostet 1,99 Euro, die Kinder-App (Android und iOS) ist kostenlos. Beide Hörgeschichten führen auf eine spannende Reise in Ötzis Zeit.

 

Ötzi © Südtiroler Archäologiemuseum - Foto Ochsenreiter

3. März 2021

Kostenlose Ötzi Virtual Tours

Auch das Südtiroler Archäologiemuseum nimmt an der österreichischen Bildungsinitiative „Schule schaut Museum“ teil. Auf dem Programm stehen sechs kostenlose Online-Führungen zum Thema Ötzi. Sie richten sich an Schulklassen ab der zweiten Volksschule bis zur dritten Mittelschule. Das Online-Angebot „Klickkontakt mit Ötzi“ wurde in der Pandemiezeit ins Leben gerufen und erfreut sich national und international großer Beliebtheit. Es befasst sich mit der Kupferzeit und der Geschichte des Mannes aus dem Eis und ist ein auf verschiedene Schulstufen zugeschnittenes Angebot, bestehend aus einer altersgerechten Online-Führung im Museum und einem Live chat mit dem Museum.
Die österreichische Bildungsinitiative „Schule schaut Museum“ findet heuer zum zwölften Mal statt. Sie stellt jedes Jahr den Lernort Museum mit seinen Angeboten für Schulklassen in den Mittelpunkt. Nach einem Jahr Erfahrung mit dem Online-Unterricht hat sich das Angebot um viele neue Zugänge erweitert: Lehrpersonen und Klassen können bei der diesjährigen Initiative die ganze Bandbreite digitaler Museumsvermittlung gebündelt ansehen und ausprobieren.
ANMELDUNG: Schulklassen können die kostenlose Onlineführung um 9, 10:30, 12, 14, 15:30 oder 16:45 Uhr bei melitta.franceschini@iceman.it oder unter der Nummer 0471 320118 buchen.

 

Archeo Week

 

von 23. bis 27. August 2021

Archeo Week 2021: Die archäologische Sommerwoche für Kinder

Das Südtiroler Archäologiemuseum bietet eine Woche ganz im Zeichen der urgeschichtlichen Archäologie. Die TeilnehmerInnen haben die Gelegenheit, in Begleitung von Fachleuten, sich mit den in der Urgeschichte verwendeten Materialien auseinanderzusetzten und mit diesen zu arbeiten. Ötzis Funde dienen uns als Anstoß und die experimentelle Archäologie als Anleitung. Praktische Versuche und Übungen ermöglichen, in die Welt unserer Ahnen, insbesondere in Ötzis Welt, einzutauchen. Zwei Ausflüge in die Bozner Umgebung runden die Erfahrung ab.Die Stiftung Bozner Schlösser stellt den Park beim Schloss Maretsch für die Aktivitäten im Freien zur Verfügung.

ZIELGRUPPE: 15 Kinder und Jugendliche von 8 bis 12 Jahren

UHRZEITEN: Montag, Mittwoch, Freitag von 8 bis 13 Uhr; Dienstag, Donnerstag von 8 bis 17.30 Uhr (Ausflüge)

ORT: Südtiroler Archäologiemuseum, Schloss Maretsch (Bozen) + zwei Ausflüge

EINSCHREIBUNG: ab 02.03.2021 bis 31.03.2021 solange Plätze frei sind: info@iceman.it

TEILNAHMGEBÜHR: 100 Euro pro Kind, 80 Euro für Geschwisterkinder (Mittagessen und Jausen nicht inbegriffen; sie werden von den Familien gestellt).

 

von 22. November 2021 bis 7. November 2022

Wechselausstellung "Stone Age Connections"

Mobilität zu Ötzis Zeit

Schon in der Kupferzeit waren die Menschen erstaunlich mobil. Sie handelten mit Feuerstein (Silex) und Kupfer und tauschten dabei nicht nur Handelswaren aus, auch neues Wissen und handwerkliche Fertigkeiten gingen mit auf die Reise. Zu Fuß, auf Schneeschuhen über die Berge oder mit dem Einbaum übers Wasser, so legten die Menschen erstaunlich weite Strecken quer durch Europa zurück. Das Kupfer für Ötzis Beil stammt aus der heutigen Toskana, einige seiner Feuersteingeräte aus dem Gebiet rund um den Gardasee. Und so wie heute waren auch in der Kupferzeit Menschen unterwegs auf der Suche nach einem besseren Leben. Sie besiedelten neue Gebiete, trafen auf andere Gruppen, erste kriegerische Auseinandersetzungen um Ackerland, Bodenschätze und Siedlungsplätze fanden statt. Neue kulturelle Gruppen bildeten sich, religiöse Anschauungen fanden schneller Verbreitung.

Der Mobilität auf der Spur

DNA-Analysen helfen uns dabei, Migrationsbewegungen nachzuzeichnen, Keramik erzählt vom Wissenstransfer und Rohstoffe lassen sich durch naturwissenschaftliche Analysen ihrem Ursprungsgebiet zuordnen. So versucht die Sonderausstellung anhand bedeutender Funde aus dem Alpenraum die Wege und Handelsbeziehungen im 4. und 3. Jahrtausend v.Chr. nachzuvollziehen.

Auf Schloss Trauttmansdorff bei Meran, dem ehemaligen Feriendomizil der Kaiserin Elisabeth von Österreich („Sissi“), befindet sich heute ein unterhaltsames Erlebnismuseum: das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus. Inmitten des Botanischen Gartens gelegen, ist es das erste Museum des Alpenraums, das sich der Geschichte des Tourismus in Tirol widmet. In lebendig inszenierten Räumen werden die Besucher/- innen auf eine spannende Zeitreise eingeladen, die 200 Jahre Tourismusgeschichte aus der Sicht der Reisenden wie der Gastgeber/-innen erzählt.

www.touriseum.it

 

Touriseum. Foto Stefano Scatà

Das Museum ist seit 4. Mai 2021 wieder offen.

Es führt aber auch virtuell auf eine Zeitreise, die 200 Jahre Tourismusgeschichte aus der Sicht der Reisenden wie der Gastgebenden erzählt. Wer sich darauf einlässt, erfährt wie aus einem Land, durch das vor Jahrhunderten Handelsleute, Pilgernde und Kunstschaffende zu Fuß, mit der Postkutsche oder mit der Extrapost zogen, ein modernes Tourismusland wurde. Virtuell erschlossen werden kann zudem die Schlossgeschichte mit den historischen Räumen und die Ausstellung „Sie wünschen? Desidera?“.

Videos zum Touriseum gibt es zudem auf dem YouTube-Kanal des Museums.

 

Sonderausstellung

von 4. Mai bis 15. November 2021

Sonderausstellung "Packen, schleppen, rollen - Reisegepäck im Wandel der Zeit"

Koffer sind das Symbol fürs Reisen schlechthin. In Form und Material an die Verkehrsmittel ihrer Zeit angepasst, haben sie viel zu erzählen. Wie reiste man (und frau) „mit großem Apparat“, wie mit leichtem Gepäck? Wer ließ tragen und wer schleppte selbst? Was verraten Koffer und Taschen über ihre Besitzer? Die Ausstellung mit Exponaten aus über 200 Jahren ist voller Geschichten übers Unterwegs-Sein.

Machen Sie mit! Für unsere Sonderausstellung sind wir auf der Suche nach ganz persönlichen Koffergeschichten.
Welche Geschichten und Erlebnisse verbinden Sie mit dem Kofferpacken? Was für ein „Pack-Typ“ sind Sie? Welche Symbolkraft hat ein Koffer für Sie? Erzählen Sie uns Ihre ganz persönliche Koffergeschichte! Gerne auch aus der Sicht Ihres Koffers. Was hat er schon gesehen und erlebt?
Rufen Sie uns an (0473 255659) und erzählen Sie uns Ihre Geschichte! Oder schreiben Sie Ihre Geschichte auf und schicken Sie diese samt einem Foto von sich und Ihrem Koffer an info@touriseum.it. Ihre Koffergeschichte wird im Rahmen der Ausstellung ab April 2021 online veröffentlicht, die spannendsten Geschichten werden als Podcast und in einem Buch publiziert. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!


Sonderausstellung

 

von 4. Mai bis 15. November 2021

Sonderausstellung "Du lieber Himmel, Milena, wenn Sie hier wären"

1920 kam Franz Kafka für fast drei Monate zur Kur nach Meran. Hier entstanden die ersten seiner berühmten Briefe an Milena. Die Ausstellung folgt Kafkas Spuren durch die Stadt.
Das Meraner Kafka-Gedenkjahr 2020 will Kafkas Leben und Werk ins Zentrum des öffentlichen Interesses rücken. Andererseits soll die für Südtirol politisch, gesellschaftlich und kulturhistorisch spannende „Schwellenzeit“ zwischen 1918 und 1922 – und folglich die jüngere Stadtgeschichte Merans – beleuchtet werden.


Dauerausstellung

Dauerausstellung "Tourismusgeschichte"

Tourismus ist mehr als blauer Himmel und schöne Landschaft. Er ist ein Zusammenspiel unzähliger Faktoren. Einige kann man jederzeit und vielerorts neu erfinden. Andere aber sind das Ergebnis einer langen Geschichte.

Das Touriseum ist ein Ort voller Charme, Ironie und Überraschungen. Das Herzstück bildet der lebendig inszenierte Parcours mit seinen 20 Räumen, der zu einer vergnüglichen Reise durch 200 Jahre alpine Tourismusgeschichte einlädt. Charmant verbindet sich hier Leichtigkeit mit Tiefe, Unterhaltung mit Historie. Vergnügliches erwartet Sie im Südtirolspiel, Informatives bei den Tourismusinterviews, Erholsames im Ruheraum und manches zum Schmunzeln.


Dauerausstellung

Dauerausstellung "Schlossgeschichte"

Es lohnt sich einen schönen Spaziergang durch die historischen Räume von Schloss Trauttmansdorff zu unternehmen. Vom mittelalterlichen Kern mit Krypta bis zum Neorokokosaal gewinnt man einen kunsthistorisch facettenreichen Einblick in die bewegte Geschichte des Schlosses, in dem seine ehemaligen Besitzer ihre ganz persönlichen Spuren hinterlassen haben.

Ein verträumter Romantiker auf der Suche nach seinen Wurzeln, eine Kaiserin, die es daheim nicht aushielt, ihre kränkelnde Tochterein Kaiser auf der Suche nach seiner Kaiserin, ein Haudegen im Dienst der Habsburgerein deutscher Baron, vernarrt in Meran, Kriegsveteranen als Bauern: Sie alle haben über kurz oder lang auf Schloss Trauttmansdorff logiert und damit seinen Lauf in der Geschichte bis heute geprägt. Die neue Dauerausstellung in den historischen Räumen des Schlosses widmet jeden seiner illustren Bewohner ein leuchtendes Monument.

Das Landesmuseum Bergbau ist ein Abenteuermuseum. Die vier Standorte Schneeberg, Ridnaun, Prettau und Steinhaus umfassen stillgelegte Bergwerke und ausgedehnte Abbaureviere. Sie liegen dort, wo die Knappen einst in nicht enden wollender Anstrengung ihre Stollen ins Felsgestein trieben. Dort wo Bergwerksbesitzer ihren Reichtum horteten. Dort wo die Industrialisierung mit ihrem unstillbaren Hunger nach Rohstoffen einzigartige Industrieanlagen entstehen ließ. Mitten im Hochgebirge. Dort wo die Berge ihre größten Schätze hüten.

www.bergbaumuseum.it

Drei der vier Standorte des Museums (Ridnaun, Steinhaus und Prettau) sind seit 4. Mai 2021 wieder offen; am Standort Schneeberg hingegen finden die Führungen ab 15. Juli statt.

Das Landesmuseum Bergbau bietet auch einen virtuellen Rundgang an: Schülerinnen und Schüler, Familien und alle Interessierte können mit der App "Hearonymus" ins Bergwerk Prettau eintauchen und dort mit 14 Hörstationen, Bildern, Erzählungen und einem Kurzfilm einen der wohl härtesten Jobs der Welt miterleben. Der Rundgang kann über die Audioguide-App „Hearonymus“ kostenlos und mit wenigen Klicks auf jedes Smartphone geladen werden, die App ist in Deutsch, Italienisch, Englisch und Holländisch abrufbar.

Videos zum Bergbaumuseum gibt es zudem auf dem YouTube-Kanal des Museums.

Landesmuseum Bergbau - Standort Schneeberg. Foto Armin Terzer

STANDORT SCHNEEBERG

Kampf Mensch vs. Berg
Knappendorf auf 2.355 m Meereshöhe - nur zu Fuß erreichbar

Am Schneeberg haben Knappen jahrhundertelang nach Erz geschürft. Zuerst mit Schlägel und Eisen, später mit schwerem Gerät. In der Knappensiedlung St. Martin lebten bisweilen bis zu 1000 Menschen völlig isoliert weit oberhalb der Waldgrenze. Die höchstgelegene Dauersiedlung Europas blieb bis in die 1960er Jahre bewohnt. Heute durchziehen unvorstellbare 150 km Stollen das Bergmassiv. Über Tage hat der intensive Bergbau das Landschaftsbild nachhaltig geprägt und neu geformt.

Der Standort Schneeberg mit dem Knappendorf St. Martin liegt auf 2.355 m Meereshöhe und ist nur zu Fuß erreichbar.

Geschichte

Höchstgelegene Dauersiedlung Europas

Der erste Hinweis auf eine Bergbautätigkeit am Schneeberg ist eine Randnotiz. Im Jahr 1237 hält ein Bozner Notar in einer Kaufurkunde beiläufig fest, dass einige Schwerter mit „gutem Silber vom Schneeberg“ bezahlt werden. Um 1500 erlebt der Tiroler Bergbau seinen Höhepunkt und am Schneeberg sollen in jener Zeit bereits an die 1000 Knappen in 70 Stollen nach silberhaltigem Bleiglanz geschürft haben. Das eigentliche Haupterz, die Zinkblende, kann allerdings erst ab dem 19. Jahrhundert ausgebracht und genutzt werden. Und so wächst das Knappendorf St. Martin ab 1870 zu einer beachtlichen Siedlung heran: mit Verwaltungs-, Wohn- und Betriebsgebäuden, einem Gasthaus, einer Kirche und sogar einem Krankenhaus samt Leichenkammer. Es gibt eine Volksschule, eine Musikkapelle, einen Theaterverein und eine Schützenkompanie. Jedoch herrschen in 2.355 m Höhe neun Monate im Jahr Winter und Kälte. Die Versorgung der Siedlung ist aufwendig und problematisch. Das Konfliktpotential innerhalb der von der Außenwelt abgeschiedenen Gemeinschaft ist groß. So entschließt sich die Betreiberfirma AMMI während der letzten Abbauphase im Jahr 1962 die Belegschaft mit ihren Familien von der Hochgebirgssiedlung am Schneeberg nach Maiern ins Ridnauntal zu übersiedeln und den Erzabbau von dort aus weiter zu betreiben. Die Umsetzung des Vorhabens erfolgt im Juni 1967. In der Folge ist das einstige Knappendorf bis zur endgültigen Schließung des Bergwerks 1985 dem Verfall und der Plünderung preisgegeben.

Landesmuseum Bergbau - Standort Schneeberg. Foto Armin Terzer

Ausstellung: Das Bergbaurevier Schneeberg

In einem ehemaligen Werksgebäude, der „neuen Schmiede“ nahe der Schutzhütte ist ein Schauraum untergebracht. Die Dauerausstellung erzählt die Geschichte des Bergbaureviers am Schneeberg. Zu sehen sind Alltagsgegenstände der einstigen Dorfbewohner, Bilddokumente und Arbeitsgeräte der Knappen. 
Der Eintritt ist frei.

Landesmuseum Bergbau - Standort Schneeberg

Das Knappendorf St. Martin

Hat man einmal das 2.355 m hoch gelegene Hochplateau am Schneeberg erreicht, steht man auch schon mitten in der ehemaligen Knappensiedlung St. Martin. Noch sind einige Wohn- und Werksgebäude der einst höchstgelegenen Dauersiedlung Europas erhalten. Schweres Gerät der letzten Abbauphase im 20. Jahrhundert verblieb nach der Schließung des Betriebes 1985 einfach vor Ort. Verschüttete Stollenmundlöcher und Abraumhalden durchziehen das Erzrevier, das über Lehrpfade erschlossen werden kann. Das Freigelände erzählt sich gewissermaßen selbst.

 

Erlebnistour Erzrevier

Ganztagestour mit Wanderbegleitung ab Parkplatz "Schneeberger Brücke" an der Timmelsjochstraße.
Start: 9.15 h. Aufstieg über Seemoos zum Knappendorf St. Martin am Schneeberg, Besuch Schauraum. Mittagspause. Führung durch das Erzrevier und das Knappendorf. Rückkehr zum Parkplaltz "Schneeberger Brücke".
Anmeldung bis am Vortag um 16 Uhr erforderlich: schneeberg@landesmuseen.it, Tel +39 348 3100443 (Franz Kofler)

 

Abenteuer Schneeberg

Ganztagestour mit Wanderbegleitung ab Parkplatz "Schneeberger Brücke" an der Timmelsjochstraße.
Start: 8.30 h. Aufstieg über Seemoos zum Knappendorf St. Martin am Schneeberg, Besuch Schauraum. Mittagspause. Aufstieg zur Schneebergscharte, Abstieg zum Poschhausstollen, mit der Grubenbahn 3,5 km durch den Berg, dann 2,5 km zu Fuß über Schacht 4 durch Karlstollen. Rückkehr zum Parkplatz "Schneeberger Brücke", Ankunft ca. 18.30 h. 1100 m Höhenunterschied! 
Jede Person erhält Stiefel, Mantel, Helm und Stirnlampe für die Stollenbegehung.
Mindestteilnehmeranzahl: 8 Personen
Anmeldung bis am Vortrag um 16 Uhr erforderlich: schneeberg@landesmuseen.it, Tel. +39 348 3100443 (Franz Kofler)

 

Landesmuseum Bergbau - Standort Schneeberg. Foto Armin Terzer

Wichtige Hinweise

Der Standort Schneeberg liegt auf 2.355m Meereshöhe und ist nur zu Fuß auf gut begehbaren Wegen in knapp zwei Stunden von der Timmelsjoch-Passstraße im Passeiertal oder in vier Stunden von Ridnaun/Maiern aus erreichbar. Schutzhütte Schneeberg: Tel.: +39 0473 932900, Rabenstein 42/43, I-39013 Moos in Passeier

Ausgangspunkt Passeiertal: Mit dem PKW von Meran auf der SS44 nach Moos in Passeier, von dort auf der SS44bis 9,3 km weiter Richtung Timmelsjoch bis zur Schneebergbrücke. Parkmöglichkeiten etwa 200 m vor der Brücke. Vom Ende der Schneebergbrücke dem Weg 31 folgend bis nach Seemoos und weiter über den Weg Nr. 29 bis zur ehemaligen Knappensiedlung St. Martin. 690 Höhenmeter. Gehzeit: ca. 2h.

Ausgangspunkt Ridnaun/Maiern: Vom Landesmuseum Bergbau über den Fahrweg (ca. 7 km) oder den Bergwerkslehrpfad bis zur Ruine des Poschhauses. Von dort weiter über den markierten Lehrpfad bis zur Schneebergscharte. Es folgt der Abstieg bis zur Knappensiedlung St. Martin mit dem Schutzhaus Schneeberg. Von Juli bis Mitte Oktober besteht die Möglichkeit mit dem Museums-Shuttlebus von Maiern bis zum Poschhaus zu fahren (Zeitersparnis ca. 2h). Reservierung: Tel. +39 0472 656364. Aufstieg: 1.300 Höhenmeter, Abstieg: 350 Höhenmeter; Gehzeit: ca. 4h

Barrierefreiheit: Der Standort Schneeberg liegt auf 2.355m Meereshöhe und ist nur zu Fuß erreichbar.

 

STANDORT RIDNAUN

Landesmuseum Bergbau - Standort Ridnaun

10, 11.30, 13.30 und 15.15 Uhr

Ridnaun Kompakt

Die Erlebnistour für EinsteigerInnen

In der original erhaltenen Erzaufbereitungsanlage von Maiern erleben die BesucherInnen den gesamten Produktionsprozess anhand der funktionstüchtigen Maschinen mit, die während der Führung in Gang gesetzt werden.
Die Tour beginnt im Schaustollen, wo die Entwicklung der Erzabbaumethoden von Schlägel und Eisen bis hin zum Dynamit aufgezeigt wird. Im Freigelände lassen Reste der Erztransportanlagen die Schwierigkeiten und Herausforderungen des Erztransportes im Hochgebirge erahnen.
Eine beeindruckende Reise in die Zeit der industriellen Revolution.
Anmeldung erforderlich. Warme Kleidung und festes Schuhwerk wird empfohlen (Temperatur im Stollen 8°C). Die Führung ist barrierefrei zugänglich.
Dauer: 1h 30m

Bergbau Junior Ridnaun

samstags und sonntags, 13.30 Uhr

Bergbau Junior Ridnaun

Die Mitmach-Tour für Familien mit Kindern und Schülergruppen

Die spannende Erzsuche mit Schlägel und Eisen, Hacke, Schaufel und Sieb im Stollen, auf der Erzhalde und im Teich. Ideal auch für Kindergeburtstage.Unter fachkundiger Anleitung durch die BesucherbetreuerInnen erfahren die Teilnehmenden in diesem Workshop mehr über die verborgenen Schätze im Bergesinneren und deren Verwendung.
Abenteuerliche Besichtigung des Schaustollens mit echter Bergmannsausrüstung. In einem eigens eingerichteten Stollenabschnitt lässt sich die Schicht des Bergmanns miterleben.
Nur auf Voranmeldung.
Die Führung ist barrierefrei zugänglich.
Warme Kleidung wird ebenso empfohlen wie ein zweites Paar Socken zum Wechseln für die kleinen Bergleute.
Dauer: 2h 30m

 

Dauerausstellung zur lokalen Bergbautradition

Die Dauerausstellung am Standort Ridnaun beleuchtet die hiesige Bergbautradition. Persönliche Gegenstände und private Fotoaufnahmen der einstigen Knappen und ihrer Familien erzählen vom Leben als Bergarbeiter im 19. und 20. Jahrhundert. Seit den 1920er Jahren stammten viele von ihnen aus mittelitalienischen Provinzen. Die Arbeitsmigranten aus dem Süden trafen am Alpenhauptkamm auf eine ihnen völlig unbekannte Lebenswelt. Mit dem Arbeiterwohnheim im Talschluss entstand ein Ghetto, wo man die eigenen Traditionen pflegen konnte. Viele der Arbeiter kehrten später in ihre Heimat zurück, einige verblieben im Tal.Eine Sonderschau im Obergeschoss widmet sich dem Markscheidewesen, einer Ingenieursdisziplin, der die Vermessung der Stollen und Erzreviere obliegt. Ein Mineralienraum zeigt die Vielfalt der heimischen Erz- und Mineralienwelt.

STANDORT STEINHAUS

Landesmuseum Bergbau - Standort Steinhaus

 

Der Kornkasten – Lebensmittelmagazin des Bergwerks

Als der Bergbau zu Beginn des 15. Jahrhunderts seine erste Blüte erlebte, durchwanderten Erzsucher ganz Tirol. Sie waren durch genaue Beobachtung der Natur imstande, auf Erzlager im Boden zu schließen. Dort wo die Erzadern als sogenannter Ausbiss an die Erdoberfläche trat, begann die Arbeit der Bergleute. In Prettau befand sich dieser Ausbiss knapp oberhalb der Waldgrenze in der Nähe des Rotkreuz in etwa 2.000 m Meereshöhe.
Um die Mitte des 15. Jahrhunderts wurde Steinhaus zum Verwaltungssitz des Kupferbergwerks Prettau. In einem Lagerhaus wurden all jene Güter aufbewahrt, die für den Bergwerksbetrieb gebraucht wurden. Dazu gehörte das Korn für die Verpflegung ebenso wie Rohstoffe für Arbeitsgeräte und das Geleucht. All diese Güter wurden als Pfennwerte bezeichnet, die den Bergleuten in Form von Naturallohn ausbezahlt wurden. So diente der Kornkasten von Steinhaus viele Jahrhunderte über als Lebensmittelmagazin des Bergwerks.
Der heutige, um 1700 erbaute Kornkasten mit seiner charakteristischen roten Außenfassade stand nach der zwischenzeitlichen Einstellung des Bergwerksbetriebes 1893 viele Jahre lang leer. 1989 wurde er von der Gemeinde Ahrntal angekauft, seit Herbst 2000 beherbergt er den Standort Steinhaus des Landesmuseum Bergbau.

Die Ausstellung im Kornkasten bietet einen Streifzug durch die Bergbaugeschichte des Ahrntales. Im Mittelpunkt der Erzählungen stehen die Geschichten der Menschen, die im und für den Bergbau tätig waren. Das Herzstück der Ausstellung bilden die historischen Objekte aus der Sammlung der Grafenfamilie von Enzenberg, die als Bergbauunternehmer im Ahrntal tätig waren. 
Die Ausstellung ist barrierefrei zugänglich.

 

dienstags und samstags, 11 Uhr

Glück auf in Steinhaus!

Rundgang durch den historischen Dorfkern von Steinhaus

Der Rundgang beginnt im „Kornkasten“ von Steinhaus, dem einstigen Lagerhaus des Bergwerkbetriebs. Anschließend führen unsere BetreuerInnen Sie durch den historischen Dorfkern von Steinhaus, der in seinem Erscheinungsbild einzigartig in Südtirol ist und seine Entstehung dem Bergbau verdankt. Die auffällig roten Gebäude, darunter das Faktorhaus, der Ansitz Gassegg und die Kirche Maria Loreto, sowie die Schmelzhütte werden anschaulich erklärt. Ein Spaziergang durch die jahrhundertelange Geschichte des Ahrner Handels. 
Eine Anmeldung ist aufgrund der eingeschränkten Teilnehmerzahl erforderlich.
Dauer: 1h


donnerstags, 14Uhr

Feuriger Ton

Kinderprogramm

Die Kinder formen diverse Tongefäße und -figuren und brennen sie anschließend im selbstgebauten Grubenofen.
Anmeldung innerhalb Dienstag erforderlich.
Verbrauchsmaterialien werden vom Museum zur Verfügung gestellt. 
Dauer: 2h

STANDORT PRETTAU


Abenteuer Stollen

10, 11.20, 13.20 und 15 Uhr

Abenteuer Stollen

Die Erlebnistour für alle

Mit der Grubenbahn einen Kilometer tief durch den St. Ignaz-Stollen ins Bergwerk, vom Bahnhof unter Tage zu Fuß weiter durch den Schaustollen.
Die Stolleneinfahrt mit der Grubenbahn dauert etwa 10 Minuten. Der geführte Rundgang im Berg ist 360m lang und verläuft auf zwei Ebenen. Nach 75 Minuten erreichen die BesucherInnen wieder den Bahnhof im Freien.
Anmeldung erforderlich.
Warme Kleidung und festes Schuhwerk werden empfohlen (Temperatur im Stollen 8°C). Helm und Regenmantel werden vom Museum bereitgestellt.
Personen mit einer Herz-Kreislaufschwäche und/oder Raumangst (Klaustrophobie) ist von einer Teilnahme abzuraten.
Dauer der Führung: 1h 15m

Bergbau Junior Prettau

Bergbau Junior Prettau

Die Mitmach-Tour für Familien mit Kindern und Schülergruppen

Einfahrt mit der Grubenbahn in den St.-Ignaz-Stollen, dort Rundgang durch den Schaustollen.
Nach der Rückkehr aus dem Berg spazieren wir zum wenig höher gelegenen Pochwerk und zum Nikolaus-Stollen. Dort gehen wir auf Schatzsuche.
Anmeldung erforderlich. Geeignet für Schulklassen der unteren Schulstufe und für Kindergeburtstage (5-10 Jahre). Warme Kleidung und festes Schuhwerk erforderlich (Temperatur im Stollen: +8°C). Helme, Mäntel und Werkzeuge werden vom Museum bereitgestellt.
Dauer: 2h 30m

 

Kupfer schmelzen

7. und 8. August, 11. und 12. September, 10 – 17 Uhr

Experiment Kupfer

Besonders im Mittelalter zählt Kupferschmelzen zur höchsten Handwerkskunst, ist doch das Kupfer eines der begehrtesten Metalle. Doch wie machte man das damals genau?
Dies herauszufinden hat sich das Landesmuseum Bergbau gemeinsam mit dem Mittelalterverein "Niedertor mit Gefolge" vorgenommen: Am 7. und 8. August sowie am 11. und 12. September findet am Standort Prettau erstmals eine mittelalterliche Nachstellung des Kupferschmelzens statt. An beiden Wochenenden von 10 bis 17 Uhr wird das "Gefolge" rund um Sigmund von Niedertor am Nikolaus-Stollen des ehemaligen Kupferbergwerks Prettau seine Zelte aufschlagen und den Gästen historisch getreu sein Handwerk vorführen.
Auf dem Weg der experimentellen Archäologie wird am Augustwochenende ein Schmelzofen gebaut und im September werden Versuche unternommen, aus dem Prettauer Zementkupfer das glänzende Metall zu schmelzen. Und das interessierte Publikum kann live dabei sein.

Heuer organisierte das Landesmuseum Bergbau zudem folgende Vorträge zu verschiedenen Themen:

Schriftquellen zum Bergbau im Tauferer Ahrntal
Die Bergbaulandschaft Tauferer Ahrntal

Wann begann der Bergbau im Tauferer Ahrntal? Welche Rohstoffe wurden gewonnen und wo? Und wer hat nach den Schätzen der Erde gesucht? 
Ungezählte, lang vergessene Stollen durchziehen die Berglandschaft im Ahrntal, viele über die Jahrhunderte verschüttete Mundlöcher verstecken sich in den Wäldern. Das Forschungsprojekt „Bergbaulandschaft Tauferer Ahrntal“ hat es sich zum Ziel gesetzt, den Spuren nachzugehen. Wann begann der Bergbau, welche Rohstoffe wurden gewonnen und wo? Wer hat nach den Schätzen der Erde gesucht? Die Wissenschaftlerin Kathrin Geier legt im live-Vortrag „Bergbaulandschaft Tauferer Ahrntal. Die Schriftquellen“ die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit vor.

 

Grubenpläne
Der Schneeberg und seine Stollen

Über 150 Kilometer Stollen gruben die Knappen in den Schneeberg, um wertvolle Rohstoffe zu bergen. Um die Grubenpläne dieser Stollen geht es bei diesem Vortrag.
Würde man alle Stollen des Bergwerks am Schneeberg aneinanderreihen, so entspräche dies etwa der Strecke von Bozen nach Verona. Von über 150 Kilometer langen Stollen ist der Schneeberg durchzogen. Sie wurden in den vergangenen Jahrhunderten aufgefahren, um verschiedene Mineralien abzubauen.
Das Landesmuseum Bergbau verwahrt in seiner Sammlung zahlreiche Grubenpläne, die zum Teil mehrere hundert Jahre alt und von hohem kulturhistorischem Wert sind. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Pläne dieses Bestandes restauriert. Einige dieser Schätze präsentiert der wissenschaftliche Kurator des Landesmuseum Bergbau, Armin Torggler im online-Vortrag „Von Rissen und Schinzügen. Grubenpläne vom Schneeberg in der Sammlung des Landesmuseum Bergbau“.

 

Von Kupfer und Kanonen


Von Kupfer und Kanonen

Kanonen wurden im Mittelalter unter anderem aus Bronze gegossen, die aus Kupfer und Zinn hergestellt wird. Auch Prettauer Kupfer kam dabei zum Einsatz. Darüber und über die Anfänge des Geschützwesens in Tirol spricht der Historiker Georg Neuhauser.

 

Felsmechanik

Felsmechanik in Bildern

Was passiert mit dem Felsen im Boden, wenn darauf Dämme, Tunnels oder Brücken gebaut werden? Darum geht es beim Vortrag „Felsmechanik – Spannung pur!“.
Große Infrastrukturbauwerke können nur in direkter Interaktion mit dem Untergrund realisiert werden. Dämme und Talsperren, Kraftwerksbauten, Tunnels und Brücken, Tag- und Untertagebergbau - all diese Bauwerke stützen sich auf Fels ab. Dadurch werden Kräfte und Verschiebungen mobilisiert. Das ist die Felsmechanik im Spannungsfeld zwischen Geologie und Bauingenieurwesen.
Thomas Marcher, Leiter des Instituts für Felsmechanik und Tunnelbau an der Technischen Universität Graz, gibt mit einem umfangreichen Bildmaterial einen Einblick in diese Welt.



Als Dynastenburg der Grafen von Tirol gab die Burg dem Land seinen Namen. Ihre Errichtung reicht ins späte 11. Jahrhundert zurück. Der Schwerpunkt des musealen Parcours liegt in der Präsentation der Landesgeschichte von den Anfängen bis in die heutige Zeit. Im Südpalas liegen die beiden romanischen Portale. Die Burgkapelle zum Heiligen Pankratius ist als Doppelkapelle errichtet, bedeutsam sind ihre gotischen Wandmalereien. Im Bergfried, dem "Turm der Erinnerungen", findet sich eine Darstellung zur Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert.

www.schlosstirol.it

 

Schloss Tirol. Foto H. Hermes

Das Museum ist seit 4. Mai 2021 wieder offen.


Schloss Tirol präsentiert einige seiner Themen auch in den folgenden virtuellen Rundgängen:

ehemaliger Landeshauptmann Silvius Magnago

360º TURM DER ERINNERUNGEN


Was geschah bei der Option? Was bedeutet die Autonomie für Südtirol und wie gestaltete sich ihr politischer Weg? Wer sich für die Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert interessiert, sollte die beeindruckende Präsentation im Bergfried ansehen. Seit dem Jahr 2003 beherbergt der "Turm der Erinnerungen" eine Dauerausstellung über Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert. 2016 wurde die Ausstellung erneuert. In nicht weniger als 400 Objekten werden historische Zusammenhänge erläutert.

Der „Turm der Erinnerungen“ ist auch als virtuelle Tour zugänglich. Das Angebot richtet sich vor allem an Personen, welche die Ausstellung bequem von zu Hause aus, sehen, bzw. die 20 Ebenen nicht erklimmen möchten. Zudem wurde ein eigenes Vermittlungsformat realisiert, damit Lehrpersonen mit ihren Schülerinnen und Schülern die Inhalte in der Klasse erarbeiten oder vertiefen können.

 

Symbolbild der Ausstellung

360º ICH WOLKENSTEIN

Diese Wechselausstellung, die 2011 auf Schloss Tirol zu sehen war, beleuchtet aus verschiedenen Blickwinkeln das Leben des bedeutendsten und markantesten Vertreter mittelalterlicher deutscher Lyrik Oswald von Wolkenstein.
Die höchst eindrucksvolle Vita des bis ins hohe Alter vitalen, vielseitig begabten Ritters Oswald von Wolkenstein, der nicht nur Krieger, Diplomat, Fürstendiener, Adels- und Familienpolitiker, Rechtssachverständiger und Freischöffe war, sondern auch als gläubiger Christ, Jerusalempilger und frommer Stifter und dem es mit starkem Willen und mit Beharrlichkeit sogar gelang, Diener und Rat König Sigmunds, Reichsritter und einflussreicher Landespolitiker zu werden, scheint einzigartig zu sein, kann auch durchaus als klassisches Beispiel für die Biografie adeliger Aufsteiger des Spätmittelalters gelten.
Die Ausstellung, in deren Zentrum Leben und Werk Oswalds von Wolkenstein stehen, versteht sich deshalb auch als Blick auf ein Zeitalter, in dem Krieg und Diplomatie, Fürstendienst und Adelspolitik, die Praxis des Rechtswesens und eine alles umfassende Gottesfurcht das Leben des Adels bestimmt haben.


Joseph Haller, Rut und Boas, um 1764, Graz, Universalmuseum Joanneum, Alte Galerie

Online-Ausstellung

ZWISCHEN AUGSBURG UND VENEDIG –DIE PASSEIRER MALERSCHULE

In St. Martin in Passeier bestand zwischen ca. 1719 und 1845 eine Malerwerkstatt, die über drei Generationen hinweg die Kirchen des Passeiertals und seiner Umgebung mit Gemälden versorgte.
Die Niederlassung des Meraner Malers Nikolaus Auer in einem Dorf abseits der städtischen Kunstzentren ging auf die Initiative des kunstsinnigen, auch als Dichter tätigen Priesters Michael Winnebacher zurück. Bei Auer absolvierten nicht nur seine drei Söhne, sondern auch mehrere andere teils überregional bedeutende Barockmaler ihre Lehre. Auers begabteste Schüler, Johann Evangelist Holzer aus Burgeis im oberen Vinschgau und Joseph Haller aus St. Martin, zogen wie zuvor ihr erster Lehrer zur weiteren Ausbildung in die damalige Kunstmetropole Augsburg. Während Holzer in Augsburg verblieb und zu einem der gefeiertsten süddeutschen Künstler aufstieg, schuf Haller nach der Rückkehr in sein Heimattal zahlreiche Ölgemälde von seltener Leuchtkraft und farblicher Raffinesse. Nikolaus Auers Sohn Johann Benedikt hingegen erhielt seine prägende Ausbildung in Venedig und war in Bozen und in St. Martin als Kupferstecher tätig.
Rund 300 Jahre nach ihrer Gründung widmet sich erstmals eine größere Ausstellung dieser sogenannten Passeirer Malerschule. Die rund 80 Exponate, in der virtuellen Ausstellung auf 40 verkürzt  – großteils Gemälde und Graphiken, aber auch Skulpturen und von Michael Winnebacher verfasste Bücher – stammen aus Südtiroler Kirchen und Museen, aber auch aus österreichischen und deutschen Sammlungen.
Ausstellungskonzept: Hanns-Paul Ties – Ausstellungstexte: Leo Andergassen, Hanns-Paul Ties

 

Ausstellung Kunst kann

von 4. Mai bis 6. Juni 2021 (auch als virtuelle Ausstellung zu sehen)

Kunst kann. Einblicke in zeitgenössische künstlerische Haltungen

In Zusammenarbeit mit vier Partnern und zwölf Künstlerpositionen aus der bildenden und darstellenden Kunst, Musik und Literatur aus Liechtenstein, Deutschland, Österreich und Italien ist diese Ausstellung im Sinne einer Vermittlungs- und Lernplattform entwickelt worden. Sie visualisiert und vermittelt künstlerische Denk- und Arbeitshaltungen.
Von Berufs wegen sind es vorwiegend Künstlerinnen und Künstler, die sich gezielt in Unsicherheit begeben. Sie wollen das Neue und das finden sie nicht auf bestehenden Wegen. Es trägt Unvorhersehbares und Ergebnisoffenes in sich, birgt Risiken und Fehler. Künstlerischen Eigenschaften und Fähigkeiten im Umgang mit Unbekanntem können für andere Menschen interessant und bereichernd sein.
"Kunst kann", so der Titel dieser Vermittlungs- und Lernplattform, präsentiert zwölf Kunstwerke, zwölf Videoauszüge aus Interviews mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern und einen Lernparcours mit zwölf Stationen, an denen Besucherinnen und Besucher künstlerische Praxen ausprobieren und für sich Erfahrungen machen können. "Kunst kann" lässt die beteiligten Kunstschaffenden schildern, wie sie an ihre Sache herangehen, wie sie ihre künstlerischen Prozesse steuern, welche Rolle Offenheit, Neugierde und Wahrnehmung, Spielfreude und Improvisation, Mut und Risikobereitschaft, Kommunikation und Zusammenarbeit spielen, wie sie mit Überraschung, Krisen und Momente des Scheiterns umgehen, was ihnen Erfolg bedeutet.
Es geht um Haltungen, künstlerische Eigenschaften, Einstellungen, Arbeitsweisen. Damit erhalten Besuchende Einblicke und Impulse, wie sie um die Ecke denken und so ihren persönlichen Handlungsspielraum erweitern können. Das ist der Kern dieser Vermittlungs- und Lernplattform, der von den Partnern Kubus Kulturvermittlung in Balzers/LI, Haus am Lützowplatz in Berlin/D, Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten/A und Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte Schloss Tirol in Dorf Tirol erarbeitet wurde. Initiantin und Leiterin für das Gesamtprojekt sowie Kuratorin im Kunstraum Engländerbau ist Dagmar Frick-Islitzer. Die durch Erasmus+ und Kulturstiftung Liechtenstein co-geförderte Entwicklung der Vermittlungs- und Lernplattform wird im Anschluss in Berlin/D, St. Pölten/A und Dorf Tirol/I gezeigt.
Zur Vermittlungs- und Lernplattform erscheint ein umfassendes Handbuch.
Mit Unterstützung durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union

 

Elisabeth Oberrauch: Atlas

vom 22. Mai bis 29. August 2021

Elisabeth Oberrauch: Atlas

Die Ausstellung präsentiert den „Rimpf-Atlas“ aus der Sammlung Museion, ein sechsteiliges Werk aus dem Jahr 2000, das auf der gleichzeitigen Verwendung zweier Zeichensysteme beruht. Elisabeth Oberrauch kombiniert auf Papier applizierte Landkartenfragmente des oberen Vinschgaus mit einer am besten als informell zu bezeichnenden Malerei. Die Werke basieren aus dem Dialog der streng kodifizierten Sprache der Landkarte mit der freien Bewegung des Pinsels. Gleichzeitig führen bei diesen Blättern Vorder- und Rückseite einen raffinierten Dialog. Die in der Kartographie realisierte Abstraktion des Landschaftlichen erfährt durch die Bewegungen der Malerei eine Wiederbelebung. Hinzu kommen weitere Arbeiten der Künstlerin, welche mit Landkartenfragmenten arbeiten.
Für Elisabeth Oberrauch, geb. 1950 in Meran, wo sie lebt und arbeitet, spielt Papier in all seinen verschiedenen Erscheinungsformen eine wichtige Rolle. Vor allem das selbst geschöpfte. Es dient als Träger für Zeichnung und Malerei, aber auch für Applikationen diverser Materialien. Eine wichtige Rolle spielen dabei Bücher, und zwar als Werk konzipierte Bücher. Von diesen artist’s books ist eine größere Anzahl auf Orte bezogen ist, welche die Künstlerin auf ausgedehnten Reisen besucht hat. Zahlreiche Ausstellungen in Südtirol, aber auch weit darüber hinaus.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Museion. Kurator: Andreas Hapkemayer.

Symbol, Macht, Bewegung. Tirol im historischen Kartenbild

vom 3. Juli bis 21. November 2021

Symbol, Macht, Bewegung. Tirol im historischen Kartenbild

Alte Karten sind in den letzten Jahrzehnten zu einer unverzichtbaren Forschungsgrundlage geworden. Sie sind nämlich keine neutralen Informationsträger, sondern dokumentieren die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse einer bestimmten Zeit. Dabei fiel ihnen als Propagandamedium eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu. Mit ihnen wurden Kriege geplant und durchgeführt, Grenzen und Territorien visualisiert, Grenzstreitigkeiten beigelegt und Länder verwaltet. Zudem zeigen viele Karten unter anderem auch Bergbaugebiete, land- und forstwirtschaftliche Nutzflächen, Industriegebiete, das Straßen- und Eisenbahnnetz sowie Wanderwege und Skirouten. Diese Ausstellung bringt in mehr als 50 Karten und Kartenausschnitten, die vor allem aus Tiroler Archiven und Bibliotheken stammen, im Kontext der allgemeinen Entwicklung der Kartographie von der Antike bis ins 20. Jahrhundert die Verbindung von Kartographie, Politik und Wirtschaft am Beispiel von Tirol näher.
Themenschwerpunkte: Anfänge der Kartographie (16. / 17. Jhd.); Tirol im Bild deutscher, niederländischer und französischer Kartographen; Naturkatastrophen – Flussregulierungen; Beginn der Vermessungen; Peter Anich und seine Zeit; Landesaufnahmen; Verkehr; Tourismus; Bergbau und Landwirtschaft; Krieg und Propaganda.
Kuratorin: Petra Svatek, Akademie der Wissenschaften, Wien

Peter Assmann - Transferteppich

vom 11. September bis 8. Dezember 2021

Peter Assmann – Transferteppich

Die Ausstellungsinstallation im obersten Geschoss des Bergfrieds von Schloss Tirol gestaltet Peter Assmann in einen künstlerischen Lande- und Abhebeort für die Überwindung begrenzter Landreisesituationen. Somit entsteht ein konzentrierter, bildhaft wirksamer Treffpunkt für Reisende im Großen und Kleinen, für weiterführende Begegnungstransfers. Dabei werden Themen berührt, welche grundsätzliche menschliche Bewegungen simulieren: AUFZURICHTEN, SICH VORZUBEUGEN, NOCHMALS – AUFZUHÖREN UND ABLASSEND, AUFBRECHEND, WEITERGEHEN, AUF DEM TEPPICH BLEIBEN, DEM FLIEGENDEN. Rund um einen zentral im Raum platzierten bildkünstlerisch gestalteten Teppich (Siebdruck auf Textil) werden an den metallbewehrten Wänden des Ausstellungsraumes gerahmte Arbeiten auf Papier in unterschiedlichen Dimensionen arrangiert, die in Bezug auf mediale Begegnungsbilder, insbesondere mit Bezug zu (süd)tiroler Medienwelten, transferorientierte Bilderfahrungen aufzeigen.
Peter Assmann, geb. 1963 in Zams, ist Kunsthistoriker, Geschäftsführer der Tiroler Landesmuseen Betriebsgesellschaft, Schriftsteller und bildender Künstler.

Im ehemaligen Amtshaus Kaiser Maximilians I. hat heute das Landesmuseum für Naturkunde seinen Sitz. Auf zwei Stockwerken mit einer Gesamtfläche von etwa 1.000 m² wird Südtirols Landschafts- und Naturgeschichte gezeigt. Der Weg durch die Ausstellung entspricht einer Wanderung durch die Zeit. Modelle, Dioramen, Experimente und Multimedia-Stationen geben Einblicke in Südtirols Erdgeschichte, in die Entstehung und Entwicklung der Lebensräume. Im Erdgeschoss werden laufend interessante Wechselausstellungen gezeigt.

natura.museum

 

Naturmuseum Südtirol

Das Museum ist seit 27. April 2021 wieder offen.

Zudem gibt es auf dem YouTube-Kanal des Museums viele virtuelle Führungen und Vorträge sowie die folgenden virtuellen und nicht-virtuellen Veranstaltungen:

 

Heuschrecke

 

13. Jänner, 18 Uhr

Online-Vortrag zur Artenvielfalt in Südtirol

Welche Tiere und Pflanzen gibt es in Südtirol? Nimmt die Zahl der Arten ab oder zu? Und wie wirken sich Landschaftsstruktur oder Düngung auf sie aus? Die Ergebnisse der ersten Phase des fünfjährigen Projekts „Biodiversität Südtirol“ werden bei diesem online-Vortrag vorgestellt.
Die Entwicklung der Südtiroler Artenvielfalt ist das Thema des Projekts, welches das Institut für Alpine Umwelt der Eurac mit dem Naturmuseum Südtirol und dem Landesamt für Natur 2019 startete. Dabei untersuchen Fachleute in einem Zeitraum von fünf Jahren die Biodiversität an insgesamt 320 Standorten, wie Wiesen, Weiden, Äcker, Dauerkulturen, Wälder, Feuchtlebensräume, Siedlungsgebiete, alpine Lebensräume und Fließgewässer. Gesucht wird dabei eine Reihe von Tier- und Pflanzengruppen, wie etwa Gefäßpflanzen, Vögel, Fledermäuse, Heuschrecken und Tagfalter, aber auch Käfer, Wanzen und Spinnen sowie Moose, Flechten und Larven von Eintagsfliegen, Steinfliegen, Köcherfliegen und Zweiflüglern. 
Bei diesem Vortrag präsentiert Andreas Hilpold vom Institut für Alpine Umwelt und Koordinator des Biodiversitätsmonitorings Südtirol die Ergebnisse der ersten zwei Erhebungssaisonen.
Einstieg unter https://youtu.be/0metVuXIzxc.
In deutscher und italienischer Sprache.

 

Hepatica nobilis - Leberblümchen

15. Jänner, 18 Uhr

Pfrouslschtaud und Tschufferniggele

Online-Vortrag zu dialektalen Pflanzennamen

Das Naturmuseum präsentiert bei diesem Vortrag sein Projekt zu den dialektalen Pflanzennamen Südtirols. 
Die möglichst eindeutige Bezeichnung von Pflanzenarten ist nicht nur ein wissenschaftliches Anliegen. Je nach ihrer Anwendung in landwirtschaftlicher, medizinischer, gastronomischer, dekorativer oder religiös-magischer Hinsicht, tragen Pflanzen spezifische und lokal eigenständige Bezeichnungen. In einem interdisziplinären Projekt sammelt, dokumentiert und interpretiert das Naturmuseum die Vielfalt der dialektalen Pflanzennamen Südtirols. Der Vortrag gibt einen Einblick in die unterschiedlichsten mundartlichen Benennungen und versucht auch, der jeweiligen Bedeutung dieser Namen auf den Grund zu gehen. 
Einstieg unter https://bbb.inf.unibz.it/b/wil-wgw-9el-gg2.
Mit Johannes Ortner, Kulturanthropologe, Flurnamen-Beauftragter des Landes und zuständig für den linguistischen Teil des Projekts, Angelika Ruele, Botanikerin, zuständig für die botanischen Aspekte und Thomas Wilhalm, Konservator für Botanik am Naturmuseum Südtirol und Projektleiter.
Im Rahmen des Treffens des Arbeitskreises zur Flora von Südtirol.
Info: Naturmuseum Südtirol, Tel.: 0471/412974.

 

Alpen-Grasnelke

10. Februar, 18 Uhr

Botanische Dokumentation und Forschung am Naturmuseum Südtirol
Colloquium - Platform Biodiversity South Tyrol

Das Naturmuseum versteht sich als zentrale Dokumentationsstelle der Flora und Fauna von Südtirol. Im Bereich der Botanik ergeben sich daraus einige wichtige Schwerpunkte, die von keiner anderen Institution des Landes in dieser Bedeutung wahrgenommen werden.
Unter dem Blickwinkel der wissenschaftlichen Dokumentation fallen hier folgende Tätigkeiten an: Aufbau des Landesherbariums, Koordination und Durchführung der floristischen Kartierung der Provinz Bozen, Aufbau und Betreuung der naturkundlichen Datenbank, Referenzstelle für botanisch-taxonomische und -nomenklatorische Fragen.
Die Forschungsarbeit konzentriert sich hingegen auf sammlungsrelevante (z.B. Typus-Material) und taxonomisch-biogeographische Fragestellungen (z.B. Festuca).
Der Referent dieses virtuellen Kolloquiums in deutscher Sprache ist Thomas Wilhalm, Konservator am Naturmuseum Südtirol.
Der Einstieg erfolgt über den YouTube-Kanal des Museums.

 

Marc Zebisch

17. Februar, 18 Uhr

Auswirkungen des Klimawandels in Südtirol. Der globale Klimawandel und seine Bedeutung für Südtirol

Den Klimawandel nicht nur aus der Sicht der Naturwissenschaft, sondern auch aus anderen wissenschaftlichen Bereichen beleuchten wird das Naturmuseum mit der neuen Vortragsserie #climate360. Das ganze Jahr über und auch darüber hinaus werden Fachleute aus verschiedensten Gebieten – Medizin, Psychologie, Wirtschaft, Geschichte, Soziologie, etc. - das Thema Klimawandel aus ihrer Expertise heraus beleuchten. Bei den digitalen Vorträgen, die abwechselnd in deutscher und italienischer Sprache erfolgen, können Interessierte auch interagieren, Fragen stellen und mit den Expertinnen und Experten diskutieren.
Die Vortragsreihe wird in Zusammenarbeit mit der Gruppe „Scientists 4 Future Südtirol“ (www.scientistsforfuture.bz) organisiert. 
Den Auftakt macht Marc Zebisch mit dem Vortrag „Auswirkungen des Klimawandels in Südtirol. Der globale Klimawandel und seine Bedeutung für Südtirol“. Dabei erklärt der Leiter des Instituts für Erdbeobachtung und Forscher an der Eurac Research die Hintergründe des globalen Klimawandels, deren Bedeutung für Südtirol und warum es in COVID-19-Zeiten wichtig ist, über den Klimawandel zu sprechen: „COVID-19 zeigt uns auf, wie verletzlich auch unsere moderne, wohlhabende, durchorganisierte und global vernetzte Gesellschaft gegenüber globalen Krisen ist, wie notwendig ein vorausschauender Umgang mit Krisen ist und wie tiefgreifend und zum Teil über das bisherige Maß des Denkbaren hinaus Veränderungen und Maßnahmen sein müssen, um zu wirken.“ Der Vortrag ist auf dem YouTube-Kanal des Naturmuseums zu sehen: https://youtu.be/A3qMPiaPjE4

 

Mars Rover Perseverance. Foto NASA JPL-Caltech

18. Februar, 18 Uhr

Mars 2020 Mission: Impossible

Am 18. Februar 2021 tritt die NASA-Mission Mars 2020 nach 203 Tagen im All in ihre entscheidende Phase ein. Ziel ist es, den Rover Perseverance und seinen Mini-Helikopter Ingenuity auf dem Mars landen zu lassen. 1050 kg Silizium, Schaltkreise, Sensoren und Stahl sollen den Jezero-Krater erkunden, nach vergangenen oder aktuellen Lebensformen suchen und Gesteinsproben sammeln, die dann von zukünftigen Mars-AstronautInnen eingesammelt werden.
Der Astronom Luca Ciprari erzählt in diesem Streaming Anekdoten, Ziele und Geschichten der ehrgeizigsten Marsmission der Geschichte.



Halyomorpha halys

10. März, 18 Uhr

Halyomorpha halys, eine invasive Art in Südtirol- von den ersten Funden bis hin zu einer nachhaltigen Regulierungsmöglichkeit
COLLOQUIUM - Platform Biodiversity South Tyrol

In den letzten Jahrzehnten nahm die Zahl an Einschleppungen gebietsfremder, invasiver Arten stetig zu. Die aus Asien stammende Baumwanze Halyomorpha halys hat ihre Invasion in den späten 1990er Jahren begonnen und hat sich mittlerweile in vielen Ländern der Nördlichen Hemisphäre etablieren können. Am Versuchzentrum Laimburg ist sie seit ihrem Erstnachweis 2016 in Südtirol zentraler Bestandteil diverser Forschungstätigkeiten, von grundlegendem Verständnis zu ihrer Biologie bis hin zur biologischen Regulierung.
Stefanie Fischnaller beschäftigt sich mit Untersuchungen zur Biologie diverser Insekten von agronomischem Interesse für Südtirol am Versuchszentrum Laimburg, Martina Falagiarda mit nachhaltigen Regulierungsmöglichkeiten invasiver Insekten am Versuchszentrum Laimburg.
In deutscher und italienischer Sprache
Einstieg unter https://www.youtube.com/watch?v=1hrL3AfF60M

Eintritt frei

 

Armenien

12. März, 18 Uhr

Reise durch Armenien

Armenien liegt am Übergang zwischen Kleinasien und dem Kleinen Kaukasus. Der Großteil des Landes liegt auf einem mit Steppen bedeckten Hochland und über allem thront der Ararat.
Andreas Hilpold, Botaniker und Mitarbeiter an der Eurac, Bozen bereiste das Land im Rahmen eines Biodiversitätsworkshops. In seinem Vortrag stellt er Natur und Landschaft dar und gibt auch Einblicke in die Kultur und Geschichte dieses faszinierenden Landes.
Weitere Informationen: Thomas Wilhalm, Tel. 0471 413431.
In deutscher Sprache.
Der Vortrag findet online statt, der Einstieg erfolgt über https://www.youtube.com/watch?v=ekB2e4y0VJg.
Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Wölfe

30. März, 18 Uhr

Der Wolf in Südtirol 2.1: aktuelle Situation und Informationen mit Davide Righetti

Die Anwesenheit von Wölfen in Südtirol ist seit mindestens zehn Jahren bekannt. Seither tauchen Wölfe in verschiedenen Gebieten des Landes auf, manchmal sind sie sesshaft, manchmal nur auf Durchreise. Bei diesem Vortrag wird die derzeitige Situation thematisiert sowie die Daten der in den letzten Jahren durchgeführten Erhebungen und die technologischen Perspektiven zur Unterstützung der Forschung und zur Entschärfung von Konflikten.
In italienischer Sprache.
Der Vortrag wird über die Plattform bigbluebutton zugänglich sein.
Eintritt frei.

 

Bozner Talkessel

10. April, 14:30 - 16:30 Uhr

Ein Spaziergang am Rande eines uralten Vulkans – die Bozner Caldera - ABGESAGT

Die Oswald-Promenade liegt am Hang einer alten Caldera, einer großen kesselförmigen Struktur vulkanischen Ursprungs. Entdecken Sie die Spuren dieses enormen vulkanischen Ereignisses, das vor 280 Millionen Jahren den ganzen Bozner Talkessel eingenommen hat.
Anmeldung erforderlich: Tel. 0471 41 29 64, Di – So 10 – 18 Uhr
Treffpunkt: Naturmuseum Südtirol
Änderungen vorbehalten
In Deutsch und Italienisch
6,50 € Erwachsene

 

Natur

14. April, 18 Uhr

Wie ein Flügelschlag: Veränderungen der Umwelt und Krise der Biodiversität in niedrig gelegenen Bergökosystemen
COLLOQUIUM - Platform Biodiversity South Tyrol

In den vergangenen Jahrzehnten waren die Alpen Schauplatz tiefgreifender Veränderungen in der Umwelt, die sich stark auf die biologische Vielfalt ausgewirkt haben. Sozioökonomische Prozesse führten zur Verwahrlosung traditioneller Praktiken, die seit Jahrtausenden die alpine Landschaft im Gleichgewicht mit der Natur geprägt haben, und zur intensiven Ausbeutung von Ressourcen. Im Rahmen des Kolloquium werden Fallstudien zu zwei der am stärksten bedrohten Ökosysteme vorgestellt: Dauergrünland und Feuchtgebiete, mit Beispielen zur Avifauna und zu Libellen.
Giacomo Assandri, Postdoktorand am ISPRA (Istituto Superiore per la Protezione e la Ricerca Ambientale) ist ein Ökologe, der sich mit den Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Biodiversität aus der Perspektive des Naturschutzes beschäftigt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Vögel und Libellen.
In italienischer Sprache
Einstieg unter https://www.youtube.com/watch?v=FhadWFPw4Kc

 

Lichter in der Nacht

15. April, 20 Uhr

Lichter in der Nacht - ABGESAGT

Fasziniert dich die Dunkelheit und warst du schon immer neugierig, was nachts im Museum passiert, wenn die Türen schließen und das Licht ausgeht? Bei dieser ganz besonderen Führung kannst du nicht nur die Geheimnisse der nachtaktiven Tiere entdecken, sondern auch, was sonst noch in der Dunkelheit leuchtet.… Ssssst und halt die Augen offen!
In italienischer Sprache
Tel: 0471 41 29 64, Di – So, 10 – 18 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl 
Für Familien und Interessierte
Eintritt frei


Abbruzzen

16. April, 18 Uhr

Abruzzen – Im Herzen des Apennins

Beeindruckende Hochebenen, schroffe Gebirge, ausgedehnte Buchenwälder und das Hügelland zwischen Adria und Apennin mit seinen malerischen Dörfern und altem Kulturland bezaubern die Menschen, die die Abruzzen besuchen. Beinahe ein Drittel dieser Region steht als Nationalpark oder Naturpark unter Schutz. In diesem Vortrag lernen wir Natur, Kultur und Flora der mittelitalienischen Region kennen.
Nils Bertol, Umweltwissenschaftler, führt die Umweltwerkstatt Neustift und leitet Wanderreisen für Vai e Via.
Im Rahmen des Treffens des Arbeitskreises zur Flora von Südtirol, Gäste willkommen 
In deutscher Sprache
Info: Thomas Wilhalm, Tel. 0471 413431 
Änderungen vorbehalten
Eintritt frei
Einstieg unter https://www.natura.museum/de/magazine/abruzzen-im-herzen-des-apennins/

 

Unheimlich spannend!

22. April, 18 - 20 Uhr

Unheimlich spannend! Museumsabenteuer für wirklich Mutige - ABGESAGT

Willst du deiner Angst die Stirn bieten oder gehören Spinnen, Skorpione und Fledermäuse zu deinen Lieblingstieren? Ein Abend der besonderen Art: Aufregendes und Haarsträubendes aus dem Tierreich erwarten dich bei diesem Workshop im Naturmuseum!
Museumsabenteuer für wirklich Mutige von 8 bis 12 Jahren
Anmeldung notwendig: Tel: 0471 41 29 64, Di – So, 10 – 18 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl
In deutscher und italienischer Sprache
Änderungen vorbehalten
6,50 €

 

Mord im Museum

23. April, 20 Uhr

Ein Mord im Museum! #1 - ABGESAGT

Ein mysteriöser Mord hat sich in den Räumen des Museums ereignet. Ihre detektivischen Fähigkeiten sind gefragt, um den ersten Mordfall im Naturmuseum zu klären. An diesem Abend werden Sie verschiedene Charaktere befragen und nach versteckten Hinweisen suchen. Können Sie herausfinden, wer lügt und wer die Wahrheit sagt? 
Für Erwachsene 
Anmeldung erforderlich
Tel. 0471 41 29 64, Di – So, 10 – 18 Uhr
In Deutsch und Italienisch
Museumseintritt

 

Bozner Talkessel

24. April, 14:30 - 16:30 Uhr

Ein Spaziergang am Rande eines uralten Vulkans – die Bozner Caldera - ABGESAGT

Die Oswald-Promenade liegt am Hang einer alten Caldera, einer großen kesselförmigen Struktur vulkanischen Ursprungs. Entdecken Sie die Spuren dieses enormen vulkanischen Ereignisses, das vor 280 Millionen Jahren den ganzen Bozner Talkessel eingenommen hat.
Anmeldung erforderlich: Tel. 0471 41 29 64, Di – So, 10 – 18 Uhr
Treffpunkt: Naturmuseum Südtirol
In Deutsch und Italienisch
Änderungen vorbehalten
6,50 € Erwachsene

 

 

Incredible bugs!

27. April - 21. November

Incredible bugs! Die Superkräfte der Insekten

Sie halten radioaktiver Strahlung stand, verfügen über chemische Abwehrmechanismen und ausgefeilte Strategien, und das sind nur einige der Superkräfte, die Insekten so einzigartig machen!
Lorenzo Possenti hat mit wissenschaftlicher Akribie Großmodelle geschaffen, die Details zeigen, die uns sonst verborgen bleiben. Beine und Mundwerkzeuge in 3D, eine ganze Reihe von Dioramen und Terrarien lassen erahnen, warum Insekten in der Luft, im Boden und im Wasser leben können. 
Die Ausstellung zeigt unser zwiespältiges Verhältnis zu dieser Tiergruppe auf: Kulturschädlinge und Krankheitsüberträger, Bestäubung und Nahrungsmittelquelle, unsere Angst vor massenhaftem Auftreten, aber auch vor dem Aussterben bedrohter Arten.
Wer die Ausstellung besucht, erfährt, wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Naturmuseums Vorkommen von Insektenarten erheben und wie man selbst dem Insektensterben entgegenwirken kann.

 

 

Dal drago al pavone

27. April, 18 Uhr

Vom Drachen zum Pfau: gefiederte Dinosaurier und der Ursprung der Vögel - ABGESAGT

Seit fast 200 Jahren besetzen Dinosaurierfossilien einen besonderen Platz im Interesse der Forschung und der breiten Öffentlichkeit. In zwei Jahrhunderten entwickelte sich ihr Ruf parallel zu den Entdeckungen, aber auch als Folge kultureller und ikonographischer Revolutionen. Die jüngste große Revolution findet heutzutage statt: Die Dinosaurier waren gefiedert und leben noch heute.
Der Naturwissenschaftler Andrea Cau forscht seit über 15 Jahren in der Paläontologie, insbesondere an Dinosaurier- und Reptilienfossilien aus Italien, Nordafrika, China und der Mongolei.
Die Teilnahme wird für Lehrpersonen als Fortbildung anerkannt.
In italienischer Sprache
Änderungen vorbehalten
Eintritt frei

 

City Nature Challenge

30. April - 3. Mai

City Nature Challenge 2021

Welche Tiere, Pflanzen und Pilze leben im Stadtgebiet von Bozen und Bruneck ? Darum geht es von Freitag, 30. April bis Montag, 3. Mai 2021 bei der „City Nature Challenge“, die auch heuer wieder vom Naturmuseum Südtirol mit Unterstützung von Eurac Research und dem Landesamt für Natur organisiert wird. Wer daran teilnehmen möchte, hält an den genannten Tagen Ausschau nach wildlebenden Pflanzen, Tieren und Pilzen und fotografiert sie mit Smartphone oder Tablet über die App iNaturalist (kostenlos auf Google Play Store und App Store). Mit der hier integrierten künstlichen Intelligenz kann die beobachtete Art ausgewählt und das Ergebnis an die Plattform iNaturalist geschickt werden. Die Südtiroler Erhebungen werden von Fachleuten der Eurac Research, des Naturmuseums und des Landesamtes für Natur ausgewertet und anschließend vorgestellt.

 

Unheimlich spannend!

30. April, 19 - 21 Uhr

Unheimlich spannend! Museumsabenteuer für wirklich Mutige

Willst du deiner Angst die Stirn bieten oder gehören Spinnen, Skorpione und Fledermäuse zu deinen Lieblingstieren? Ein Abend der besonderen Art: Aufregendes und Haarsträubendes aus dem Tierreich erwarten dich bei diesem Workshop im Naturmuseum!
Museumsabenteuer für wirklich Mutige von 8 bis 12 Jahren
Anmeldung notwendig! Tel: 0471 41 29 64, Di – So, 10 – 18 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl
In deutscher und italienischer Sprache
Änderungen vorbehalten
6,50 €

 

Geheimnisse der Nacht

6. Mai, 20 Uhr

Geheimnisse der Nacht

Bei dieser besonderen Führung erfahren die Teilnehmenden, was nachts im Museum passiert, sobald die Türen geschlossen und die Lichter aus sind.Dabei lüften wir die Geheimnisse nachtaktiver Tiere und entdecken, was bei Nacht alles leuchtet.
Für Familien und Interessierte 
Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich: Tel. 0471 412964, Di – So, 10 – 18 Uhr 
Museumseintritt

 

6. Mai, 18 Uhr

Die Klimaerwärmung: die sichtbaren Auswirkungen auf die alpinen Areale Südtirols

Die Klimaerwärmung ist ein Faktum. Sie kann gemessen und ihre Auswirkungen vielfach dokumentiert und nachgewiesen werden. Die alpinen und vor allem die hochalpinen Bereiche der Alpen und damit Südtirols dokumentieren in beeindruckender Weise die Veränderungen, die damit einher gehen.An verschiedenen Beispielen der Südtiroler Berglandschaft werden diese Veränderungen diskutiert: der exponentielle Rückzug der Gletscher und damit verbunden die Freilegung großer Felsareale; das Abschmelzen des Permafrosts und seine Auswirkungen, die Zunahme von Steinschlägen, Felsstürzen und Muren; das Auftreten von Schwermetallen in Hochgebirgsbächen …
Wir können zwar noch lange darüber diskutieren, wieviel der Mensch zu dieser Entwicklung beigetragen hat, aber wir sollten schleunigst darauf reagieren.
Das Wort Klimaschutz ist irreführend: das Klima können wir nicht schützen, schützen müssen wir uns selbst …
Mit Volkmar Mair, Landesgeologe, Amt für Geologie und Baustoffprüfung.
Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe #CLIMATE360 statt.
Eine Buchung unter Naturmuseum Südtirol - Kalender (no-q.info) oder unter der Nummer 0471 41 29 64 ist notwendig.
In deutscher Sprache
Eintritt frei

 

Insekten malen

7. Mai, 18 - 20 Uhr und 8. Mai, 10 – 16 Uhr

Insekten malen

Lorenzo Possenti realisiert für Museen aller Welt wissenschaftliche Skulpturen von Insekten. Er widmet sich der Malerei und dem Zeichnen und entwickelt originelle Techniken, die er den Teilnehmenden dieses Kurses gerne beibringt.
Im Rahmen der Reihe „Schizzi di natura - Natur zeichnen“.
Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung notwendig: Tel. 0471 412964, Di - So, 10 - 18 Uhr.
In italienischer Sprache
60 Euro (inklusive Material)

 

Ladybug

8. Mai, 15 - 16 Uhr

Ladybug, queen bee and other incredible bugs!

Interaktive Führung für Kinder durch die Sonderausstellung „Incredible Bugs!“


Die beliebte Superheldin und ihre bestechende Bienenfreundin begleiten euch durch die Ausstellung.Sie stellen euch andere InsektenfreundInnen und ihre unglaublichen Kräfte vor. Aber Achtung! Was versteckt sich in der Ausstellung? Mit vereinten Kräften kommen wir dem Geheimnis auf die Spur!
Für Kinder ab fünf Jahren! 
Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung notwendig: Tel. 0471 41 29 64, Di – So, 10 – 18 Uhr
In deutscher Sprache
6,50 €

 

Paradies für Bienen. Foto: Andrea Falcomatà

11. Mai, 18 Uhr

Ein Paradies für Bienen

Was macht einen Garten für Wildbienen und die Honigbiene interessant? Kaum jemand nimmt sie wahr, die Wildbienen. Neben der Honigbiene gibt es noch eine ganze Reihe von Bienenarten, die durch unsere Gärten schwirren. Durch ihre spannende Lebensweise haben sie besondere Ansprüche an ihren Lebensraum. Welche Arten man beobachten und wie man sie auch im eigenen Garten fördern kann, verrät dieser Vortrag mit Maria Mayr.
Maria Mayr ist Imkerin und Wanderführerin, und hat sich mehr und mehr den wilden Verwandten der Honigbiene zugewandt.
Info: Tel. 0471 412964
Eintritt frei

 

Escape Room - Rettet Polly!

11. Mai - 21. November

Escape Room - Rettet Polly!

Ein Wettlauf gegen die Zeit! Eine der brillantesten Wissenschaftlerin des Naturmuseums ist, kurz bevor sie ihre bahnbrechende Entdeckung veröffentlichen konnte, verschwunden. Polly Nathion, Insektenforscherin, hat die seltensten Bestäuber der Welt untersucht: Sollten ihre Ergebnisse veröffentlicht werden, könnten sich diese als bahnbrechend in der Medizin erweisen.
Taucht in diese spannende Geschichte ein, in der es um unsere Biodiversität geht. Nutzt Euren Teamgeist und löst so alle Rätsel, um den Safe, in dem die Forschungsergebnisse aufbewahrt werden, zu knacken. Nur wenn die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit veröffentlicht werden, kann Polly Nathion sich erst in Sicherheit wiegen und die ganze Welt kann davon einen Nutzen ziehen.
Der erste Escape Room in einem Südtiroler Museum erwartet Euch ab April 2021. Seid ihr bereit?

 

 

Bachbett

12. Mai, 18 Uhr

ALFFA: Gesamtheitliche (skalenübergreifende) Analyse der Einflussfaktoren und ihre Wirkung auf die Fischfauna im inneralpinen Raum
COLLOQUIUM - Platform Biodiversity South Tyrol


Im großangelegten INTERREG Italia-Österreich Projekt haben WissenschaftlerInnen an 81 Probestellen in Süd-, Nord- und Osttirol eine Vielzahl an Faktoren, die sich auf den Fischbestand auswirken, untersucht und bewertet. Fische zeigen dabei auf, in welchem ökologischen Zustand sich ein Gewässer befindet.Ziel war es, ein gesamtheitliches Bild über die Qualität der Fischlebensräume zu erhalten und daraus wesentliche Leitlinien für ein fischfreundliches Gewässermanagement im Alpinen Raum abzuleiten.
Die Referentin Katja Schmölz ist Ökologin und Projektmitarbeiterin am Projekt ALFFA am Institut für Alpine Umwelt, Eurac Research.
In deutscher Sprache

 

Phantastische Insektenwesen

14. Mai, 16 – 17.30 Uhr

Workshop „Phantastische Insektenwesen!

Große farbige Flügel, eigenartige Rüssel, kunstvoll geformte Beine: Lass dich von den großen Modellen in der Ausstellung „Incredible Bugs!“ inspirieren und deinem Einfallsreichtum freien Lauf, denn bei dieser ganz persönlichen Insektensammlung ist deine Fantasie gefragt!
Für Kinder ab acht Jahren
Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung notwendig: Tel. 0471 41 29 64, Di – So , 10 – 18 Uhr
In deutscher und italienischer Sprache
6,50 €

 

14. Mai, 18 Uhr

Poesie der Alpenblumen

Der Schönheit und Pracht vieler Alpenblumen kann man sich kaum entziehen. Wer die Natur liebt und im Gebirge unterwegs ist, ist gerührt von der Vielfalt von Formen und Farben.
In dieser etwas anderen Präsentation wird diese Vielfalt in Nahaufnahmen und begleitet von poetischen Versen erschlossen. Dabei ist auch ihre Bedrohung ein Thema.
Online-Vortrag mit Edith Schneider-Fürchau: Gebürtig aus Deutschland, hat viele Jahre in Südtirol gelebt und sich eingehend mit unserer Alpenflora auseinandergesetzt. Sie ist Mitglied des Arbeitskreises Flora von Südtirol, in dessen Rahmen der Vortrag stattfindet.
Info: Thomas Wilhalm, Tel. 0471 413431
In deutscher Sprache
Die Teilnahme ist kostenlos

 

 

Der Bozner Talkessel

15. Mai, 14.30 – 16.30 Uhr

Ein Spaziergang am Rande eines uralten Vulkans – die Bozner Caldera

Die Oswald-Promenade liegt am Hang einer alten Caldera, einer großen kesselförmigen Struktur vulkanischen Ursprungs. Entdecken Sie die Spuren dieses enormen vulkanischen Ereignisses, das vor 280 Millionen Jahren den ganzen Bozner Talkessel eingenommen hat.
Anmeldung erforderlich: Tel. 0471 41 29 64, Di – So, 10 – 18 Uhr
Treffpunkt im Naturmuseum Südtirol
In Deutsch und Italienisch
Museumseintritt

 

Internationaler Museumstag 2021

16. Mai, 10 - 18 Uhr

ICOM Day: Internationaler Museumstag

Museen auf der ganzen Welt öffnen jedes Jahr an diesem Tag kostenlos ihre Tore. Daran beteiligt sich seit Jahren auch das Naturmuseum mit exklusiven Angeboten, wie Führungen, speziellen Veranstaltungen für Kinder, Themenschwerpunkten, usw.. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
In Deutsch und Italienisch
Eintritt frei

 

Auf die Maus gekommen

18. Mai, 18 Uhr

Auf die Maus gekommen - VERSCHOBEN -

Das verborgene Leben der Insektenfresser und Nagetiere


Die kleinen Säugetiere haben sich mit den verschiedensten Strategien an die Umwelt angepasst und besiedeln Lebensräume von den Tallagen bis hinauf ins Hochgebirge. Groß ist auch ihre Artenvielfalt. Mit genetischen Methoden konnte man mehrere bisher verborgene (kryptische) Arten aufspüren, die man aufgrund der äußeren Merkmale nicht bestimmen kann und die interessante Verbreitungsmuster zeigen. Die kleinen Säugetiere haben im Vergleich zu größeren einen hohen Energiebedarf. Daher entwickelten sie Methoden, Nahrungsengpässe zu überbrücken.
Jürg Paul Müller ist Biologe und war fast vier Jahrzehnte Direktor des Bündner Naturmuseums in Chur. Seit zehn Jahren widmet er sich vorwiegend dem Studium der Kleinsäuger. Er ist Autor zahlreicher Publikationen.
Info: Petra Kranebitter Tel. 0471 413430
Die Teilnahme am Vortrag wird für Lehrpersonen als Fortbildung anerkannt (ASM)
Eintritt frei

 

Ladybug

22. Mai, 15 - 16 Uhr

Ladybug, queen bee and other incredible bugs!

Interaktive Führung für Kinder durch die Sonderausstellung „Incredible Bugs!“


Die beliebte Superheldin und ihre bestechende Bienenfreundin begleiten euch durch die Ausstellung.Sie stellen euch andere InsektenfreundInnen und ihre unglaublichen Kräfte vor. Aber Achtung! Was versteckt sich in der Ausstellung? Mit vereinten Kräften kommen wir dem Geheimnis auf die Spur!
Für Kinder ab fünf Jahren! 
Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung notwendig: Tel. 0471 41 29 64, Di – So, 10 – 18 Uhr
In deutscher Sprache
6,50 €

 

26. Mai, 18 Uhr

Klimawandel und Migrationsprozesse: Die Rolle der Umwelt in der Dynamik von Zwangsvertreibungen

Das Phänomen der Umweltmigration ist nach wie vor ein hochproblematisches Thema. Der Begriff "Umweltflüchtende" (Environmental refugees) wird üblicherweise für Menschen verwendet, die aufgrund plötzlich auftretender oder langsam einsetzender Umweltkatastrophen ihren Lebensraum vollständig oder teilweise verlieren und deshalb fliehen.
Doch es sind nicht nur Männer und Frauen, die fliehen. Es gibt auch Tiere und Pflanzen, deren Reaktionsfähigkeit extrem eingeschränkt ist.
Umweltkatastrophen wie Erdbeben, Tsunamis, Vulkanausbrüche oder Pandemien werden vor allem durch den Klimawandel verursacht, dessen oft latente Auswirkungen katastrophale Folgen in Bezug auf soziale Auswirkungen, auf die Biodiversität, aber auch auf die Managementkapazitäten vieler betroffener Länder haben können.
Anhand einer kurzen Fallstudie werden wir uns ansehen, wie die internationale Gemeinschaft mit dem Phänomen umgeht; und wir werden uns die Frage stellen, wie sehr uns dieses Thema heute interessieren kann oder sollte.
Mit Isidoro De Bortoli, Umweltjurist und Projektmanager am Institut für Regionalentwicklung bei Eurac Research, wo er sich mit europäischen Projekten im Umweltbereich beschäftigt.
Der Vortrag findet in italienischer Sprache und im Rahmen der Veranstaltungsreihe #CLIMATE360 statt.
Online Buchung unter dem Link https://app.no-q.info/naturmuseum-sudtirol/calendar#/event/25483
Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Indagine al museo

28. Mai, 20 Uhr

Ermittler im Museum #2

Erneut hat sich ein mysteriöser Fall im Museum ereignet. Sind Sie in der Lage alle Hinweise zu finden, um das Rätsel zu lösen? Ein nächtlicher Rundgang durch die Räume des Museums zwischen Verhören, seltsamen Insekten, giftigen Pflanzen und scharfen Krallen!
Für Erwachsene
Anmeldung erforderlich: Tel. 0471 412964 Di – So, 10 – 18 Uhr
In Deutsch und Italienisch
7,00 Euro

 

Hive - Das Insekten-Strategiespiel

29. Mai, 10 - 16 Uhr

HIVE – Das Insekten-Strategiespiel

Dieser Samstag steht im Zeichen von „Hive“, einem strategischen Brettspiel, in dem zwei erbitterte Gruppen von Insekten um die Vorherrschaft im Bienenstock kämpfen und die Königin gefangen halten. Wer wird siegen? 
Zu gewinnen gibt es eine Jahreskarte für die Südtiroler Landesmuseen und andere Preise.
Im Laufe des Tags besteht die Möglichkeit, die Ausstellung „Incredible Bugs!“ zu besuchen.
In Zusammenarbeit mit dem Spieleverein dinx.
Ab zehn Jahren
Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung notwendig: Tel: 0471 41 29 64, Di – So, 10 – 18 Uhr
7,00 Euro

 

Der Bozner Talkessel

29. Mai, 14.30 – 16.30 Uhr

Ein Spaziergang am Rande eines uralten Vulkans – die Bozner Caldera

Die Oswald-Promenade liegt am Hang einer alten Caldera, einer großen kesselförmigen Struktur vulkanischen Ursprungs. Entdecken Sie die Spuren dieses enormen vulkanischen Ereignisses, das vor 280 Millionen Jahren den ganzen Bozner Talkessel eingenommen hat.
Anmeldung erforderlich: Tel. 0471 41 29 64, Di– So 10 – 18 Uhr
Treffpunkt im Naturmuseum Südtirol
In Deutsch und Italienisch
Museumseintritt

 

Ausstellung

3. Juni, 17 Uhr - 18:30 Uhr

Exkursion „Insekten im Garten“

Auch in der Stadt und in den Hausgärten ist es möglich, die Biodiversität zu fördern.
Ausgehend von der Ausstellung „Incredible Bugs!“ erkunden wir die unmittelbare Nachbarschaft des Museums und entdecken gemeinsam Insekten, ihre Lebensräume und Möglichkeiten Nischen für sie zu schaffen.
Eine Anmeldung unter der Nummer 0471 412964 ist notwendig.
Die Teilnahme kostet 6,50 Euro.

 

Annamaria Pernstich und Valter Pallaoro

 

8. Juni, 18 Uhr

Rücksichtsvolle Eindringlinge

Besondere Stimmungen erkennen, im richtigen Moment vor Ort sein sowie über Pflanzen und das Verhalten von Tieren Bescheid wissen: Wie sie die Natur erleben und fotografieren und dabei unvergessliche Momente festhalten können, berichten Annamaria Pernstich und Valter Pallaoro in Zusammenarbeit mit dem WWF beim Vortrag „Noi-intrusi discreti – Rücksichtsvolle Eindringlinge“.
Annamaria Pernstich und Valter Pallaoro lieben die Natur und die Fotografie und erforschen mit Respekt und Sensibilität Wälder und Berge in Südtirol und im Trentino.
Die Veranstaltung erfolgt in deutscher und italienischer Sprache. 
Eine online-Buchung unter https://app.no-q.info/naturmuseum-sudtirol/calendar#/event/28615, eine FFP2-Maske und ein gültiger Corona-Pass sind notwendig. 
Die Teilnahme ist kostenlos. 
Informationen gibt es unter der Nummer 0471/412964.

 

 

Natur

9. Juni, 18 Uhr

Lebensraumkartierung in Südtirol
COLLOQUIUM - Platform Biodiversity South Tyrol

Ziel der Lebensraumkartierung ist die systematische Erfassung ökologisch relevanter Lebensräume in Südtirol. Die Kartierung ist Grundlage für die Eingriffsbewertung bei Projekten, für die Planung von Erhaltungs- und Aufwertungsmaßnahmen und für die periodische Berichterstattung über den Erhaltungszustand von Arten und Lebensräumen gemäß Natura 2000. Priorität haben die gemäß Naturschutzgesetz geschützten Feuchtlebensräume und Trockenstandorte. Alle weiteren ökologisch interessanten Lebensräume werden ebenfalls kartographisch erfasst.
Joachim Mulser, Biologe und Koordinator für die Bereiche Biodiversität, Natura 2000 und Naturschutzförderungen im Amt für Natur der Südtiroler Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung.
In deutscher Sprache

 

Ausstellung

10. Juni, 17 – 18.30 Uhr

Insekten im Garten

Auch in der Stadt und in den Hausgärten ist es möglich, Biodiversität zu fördern. Wie dies möglich ist, erklären Fachleute des Naturmuseum Südtirol bei der Veranstaltung „Insekten im Garten“.
Ausgehend von der derzeit im Museum laufenden Wechselausstellung „Incredible Bugs!“ erkunden die Teilnehmenden die unmittelbare Nachbarschaft des Museums und entdecken Insekten, ihre Lebensräume und Möglichkeiten, Nischen für sie zu schaffen. 
Bei schlechtem Wetter entfällt die Veranstaltung. 
Eine Anmeldung unter der Nummer 0471 412964 sowie die FFP2-Maske sind notwendig. 
Die Teilnahme kostet 6,50 Euro.

 

Partielle Sonnenfinsternis, gesehen vom Satelliten Solar Dynamics Observatory der NASA

10. Juni

The sun: our living star

Jedes Jahr gibt es zwei bis vier Sonnenfinsternisse - weltweit gesehen. Doch da jede davon nur auf einem relativ kleinen Gebiet zu sehen ist, wird sie für jeden einzelnen Ort auf der Erde zur Seltenheit. Am 10. Juni ist es in Südtirol wieder soweit: Bei einer partiellen Sonnenfinsternis schiebt sich der Mond von 11:40 Uhr bis 13:12 Uhr ein wenig vor die Sonnenscheibe und verdeckt diese teilweise. 
Anlässlich dieses astronomischen Ereignisses zeigt das Planetarium Südtirol um 9 Uhr in deutscher und um 10:30 Uhr in italienischer Sprache den Film „The sun: our living star“: Er wurde vom European Southern Observatory produziert, vom renommierten Regisseur Theofanis Matsopoulos gedreht und beantwortet die Fragen: Wie funktioniert die Sonne? Woraus besteht sie? Und was ist ihre Bestimmung? Ausgehend von Informationen der Europäischen Südsternwarte, zeigt er Computergrafiken und spektakuläre Bilder, die von Sternwarten und Weltraumteleskopen aufgenommen wurden.
Eine online-Buchung bis 24 Stunden vor Beginn unter https://www.planetarium.bz.it/de/program/ticket.php?f=145&s=4907, eine FFP2-Maske und ein gültiger Corona-Pass sind notwendig. 
Die Teilnahme kostet sieben Euro.

Beobachtung der Sonnenfinsternis

Die Sonnenfinsternis mit Fachleuten und mittels Sonnenteleskopen beobachten können Interessierte nach dem Film zudem am Dorfplatz in Gummer oder in Zusammenarbeit mit den Amateurastronomen Max Valier kostenlos auf der Terrasse der Eurac in Bozen; dafür sind Sonnenfinsternis-Brillen notwendig, die unter anderem im Shop des Naturmuseum Südtirol erworben werden können.
Von zuhause aus gibt es dank der Amateurastronomen Max Valier ebenfalls die Möglichkeit, das Event mitzuverfolgen und zwar über den Livestream auf dem YouTube-Kanal des Planetariums https://youtu.be/YQ2B34vD23k.

 

Naturmuseum Südtirol

17. Juni, 20 Uhr

Geheimnisse der Nacht

Bei dieser besonderen Führung in italienischer Sprache erfahren die Teilnehmenden, was nachts im Museum passiert, sobald die Türen geschlossen und die Lichter aus sind. Dabei lüften wir die Geheimnisse nachtaktiver Tiere und entdecken, was bei Nacht alles leuchtet.
Für Familien und Interessierte. 
Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich: Tel. 0471 412964, Di – So, 10 – 18 Uhr.
Museumseintritt

 

Ladybug

24. Juni, 15 - 16 Uhr

Ladybug, queen bee and other incredible bugs!

Interaktive Führung für Kinder durch die Sonderausstellung „Incredible Bugs!“

Die beliebte Superheldin und ihre bestechende Bienenfreundin begleiten euch durch die Ausstellung. Sie stellen euch andere InsektenfreundInnen und ihre unglaublichen Kräfte vor. Aber Achtung! Was versteckt sich in der Ausstellung?
Mit vereinten Kräften kommen wir dem Geheimnis auf die Spur!
Für Kinder ab fünf Jahren.
Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung notwendig: Tel. 0471 41 29 64, Di – So, 10 – 18 Uhr.
In deutscher Sprache
6,50 €

 

rote Waldameise

3. Juli, 9 – 17 Uhr

Winzigen Krabbeltieren auf der Spur

Arbeiterinnen, Soldatinnen und Königinnen: Bei den Ameisen haben die Frauen das Sagen. Wir widmen einen ganzen Tag der Erforschung der heimischen Ameisenwelt. Gemeinsam werden wir am Ritten verschiedene Arten suchen und ihre verborgene Lebensweise ans Tageslicht bringen.
Mit Elia Guariento, Doktorand an der Universität Innsbruck/EURAC, Mitarbeiter Biodiversitätsmonitoring Südtirol.
Begrenzte Teilnehmerzahl, online-Anmeldung unter https://app.no-q.info/naturmuseum-sudtirol/calendar#/event/38715 
Informationen: Tel. 0471 41 29 64, Di – So, 10 – 18 Uhr
In Deutsch und Italienisch

 

Bletterbach

4. Juli, 10 - 15 Uhr

Geologische Wanderung: Bletterbach

Mit der Expertin unterwegs… sind Sie bei dieser Wanderung mit der Paläontologin des Naturmuseum Südtirol, Evelyn Kustatscher. Die Südtiroler Wissenschaftlerin hat sich mit ihrer Forschungsarbeit auf dem internationalen Parkett einen Namen gemacht und kennt die Bletterbachschlucht so gut wie ihre Westentasche. Während dieser Exkursion wird sie aber nicht nur Wissenswertes über die Gesteine und die Funde der Schlucht verraten, sondern auch Einblick in ihre spannende Arbeit geben, über aktuelle Forschungsprojekte berichten und die neuesten Entdeckungen verraten…
Evelyn Kustatscher ist Paläontologin im Naturmuseum, Privatdozentin an der LMU München und studiert seit über zehn Jahren die Pflanzenfossilien des Bletterbachs.
Vormerkungen beim Geoparc Bletterbach, Tel. 0471 886946 
Treffpunkt: 10 Uhr am Besucherzentrum Geoparc Bletterbach in Aldein 
Wanderkleidung, gute Schuhe und Proviant mitbringen 
Bei schlechter Witterung entfällt die Führung. 
In deutscher Sprache



Fossilien

jeden Dienstag von 6. Juli bis 31. August, 14 – 17.30 Uhr

Erleben Sie die Geologie der Dolomiten auf dem „Geotrail Pufels“

Die Entwicklungsgeschichte der Dolomiten ist spannender als ein Krimi. Der Paläontologe Herwig Prinoth wird anhand von Fossilien und Gesteinen, auf leicht verständliche Weise, die wichtigsten Geheimnisse dieser Berge lüften. Wussten Sie, dass man am Geotrail Pufels die Schichten des größten Massensterbens aller Zeiten mit den eigenen Händen berühren kann?
Anmeldung: Tourismusverein St.Ulrich, Tel. +39 0471 777600
Treffpunkt: Tourismusverein St.Ulrich um 14.00 Uhr, Dauer ca. 3,5 Stunden, Fahrt von St.Ulrich nach Pufels mit Linienbus.

 

Piz da Peres

19. Juli, 21 Uhr

Der Piz da Peres vor Millionen von Jahren

Der Piz da Peres (2507 m) ist ein häufig besuchter Aussichtsberg in den Pragser Dolomiten und international bekannt für die Abfolge von Schichten und Pflanzen- und Tierfossilien, die in den Felsen gefunden wurden. Die Felsen des Piz da Peres entstanden vor Hunderten von Millionen Jahren an der Küste einer tropischen Insel. Das Klima war viel wärmer als heute, da die Insel in der Nähe des Äquators lag. Sie wurde von Reptilien unterschiedlichster Größe bevölkert, es wuchsen Farne, Koniferen und Pflanzen, die heute ausgestorben sind. Ammoniten und prähistorische Fische schwammen im Meer. 
Lassen Sie uns gemeinsam in die Vergangenheit eintauchen und die wunderbare Welt der Trias und die Pflanzen und Tiere, die dort lebten, entdecken.
Evelyn Kustatscher ist Paläontologin am Naturmuseum Südtirol, freie Dozentin an der LMU München und beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit den fossilen Pflanzen des Bletterbachs.
Ort: Sankt Vigil, Pavillon
Informationen: Naturpark Fanes-Senes-Prags, Tel. 0474/506120
In Zusammenarbeit mit: Naturmuseum Südtirol und der Tourismusgenossenschaft San Vigilio/San Martin - Dolomites


Bletterbach

8. August, 10 - 15 Uhr

Geologische Wanderung: Bletterbach (in italienischer Sprache)

Mit der Expertin unterwegs… sind Sie bei dieser Wanderung mit der Paläontologin des Naturmuseum Südtirol, Evelyn Kustatscher. Die Südtiroler Wissenschaftlerin hat sich mit ihrer Forschungsarbeit auf dem internationalen Parkett einen Namen gemacht und kennt die Bletterbachschlucht so gut wie ihre Westentasche.Während dieser Exkursion wird sie aber nicht nur Wissenswertes über die Gesteine und die Funde der Schlucht verraten, sondern auch Einblick in ihre spannende Arbeit geben, über aktuelle Forschungsprojekte berichten und die neuesten Entdeckungen verraten…
Evelyn Kustatscher ist Paläontologin im Naturmuseum, Privatdozentin an der LMU München und studiert seit über zehn Jahren die Pflanzenfossilien des Bletterbachs.
Vormerkungen beim Geoparc Bletterbach, Tel. 0471 886946 
Treffpunkt: 10 Uhr am Besucherzentrum Geoparc Bletterbach in Aldein 
Wanderkleidung, gute Schuhe und Proviant mitbringen 
Bei schlechter Witterung entfällt die Führung. 
In italienischer Sprache

 

Sternenhimmel über dem Weißhorn

17. August, 20 Uhr

Ausblick in die Vergangenheit – Vortrag mit Beobachtung

Sie wandern mit uns zum Aussichtspunkt oberhalb des Besucherzentrums Aldein. Dort schauen Sie ausnahmsweise nicht in die tiefe Schlucht, sondern richten Ihren Blick zum Himmel: Mithilfe von zwei Teleskopen können Sie unter anderen die Planeten Saturn und Jupiter sowie einige der schönsten Sternbilder beobachten… und mit etwas Glück sausen sogar ein paar Sternschnuppen vorbei.
Benno Baumgarten, Geologe am Naturmuseum Südtirol und Luca Ciprari, Astrophysiker am Planetarium Südtirol, gehen unter dem Motto „Ausblick in die Vergangenheit“ auf die Entstehung, die Merkmale und die geologischen Besonderheiten der Sterne und Planeten ein.
Start um 20 Uhr am Besucherzentrum Geoparc Bletterbach in Aldein.
Informationen und Anmeldungen unter Tel. 0471 886946 oder info@bletterbach.info.
Bei Schlechtwetter entfällt die Veranstaltung.
In Deutsch und Italienisch
Kostenlos


Faszination Chemie

7. September, 15 - 16:30 Uhr

Workshop “Faszination Chemie”

Chemie ist cool! Zweifelt ihr daran? In diesem Workshop könnt ihr anhand vieler Experimente die lustigen Seiten der Chemie entdecken. Spaß, Staunen und etwas Nervenkitzel sind garantiert.
Fabiano Nart studierte Chemie, Physik und Astrophysik, zurzeit arbeitet er für einen schwedischen Chemiekonzern. In seiner Freizeit bringt er Chemie einem breiteren Publikum näher (www.fabianonart.it).
Eine online-Buchung auf der Webseite des Museums ist notwendig.
Alter: von 8 bis 14 Jahren
Informationen: Tel: 0471 41 29 64
6,50 Euro

 

Vortrag La chimica dei profumi


7. September, 18 Uhr

Die Chemie der Düfte (in italienischer Sprache)

Die Chemie der Düfte hat sehr alte Ursprünge, die in die Religionen greifen. Fabiano Nart wird zuerst einen kurzen geschichtlichen Überblick bis zur Entdeckung der berühmtesten Parfums geben und zeigen, wie komplex diese Chemie ist und was die Konstruktion neuer Moleküle in einer neunstelligen Industrie antreibt.
Fabiano Nart (www.fabianonart.it) ist Chemiker, Physiker und Astrophysiker. Er gründete die Gruppe „Gruppo Divulgazione Scientifica“, war von 2006 bis 2018 dessen Präsident und ist jetzt als dessen Berater tätig. Er arbeitet als Manager in einem multinationalen schwedischen chemischen Unternehmen.
Info: Tel. 0471 412964 – Online-Buchung unter Naturmuseum Südtirol - Kalender (no-q.info)
In italienischer Sprache
Eintritt frei


Fliege

8. September, 18 Uhr

Auch Insekten haben eine Darmflora

Spannende Geschichten zu Symbiose, Konkurrenz und Manipulation

Mikroorgansimen sind in aller Munde, aber nicht nur dort. Haut, Nase und Darm, die Wissenschaft bringt täglich neue Erkenntnisse über deren Wichtigkeit für den Mensch.
Auch Insekten, werden von einer Vielzahl von Mikroorganismen umgeben, besiedelt und beeinflusst. Dieser Vortrag gibt spannende Einblicke in das Zusammenleben von Insekten und Mikroorganismen.
Hannes Schuler, Dozent und Forscher an der Freien Universität Bozen, forscht an Insekten und widmet sich insbesondere deren Interaktion mit Mikroorganismen.
Info: 0471 412964
In deutscher Sprache
Eintritt frei


Kurs Morfologia e disegno degli insetti

10. September, 18 – 20 Uhr, 11. September, 9 – 13 Uhr

Insektenmorphologie und Zeichnen

Zeichnen: eine Tätigkeit, bei der die Morphologie der Insekten genau beobachtet wird.

Lorenzo Possenti, ein wissenschaftlicher Bildhauer, wird Ihnen eine schnelle und originelle Technik beibringen, bei der die Morphologie der Insekten genauestens beobachtet wird, wie etwa ihre Fühler, die Beine und das Mundwerkzeug, das sich von Art zu Art unterscheidet.
Darauf folgt die Zeichnung, das Abpausen mit einem unauslöschlichen Marker auf einen Karton und das Arbeiten mit Aquarell; dadurch entstehen Zeichnungen, die wie ein professioneller Druck von hoher grafischer Qualität aussehen. 
Der Workshop ist für alle machbar und wird den Begabtesten erlauben, sich an komplexen Themen zu versuchen.
Lorenzo Possenti schafft wissenschaftliche Insektenskulpturen für Museen aller Welt.Er widmet sich der Malerei und dem Zeichnen und entwickelt originelle Techniken, die er den Teilnehmenden dieses Kurses gerne beibringt.
Eine Vormerkung unter der Telefonnummer 0471 412964 ist notwendig. 
In italienischer Sprache 
60 Euro (Material inklusive)
Der Workshop findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Schizzi di natura - Natur zeichnen“ statt.


Magie chimiche

14. September, 15 - 16:30 Uhr

Workshop “Faszination Chemie” (in italienischer Sprache)

Chemie ist cool! Zweifelt ihr daran? In diesem Workshop könnt ihr anhand vieler Experimente die lustigen Seiten der Chemie entdecken. Spaß, Staunen und etwas Nervenkitzel sind garantiert.
Fabiano Nart studierte Chemie, Physik und Astrophysik, zurzeit arbeitet er für einen schwedischen Chemiekonzern. In seiner Freizeit bringt er Chemie einem breiteren Publikum näher (www.fabianonart.it).
Eine online-Buchung auf der Webseite des Museums ist notwendig
Alter: von 8 bis 14 Jahren
Für Informationen: Tel: 0471 41 29 64
6,50 Euro

 

Feuer

14. September, 18 Uhr

Ein Geist, ein kleiner Teufel und Kühlschränke. Die Faszination der Thermodynamik (in italienischer Sprache)

Thermodynamik: Allein der Name ist gruselig. Gespickt mit einem tiefgründigen mathematischen Formalismus, dessen Symbole für die meisten unleserlich sind, kann das nach etwas Schrecklichem klingen! Wir alle jedoch wenden die Thermodynamik jeden Tag an, wir sind uns dessen nur nicht bewusst. Fabiano Nart nimmt Sie mit auf eine Reise zu den vier Grundprinzipien, Sie werden mit Staunen entdecken, wie sie Teil unseres unbewussten Wissens sind, wie sie entscheiden, warum die Welt und die Dinge so laufen, wie wir sie beobachten und nicht anders.
Fabiano Nart (www.fabianonart.it) ist Chemiker, Physiker und Astrophysiker. Er gründete die Gruppe „Gruppo Divulgazione Scientifica“, war von 2006 bis 2018 dessen Präsident und ist jetzt als dessen Berater tätig. Er arbeitet als Manager in einem multinationalen schwedischen chemischen Unternehmen.
Info: Tel. 0471 412964
Online-Buchung unter Naturmuseum Südtirol - Kalender (no-q.info)
In italienischer Sprache
Eintritt frei

 

rote Waldameise

18. September, 9 – 17 Uhr

Winzigen Krabbeltieren auf der Spur

Arbeiterinnen, Soldatinnen und Königinnen: Bei den Ameisen haben die Frauen das Sagen. Wir widmen einen ganzen Tag der Erforschung der heimischen Ameisenwelt. Gemeinsam werden wir am Ritten verschiedene Arten suchen und ihre verborgene Lebensweise ans Tageslicht bringen.
Mit Elia Guariento, Doktorand an der Universität Innsbruck/EURAC, Mitarbeiter Biodiversitätsmonitoring Südtirol.
Begrenzte Teilnehmerzahl, online-Anmeldung auf der Webseite des Naturmuseums
Treffpunkt nur für angemeldete Personen um 9:00 Uhr bei der Talstation der Kohlerer Seilbahn
Informationen: Tel. 0471 41 29 64, Di – So, 10 – 18 Uhr
In Deutsch und Italienisch

 

Ladybug

18. September, 15 - 16 Uhr

Ladybug, Queen Bee and other incredible bugs!

Im Rahmen der Sonderausstellung "Incredible Bugs"
Die beliebte Superheldin und ihre bestechende Bienenfreundin begleiten euch durch die Ausstellung.
Sie stellen euch andere Insekten und ihre unglaublichen Kräfte vor. Aber Achtung! Was versteckt sich in der Ausstellung?
Mit vereinten Kräften kommen wir dem Geheimnis auf die Spur!
Für Kinder ab fünf Jahren
Eine online-Buchung auf der Webseite des Museums ist notwendig.
Infos: Tel. 0471 41 29 64
In deutscher Sprache
6,50 €

 

Blume

23. September, 17 - 18:30 Uhr

Insekten im Garten

Auch in der Stadt und in den Hausgärten ist es möglich, Biodiversität zu fördern. Ausgehend von der Wechselausstellung „Incredible Bugs“ erkunden wir die unmittelbare Nachbarschaft des Museums und entdecken gemeinsam Insekten, ihre Lebensräume und Möglichkeiten Nischen für sie zu schaffen.
Online-Anmeldung auf der Webseite des Naturmuseums.
Infos: Tel. 0471 412964 
6,50 Euro

 

Fossilien

28. September, 18 Uhr

Leben im Schatten des Supervulkans: Fossile Spuren von Reptilien und Amphibien von vor 280 Millionen Jahren (in italienischer Sprache)

Thema des Vortrags sind die fossilen Fußabdrücke von Reptilien und Amphibien, die vor 280 Millionen Jahren in der Gegend von Athen lebten. Besprochen werden auch die bekanntesten fossilen Fußabdrücke von Reptilien und Amphibien, die am Ende des Perms (vor 250 Millionen Jahren) lebten und an der berühmten Fundstelle der Bletterbachschlucht gefunden wurden. Die Fußabdrücke waren zusammen mit den versteinerten Pflanzen wesentlich für die Rekonstruktion des alten Ökosystems am Vorabend der größten biologischen Krise auf unserem Planeten, dem Massenaussterben am Ende des Perms.
Fabio Massimo Petti ist Paläontologe, Experte für fossile Fußabdrücke von Wirbeltieren und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt " Living with the supervulcano". 
Informationen: Tel. 0471 41 29 64
Eine online-Buchung auf der Webseite des Museums ist notwendig.
Die Teilnahme wird für Lehrpersonen als Fortbildung anerkannt.


Das Volkskundemuseum zeigt die Lebenswelt der ländlichen Bevölkerung in vorindustrieller Zeit vom Landadeligen über die selbstversorgenden Bauernfamilien bis zu den im Tagelohn Arbeitenden. Mittelpunkt ist der barocke Ansitz „Mair am Hof“ aus dem Ende des 17. Jahrhunderts mit den herrschaftlichen Räumen und den volkskundlichen Sammlungen. Auf dem rund drei Hektar großen Freigelände sind hingegen alte, originale Bauernhäuser, Handwerksstätten, Bauerngärten und Haustiere zu sehen.


www.volkskundemuseum.it

 

Das Museum ist seit 4. Mai 2021 wieder offen.

 

Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde. Foto Hermann Gasser

Über dem Kirchdorf Mareit erhebt sich Schloss Wolfsthurn. Dort hat seit 1996 das Südtiroler Jagd- und Fischereimuseum seinen Sitz. Neben der kulturhistorischen Ausstellung zu Jagd und Fischerei führt der Rundgang auch durch die im Originalzustand erhaltenen Prunkräume der barocken Schlossanlage und vermittelt Eindrücke vom adeligen Leben im 18. und 19. Jahrhundert. Im Untergeschoss gehen die kleinen Besucher/-innen auf Tuchfühlung mit der heimischen Tierwelt. Der rund einen Kilometer lange Themenweg „Wald und Wasser“ führt vom Dorf zum Schloss.

www.wolfsthurn.it

 

Schloss Wolfsthurn ist seit 11. Mai 2021 wieder offen.

 

Schloss Wolfsthurn - Landesmuseum für Jagd und Fischerei. Foto Stefano Scatá

Das Südtiroler Weinmuseum hat seinen Sitz im Zentrum von Kaltern, im ehemaligen Zehentkeller der Herrschaft Kaltern- Laimburg. Das Museum gibt Einblick in die Kulturgeschichte des Südtiroler Weinbaus: von historischen Geräten, die durch das Arbeitsjahr am Weinhof führen, bis zu religiösen Darstellungen, die auf die vielen Schnittpunkte zwischen Wein und Religion hinweisen. Im museumseigenen kleinen Weingarten werden über dreißig verschiedene Rebsorten kultiviert und können im Herbst auch verkostet werden.

www.weinmuseum.it

 

Das Museum ist seit 4. Mai 2021 wieder offen.

 

Detail auf Glaskrug. Foto Ludwig Thalheimer, Lupe

Mit ihrem gigantischen Erscheinungsbild und Labyrinth aus Räumen, Gängen und Treppen zählt die Franzensfeste zu den interessantesten Festungen im Alpenraum und gilt als Meisterwerk österreichischer Festungsarchitektur. Sie wurde in den Jahren von 1833 bis 1838 erbaut und erlebte eine wechselvolle Geschichte. 2008 ist sie für ein breites Publikum geöffnet worden und dient seitdem als Austragungsort für internationale und regionale Kunst- und Architekturausstellungen sowie für unterschiedliche Veranstaltungen.

www.franzensfeste.info

Das Museum ist seit 29. April 2021 wieder offen.

 

Goldstollen Foto Andrea Pozza

3. März 2021, 9, 10.30 und 12 Uhr

Schule schaut Museum

Was aßen die Soldaten früher in der Festung? Ist in der Franzensfeste wirklich ein Goldschatz versteckt? Und wie viele Höhenmeter werden beim Gang über die lange Treppe hinauf in die obere Festung überwunden?
Auch darum geht es beim neuen Vermittlungsangebot, das die Festung Franzensfeste anlässlich des österreichischen Aktionstages #dasfehltuns: „Schule schaut Museum“ entwickelt hat. Es findet in deutscher und italienischer Sprache statt und richtet sich an Schulklassen ab der zweiten Volksschule bis zur dritten Mittelschule. Auf dem Programm stehen drei Kurzvideos zu den Backöfen, in denen täglich bis zu 260 kg Brot gebacken wurde, zum Goldstollen, um den sich unzählige Legenden und Geschichten drehen und zur langen Treppe, die unterirdisch über 452 Stufen hinauf zur oberen Festung führt. Anschließend können in einem Live-Chat über die Plattform ZOOM Eindrücke geteilt und Fragen gestellt werden.
Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung unter eleonora.klauser-solda@franzensfeste.info ist notwendig.
Informationen zum Aktionstag #dasfehltuns: Schule schaut Museum gibt es auf der Webseite des Universalmuseums Joanneum.

 

PERSPECTIVES * ART SPACES

Frühjahr 2021 - VERSCHOBEN AUF 2022

PERSPECTIVES * ART SPACES

Das Projekt von FABRIK AZZURRO präsentiert Kunsträume in mobilen Containern, die sich auf unterschiedliche Art und Weise mit Perspektivwechseln, mit der Verschiebung von Betrachtungswinkeln in Zeit und Raum beschäftigen. Lyrische Texte der Moderne bilden dabei Leitmotive. Die Besucherinnen und Besucher tauchen in ein sinnliches Abenteuer ungewöhnlicher Wahrnehmung, bei dem sie selbst zu Akteurinnen und Akteuren ihrer Entdeckungen werden. Ein Erlebnis gegen die Blindheit des Alltags.Idee und Umsetzung: Torsten Schilling, Kerstin Kahl, Christina Khuen, Sabine Gamperwww.fabrikazzurro.comTrailer: https://www.youtube.com/watch?v=VX5we0Odh0I&feature=emb_logo

 

Eingebunkert oder ausgeklingt?

7. Mai 2021, ab 18 Uhr

Eingebunkert oder ausgeklinkt?

Podiumsgespräch mit Fachleuten im Rahmen der Aktionstage politische Bildung. In deutscher Sprache.

Mit ihren 65.000 m2 ist die Franzensfeste die größte historische Anlage Südtirols. 1833 unter Kaiser Franz I. begonnen, wurde dieses Meisterwerk österreichischer Kriegsarchitektur nach nur fünf Jahren Bauzeit 1838 von Kaiser Ferdinand I. eröffnet. Rund 100 Jahre später entstand in unmittelbarer Nähe der “Vallo Alpino” mit über 300 Bunkern verteilt über ganz Südtirol, einige Jahrzehnte später dann der NATO-Stützpunkt bei Natz-Schabs. Alle Befestigungsanlagen hatten den einen Zweck: sich eingebunkert vor einem Feind zu schützen.
Nun leben wir über ein Jahr lang mit der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen. Diese besonderen Umstände lassen viele Assoziationen zu, auch wenn sie keinesfalls mit den Umständen vor dem kriegerischen Hintergrund gleichgesetzt werden sollen. Dennoch gibt es Gefühlszustände und Emotionen, die ähnlich wahrgenommen werden: Wir fühlen uns eingesperrt, unserer Grundfreiheiten beraubt, wir dürfen nicht spontan entscheiden, wo wir hingehen, hinfahren, mit wem wir uns treffen. Selbst Werte werden in Frage gestellt: Ist Freiheit wirklich ein Grundrecht? Was bedeutet Demokratie, in einer Zeit, in der wir das Gefühl haben, andere entscheiden über unseren Alltag? Was macht das mit uns? Was macht das mit unseren Kindern? Oder bergen diese Einschränkungen auch Chancen? Z.B. das Eintauchen in kreative Prozesse durch das Wegfallen von Leistungsdruck?
Eine Expertrunde und Betroffene beziehen Stellung und erläutern psychologische, sozialpädagogische wie auch rechtliche Hintergründe.
In der Festung Franzensfeste, Gebäude C/Infopoint BBT oder als Online-Veranstaltung mit Livestream
Mit Annemarie Augschöll, Bildungsforscherin an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen, Sabine Cagol, Präsidentin Psychologenkammer, Psychologin und Systemische Psychotherapeutin, Elisa Grezzani, Künstlerin, Daniela Höller, Südtirols Kinder- und Jugendanwältin, Peter Koler, Direktor Forum Prävention Bozen, Ulrike Loch, Soziologin an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen, Leon Pergjoka, Soziologe und Vorsitzender des Beirates für Integration und Migration der Stadt Bruneck, David Pfattner, Sozialpädagoge KVW Jugend, Roger Pycha, Direktor Psychiatrischer Dienst Brixen, Sheno Sanjani, Migrantin aus Kurdistan, Iran, Jan Unterhofer, Student.
Moderation: Anita Rossi, Journalistin und Kuratorin

Weiterführende Informationen zur Aktion: https://secure.provinz.bz.it/politische-bildung/aktionstage.asp?news_action=4&news_article_id=653464#archiv

 

vom 13. bis 23. Mai 2021

Internationaler Tag des Lichts

Die Künstlerin Petra Polli hat zum Welttag des Lichts ein Konzept entworfen, das sich mit dem Wandel und mit der damit zusammenhängenden Transformation beschäftigt. Mit diesen Kunstinstallationen wollen die Verantwortlichen des WasserLichtFestivals Brixen, das auch heuer wieder abgesagt werden musste, ein Zeichen setzen.
Die Lichtinstallationen ist vom 13. Mai bis zum 23. Mai zu sehen.
Weitere Informationen auf der Webseite der Genossenschaft Brixen Tourismus.

 

16. Mai 2021

Internationaler Museumstag

Weltweit wird im Mai der internationale Museumstag gefeiert. Das ausgerufene Motto für die Ausgabe 2021 lautet: "Museums: Inspiring the Future". In der Festung Franzensfeste wird es über den ganzen Tag hinweg besondere Angebote geben.
Weitere Informationen auf der Webseite Kunst und Kultur der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol.

 

28. Mai 2021

Lange Nacht der Kirchen

Im großen Innenhof der Festung Franzensfeste befindet sich die Festungskapelle, die eines der ersten neugotischen Bauwerke südlich der Alpen ist. Sie wurde 1844 erbaut und wird in manchen historischen Quellen sogar als bombensicher beschreiben. In der Langen Nacht der Kirchen sind alle eingeladen mehr über die Kapelle in der Festung zu erfahren.
Weitere Informationen auf der Webseite der Langen Nacht der Kirchen.

 

SOLANGE Nr. 18, Katharina Cibulka (c) Hannes Engl

von 5. Juni bis 3. Oktober 2021

50x50x50 allen alles

Diese Kunstbiennale ist Teil des Museumsjahres "Mobilität, Transit und Transfer" der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino und wird dadurch erstmals in einen überregionalen Kontext gestellt.Verkehr und Mobilität prägen seit jeher den Alltag in unserer Europaregion. War es zur Römerzeit die Via Claudia Augusta, die den Süden mit dem Norden verband, so ist es heute die Brennerachse und in Zukunft wohl der Brennerbasistunnel. Die Franzensfeste selbst ist Knotenpunkt dieser Nord-Süd- und West-Ost-Verbindung: sie wird von zwei Bahnlinien, der Hauptstraße und der Autobahn durchquert. Somit ist nicht nur der Verkehr in all seinen Formen omnipräsent, sondern auch die Bewegung im weitesten Sinne des Wortes. Bewegung ermöglicht Austausch, Austausch von Beziehungen und Ideen, lässt Wissenstransfer zu. In diesem Sinne sind Künstlerinnern und Künstler der drei Regionen Tirol, Südtirol und dem Trentino erstmals eingeladen, sich daran mit ihrem künstlerischen Werk zu beteiligen.
Der Titel der sechsten Auflage der Ausstellung lautet „allen alles“. Dazu Kurator Hartwig Thaler: „Kunst gibt allen alles. Alles ist für alle gedacht. Für Schwarze und Weiße, Gelbe und Rote. Normale und Nichtnormale, Passende und Unpassende, Arme und Reiche, Lachende und Weinende. Für alle in gleichem Maß. Die Sprache der Kunst ist universell, von allen verstanden, an alle gerichtet, niemand ausgeschlossen. Kunst ist die weltumspannende, zeitlose Suche nach Erkenntnis und der freie Transfer aller Visionen aus von ihr Gedachtem und Erschaffenem. Weil Kunst nicht besessen sondern nur erlebt werden kann, weil Kunst zu gleichen, immer ganzen Teilen an alle verteilbar ist und dadurch nicht weniger sondern mehr wird, gehört allen alles, was in ihr ist und aus ihr kommt.“

 

Die Liebe Geld, © Pustertaler Theatergemeinschaft

3. Juli – 8. Juli 2021

Theater: Die Liebe Geld

Eine scharfsinnige Komödie von Daniel Glattauer, aufgeführt von der Pustertaler Theatergemeinschaft.

Alles ist gespeichert!
Der Titel "Das Liebe Geld" sieht vorerst nach Rechtschreibfehler aus; er spiegelt in dieser Komödie unsere Leichtfertigkeit im Umgang mit "unserem" Geld, unsere "Liebesbeziehung" zum Geld, unser grenzenloses Vertrauen gegenüber den Banken genial wider. Letztere wissen, welche Zeitungen wir abonniert haben, welche Restaurants wir besuchen, in welchen Geschäften wir einkaufen, welche reisen wir buchen, welche Veranstaltungen wir besuchen, bei wem wir online bestellen und sofort. Ein wunderbar aktuelles "Volksstück", das uns in der Tat alle angeht. (Alfred Meschnigg, Regisseur)

Termine in der Festung Franzensfeste - Gebäude 37:

Samstag, 3.7.2021 - 20.00 Uhr
Sonntag, 4.7.2021 - 17.00 Uhr
Dienstag, 6.7.2021 - 20.00 Uhr
Mittwoch, 7.7.2021 - 20.00 Uhr
Donnerstag, 8.7.2021 - 20.00 Uhr

Nur mit telefonischer Anmeldung unter der Nummer +39 340 2710279 oder peppe.mairinter@gmail.com

Eintrittspreis: 13 Euro

Siehe auch: https://www.facebook.com/Pustertaler-Theatergemeinschaft-197336014046367/

 

Foto: ensembles chromoson | Foto © Gregor Khuen Belasi

28. Juli 2021, 20.30 Uhr

ensemble chromoson

Im Rahmen des Alpen Classica Festivals 2021 und in Zusammenarbeit mit Festung Franzensfeste, Oppidum Verein, 50x50x50 Art Südtirol.
Inspiriert von den vielfältigen künstlerischen Positionen der Ausstellung 50x50x50, präsentiert das ensemble chromoson ein gleichermaßen ästhetisch vielfältiges Konzert.Werke unterschiedlichster stilistischer Positionen (Grisey, Lim, David, Schick, Pärt, Furrer, Aperghis) treffen auf die Architektur des Versorgungsgebäudes im Zentrum der Franzensfeste - drei Räume in einem - Klang der sich bewegt - Luft die schwingt - Licht welches changiert.
ensemble chromoson: http://www.chromoson.cc/
Alpen Classica Festival: http://www.alpenclassicafestival.com/de/

 

IV. Opferung Experimental setup

29. Juli, 26. August, 30. September 2021

Künstler*innengespräche

Im Rahmen der 50x50x50 allen alles, finden an drei Abenden Künstler*innengespräche in der Festung Franzensfeste statt.

Im Zentrum der Gespräche stehen die Künstler*innen mit ihren Arbeiten. Thematisiert werden ihre Überlegungen und Impulse. Wie lassen sich die Arbeiten in den Kontext der 50x50x50 allen alles einordnen, wie wirkt der Ausstellungsort auf die ausgestellten Werke und wo finden sich Bezugspunkte zum Euregio Themenjahr „Transport, Transit und Mobilität“?

Allen Alles, so lautet das Motto der heurigen Biennale 50x50x50.Bilder, Skulpturen, Installationen, Foto- und Videoarbeiten bilden das breite Spektrum der Ausstellung. Die Arbeiten befassen sich mit unterschiedlichsten aktuellen Themen und gegenwärtigen Fragestellungen, die den inhaltlichen Schwerpunkt der Künstler*innengespräche bilden.

29. Juli 2021, ab 19.30 Uhr

Die Natur, aus der wir schöpfen

Uns umgibt eine atemberaubende Natur. Doch wird heute mehr denn je deutlich, in welch maroden Zustand sich die Ökosysteme dieser Welt befinden. Wie unverantwortlich der Mensch mit der Umwelt, mit Tieren und Pflanzen umgeht. Die Biodiversität geht so rasant zurück wie nie zuvor, es wird so viel Urwald gerodet wie nie zuvor. Die Natur mit all ihrer Schönheit und Mystik, ist bedroht und vom Niedergang erfasset. Doch auch die Bemühungen und die Stimmen danach, unsere Natur zu schützen, werden immer stärker und lauter.
Mit Gino Alberti, Maria Stockner, Paula Prugger, Sonya Hofer, Experimental Setup, Martin Pöll und  Helmut Nindl.

26. August 2021, ab 19.30 Uhr

Alles scheint vergänglich

Es gibt Momente, die festgehalten werden, die sich in unser Gedächtnis einschreiben. Besondere Momente werden auf Fotopapier gebannt um erhalten zu bleiben. Doch was bleibt wirklich von der Vergangenheit? Wie können Erinnerungen, Dinge und Taten die Zeit überdauern? Wie fragil ist unsere aller Gegenwart? Gibt es Sicherheiten oder ist alles ständig bedroht von jähen, abrupten und unvorhersehbaren Veränderungen? Am Ende stellt sich die Frage danach, ob die stete Veränderung nicht die Sicherheit ist, nach der wir suchen. Denn nur, durch sie bleibt das alles in Bewegung.
Mit Hanna Burckhardt, Raphael Mur, Matthias Schönweger, Italo Bressan und Markus Gasser.

30. September 2021, ab 19.30 Uhr

Wir fordern Gleichberechtigung

Solange es keine Gleichberechtigung gibt, müssen wir diese immer und überall einfordern. Es scheint das Natürlichste überhaupt zu sein und umso erstaunlicher ist die Tatsache mit welcher Vehemenz, die Gleichstellung aller Menschen in der Gesellschaft nach wie vor bekämpft wird. Allen alles lautet nicht nur das Motto der 50x50x50 sondern unsere Forderung. Allen alles und alle sind gleich, allen dieselben Rechte, allen ein menschenwürdiges Leben, allen! Solange dies nicht eingelöst wird, solange muss die Kunst und ein*e Jede*r dafür aufstehen. Wir alle können unseren Beitrag für eine gleichberechtigte Gesellschaft leisten.
Mit Katharina Cibulka, Dalia Parisi Stix, Ingrid Heiss, AliPaloma, Peter Raneburger und weiteren Gesprächspartner*innen die das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten.

Die Künstler*innengespräche finden vorwiegend in deutscher Sprache statt.
Um einen Anmeldung wird gebeten: info@franzensfeste.info

 

 

Wanderausstellung Resonance

30. Juli - 3. September 2021

Wanderausstellung Resonance

Die Wanderausstellung Resonance wird im Rahmen der Kunstbiennale „50x50x50 allen alles“ in der Festung Franzensfeste gezeigt.
Anlässlich des Internationalen Tages der Migranten 2020, wollte die Koordinierungsstelle für Integration in Zusammenarbeit mit anderen Landesämtern, Schulen und Vereinen, den Menschen mit einer Migrationsgeschichte ein Gesicht geben, die tagtäglich ihren Beitrag in wesentlichen Berufen leisten.So wurde das Projekt KOOPERATION & RESONANZ ins Leben gerufen, für das sich Schülerinnen und Schüler aus Meran, St. Ulrich und Bozen mit Vereinen, Sozialgenossenschaften, Arbeitnehmern und Arbeiterinnen mit Migrationshintergrund getroffen haben, um ihre beruflichen Tätigkeiten fotografisch zu dokumentieren. Ihre Fotos und Bilder wurden auf der Webseite der Koordinierungsstelle für Integration veröffentlicht. Aus diesen Arbeiten ist in Zusammenarbeit mit dem Gestaltungsbüro GRUPPE GUT die Wanderausstellung „Resonance“ entstanden.

In Zusammenarbeit mit: Kunstgymnasium Gymnasien Meran, Klasse 4K - Fachrichtung Grafik, Johanna Albert, Emil Donà, Alan Gallo, Selina Gumpold, Teresa Laera, Emma Mair, Franziska Malleier, Mick Mirrione, Emanuela Persolja, Markus Pircher, Laura Sacco, Nampet Sakong, Nathanael Schiessl, Ann-Sophie Torggler, Veronika Tscholl, Noah Zanotto, Alexia Zischg unter der Leitung von Elisabeth Hölzl, Lizeum d’ert Cademia, 3a tlas AB – sezion ert figurativa, Marie Brugger, Nicole Moroder, Federica Sigrisi, Natalie Obojes, Elisa Prinoth, Johanna Röck, Tanji Hind, Greta Profanter, Jasmin Messner, Elisabeth Gamper unter der Leitung von Theresia Blaas, Lizeum d’ert Cademia, 5a tlas AB – sezion grafica, Elena Perathoner, Jannik Kritzinger, Sharon Alfreider, Lara Kostner, Annalena Leitner, Carolina Moroder unter der Leitung von Irina Thaler y Maria Delago, Liceo G. Pascoli, classe 4S - indirizzo economico sociale internazionale. Lisia Brillo, Lisa Sommacampagna, Gioia Montemurro, Fabrizio Pittoni, Davide Bocchi, Mattia Cutrupi, Mavi Waha, Aurora Sanvido, Beatrice Bissolo, Giulia Garbin, Erica Barbolini, Linda Timperio unter der Leitung von Nazario Zambaldi.

Verschiedene Vereine und Sozialgenossenschaften bieten gezielte Tätigkeiten und Projekte an, die den Einstieg von Ausländerinnen und Ausländern in der Aufnahmegemeinde erleichtern. An diesem Projekt beteiligt waren: Sozialgenossenschaft Spirithttp://www.spirit.bz.it (noch nicht aktiv) https://www.facebook.com/RestaurantAfricanSoulMeran/Associazione Trait d’Union – Intercultura ed integrazione https://dze-csv.it/traitdunion/Associazione Donne Nissà Frauen http://www.nissa.bz.it/Cooperativa Sociale Onlus Xenia https://www.cooperativaxenia.com/de/

Weitere Informationen unter der Webseite der Autonomen Provinz Bozen.

 

Loloba

11. August 2021, 14 - 18 Uhr

Afrikanische Erzählungen

Die Vereinigung Loloba nimmt uns mit ihren afrikanischen Erzählungen mit, auf eine spannende Reise auf einen anderen Kontinent. Die Veranstaltung findet im Rahmen Ausstellung 50x50x50 allen alles statt. Erzählt wird ein traditionelles afrikanisches Märchen, das interaktiv umgesetzt wird. Die Kinder werden miteinbezogen und werden zu Schauspielerinnen und Schauspielern, die die Geschichte zum Leben erwecken. Begleitet wird die Erzählung von der Musik afrikanischer Instrumente: der Flöte, den Doundoun, dem Djembe und der Calabasse.

Uhrzeiten:

  • 14.00 – 15.00 Uhr
  • 15.30 – 16.30 Uhr
  • 17.00 – 18.00 Uhr

 

Die Veranstaltung findet in italienischer Sprache statt.
Anmeldung unter: info@franzensfeste.info, bis einschließlich 10. August.
Infos auf der Webseite des Vereins Loloba.

 

 

Foto Detail, DIS CON FINARE, Orlando Rojas Gutiérrez | © Festung Franzensfeste

19. August 2021, 14 - 18 Uhr

Workshop: Kunstwelten

Im Zuge eines Workshops können neue Mal- und Kunsttechniken kennengelernt und selbst ausprobiert werden. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Wanderausstellung „Resonance“ und der Ausstellung „50x50x50 allen alles“ statt.
Adama Keita und Orlando Rojas Gutiérrez, die bei der heurigen Kunstbiennale „50x50x50“ ausstellen und eine Museumsvermittlerin leiten den Workshop für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 14 Jahren. Nachdem die Künstlerin und der Künstler in einem kurzen Rundgang durch die Ausstellung ihre Werke kindergerecht präsentieren, können die Kinder und Jugendlichen in einem mehrstündigen Workshop ihrer Fantasie freien Lauf lassen und selbst ein Kunstwerk realisieren. Durch die Vorstellung des eigenen kreativen Prozesses und der Erklärung der verschiedenen Materialien, die sie dabei verwenden, sollen die beiden Kunstschaffenden den Beteiligten den Weg zur Inspiration erleichtern, sodass am Ende des Tages alle mit dem eigenen Kunstwerk nach Hause gehen können.
Anmeldung mit Mail an info@franzensfeste.info


10. Oktober – 31. Dezember 2021

Bahngleis 1: Biodiversität fährt ab. Die Reise der Pflanzen entlang der Brennerbahn

Der Ausstellung liegt einem Forschungsprojekt der Fondazione Museo Civico di Rovereto in Zusammenarbeit mit dem Naturmuseum Südtirol und der Universität Innsbruck zugrunde. Ziel war es, erstmals die Biodiversität der Flora entlang der Brenner-Bahnlinie zwischen Verona und Innsbruck zu erforscht und erfasst.
Weitere Informationen auf der Webseite der Euregio.

 

Herbst 2021

Neue Dauerausstellung: Eingebunkert.Südtirol Spielball der großen Aufrüstungs- und Verteidigungsgeschichte

Eine neue Dauerausstellung in der Festung Franzensfeste schickt sich an, das Pulverfass aufzudecken, auf dem wir durch das Bunkersystem Alpenwall im Zweiten Weltkrieg und später nach ihrer Teil-Reaktivierung im Kalten Krieg saßen. Die Ausstellung macht das Leben im Bunker erfahrbar und ihre spätere zivile Nutzung sichtbar.

 

von 26. November bis 30. Dezember 2021

Kunst im Advent

Durch den zweiten Lockdown musste die Ausstellung Kunst im Advent 2020 abgesagt werden. Die 12 ausgewählten Werke werden gemeinsam mit weiteren Arbeiten von Ende November bis Ende Dezember 2021 gezeigt. Interessierte Künstlerinnen und Künstler können sich wieder mit einem Konzeptvorschlag innerhalb September 2021 bewerben.


 

FIGLIO, Courtesy Galleria Antonella Cattani Contemporary Art, Bozen/Bolzano, Julia Bornefeld

Online Ausstellung

LOCKOUT

Mitten im zweiten Lockdown, der auch die Museen zur neuerlichen Schließung zwang, ging die Ausstellung LOCKOUT online. Die Werke der knapp 50 Künstlerinnen und Künstler, die ihre ganz persönliche Perspektive auf den Lockout zeigen, werden hier virtuell erlebbar. Dayu auch alle Interviews des Kurators Heinrich Schwazer, die in der Corona Galerie der Tageszeitung „Die Neue Südtiroler Tageszeitung“ erschienen.
https://www.franzensfeste.info/lockout-online/

 

Kathedrale in der Wüste

seit 2012

Die Kathedrale in der Wüste

In sieben Kasematten erzählt die Dauerausstellung „Kathedrale in der Wüste“ Geschichten und Anekdoten rund um die riesige Anlage der Franzensfeste und vertieft dabei vor allem die Baugeschichte der riesigen Anlage sowie die Auswirkungen, die dieser Bau auf die nähere Umgebung hatte. So werden neben den Themen, die sich mit der Planung und Errichtung der Militäranlage in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts befassen auch die Geschichte des Verkehrs und jene zur Goldlagerung in der Franzensfeste veranschaulicht. Die für jede Altersklasse konzipierte Schau liefert vermittels interaktiver Stationen spannende Hintergrundinformationen, die den Besuch der Anlage auf unterhaltsame und aufschlussreiche Weise bereichern.
Zu den Bildernhttps://www.franzensfeste.info/die-kathedrale-in-der-wueste/

 

Die göttliche Belastung, Peter Fellin, Nachbau. Holz, lackiert 400 x 400 x 100 cm, Jahr 1991/2009

Kunstinstallationen

Quer durch das gesamte Festungsgelände trifft man auf verschiedenste Installationen. Die Kunstwerke von Julia Bornefeld, Peter Fellin, Manfred Alois Mayr, Roberto Bosisio und Lois & Franziska Weinberger sind seit der Landesausstellung 2009 Teil des Ausstellungskonzepts der Franzensfeste.
https://www.franzensfeste.info/kunstinstallationen/

 

BBT-Infopoint

seit 2015

BBT-Infopoint

Der BBT-Infopoint wurde bereits im November 2007 im Dorf Franzensfeste eröffnet. Mit dem Umzug in die Franzensfeste wurde die bestehende Ausstellung erweitert und seit Spätherbst 2015 als neue Dauerausstellung zum Bau des Brenner Basistunnels eröffnet.Auf knapp 200 m² Ausstellungsfläche entfaltet sich in den suggestiven historischen Räumen der Festung die Darstellung des BBT-Projektes in seiner faszinierenden technischen Vielseitigkeit. Highlights sind interaktive Scannerfahrten in den Tunnel genauso wie das multimediale Erleben des Tunnelvortriebs.
Weiterführende Informationen zu dieser Dauerausstellung finden Sie unter: www.bbtinfo.eu

Das Museum Ladin verteilt sich auf den Hauptsitz Museum Ladin Ciastel de Tor in Sankt Martin in Thurn und auf die Zweistelle Museum Ladin Ursus ladinicus in Sankt Kassian.

www.museumladin.it

Beide Standorte sind seit 4. Mai 2021 wieder offen.

Museum Ladin Ciastel de Tor © Museum Ladin

Museum Ladin Ciastel de Tor

Das ladinische Landesmuseum ist seit 2001 auf Schloss Thurn untergebracht, dem einstigen Mittelpunkt des Gerichts „Thurn an der Gader“ (13. Jahrhundert). Hier wird die Kultur der über 30.000 Ladinerinnen und Ladiner vermittelt, deren gemeinsame Identität zwei wesentliche Elemente bestimmen: ihre Sprache, zurückgehend auf das Volkslatein und die einzigartige Gebirgslandschaft der Dolomiten. Das Museum bietet einen unterhaltsamen Einstieg in Geologie, Archäologie, Geschichte, Sprache, Tourismus und Kunsthandwerk der fünf ladinischen Täler.

Museum Ladin Ursus ladinicus

Museum Ladin Ursus ladinicus

Das Museum ist dem prähistorischen Höhlenbären und der Geologie der Dolomiten gewidmet. Auf drei Stockwerken erklärt es die Geschichte und den Lebensraum der vor rund 40.000 Jahren lebenden Höhlenbären. Kernstück sind die originalen Knochen, Zähne und Schädel der im Jahr 1984 entdeckten Höhlenbärenart „Ursus ladinicus“. Videoinstallationen, ein vollständiges Skelett, die detailgetreue Nachbildung des schlafenden Ursus ladinicus und des Braunbären M12 (Mico) bereichern den Rundgang.

 

Das Museum Ladin bietet auch virtuelle Touren durch seine beiden Strukturen, die sich speziell an Schulklassen richten, und einen virtuellen Rundgang durch die folgende Wechselausstellung:

 

Depot des Museum Ladin

"Dépôt. Und es ward Licht!"

Die Ausstellung zeigt Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen aus dem Bestand des Museums von 19 Künstlern und einer Künstlerin aus den ladinischen Tälern, die zwischen dem 17. Jahrhundert und vorigem Jahr gelebt und gewirkt haben. Sie macht zugänglich und sichtbar, was normalerweise im Museumsdepot versteckt ist und rückt die Kunstschaffenden zusammen mit ihren Biografien in ein neues Licht. Diese befinden sich in zwei Räumen: Der erste konzentriert sich auf die menschliche Figur und den Körper und umhüllt die Besuchenden, umgibt sie. Der zweite ist der Natur und der Architektur gewidmet. An den Wänden sind die Werke als ideale Fenster angeordnet, durch sie gelangen in die Bildergalerie Einblicke in die Natur.

Die Kunstschaffenden

Jacob Zanusi (1679-1742), Dominik Vinatzer (1666-1733), Domëne Moling (1691-1761), Dominik Mahlknecht (1793-1876), Franz Tavella (1844-1931), Josef Moroder Lusenberg (1846-1939), August Pezzei des Älteren (1847-1915), Franz Angel Rottonara (1848-1938), Antonio Colli (1870-1950), Franz Josef Noflaner (1904-1989), Mili Schmalzl (1912-2006), Peter Demetz (1913-1977), Angel Morlang (1918-2005), Lois Irsara (1923-2014), David Moroder (1931-1997), Josef Kostner (1933-2017), Otto Irsara (1933-2004), Bruno Vallazza (1935-2016), Aldo Canins (1944-2019) und Martin Demetz (1930-2007).

 

16. Mai 2021

Internationaler Museumstag

Museum Ladin Ciastel de Tor, 14.30 Uhr: Manuel Riz, Geschichte der Karikatur (ITA und LAD - max 12 Teilnehmende)
Museum Ladin Ursus ladinicus, 10 und 11 Uhr: Führungen durch das Museum (max zehn Teilnehmende)

 

24. Juni 2021

Neue Sektionen zur ladinischen Schule und Literatur

Anlässlich der 20 Jahr-Feier des Museum Ladin Ciastel de Tor werden zwei neue Sektionen der Dauerausstellung im Museum Ladin Ciastel de Tor zur ladinischen Schule und Literatur eröffnet.
Die Sektion zur Schule in den ladinischen Tälern thematisiert die verschiedenen Etappen des Schulsystems in den ladinischen Tälern seit der Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, während des 20. Jahrhunderts mit den zwei Weltkriegen und seit der Einführung des paritätischen Schulmodells.  
In der Sektion zur ladinischen Literatur werden die Biografien der wichtigsten Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie Teile ihrer Werke vorgestellt. Die Autoren stammen aus den fünf ladinischen Tälern. Die Texte hat die Schriftstellerin Rut Bernardi verfasst.

 

Wanderung durchs Mühlental. Foto Museum Ladin

jeden Mittwoch von 7. Juli bis 8. September, 9.30 – 12 Uhr

Führungen durchs Mühlental

Das Mühlental mit seinen acht restaurierten und zum Teil heute noch benutzten Mühlen ist eine besondere Attraktion in Campill, einer Fraktion von St. Martin in Thurn im Gadertal. Bei den geführten Wanderungen des Museum Ladin sehen die Teilnehmenden diese Mühlen, eine davon auch von innen, und einen Kalkofen, in dem früher Kalk gebrannt wurde.
Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Kirchplatz von Campill, die Führung dauert bis 12 Uhr, anschließend besichtigen die Teilnehmenden in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein den Bauernhof Lüch de Oriana an (ca. 40 Min.). Am Nachmittag steht schließlich die Besichtigung des Museum Ladin Ciastel de Tor in Sankt Martin in Thurn auf dem Programm. 
Die Teilnahme kostet zehn Euro, nur der Rundgang am Vormittag hingegen fünf Euro. Anmeldung im Museum unter der Telefonnummer 0474/524020 oder mit Mail an die Adresse info@museumladin.it bzw. in einem der Tourismusvereine des Gadertals.

 

Peitlerkofl

jeden Freitag von 9. Juli bis 27. August, 10 – 12 Uhr

Würzjoch: Zwischen Blumen und Fossilien

Geführte Wanderungen mit Informationen zur Geologie und zu den Ökosysteme der Dolomiten organisiert das Museum Ladin am Würzjoch im Naturpark Puez-Geisler an jedem Freitag im Sommer. Wer daran teilnimmt, sieht Nadelbäume, Sträucher und Wiesen aber auch das versteinerte Meer der Dolomiten und hat somit Gelegenheit, die geologische Geschichte der Dolomiten sowie den engen Zusammenhang zwischen Gestein, Vegetation und Fauna zu entdecken. In Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Natur.
Treffpunkt um 10 Uhr am Parkplatz am Würzjoch, Rückkehr gegen 12 Uhr. Der Parkplatz ist gebührenpflichtig; wer das Würzjoch von Sankt Martin in Thurn mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen möchte, kann beim Museum Ladin Ciastel de Tor kostenlos parken. Der Preis für die Wanderung beträgt fünf Euro. Anmeldung im Museum unter der Telefonnummer 0474/524020, mit Mail an info@museumladin.it oder in einem der Tourismusvereine des Gadertals.

 

Museum Ladin Ursus ladinicus Foto Museum Ladin

von 14. Juli bis 25. August 2021, von 17 bis 18 Uhr

Auf den Spuren der prähistorischen Bären - Kreativwerkstatt für Kinder

Nachmittag für Familien mit Kindern von 5 bis 12 Jahren mit Besichtigung des Museum Ladin Ursus ladinicus und Kreativwerkstatt.
In Zusammenarbeit mit den Tourusmusvereinen Alta Badia
Die Teilnahme kostet fünf Euro. Anmeldung bis 16 Uhr im Tourismusbüro St. Kassian, Tel. 0471 849422

 

Blick aus der Conturineshöhle Foto Robbie Shone Christoph Spoetl

jeden zweiten Donnerstag von 15. Juli bis 9. September, 8.30 – 16 Uhr

Wanderung zur Fundstelle des Ursus ladinicus

1987 wurde im Fanesgebiet die Conturineshöhle entdeckt, eine 200 Meter lange Höhle auf 2.750 Metern Höhe. In ihrem Inneren wurden Skelette einer bis dahin unbekannten Höhlenbärenart gefunden, die später den Namen Ursus ladinicus erhielt.
Gut 1.000 Höhenmeter, teils auf Geröll, sind zu überwinden, bevor man zur weltweit höchsten Fundstelle von Höhlenbären gelangt. Für den mühevollen Aufstieg entschädigen schöne Tropfsteinfiguren im Inneren der Höhle, in der vor etwa 50.000 Jahren die pflanzenfressenden Bären gelebt haben.
Geführte Exkursionen dorthin mit Wanderführer Alfred Erardi organisiert das Museum Ladin in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Natur auch diesen Sommer: Treffpunkt ist um 8.30 Uhr bei der Capanna Alpina in St. Kassian (1.726 m): Von dort geht es auf Weg 11 bis zum Col de Locia (2.069 m) und weiter in Richtung Gran Fanes, anschließend auf nicht markiertem Weg durch Latschenkiefern und über steile Geröllfelder zur Höhle (2.750 m). Im Höhleninnern sind Stirnlampe und warme Kleidung nötig (Temperatur: ca. 1°C). Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg, Rückkehr zur Capanna Alpina gegen 16 Uhr. Die Wanderung dauert ungefähr sieben Stunden und wird auch wegen des zu bewältigenden Höhenunterschieds von 1.100 Metern als schwierig eingestuft. Die Teilnahme kostet zehn Euro. Anmeldung bei einem der Tourismusvereine Alta Badia.

 

Bär im Museum Ladin Ursus ladinicus

22. Juli 2021, 21:15 Uhr

Vortrag "L'uomo e l'orso: una nuova convivenza possibile"

Die Frage des Zusammenlebens zwischen Menschen und Tieren im Allgemeinen und großen Raubtieren im Besonderen ist in ganz Europa hochaktuell. In den vergangenen Jahrzehnten hat der Mensch seine natürliche Umgebung zunehmend besetzt und zwar sowohl im räumlichen Sinn, indem er die Natur mit Wegen und Flächen füllt, die er für verschiedene Zwecke nutzt, als auch im zeitlichen Sinn, indem er neue Aktivitäten erfindet, die über einen immer längeren Tageszeitraum stattfinden, einschließlich der Nächte. Infolgedessen kommt es immer häufiger zu plötzlichen und unvorhergesehenen Begegnungen zwischen Mensch und Tier. Große Raubtiere, in diesem Fall Bären, reagieren dabei, wie jedes andere Tier mit der Flucht, manchmal aber auch mit Gegenwehr.
Ein friedliches Zusammenleben zwischen Mensch und Bär kann also nur gelingen, wenn plötzliche und unerwartete Begegnungen zwischen den beiden Arten vermieden werden.
Dies ist das Thema des Vortrags in italienischer Sprache "L'uomo e l'orso: una nuova convivenza possibile”, der am 22. Juli um 21.15 Uhr im Veranstaltungssaal J.B. Rinna in Sankt Kassian stattfindet. Organisiert wird er vom Museum Ladin in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Jagd und Fischerei und dem Landesamt für Natur.
Es referiert Luigi Spagnolli, geschäftsführender Direktor im Landesamt für Jagd und Fischerei.
Eine Vormerkung ist nicht notwendig, wohl aber der Corona-Pass.
Der Eintritt ist frei.

 

31. Juli 2021

Zehn Jahre Museum Ladin Ursus ladinicus

In Zusammenarbeit mit dem Tourisumsverein sind verschiedene Veranstaltungen geplant.



10. August 2021, 21:15 Uhr

Vortrag zu großen Raubtieren

Im Museum Ladin Ursus ladinicus, St. Kassian

 


24. September 2021

Wechselausstellung zur Mobilität im Schnee der ladinischen Täler

Die neue Wechselausstellung im Museum Ladin Ciastel de Tor läuft bis 26. August 2022.

Seit 4. Mai 2021 kann das Museum wieder mit Führung besichtigt werden. Anmeldung unter der Nummer 0471 301621 oder mit Mail an eccelkreuzer@landesmuseen.it.

 

https://fr-eccel.it/

 

Museum Eccel Kreuzer Foto Erich Dapunt

Die Sammlung

Von Ala bis Kufstein - 1900 bis heute

Die Grundlage dieses Museums bildet die bedeutende Kunstsammlung der Familie Eccel Kreuzer. Sie setzt sich zusammen aus ca. 1500 modernen und zeitgenössischen Kunstwerken von über 300 Künstlerinnen und Künstlern der Euregio (Südtirol, Tirol, Trentino).

Josef Kreuzer gehörte zu jenen Sammlern, die ihre Leidenschaft auch als gesellschaftlichen Auftrag sehen. Begonnen hat er seine Sammlung zusammen mit seiner Frau Eva-Maria Eccel, die die Liebe zur Kunst ein Leben lang begleitet. Bereits ihr Vater war ein Kunstmäzen und hat im Laubenhaus eine kleine Galerie eingerichtet. Eva-Maria Eccel hat Kunstgeschichte studiert, und mit ihrem Buch “Aufbruch“ ein Standardwerk über die Tiroler Moderne geschaffen. Josef Kreuzer war davon überzeugt, dass seine Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden muss, da sie in der Museumslandschaft Südtirols ein wichtiges Bindeglied darstellt. Leider konnte er selbst sein Vorhaben nicht mehr umsetzen und vermachte seine Sammlung, sowie das Laubenhaus, in dem sie untergebracht ist, 2017 der Autonomen Provinz Bozen. Geführt wird das Museum vom Betrieb Landesmuseen.

Kunstraum Eccel Kreuzer


Im Erdgeschoss des Hausmuseums werden Sonderausstellungen präsentiert, die stets einen Bezug zu den Künstlerinnen und Künstlern der Sammlung aufweisen. Die erste Ausstellung, die im Herbst 2019 stattfand, war den Fotographien von Karl Plattner gewidmet und zeigte eine eher unbekannte Facette des Künstlers. Im Jahr 2020 folgte die noch laufende Ausstellung "Weibrations - the feminine side - il lato femminile".


Weibrations

bis 5. September 2021

Weibrations - the feminine side

Die zweite Sonderausstellung im Museum Eccel Kreuzer beleuchtet weibliche Impulse im lokalen Kunstgeschehen des 20. Jahrhunderts und rückt dabei die Künstlerinnen der Sammlung in den Blickpunkt. Die Auswahl weiblicher Positionen reicht von der ersten Generation von Frauen, der nach dem Ersten Weltkrieg neben privaten oder kunstgewerblichen Schulen auch Akademien offen stehen, bis hin zu Zeitgenossinnen, die im aktuellen Kunstgeschehen international mitmischen. Die Protagonistinnen der Schau sind Julia Bornefeld, Maria Delago, Margareth Dorigatti, Hilde Goldschmidt, May Hofer, Elisabeth Hölzl, Gina Klaber Thusek, Erika Giovanna Klien, Sissa Micheli, Berty Skuber, Esther Stocker und Karin Welponer. Ihre Werke ergeben ein in das 21. Jahrhundert mündendes Panorama weiblicher Kunst im Spannungsfeld der großen gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen.

 

Das Haus

Das Laubenhaus wurde im frühen 13. Jahrhundert als Besitz des Händlers Adalbert Pigler das erste Mal schriftlich erwähnt. Es handelt sich um ein typisches Patrizierhaus unter den Bozner Lauben, das durch den beschränkten Raum seine schmale lang gestreckte Form erhielt. Es ist nur drei Fenster breit, erstreckt sich aber dafür von den Lauben bis in die Silbergasse.

Die unmittelbare Nähe zum Merkantilgebäude machte es zu einem Haus in begehrter Lage. Es hat eine charakteristische, funktionelle Innengliederung mit drei Lichthöfen, verschiedenen Erschließungsgängen und unregelmäßigen Geschossgliederungen mit Niveauunterschieden zwischen der Laubenseite und der Silbergassenseite. Die Fassade der Silbergasse besitzt eine Außentreppe, dessen Maßwerkbrüstung möglicherweise eine Spolie der Kirche des Hl. Andreas am Kornplatz ist.

Nach mehreren Wechseln der Besitzer erwirbt Maria Eccel geb. Schaller 1933 das Haus. 1950 kauft es Friedrich Eccel und richtet darin ein Einrichtungsgeschäft ein. In der Folge wird das Gebäude umfassend restauriert. 1984/5 erfolgen weitere Renovierungsarbeiten nach Plänen des bekannten Südtiroler Architekten Othmar Barth. Eva-Maria, die Tochter von Friedrich Eccel, übernimmt zusammen mit ihrem Mann Josef Kreuzer das Einrichtungsgeschäft Fr. Eccel, bis es 2005 geschlossen wurde.