Programm 2021

Programm 2021
Schloss Tirol bietet einen virtuellen Rundgang durch den Bergfried zum Thema der Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert . Foto H. Hermes

 

Wie wurde aus Südtirol ein modernes Tourismusland? Wie haben Zeitzeuginnen und Zeitzeugen die wichtigsten Etappen der Südtiroler Geschichte erlebt? Was wissen wir über die Kultur der ladinischen Bevölkerung? Was macht Ötzis Faszination aus? Und wie fühlt es sich mitten in einem Berg an?

 

Veranstaltungen zu diesen und vielen anderen Themen bieten die zehn Südtiroler Landesmuseen auch heuer wieder, Details dazu sowie Informationen zur Wiederöffnung der Museen in Südtirol werden sobald wie möglich im folgenden Aufklappmenü bekanntgegeben.

 

Zusätzlich zu den zehn Landesmuseen finden Sie hier unten auch das Hausmuseum Eccel Kreuzer mit der bedeutenden Kunstsammlung der Familie Eccel Kreuzer. Sie besteht aus rund 1500 modernen und zeitgenössischen Kunstwerken von über 300 Künstlerinnen und Künstlern der Europaregion (Südtirol, Tirol und Trentino).

Auf drei Etagen sind im Südtiroler Archäologiemuseum die Originalfunde und die Geschichte des Mannes aus dem Eis – auch Ötzi genannt – zu besichtigen: vom Medienhype bei der Entdeckung über die Forschung rund um die 5.000 Jahre alte, außerordentlich gut erhaltene Eismumie und ihre Beifunde, sowie allerlei Kurioses, spannende Interviews und interaktive Erlebnispunkte. Höhepunkt der Ausstellung ist die lebensechte Rekonstruktion des Mannes aus dem Eis. Das oberste Stockwerk des Museums beherbergt wechselnde Sonderausstellungen zu archäologischen Themen.

www.iceman.it

 

Die Rekonstruktion des Mannes aus dem Eis © Südtiroler Archäologiemuseum/Ochsenreiter

Das Datum der Wiederöffnung der Museen und das gesamte Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.

Bis dahin können Interessierte das Archäologiemuseum virtuell besuchen besuchen und zwar über eine Audioguide-App für Erwachsene und eine, die sich speziell an Kinder richtet. Die Audioguide-App für Erwachsene (Android und iOS) kostet 1,99 Euro, die Kinder-App (Android und iOS) ist kostenlos. Beide Hörgeschichten führen auf eine spannende Reise in Ötzis Zeit.

 

von 22. November 2021 bis 7. November 2022

Wechselausstellung "Stone Age Connections"

Mobilität zu Ötzis Zeit

Schon in der Kupferzeit waren die Menschen erstaunlich mobil. Sie handelten mit Feuerstein (Silex) und Kupfer und tauschten dabei nicht nur Handelswaren aus, auch neues Wissen und handwerkliche Fertigkeiten gingen mit auf die Reise. Zu Fuß, auf Schneeschuhen über die Berge oder mit dem Einbaum übers Wasser, so legten die Menschen erstaunlich weite Strecken quer durch Europa zurück. Das Kupfer für Ötzis Beil stammt aus der heutigen Toskana, einige seiner Feuersteingeräte aus dem Gebiet rund um den Gardasee. Und so wie heute waren auch in der Kupferzeit Menschen unterwegs auf der Suche nach einem besseren Leben. Sie besiedelten neue Gebiete, trafen auf andere Gruppen, erste kriegerische Auseinandersetzungen um Ackerland, Bodenschätze und Siedlungsplätze fanden statt. Neue kulturelle Gruppen bildeten sich, religiöse Anschauungen fanden schneller Verbreitung.

Der Mobilität auf der Spur

DNA-Analysen helfen uns dabei, Migrationsbewegungen nachzuzeichnen, Keramik erzählt vom Wissenstransfer und Rohstoffe lassen sich durch naturwissenschaftliche Analysen ihrem Ursprungsgebiet zuordnen. So versucht die Sonderausstellung anhand bedeutender Funde aus dem Alpenraum die Wege und Handelsbeziehungen im 4. und 3. Jahrtausend v.Chr. nachzuvollziehen.

 

Ötzi © Südtiroler Archäologiemuseum - Foto Ochsenreiter

3. März

Kostenlose Ötzi Virtual Tours

Auch das Südtiroler Archäologiemuseum nimmt an der österreichischen Bildungsinitiative „Schule schaut Museum“ teil. Auf dem Programm stehen sechs kostenlose Online-Führungen zum Thema Ötzi. Sie richten sich an Schulklassen ab der zweiten Volksschule bis zur dritten Mittelschule. Das Online-Angebot „Klickkontakt mit Ötzi“ wurde in der Pandemiezeit ins Leben gerufen und erfreut sich national und international großer Beliebtheit. Es befasst sich mit der Kupferzeit und der Geschichte des Mannes aus dem Eis und ist ein auf verschiedene Schulstufen zugeschnittenes Angebot, bestehend aus einer altersgerechten Online-Führung im Museum und einem Live chat mit dem Museum.
Die österreichische Bildungsinitiative „Schule schaut Museum“ findet heuer zum zwölften Mal statt. Sie stellt jedes Jahr den Lernort Museum mit seinen Angeboten für Schulklassen in den Mittelpunkt. Nach einem Jahr Erfahrung mit dem Online-Unterricht hat sich das Angebot um viele neue Zugänge erweitert: Lehrpersonen und Klassen können bei der diesjährigen Initiative die ganze Bandbreite digitaler Museumsvermittlung gebündelt ansehen und ausprobieren.
ANMELDUNG: Schulklassen können die kostenlose Onlineführung um 9, 10:30, 12, 14, 15:30 oder 16:45 Uhr bei melitta.franceschini@iceman.it oder unter der Nummer 0471 320118 buchen.

Auf Schloss Trauttmansdorff bei Meran, dem ehemaligen Feriendomizil der Kaiserin Elisabeth von Österreich („Sissi“), befindet sich heute ein unterhaltsames Erlebnismuseum: das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus. Inmitten des Botanischen Gartens gelegen, ist es das erste Museum des Alpenraums, das sich der Geschichte des Tourismus in Tirol widmet. In lebendig inszenierten Räumen werden die Besucher/- innen auf eine spannende Zeitreise eingeladen, die 200 Jahre Tourismusgeschichte aus der Sicht der Reisenden wie der Gastgeber/-innen erzählt.

www.touriseum.it

 

Touriseum. Foto Stefano Scatà

Das Datum der Wiederöffnung des Touriseum und das Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.

Bis dahin führt das Museum virtuell auf eine Zeitreise, die 200 Jahre Tourismusgeschichte aus der Sicht der Reisenden wie der Gastgebenden erzählt. Wer sich darauf einlässt, erfährt wie aus einem Land, durch das vor Jahrhunderten Handelsleute, Pilgernde und Kunstschaffende zu Fuß, mit der Postkutsche oder mit der Extrapost zogen, ein modernes Tourismusland wurde. Virtuell erschlossen werden kann zudem die Schlossgeschichte mit den historischen Räumen und die Ausstellung „Sie wünschen? Desidera?“.

Videos zum Touriseum gibt es zudem auf dem YouTube-Kanal des Museums.

 

Sonderausstellung

von 1. April bis 15. November 2021

Sonderausstellung "Packen, schleppen, rollen - Reisegepäck im Wandel der Zeit"

Koffer sind das Symbol fürs Reisen schlechthin. In Form und Material an die Verkehrsmittel ihrer Zeit angepasst, haben sie viel zu erzählen. Wie reiste man (und frau) „mit großem Apparat“, wie mit leichtem Gepäck? Wer ließ tragen und wer schleppte selbst? Was verraten Koffer und Taschen über ihre Besitzer? Die Ausstellung mit Exponaten aus über 200 Jahren ist voller Geschichten übers Unterwegs-Sein.

Machen Sie mit! Für unsere Sonderausstellung sind wir auf der Suche nach ganz persönlichen Koffergeschichten.
Welche Geschichten und Erlebnisse verbinden Sie mit dem Kofferpacken? Was für ein „Pack-Typ“ sind Sie? Welche Symbolkraft hat ein Koffer für Sie? Erzählen Sie uns Ihre ganz persönliche Koffergeschichte! Gerne auch aus der Sicht Ihres Koffers. Was hat er schon gesehen und erlebt?
Rufen Sie uns an (0473 255659) und erzählen Sie uns Ihre Geschichte! Oder schreiben Sie Ihre Geschichte auf und schicken Sie diese samt einem Foto von sich und Ihrem Koffer an info@touriseum.it. Ihre Koffergeschichte wird im Rahmen der Ausstellung ab April 2021 online veröffentlicht, die spannendsten Geschichten werden als Podcast und in einem Buch publiziert. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!


Sonderausstellung

 

von 1. April bis 15. November 2021

Sonderausstellung "Du lieber Himmel, Milena, wenn Sie hier wären"

1920 kam Franz Kafka für fast drei Monate zur Kur nach Meran. Hier entstanden die ersten seiner berühmten Briefe an Milena. Die Ausstellung folgt Kafkas Spuren durch die Stadt.
Das Meraner Kafka-Gedenkjahr 2020 will Kafkas Leben und Werk ins Zentrum des öffentlichen Interesses rücken. Andererseits soll die für Südtirol politisch, gesellschaftlich und kulturhistorisch spannende „Schwellenzeit“ zwischen 1918 und 1922 – und folglich die jüngere Stadtgeschichte Merans – beleuchtet werden.


Dauerausstellung

Dauerausstellung "Tourismusgeschichte"

Tourismus ist mehr als blauer Himmel und schöne Landschaft. Er ist ein Zusammenspiel unzähliger Faktoren. Einige kann man jederzeit und vielerorts neu erfinden. Andere aber sind das Ergebnis einer langen Geschichte.

Das Touriseum ist ein Ort voller Charme, Ironie und Überraschungen. Das Herzstück bildet der lebendig inszenierte Parcours mit seinen 20 Räumen, der zu einer vergnüglichen Reise durch 200 Jahre alpine Tourismusgeschichte einlädt. Charmant verbindet sich hier Leichtigkeit mit Tiefe, Unterhaltung mit Historie. Vergnügliches erwartet Sie im Südtirolspiel, Informatives bei den Tourismusinterviews, Erholsames im Ruheraum und manches zum Schmunzeln.


Dauerausstellung

Dauerausstellung "Schlossgeschichte"

Es lohnt sich einen schönen Spaziergang durch die historischen Räume von Schloss Trauttmansdorff zu unternehmen. Vom mittelalterlichen Kern mit Krypta bis zum Neorokokosaal gewinnt man einen kunsthistorisch facettenreichen Einblick in die bewegte Geschichte des Schlosses, in dem seine ehemaligen Besitzer ihre ganz persönlichen Spuren hinterlassen haben.

Ein verträumter Romantiker auf der Suche nach seinen Wurzeln, eine Kaiserin, die es daheim nicht aushielt, ihre kränkelnde Tochterein Kaiser auf der Suche nach seiner Kaiserin, ein Haudegen im Dienst der Habsburgerein deutscher Baron, vernarrt in Meran, Kriegsveteranen als Bauern: Sie alle haben über kurz oder lang auf Schloss Trauttmansdorff logiert und damit seinen Lauf in der Geschichte bis heute geprägt. Die neue Dauerausstellung in den historischen Räumen des Schlosses widmet jeden seiner illustren Bewohner ein leuchtendes Monument.

Das Landesmuseum Bergbau ist ein Abenteuermuseum. Die vier Standorte Schneeberg, Ridnaun, Prettau und Steinhaus umfassen stillgelegte Bergwerke und ausgedehnte Abbaureviere. Sie liegen dort, wo die Knappen einst in nicht enden wollender Anstrengung ihre Stollen ins Felsgestein trieben. Dort wo Bergwerksbesitzer ihren Reichtum horteten. Dort wo die Industrialisierung mit ihrem unstillbaren Hunger nach Rohstoffen einzigartige Industrieanlagen entstehen ließ. Mitten im Hochgebirge. Dort wo die Berge ihre größten Schätze hüten.

www.bergbaumuseum.it

Das Datum der Wiederöffnung des Museums und das Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.

Bis dahin bietet das Landesmuseum Bergbau einen virtuellen Rundgang an: Schülerinnen und Schüler, Familien und alle Interessierte können mit der neuen App "Hearonymus" ins Bergwerk Prettau eintauchen und dort mit 14 Hörstationen, Bildern, Erzählungen und einem Kurzfilm einen der wohl härtesten Jobs der Welt miterleben. Der Rundgang kann über die Audioguide-App „Hearonymus“ kostenlos und mit wenigen Klicks auf jedes Smartphone geladen werden, die App ist in Deutsch, Italienisch, Englisch und Holländisch abrufbar.

Videos zum Bergbaumuseum gibt es zudem auf dem YouTube-Kanal des Museums.

Landesmuseum Bergbau - Standort Schneeberg. Foto Armin Terzer

STANDORT SCHNEEBERG

 Kampf Mensch vs. Berg
Knappendorf auf 2.355 m Meereshöhe - nur zu Fuß erreichbar

Am Schneeberg haben Knappen jahrhundertelang nach Erz geschürft. Zuerst mit Schlägel und Eisen, später mit schwerem Gerät. In der Knappensiedlung St. Martin lebten bisweilen bis zu 1000 Menschen völlig isoliert weit oberhalb der Waldgrenze. Die höchstgelegene Dauersiedlung Europas blieb bis in die 1960er Jahre bewohnt. Heute durchziehen unvorstellbare 150 km Stollen das Bergmassiv. Über Tage hat der intensive Bergbau das Landschaftsbild nachhaltig geprägt und neu geformt.

 Der Standort Schneeberg mit dem Knappendorf St. Martin liegt auf 2.355 m Meereshöhe und ist nur zu Fuß erreichbar.

 Geschichte

 Höchstgelegene Dauersiedlung Europas

 Der erste Hinweis auf eine Bergbautätigkeit am Schneeberg ist eine Randnotiz. Im Jahr 1237 hält ein Bozner Notar in einer Kaufurkunde beiläufig fest, dass einige Schwerter mit „gutem Silber vom Schneeberg“ bezahlt werden. Um 1500 erlebt der Tiroler Bergbau seinen Höhepunkt und am Schneeberg sollen in jener Zeit bereits an die 1000 Knappen in 70 Stollen nach silberhaltigem Bleiglanz geschürft haben. Das eigentliche Haupterz, die Zinkblende, kann allerdings erst ab dem 19. Jahrhundert ausgebracht und genutzt werden. Und so wächst das Knappendorf St. Martin ab 1870 zu einer beachtlichen Siedlung heran: mit Verwaltungs-, Wohn- und Betriebsgebäuden, einem Gasthaus, einer Kirche und sogar einem Krankenhaus samt Leichenkammer. Es gibt eine Volksschule, eine Musikkapelle, einen Theaterverein und eine Schützenkompanie. Jedoch herrschen in 2.355 m Höhe neun Monate im Jahr Winter und Kälte. Die Versorgung der Siedlung ist aufwendig und problematisch. Das Konfliktpotential innerhalb der von der Außenwelt abgeschiedenen Gemeinschaft ist groß. So entschließt sich die Betreiberfirma AMMI während der letzten Abbauphase im Jahr 1962 die Belegschaft mit ihren Familien von der Hochgebirgssiedlung am Schneeberg nach Maiern ins Ridnauntal zu übersiedeln und den Erzabbau von dort aus weiter zu betreiben. Die Umsetzung des Vorhabens erfolgt im Juni 1967. In der Folge ist das einstige Knappendorf bis zur endgültigen Schließung des Bergwerks 1985 dem Verfall und der Plünderung preisgegeben.

Landesmuseum Bergbau - Standort Schneeberg. Foto Armin Terzer

Ausstellung: Das Bergbaurevier Schneeberg

 In einem ehemaligen Werksgebäude, der „neuen Schmiede“ nahe der Schutzhütte ist ein Schauraum untergebracht. Die Dauerausstellung erzählt die Geschichte des Bergbaureviers am Schneeberg. Zu sehen sind Alltagsgegenstände der einstigen Dorfbewohner, Bilddokumente und Arbeitsgeräte der Knappen. Ein Modell des Bergbaureviers zeigt die einstige Bebauung des Geländes.
Die Dauerausstellung ist von Mitte Juni bis Mitte Oktober täglich ganztägig geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Landesmuseum Bergbau - Standort Schneeberg

Das Knappendorf St. Martin

 Hat man einmal das 2.355 m hoch gelegene Hochplateau am Schneeberg erreicht, steht man auch schon mitten in der ehemaligen Knappensiedlung St. Martin. Noch sind einige Wohn- und Werksgebäude der einst höchstgelegenen Dauersiedlung Europas erhalten. Schweres Gerät der letzten Abbauphase im 20. Jahrhundert verblieb nach der Schließung des Betriebes 1985 einfach vor Ort. Verschüttete Stollenmundlöcher und Abraumhalden durchziehen das Erzrevier, das über Lehrpfade erschlossen werden kann. Das Freigelände erzählt sich gewissermaßen selbst.

Landesmuseum Bergbau - Standort Schneeberg. Foto Armin Terzer

Wichtige Hinweise

 Der Standort Schneeberg liegt auf 2.355m Meereshöhe und ist nur zu Fuß auf gut begehbaren Wegen in knapp zwei Stunden von der Timmelsjoch-Passstraße im Passeiertal oder in vier Stunden von Ridnaun/Maiern aus erreichbar. Schutzhütte Schneeberg: Tel.: +39 0473 932900, Rabenstein 42/43, I-39013 Moos in Passeier

Ausgangspunkt Passeiertal: Mit dem PKW von Meran auf der SS44 nach Moos in Passeier, von dort auf der SS44bis 9,3 km weiter Richtung Timmelsjoch bis zur Schneebergbrücke. Parkmöglichkeiten etwa 200 m vor der Brücke. Vom Ende der Schneebergbrücke dem Weg 31 folgend bis nach Seemoos und weiter über den Weg Nr. 29 bis zur ehemaligen Knappensiedlung St. Martin. 690 Höhenmeter. Gehzeit: ca. 2h.

Ausgangspunkt Ridnaun/Maiern: Vom Landesmuseum Bergbau über den Fahrweg (ca. 7 km) oder den Bergwerkslehrpfad bis zur Ruine des Poschhauses. Von dort weiter über den markierten Lehrpfad bis zur Schneebergscharte. Es folgt der Abstieg bis zur Knappensiedlung St. Martin mit dem Schutzhaus Schneeberg. Von Juli bis Mitte Oktober besteht die Möglichkeit mit dem Museums-Shuttlebus von Maiern bis zum Poschhaus zu fahren (Zeitersparnis ca. 2h). Reservierung: Tel. +39 0472 656364. Aufstieg: 1.300 Höhenmeter, Abstieg: 350 Höhenmeter; Gehzeit: ca. 4h

Barrierefreiheit: Der Standort Schneeberg liegt auf 2.355m Meereshöhe und ist nur zu Fuß erreichbar.

 

STANDORT RIDNAUN

Landesmuseum Bergbau - Standort Ridnaun

 

Die Schaustollen bleiben noch bis auf Weiteres aufgrund der Ausnahmesituation in Zusammenhang mit CoVid-19 geschlossen. In der Saison 2020 bieten wir verschiedene Führungen im Außenbereich und in der Erzaufbereitungsanlage an.

Industrieanlage im Hochgebirge

Ein einmaliges Denkmal der industriellen Revolution

Der Standort Ridnaun ist ein einmaliges Denkmal der industriellen Revolution. Hier entstand vor 150 Jahren eine Erzaufbereitungsanlage modernster Machart. Gewaltige Maschinen brechen und zermalmen das Gestein, große Flotationsbecken fördern die Erze zutage. Beeindruckende Bremsberge und Pferdebahnstrecken ziehen als weltweit größte Übertageförderanlage zum Erzrevier ins Hochgebirge. Der Poschhausstollen führt auf 6 km Länge quer durch den Berg in das Passeiertal.

STANDORT STEINHAUS

Landesmuseum Bergbau - Standort Steinhaus

 

Der Kornkasten – Lebensmittelmagazin des Bergwerks

Als der Bergbau zu Beginn des 15. Jahrhunderts seine erste Blüte erlebte, durchwanderten Erzsucher ganz Tirol. Sie waren durch genaue Beobachtung der Natur imstande, auf Erzlager im Boden zu schließen. Dort wo die Erzadern als sogenannter Ausbiss an die Erdoberfläche trat, begann die Arbeit der Bergleute. In Prettau befand sich dieser Ausbiss knapp oberhalb der Waldgrenze in der Nähe des Rotkreuz in etwa 2.000 m Meereshöhe.
Um die Mitte des 15. Jahrhunderts wurde Steinhaus zum Verwaltungssitz des Kupferbergwerks Prettau. In einem Lagerhaus wurden all jene Güter aufbewahrt, die für den Bergwerksbetrieb gebraucht wurden. Dazu gehörte das Korn für die Verpflegung ebenso wie Rohstoffe für Arbeitsgeräte und das Geleucht. All diese Güter wurden als Pfennwerte bezeichnet, die den Bergleuten in Form von Naturallohn ausbezahlt wurden. So diente der Kornkasten von Steinhaus viele Jahrhunderte über als Lebensmittelmagazin des Bergwerks.
Der heutige, um 1700 erbaute Kornkasten mit seiner charakteristischen roten Außenfassade stand nach der zwischenzeitlichen Einstellung des Bergwerksbetriebes 1893 viele Jahre lang leer. 1989 wurde er von der Gemeinde Ahrntal angekauft, seit Herbst 2000 beherbergt er den Standort Steinhaus des Landesmuseum Bergbau.

 

STANDORT PRETTAU

 

Landesmuseum Bergbau - Standort Prettau

Abenteuer Kupferbergwerk

Seine Blütezeit erlebte das Bergwerk von Prettau vor 600 Jahren, als die außergewöhnliche Geschmeidigkeit von Prettauer Kupfer weitum begehrt war. Die damals mit einfachen Werkzeugen Zentimeter um Zentimeter in den Fels vorgetriebenen Stollen sind Meisterwerke bergmännischer Handwerkskunst. Aber noch im 20. Jahrhundert war Prettau der drittgrößte Kupferlieferant Italiens. Heute führt eine Grubenbahn in das Herz des Bergwerks. Und in den Klimastollen, wo die Luft so rein ist, dass Menschen ihren Atem wiederfinden.

Als Dynastenburg der Grafen von Tirol gab die Burg dem Land seinen Namen. Ihre Errichtung reicht ins späte 11. Jahrhundert zurück. Der Schwerpunkt des musealen Parcours liegt in der Präsentation der Landesgeschichte von den Anfängen bis in die heutige Zeit. Im Südpalas liegen die beiden romanischen Portale. Die Burgkapelle zum Heiligen Pankratius ist als Doppelkapelle errichtet, bedeutsam sind ihre gotischen Wandmalereien. Im Bergfried, dem "Turm der Erinnerungen", findet sich eine Darstellung zur Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert.

www.schlosstirol.it

 

Schloss Tirol. Foto H. Hermes

Das Datum der Wiederöffnung des Museums und das Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.


Bis dahin präsentiert Schloss Tirol einige seiner Themen in den folgenden virtuellen Rundgängen:

ehemaliger Landeshauptmann Silvius Magnago

360º TURM DER ERINNERUNGEN


Was geschah bei der Option? Was bedeutet die Autonomie für Südtirol und wie gestaltete sich ihr politischer Weg? Wer sich für die Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert interessiert, sollte die beeindruckende Präsentation im Bergfried ansehen. Seit dem Jahr 2003 beherbergt der "Turm der Erinnerungen" eine Dauerausstellung über Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert. 2016 wurde die Ausstellung erneuert. In nicht weniger als 400 Objekten werden historische Zusammenhänge erläutert.

Der „Turm der Erinnerungen“ ist auch als virtuelle Tour zugänglich. Das Angebot richtet sich vor allem an Personen, welche die Ausstellung bequem von zu Hause aus, sehen, bzw. die 20 Ebenen nicht erklimmen möchten. Zudem wurde ein eigenes Vermittlungsformat realisiert, damit Lehrpersonen mit ihren Schülerinnen und Schülern die Inhalte in der Klasse erarbeiten oder vertiefen können.

 

Symbolbild der Ausstellung

360º ICH WOLKENSTEIN

Diese Wechselausstellung, die 2011 auf Schloss Tirol zu sehen war, beleuchtet aus verschiedenen Blickwinkeln das Leben des bedeutendsten und markantesten Vertreter mittelalterlicher deutscher Lyrik Oswald von Wolkenstein.
Die höchst eindrucksvolle Vita des bis ins hohe Alter vitalen, vielseitig begabten Ritters Oswald von Wolkenstein, der nicht nur Krieger, Diplomat, Fürstendiener, Adels- und Familienpolitiker, Rechtssachverständiger und Freischöffe war, sondern auch als gläubiger Christ, Jerusalempilger und frommer Stifter und dem es mit starkem Willen und mit Beharrlichkeit sogar gelang, Diener und Rat König Sigmunds, Reichsritter und einflussreicher Landespolitiker zu werden, scheint einzigartig zu sein, kann auch durchaus als klassisches Beispiel für die Biografie adeliger Aufsteiger des Spätmittelalters gelten.
Die Ausstellung, in deren Zentrum Leben und Werk Oswalds von Wolkenstein stehen, versteht sich deshalb auch als Blick auf ein Zeitalter, in dem Krieg und Diplomatie, Fürstendienst und Adelspolitik, die Praxis des Rechtswesens und eine alles umfassende Gottesfurcht das Leben des Adels bestimmt haben.

 

Plakat der NS-Propaganda

ab Öffnung der Museen bis 2. Mai 2021

GROSSDEUTSCHLAND RUFT“ SÜDTIROLER NS-OPTIONSPROPAGANDA UND VÖLKISCHE SOZIALISATION

80 Jahre nach dem Höhepunkt der Südtiroler Umsiedlung fragt diese Wechselausstellung nach dem historischen Ort dieser radikalen Wendemarke der regionalen Zeitgeschichte.
Als 1940 die Züge mit den in das „Dritte Reich“ abwandernden Menschen über den Brenner rollten, war – abseits des real vom deutschen Faschismus entfesselten Krieges – in Südtirol eine Propagandaschlacht im Gange, die alles Bisherige in den Schatten stellte.
Die Menschen, um die es ging, waren hin- und hergerissen zwischen unglaubwürdigen Beteuerungen des italienischen Faschismus, man könne beruhigt in einer längst zur Fremde gewordenen Heimat bleiben, und nationalsozialistischen Versprechungen auf eine glänzende Zukunft innerhalb der deutschen „Volksgemeinschaft“.
Dank sensationeller Neufunde und entsprechender Ankäufe seitens des Landesmuseums Schloss Tirols wird nun erstmals ein Blick hinter die Kulissen der NS-Bemühungen um das Südtiroler „Menschenmaterial“ möglich.
Das Agitprop-Material stammt aus dem Fundus eines Südtiroler SS-Mannes, der bis zum Mitglied der berüchtigten „Leibstandarte Adolf Hitler“ aufgerückt war und 1944 im Aggressionskrieg gegen die Sowjetunion sein Leben verlor. Aus der Kernphase der Südtiroler Option sind mehrere aussagestarke Entwürfe überliefert, die für die Umsiedlung der Südtiroler Bevölkerung auf aggressive Weise werben.

Das bisher völlig unbekannte Material wird im Rahmen der Ausstellung für die öffentliche Debatte und die fachliche Historisierung aufbereitet und zusätzlich durch einen aktuellen ästhetisch-politischen Kommentar des Künstlers Riccardo Giacconi perspektiviert.

Joseph Haller, Rut und Boas, um 1764, Graz, Universalmuseum Joanneum, Alte Galerie

Online-Ausstellung

ZWISCHEN AUGSBURG UND VENEDIG –DIE PASSEIRER MALERSCHULE

In St. Martin in Passeier bestand zwischen ca. 1719 und 1845 eine Malerwerkstatt, die über drei Generationen hinweg die Kirchen des Passeiertals und seiner Umgebung mit Gemälden versorgte.
Die Niederlassung des Meraner Malers Nikolaus Auer in einem Dorf abseits der städtischen Kunstzentren ging auf die Initiative des kunstsinnigen, auch als Dichter tätigen Priesters Michael Winnebacher zurück. Bei Auer absolvierten nicht nur seine drei Söhne, sondern auch mehrere andere teils überregional bedeutende Barockmaler ihre Lehre. Auers begabteste Schüler, Johann Evangelist Holzer aus Burgeis im oberen Vinschgau und Joseph Haller aus St. Martin, zogen wie zuvor ihr erster Lehrer zur weiteren Ausbildung in die damalige Kunstmetropole Augsburg. Während Holzer in Augsburg verblieb und zu einem der gefeiertsten süddeutschen Künstler aufstieg, schuf Haller nach der Rückkehr in sein Heimattal zahlreiche Ölgemälde von seltener Leuchtkraft und farblicher Raffinesse. Nikolaus Auers Sohn Johann Benedikt hingegen erhielt seine prägende Ausbildung in Venedig und war in Bozen und in St. Martin als Kupferstecher tätig.
Rund 300 Jahre nach ihrer Gründung widmet sich erstmals eine größere Ausstellung dieser sogenannten Passeirer Malerschule. Die rund 80 Exponate, in der virtuellen Ausstellung auf 40 verkürzt  – großteils Gemälde und Graphiken, aber auch Skulpturen und von Michael Winnebacher verfasste Bücher – stammen aus Südtiroler Kirchen und Museen, aber auch aus österreichischen und deutschen Sammlungen.
Ausstellungskonzept: Hanns-Paul Ties – Ausstellungstexte: Leo Andergassen, Hanns-Paul Ties

 

Ausstellung Kunst kann

ab Wiedereröffnung bis 6. Juni 2021 (auch als virtuelle Ausstellung zu sehen)

Kunst kann. Einblicke in zeitgenössische künstlerische Haltungen

In Zusammenarbeit mit vier Partnern und zwölf Künstlerpositionen aus der bildenden und darstellenden Kunst, Musik und Literatur aus Liechtenstein, Deutschland, Österreich und Italien ist diese Ausstellung im Sinne einer Vermittlungs- und Lernplattform entwickelt worden. Sie visualisiert und vermittelt künstlerische Denk- und Arbeitshaltungen.
Von Berufs wegen sind es vorwiegend Künstlerinnen und Künstler, die sich gezielt in Unsicherheit begeben. Sie wollen das Neue und das finden sie nicht auf bestehenden Wegen. Es trägt Unvorhersehbares und Ergebnisoffenes in sich, birgt Risiken und Fehler. Künstlerischen Eigenschaften und Fähigkeiten im Umgang mit Unbekanntem können für andere Menschen interessant und bereichernd sein.
"Kunst kann", so der Titel dieser Vermittlungs- und Lernplattform, präsentiert zwölf Kunstwerke, zwölf Videoauszüge aus Interviews mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern und einen Lernparcours mit zwölf Stationen, an denen Besucherinnen und Besucher künstlerische Praxen ausprobieren und für sich Erfahrungen machen können. "Kunst kann" lässt die beteiligten Kunstschaffenden schildern, wie sie an ihre Sache herangehen, wie sie ihre künstlerischen Prozesse steuern, welche Rolle Offenheit, Neugierde und Wahrnehmung, Spielfreude und Improvisation, Mut und Risikobereitschaft, Kommunikation und Zusammenarbeit spielen, wie sie mit Überraschung, Krisen und Momente des Scheiterns umgehen, was ihnen Erfolg bedeutet.
Es geht um Haltungen, künstlerische Eigenschaften, Einstellungen, Arbeitsweisen. Damit erhalten Besuchende Einblicke und Impulse, wie sie um die Ecke denken und so ihren persönlichen Handlungsspielraum erweitern können. Das ist der Kern dieser Vermittlungs- und Lernplattform, der von den Partnern Kubus Kulturvermittlung in Balzers/LI, Haus am Lützowplatz in Berlin/D, Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten/A und Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte Schloss Tirol in Dorf Tirol erarbeitet wurde. Initiantin und Leiterin für das Gesamtprojekt sowie Kuratorin im Kunstraum Engländerbau ist Dagmar Frick-Islitzer. Die durch Erasmus+ und Kulturstiftung Liechtenstein co-geförderte Entwicklung der Vermittlungs- und Lernplattform wird im Anschluss in Berlin/D, St. Pölten/A und Dorf Tirol/I gezeigt.
Zur Vermittlungs- und Lernplattform erscheint ein umfassendes Handbuch.
Mit Unterstützung durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union

 

Elisabeth Oberrauch: Atlas

vom 22. Mai bis 29. August 2021

Elisabeth Oberrauch: Atlas

Die Ausstellung präsentiert den „Rimpf-Atlas“ aus der Sammlung Museion, ein sechsteiliges Werk aus dem Jahr 2000, das auf der gleichzeitigen Verwendung zweier Zeichensysteme beruht. Elisabeth Oberrauch kombiniert auf Papier applizierte Landkartenfragmente des oberen Vinschgaus mit einer am besten als informell zu bezeichnenden Malerei. Die Werke basieren aus dem Dialog der streng kodifizierten Sprache der Landkarte mit der freien Bewegung des Pinsels. Gleichzeitig führen bei diesen Blättern Vorder- und Rückseite einen raffinierten Dialog. Die in der Kartographie realisierte Abstraktion des Landschaftlichen erfährt durch die Bewegungen der Malerei eine Wiederbelebung. Hinzu kommen weitere Arbeiten der Künstlerin, welche mit Landkartenfragmenten arbeiten.
Für Elisabeth Oberrauch, geb. 1950 in Meran, wo sie lebt und arbeitet, spielt Papier in all seinen verschiedenen Erscheinungsformen eine wichtige Rolle. Vor allem das selbst geschöpfte. Es dient als Träger für Zeichnung und Malerei, aber auch für Applikationen diverser Materialien. Eine wichtige Rolle spielen dabei Bücher, und zwar als Werk konzipierte Bücher. Von diesen artist’s books ist eine größere Anzahl auf Orte bezogen ist, welche die Künstlerin auf ausgedehnten Reisen besucht hat. Zahlreiche Ausstellungen in Südtirol, aber auch weit darüber hinaus.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Museion. Kurator: Andreas Hapkemayer.

Symbol, Macht, Bewegung. Tirol im historischen Kartenbild

vom 3. Juli bis 21. November 2021

Symbol, Macht, Bewegung. Tirol im historischen Kartenbild

Alte Karten sind in den letzten Jahrzehnten zu einer unverzichtbaren Forschungsgrundlage geworden. Sie sind nämlich keine neutralen Informationsträger, sondern dokumentieren die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse einer bestimmten Zeit. Dabei fiel ihnen als Propagandamedium eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu. Mit ihnen wurden Kriege geplant und durchgeführt, Grenzen und Territorien visualisiert, Grenzstreitigkeiten beigelegt und Länder verwaltet. Zudem zeigen viele Karten unter anderem auch Bergbaugebiete, land- und forstwirtschaftliche Nutzflächen, Industriegebiete, das Straßen- und Eisenbahnnetz sowie Wanderwege und Skirouten. Diese Ausstellung bringt in mehr als 50 Karten und Kartenausschnitten, die vor allem aus Tiroler Archiven und Bibliotheken stammen, im Kontext der allgemeinen Entwicklung der Kartographie von der Antike bis ins 20. Jahrhundert die Verbindung von Kartographie, Politik und Wirtschaft am Beispiel von Tirol näher.
Themenschwerpunkte: Anfänge der Kartographie (16. / 17. Jhd.); Tirol im Bild deutscher, niederländischer und französischer Kartographen; Naturkatastrophen – Flussregulierungen; Beginn der Vermessungen; Peter Anich und seine Zeit; Landesaufnahmen; Verkehr; Tourismus; Bergbau und Landwirtschaft; Krieg und Propaganda.
Kuratorin: Petra Svatek, Akademie der Wissenschaften, Wien

Peter Assmann - Transferteppich

vom 11. September bis 8. Dezember 2021

Peter Assmann – Transferteppich

Die Ausstellungsinstallation im obersten Geschoss des Bergfrieds von Schloss Tirol gestaltet Peter Assmann in einen künstlerischen Lande- und Abhebeort für die Überwindung begrenzter Landreisesituationen. Somit entsteht ein konzentrierter, bildhaft wirksamer Treffpunkt für Reisende im Großen und Kleinen, für weiterführende Begegnungstransfers. Dabei werden Themen berührt, welche grundsätzliche menschliche Bewegungen simulieren: AUFZURICHTEN, SICH VORZUBEUGEN, NOCHMALS – AUFZUHÖREN UND ABLASSEND, AUFBRECHEND, WEITERGEHEN, AUF DEM TEPPICH BLEIBEN, DEM FLIEGENDEN. Rund um einen zentral im Raum platzierten bildkünstlerisch gestalteten Teppich (Siebdruck auf Textil) werden an den metallbewehrten Wänden des Ausstellungsraumes gerahmte Arbeiten auf Papier in unterschiedlichen Dimensionen arrangiert, die in Bezug auf mediale Begegnungsbilder, insbesondere mit Bezug zu (süd)tiroler Medienwelten, transferorientierte Bilderfahrungen aufzeigen.
Peter Assmann, geb. 1963 in Zams, ist Kunsthistoriker, Geschäftsführer der Tiroler Landesmuseen Betriebsgesellschaft, Schriftsteller und bildender Künstler.

Im ehemaligen Amtshaus Kaiser Maximilians I. hat heute das Landesmuseum für Naturkunde seinen Sitz. Auf zwei Stockwerken mit einer Gesamtfläche von etwa 1.000 m² wird Südtirols Landschafts- und Naturgeschichte gezeigt. Der Weg durch die Ausstellung entspricht einer Wanderung durch die Zeit. Modelle, Dioramen, Experimente und Multimedia-Stationen geben Einblicke in Südtirols Erdgeschichte, in die Entstehung und Entwicklung der Lebensräume. Im Erdgeschoss werden laufend interessante Wechselausstellungen gezeigt.

natura.museum

 

Naturmuseum Südtirol

Das Datum der Wiederöffnung des Museums wird so bald wie möglich bekannt gegeben.

Inzwischen gibt es auf dem YouTube-Kanal des Museums viele virtuelle Führungen und Vorträge sowie die folgenden Veranstaltungen:

 

10. Februar, 18 Uhr

Botanische Dokumentation und Forschung am Naturmuseum Südtirol
Colloquium - Platform Biodiversity South Tyrol

Das Naturmuseum versteht sich als zentrale Dokumentationsstelle der Flora und Fauna von Südtirol. Im Bereich der Botanik ergeben sich daraus einige wichtige Schwerpunkte, die von keiner anderen Institution des Landes in dieser Bedeutung wahrgenommen werden.
Unter dem Blickwinkel der wissenschaftlichen Dokumentation fallen hier folgende Tätigkeiten an: Aufbau des Landesherbariums, Koordination und Durchführung der floristischen Kartierung der Provinz Bozen, Aufbau und Betreuung der naturkundlichen Datenbank, Referenzstelle für botanisch-taxonomische und -nomenklatorische Fragen.
Die Forschungsarbeit konzentriert sich hingegen auf sammlungsrelevante (z.B. Typus-Material) und taxonomisch-biogeographische Fragestellungen (z.B. Festuca).
Der Referent dieses virtuellen Kolloquiums in deutscher Sprache ist Thomas Wilhalm, Konservator am Naturmuseum Südtirol.
Der Einstieg erfolgt über den YouTube-Kanal des Museums.

 

Mars Rover Perseverance. Foto NASA JPL-Caltech

18. Februar, 18 Uhr

Mars 2020 Mission: Impossible

Am 18. Februar 2021 tritt die NASA-Mission Mars 2020 nach 203 Tagen im All in ihre entscheidende Phase ein. Ziel ist es, den Rover Perseverance und seinen Mini-Helikopter Ingenuity auf dem Mars landen zu lassen. 1050 kg Silizium, Schaltkreise, Sensoren und Stahl sollen den Jezero-Krater erkunden, nach vergangenen oder aktuellen Lebensformen suchen und Gesteinsproben sammeln, die dann von zukünftigen Mars-AstronautInnen eingesammelt werden.
Der Astronom Luca Ciprari erzählt in diesem Streaming Anekdoten, Ziele und Geschichten der ehrgeizigsten Marsmission der Geschichte.



Halyomorpha halys

10. März, 18 Uhr

Halyomorpha halys, eine invasive Art in Südtirol- von den ersten Funden bis hin zu einer nachhaltigen Regulierungsmöglichkeit
COLLOQUIUM - Platform Biodiversity South Tyrol

In den letzten Jahrzehnten nahm die Zahl an Einschleppungen gebietsfremder, invasiver Arten stetig zu. Die aus Asien stammende Baumwanze Halyomorpha halys hat ihre Invasion in den späten 1990er Jahren begonnen und hat sich mittlerweile in vielen Ländern der Nördlichen Hemisphäre etablieren können. Am Versuchzentrum Laimburg ist sie seit ihrem Erstnachweis 2016 in Südtirol zentraler Bestandteil diverser Forschungstätigkeiten, von grundlegendem Verständnis zu ihrer Biologie bis hin zur biologischen Regulierung.
Stefanie Fischnaller beschäftigt sich mit Untersuchungen zur Biologie diverser Insekten von agronomischem Interesse für Südtirol am Versuchszentrum Laimburg, Martina Falagiarda mit nachhaltigen Regulierungsmöglichkeiten invasiver Insekten am Versuchszentrum Laimburg.
In deutscher und italienischer Sprache
Eintritt frei

 

Armenien

12. März, 18 Uhr

Reise durch Armenien

Armenien liegt am Übergang zwischen Kleinasien und dem Kleinen Kaukasus. Der Großteil des Landes liegt auf einem mit Steppen bedeckten Hochland und über allem thront der Ararat.
Andreas Hilpold, Botaniker und Mitarbeiter an der Eurac, Bozen bereiste das Land im Rahmen eines Biodiversitätsworkshops. In seinem Vortrag stellt er Natur und Landschaft dar und gibt auch Einblicke in die Kultur und Geschichte dieses faszinierenden Landes.
Weitere Informationen: Thomas Wilhalm, Tel. 0471 413431.
In deutscher Sprache.
Der Vortrag findet online statt, der Einstieg erfolgt über https://www.youtube.com/watch?v=ekB2e4y0VJg.
Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Wölfe

30. März, 18 Uhr

Der Wolf in Südtirol 2.1: aktuelle Situation und Informationen mit Davide Righetti

Die Anwesenheit von Wölfen in Südtirol ist seit mindestens zehn Jahren bekannt. Seither tauchen Wölfe in verschiedenen Gebieten des Landes auf, manchmal sind sie sesshaft, manchmal nur auf Durchreise. Bei diesem Vortrag wird die derzeitige Situation thematisiert sowie die Daten der in den letzten Jahren durchgeführten Erhebungen und die technologischen Perspektiven zur Unterstützung der Forschung und zur Entschärfung von Konflikten.
In italienischer Sprache.
Der Vortrag wird über die Plattform bigbluebutton zugänglich sein.
Eintritt frei.

 

Bozner Talkessel

10. April, 14:30 - 16:30 Uhr

Ein Spaziergang am Rande eines uralten Vulkans – die Bozner Caldera - ABGESAGT

Die Oswald-Promenade liegt am Hang einer alten Caldera, einer großen kesselförmigen Struktur vulkanischen Ursprungs. Entdecken Sie die Spuren dieses enormen vulkanischen Ereignisses, das vor 280 Millionen Jahren den ganzen Bozner Talkessel eingenommen hat.
Anmeldung erforderlich: Tel. 0471 41 29 64, Di – So 10 – 18 Uhr
Treffpunkt: Naturmuseum Südtirol
Änderungen vorbehalten
In Deutsch und Italienisch
6,50 € Erwachsene

 

Natur

14. April, 18 Uhr

Wie ein Flügelschlag: Veränderungen der Umwelt und Krise der Biodiversität in niedrig gelegenen Bergökosystemen
COLLOQUIUM - Platform Biodiversity South Tyrol

In den vergangenen Jahrzehnten waren die Alpen Schauplatz tiefgreifender Veränderungen in der Umwelt, die sich stark auf die biologische Vielfalt ausgewirkt haben. Sozioökonomische Prozesse führten zur Verwahrlosung traditioneller Praktiken, die seit Jahrtausenden die alpine Landschaft im Gleichgewicht mit der Natur geprägt haben, und zur intensiven Ausbeutung von Ressourcen. Im Rahmen des Kolloquium werden Fallstudien zu zwei der am stärksten bedrohten Ökosysteme vorgestellt: Dauergrünland und Feuchtgebiete, mit Beispielen zur Avifauna und zu Libellen.
Giacomo Assandri, Postdoktorand am ISPRA (Istituto Superiore per la Protezione e la Ricerca Ambientale) ist ein Ökologe, der sich mit den Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Biodiversität aus der Perspektive des Naturschutzes beschäftigt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Vögel und Libellen.
In italienischer Sprache

 

Lichter in der Nacht

15. April, 20 Uhr

Lichter in der Nacht

Fasziniert dich die Dunkelheit und warst du schon immer neugierig, was nachts im Museum passiert, wenn die Türen schließen und das Licht ausgeht? Bei dieser ganz besonderen Führung kannst du nicht nur die Geheimnisse der nachtaktiven Tiere entdecken, sondern auch, was sonst noch in der Dunkelheit leuchtet.… Ssssst und halt die Augen offen!
In italienischer Sprache
Tel: 0471 41 29 64, Di – So, 10 – 18 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl 
Für Familien und Interessierte
Eintritt frei


Abbruzzen

16. April, 18 Uhr

Abruzzen – Im Herzen des Apennins

Beeindruckende Hochebenen, schroffe Gebirge, ausgedehnte Buchenwälder und das Hügelland zwischen Adria und Apennin mit seinen malerischen Dörfern und altem Kulturland bezaubern die Menschen, die die Abruzzen besuchen. Beinahe ein Drittel dieser Region steht als Nationalpark oder Naturpark unter Schutz. In diesem Vortrag lernen wir Natur, Kultur und Flora der mittelitalienischen Region kennen.
Nils Bertol, Umweltwissenschaftler, führt die Umweltwerkstatt Neustift und leitet Wanderreisen für Vai e Via.
Im Rahmen des Treffens des Arbeitskreises zur Flora von Südtirol, Gäste willkommen 
In deutscher Sprache
Info: Thomas Wilhalm, Tel. 0471 413431 
Änderungen vorbehalten
Eintritt frei

 

Unheimlich spannend!

22. April, 18 - 20 Uhr

Unheimlich spannend! Museumsabenteuer für wirklich Mutige

Willst du deiner Angst die Stirn bieten oder gehören Spinnen, Skorpione und Fledermäuse zu deinen Lieblingstieren? Ein Abend der besonderen Art: Aufregendes und Haarsträubendes aus dem Tierreich erwarten dich bei diesem Workshop im Naturmuseum!
Museumsabenteuer für wirklich Mutige von 8 bis 12 Jahren
Anmeldung notwendig: Tel: 0471 41 29 64, Di – So, 10 – 18 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl
In deutscher und italienischer Sprache
Änderungen vorbehalten
6,50 €

 

Mord im Museum

23. April, 20 Uhr

Ein Mord im Museum! #1

Ein mysteriöser Mord hat sich in den Räumen des Museums ereignet. Ihre detektivischen Fähigkeiten sind gefragt, um den ersten Mordfall im Naturmuseum zu klären. An diesem Abend werden Sie verschiedene Charaktere befragen und nach versteckten Hinweisen suchen. Können Sie herausfinden, wer lügt und wer die Wahrheit sagt? 
Für Erwachsene 
Anmeldung erforderlich
Tel. 0471 41 29 64, Di – So, 10 – 18 Uhr
In Deutsch und Italienisch
Museumseintritt

 

Bozner Talkessel

24. April, 14:30 - 16:30 Uhr

Ein Spaziergang am Rande eines uralten Vulkans – die Bozner Caldera

Die Oswald-Promenade liegt am Hang einer alten Caldera, einer großen kesselförmigen Struktur vulkanischen Ursprungs. Entdecken Sie die Spuren dieses enormen vulkanischen Ereignisses, das vor 280 Millionen Jahren den ganzen Bozner Talkessel eingenommen hat.
Anmeldung erforderlich: Tel. 0471 41 29 64, Di – So, 10 – 18 Uhr
Treffpunkt: Naturmuseum Südtirol
In Deutsch und Italienisch
Änderungen vorbehalten
6,50 € Erwachsene

 

 

Incredible bugs!

26. April - 21. November

Incredible bugs! Die Superkräfte der Insekten

Sie halten radioaktiver Strahlung stand, verfügen über chemische Abwehrmechanismen und ausgefeilte Strategien, und das sind nur einige der Superkräfte, die Insekten so einzigartig machen!
Lorenzo Possenti hat mit wissenschaftlicher Akribie Großmodelle geschaffen, die Details zeigen, die uns sonst verborgen bleiben. Beine und Mundwerkzeuge in 3D, eine ganze Reihe von Dioramen und Terrarien lassen erahnen, warum Insekten in der Luft, im Boden und im Wasser leben können. 
Die Ausstellung zeigt unser zwiespältiges Verhältnis zu dieser Tiergruppe auf: Kulturschädlinge und Krankheitsüberträger, Bestäubung und Nahrungsmittelquelle, unsere Angst vor massenhaftem Auftreten, aber auch vor dem Aussterben bedrohter Arten.
Wer die Ausstellung besucht, erfährt, wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Naturmuseums Vorkommen von Insektenarten erheben und wie man selbst dem Insektensterben entgegenwirken kann.

 

Escape Room - Rettet Polly!

26. April - 21. November

Escape Room - Rettet Polly!

Ein Wettlauf gegen die Zeit! Eine der brillantesten Wissenschaftlerin des Naturmuseums ist, kurz bevor sie ihre bahnbrechende Entdeckung veröffentlichen konnte, verschwunden. Polly Nathion, Insektenforscherin, hat die seltensten Bestäuber der Welt untersucht: Sollten ihre Ergebnisse veröffentlicht werden, könnten sich diese als bahnbrechend in der Medizin erweisen.
Taucht in diese spannende Geschichte ein, in der es um unsere Biodiversität geht. Nutzt Euren Teamgeist und löst so alle Rätsel, um den Safe, in dem die Forschungsergebnisse aufbewahrt werden, zu knacken. Nur wenn die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit veröffentlicht werden, kann Polly Nathion sich erst in Sicherheit wiegen und die ganze Welt kann davon einen Nutzen ziehen.
Der erste Escape Room in einem Südtiroler Museum erwartet Euch ab April 2021. Seid ihr bereit?

 

Dal drago al pavone

27. April, 18 Uhr

Vom Drachen zum Pfau: gefiederte Dinosaurier und der Ursprung der Vögel

Seit fast 200 Jahren besetzen Dinosaurierfossilien einen besonderen Platz im Interesse der Forschung und der breiten Öffentlichkeit. In zwei Jahrhunderten entwickelte sich ihr Ruf parallel zu den Entdeckungen, aber auch als Folge kultureller und ikonographischer Revolutionen. Die jüngste große Revolution findet heutzutage statt: Die Dinosaurier waren gefiedert und leben noch heute.
Der Naturwissenschaftler Andrea Cau forscht seit über 15 Jahren in der Paläontologie, insbesondere an Dinosaurier- und Reptilienfossilien aus Italien, Nordafrika, China und der Mongolei.
Die Teilnahme wird für Lehrpersonen als Fortbildung anerkannt.
In italienischer Sprache
Änderungen vorbehalten
Eintritt frei

 

City Nature Challenge

30. April - 3. Mai

City Nature Challenge 2021

Welche Tiere, Pflanzen und Pilze leben im Stadtgebiet von Bozen und Bruneck ? Darum geht es von Freitag, 30. April bis Montag, 3. Mai 2021 bei der „City Nature Challenge“, die auch heuer wieder vom Naturmuseum Südtirol mit Unterstützung von Eurac Research und dem Landesamt für Natur organisiert wird. Wer daran teilnehmen möchte, hält an den genannten Tagen Ausschau nach wildlebenden Pflanzen, Tieren und Pilzen und fotografiert sie mit Smartphone oder Tablet über die App iNaturalist (kostenlos auf Google Play Store und App Store). Mit der hier integrierten künstlichen Intelligenz kann die beobachtete Art ausgewählt und das Ergebnis an die Plattform iNaturalist geschickt werden. Die Südtiroler Erhebungen werden von Fachleuten der Eurac Research, des Naturmuseums und des Landesamtes für Natur ausgewertet und anschließend vorgestellt.

 

Unheimlich spannend!

30. April, 19 - 21 Uhr

Unheimlich spannend! Museumsabenteuer für wirklich Mutige

Willst du deiner Angst die Stirn bieten oder gehören Spinnen, Skorpione und Fledermäuse zu deinen Lieblingstieren? Ein Abend der besonderen Art: Aufregendes und Haarsträubendes aus dem Tierreich erwarten dich bei diesem Workshop im Naturmuseum!
Museumsabenteuer für wirklich Mutige von 8 bis 12 Jahren
Anmeldung notwendig! Tel: 0471 41 29 64, Di – So, 10 – 18 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl
In deutscher und italienischer Sprache
Änderungen vorbehalten
6,50 €

 

Bachbett

12. Mai, 18 Uhr

ALFFA: Gesamtheitliche (skalenübergreifende) Analyse der Einflussfaktoren und ihre Wirkung auf die Fischfauna im inneralpinen Raum
COLLOQUIUM - Platform Biodiversity South Tyrol


Im großangelegten INTERREG Italia-Österreich Projekt haben WissenschaftlerInnen an 81 Probestellen in Süd-, Nord- und Osttirol eine Vielzahl an Faktoren, die sich auf den Fischbestand auswirken, untersucht und bewertet. Fische zeigen dabei auf, in welchem ökologischen Zustand sich ein Gewässer befindet.Ziel war es, ein gesamtheitliches Bild über die Qualität der Fischlebensräume zu erhalten und daraus wesentliche Leitlinien für ein fischfreundliches Gewässermanagement im Alpinen Raum abzuleiten.
Die Referentin Katja Schmölz ist Ökologin und Projektmitarbeiterin am Projekt ALFFA am Institut für Alpine Umwelt, Eurac Research.
In deutscher Sprache


Natur

9. Juni, 18 Uhr

Lebensraumkartierung in Südtirol
COLLOQUIUM - Platform Biodiversity South Tyrol

Ziel der Lebensraumkartierung ist die systematische Erfassung ökologisch relevanter Lebensräume in Südtirol. Die Kartierung ist Grundlage für die Eingriffsbewertung bei Projekten, für die Planung von Erhaltungs- und Aufwertungsmaßnahmen und für die periodische Berichterstattung über den Erhaltungszustand von Arten und Lebensräumen gemäß Natura 2000. Priorität haben die gemäß Naturschutzgesetz geschützten Feuchtlebensräume und Trockenstandorte. Alle weiteren ökologisch interessanten Lebensräume werden ebenfalls kartographisch erfasst.
Joachim Mulser, Biologe und Koordinator für die Bereiche Biodiversität, Natura 2000 und Naturschutzförderungen im Amt für Natur der Südtiroler Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung.
In deutscher Sprache

 

Fossilien

jeden Dienstag von 6. Juli bis 31. August, 14 – 17.30 Uhr

Erleben Sie die Geologie der Dolomiten auf dem „Geotrail Pufels“

Die Entwicklungsgeschichte der Dolomiten ist spannender als ein Krimi. Der Paläontologe Herwig Prinoth wird anhand von Fossilien und Gesteinen, auf leicht verständliche Weise, die wichtigsten Geheimnisse dieser Berge lüften. Wussten Sie, dass man am Geotrail Pufels die Schichten des größten Massensterbens aller Zeiten mit den eigenen Händen berühren kann?
Anmeldung: Tourismusverein St.Ulrich, Tel. +39 0471 777600
Treffpunkt: Tourismusverein St.Ulrich um 14.00 Uhr, Dauer ca. 3,5 Stunden, Fahrt von St.Ulrich nach Pufels mit Linienbus.

Das Volkskundemuseum zeigt die Lebenswelt der ländlichen Bevölkerung in vorindustrieller Zeit vom Landadeligen über die selbstversorgenden Bauernfamilien bis zu den im Tagelohn Arbeitenden. Mittelpunkt ist der barocke Ansitz „Mair am Hof“ aus dem Ende des 17. Jahrhunderts mit den herrschaftlichen Räumen und den volkskundlichen Sammlungen. Auf dem rund drei Hektar großen Freigelände sind hingegen alte, originale Bauernhäuser, Handwerksstätten, Bauerngärten und Haustiere zu sehen.


www.volkskundemuseum.it

 

Das Datum der Wiederöffnung des Museums und das Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.

 

Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde. Foto Hermann Gasser

Über dem Kirchdorf Mareit erhebt sich Schloss Wolfsthurn. Dort hat seit 1996 das Südtiroler Jagd- und Fischereimuseum seinen Sitz. Neben der kulturhistorischen Ausstellung zu Jagd und Fischerei führt der Rundgang auch durch die im Originalzustand erhaltenen Prunkräume der barocken Schlossanlage und vermittelt Eindrücke vom adeligen Leben im 18. und 19. Jahrhundert. Im Untergeschoss gehen die kleinen Besucher/-innen auf Tuchfühlung mit der heimischen Tierwelt. Der rund einen Kilometer lange Themenweg „Wald und Wasser“ führt vom Dorf zum Schloss.

www.wolfsthurn.it

 

Das Datum der Wiederöffnung des Museums und das Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.

 

Schloss Wolfsthurn - Landesmuseum für Jagd und Fischerei. Foto Stefano Scatá

Das Südtiroler Weinmuseum hat seinen Sitz im Zentrum von Kaltern, im ehemaligen Zehentkeller der Herrschaft Kaltern- Laimburg. Das Museum gibt Einblick in die Kulturgeschichte des Südtiroler Weinbaus: von historischen Geräten, die durch das Arbeitsjahr am Weinhof führen, bis zu religiösen Darstellungen, die auf die vielen Schnittpunkte zwischen Wein und Religion hinweisen. Im museumseigenen kleinen Weingarten werden über dreißig verschiedene Rebsorten kultiviert und können im Herbst auch verkostet werden.

www.weinmuseum.it

 

Das Datum der Wiederöffnung des Museums und das Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.

 

Detail auf Glaskrug. Foto Ludwig Thalheimer, Lupe

Mit ihrem gigantischen Erscheinungsbild und Labyrinth aus Räumen, Gängen und Treppen zählt die Franzensfeste zu den interessantesten Festungen im Alpenraum und gilt als Meisterwerk österreichischer Festungsarchitektur. Sie wurde in den Jahren von 1833 bis 1838 erbaut und erlebte eine wechselvolle Geschichte. 2008 ist sie für ein breites Publikum geöffnet worden und dient seitdem als Austragungsort für internationale und regionale Kunst- und Architekturausstellungen sowie für unterschiedliche Veranstaltungen.

www.franzensfeste.info

 

Das Datum der Wiederöffnung des Museums wird demnächst bekannt gegeben.

 

 

Goldstollen Foto Andrea Pozza

3. März, 9, 10.30 und 12 Uhr

Schule schaut Museum

Was aßen die Soldaten früher in der Festung? Ist in der Franzensfeste wirklich ein Goldschatz versteckt? Und wie viele Höhenmeter werden beim Gang über die lange Treppe hinauf in die obere Festung überwunden?
Auch darum geht es beim neuen Vermittlungsangebot, das die Festung Franzensfeste anlässlich des österreichischen Aktionstages #dasfehltuns: „Schule schaut Museum“ entwickelt hat. Es findet in deutscher und italienischer Sprache statt und richtet sich an Schulklassen ab der zweiten Volksschule bis zur dritten Mittelschule. Auf dem Programm stehen drei Kurzvideos zu den Backöfen, in denen täglich bis zu 260 kg Brot gebacken wurde, zum Goldstollen, um den sich unzählige Legenden und Geschichten drehen und zur langen Treppe, die unterirdisch über 452 Stufen hinauf zur oberen Festung führt. Anschließend können in einem Live-Chat über die Plattform ZOOM Eindrücke geteilt und Fragen gestellt werden.
Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung unter eleonora.klauser-solda@franzensfeste.info ist notwendig.
Informationen zum Aktionstag #dasfehltuns: Schule schaut Museum gibt es auf der Webseite des Universalmuseums Joanneum.

 

PERSPECTIVES * ART SPACES

Frühjahr 2021

PERSPECTIVES * ART SPACES

Das Projekt von FABRIK AZZURRO präsentiert Kunsträume in mobilen Containern, die sich auf unterschiedliche Art und Weise mit Perspektivwechseln, mit der Verschiebung von Betrachtungswinkeln in Zeit und Raum beschäftigen. Lyrische Texte der Moderne bilden dabei Leitmotive. Die Besucherinnen und Besucher tauchen in ein sinnliches Abenteuer ungewöhnlicher Wahrnehmung, bei dem sie selbst zu Akteurinnen und Akteuren ihrer Entdeckungen werden. Ein Erlebnis gegen die Blindheit des Alltags.Idee und Umsetzung: Torsten Schilling, Kerstin Kahl, Christina Khuen, Sabine Gamperwww.fabrikazzurro.comTrailer: https://www.youtube.com/watch?v=VX5we0Odh0I&feature=emb_logo

 

16. Mai 2021

Internationaler Museumstag

Weltweit wird im Mai der internationale Museumstag gefeiert. Das Motto für die Ausgabe 2021 lautet: "Museums: Inspiring the Future". In der Festung Franzensfeste wird es über den ganzen Tag hinweg besondere Angebote geben.


von 5. Juni bis 3. Oktober 2021

50x50x50 allen alles

Diese Kunstbiennale ist Teil des Museumsjahres "Mobilität, Transit und Transfer" der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino und wird dadurch erstmals in einen überregionalen Kontext gestellt.Verkehr und Mobilität prägen seit jeher den Alltag in unserer Europaregion. War es zur Römerzeit die Via Claudia Augusta, die den Süden mit dem Norden verband, so ist es heute die Brennerachse und in Zukunft wohl der Brennerbasistunnel. Die Franzensfeste selbst ist Knotenpunkt dieser Nord-Süd- und West-Ost-Verbindung: sie wird von zwei Bahnlinien, der Hauptstraße und der Autobahn durchquert. Somit ist nicht nur der Verkehr in all seinen Formen omnipräsent, sondern auch die Bewegung im weitesten Sinne des Wortes. Bewegung ermöglicht Austausch, Austausch von Beziehungen und Ideen, lässt Wissenstransfer zu. In diesem Sinne sind Künstlerinnern und Künstler der drei Regionen Tirol, Südtirol und dem Trentino erstmals eingeladen, sich daran mit ihrem künstlerischen Werk zu beteiligen.
Der Titel der sechsten Auflage der Ausstellung lautet „allen alles“. Dazu Kurator Hartwig Thaler: „Kunst gibt allen alles. Alles ist für alle gedacht. Für Schwarze und Weiße, Gelbe und Rote. Normale und Nichtnormale, Passende und Unpassende, Arme und Reiche, Lachende und Weinende. Für alle in gleichem Maß. Die Sprache der Kunst ist universell, von allen verstanden, an alle gerichtet, niemand ausgeschlossen. Kunst ist die weltumspannende, zeitlose Suche nach Erkenntnis und der freie Transfer aller Visionen aus von ihr Gedachtem und Erschaffenem. Weil Kunst nicht besessen sondern nur erlebt werden kann, weil Kunst zu gleichen, immer ganzen Teilen an alle verteilbar ist und dadurch nicht weniger sondern mehr wird, gehört allen alles, was in ihr ist und aus ihr kommt.“

 

19. September 2021

Familiensonntag

Einen Tag vor dem Weltkindertag stehen auch in der Festung Franzensfeste die Kinder ganz besonders im Fokus. An unserem alljährlichen Familiensonntag laden wir alle Kinder mit ihren Familien dazu ein, einen spannenden Tag mit tollem Rahmenprogramm in der Festung zu verbringen.


Herbst 2021

Eingebunkert. Südtirol Spielball der großen Aufrüstungs- und Verteidigungsgeschichte

Eine neue Dauerausstellung in der Festung Franzensfeste schickt sich an, das Pulverfass aufzudecken, auf dem wir durch das Bunkersystem Alpenwall im Zweiten Weltkrieg und später nach ihrer Teil-Reaktivierung im Kalten Krieg saßen. Die Ausstellung macht das Leben im Bunker erfahrbar und ihre spätere zivile Nutzung sichtbar.

 

von 26. November bis 30. Dezember 2021

Kunst im Advent

Durch den zweiten Lockdown musste die Ausstellung Kunst im Advent 2020 abgesagt werden. Die 12 ausgewählten Werke werden gemeinsam mit weiteren Arbeiten von Ende November bis Ende Dezember 2021 gezeigt. Interessierte Künstlerinnen und Künstler können sich wieder mit einem Konzeptvorschlag innerhalb September 2021 bewerben.


 

FIGLIO, Courtesy Galleria Antonella Cattani Contemporary Art, Bozen/Bolzano, Julia Bornefeld

Online Ausstellung

LOCKOUT

Mitten im zweiten Lockdown, der auch die Museen zur neuerlichen Schließung zwang, ging die Ausstellung LOCKOUT online. Die Werke der knapp 50 Künstlerinnen und Künstler, die ihre ganz persönliche Perspektive auf den Lockout zeigen, werden hier virtuell erlebbar. Dayu auch alle Interviews des Kurators Heinrich Schwazer, die in der Corona Galerie der Tageszeitung „Die Neue Südtiroler Tageszeitung“ erschienen.
https://www.franzensfeste.info/lockout-online/

 

Kathedrale in der Wüste

seit 2012

Die Kathedrale in der Wüste

In sieben Kasematten erzählt die Dauerausstellung „Kathedrale in der Wüste“ Geschichten und Anekdoten rund um die riesige Anlage der Franzensfeste und vertieft dabei vor allem die Baugeschichte der riesigen Anlage sowie die Auswirkungen, die dieser Bau auf die nähere Umgebung hatte. So werden neben den Themen, die sich mit der Planung und Errichtung der Militäranlage in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts befassen auch die Geschichte des Verkehrs und jene zur Goldlagerung in der Franzensfeste veranschaulicht. Die für jede Altersklasse konzipierte Schau liefert vermittels interaktiver Stationen spannende Hintergrundinformationen, die den Besuch der Anlage auf unterhaltsame und aufschlussreiche Weise bereichern.
Zu den Bildernhttps://www.franzensfeste.info/die-kathedrale-in-der-wueste/

 

Die göttliche Belastung, Peter Fellin, Nachbau. Holz, lackiert 400 x 400 x 100 cm, Jahr 1991/2009

Kunstinstallationen

Quer durch das gesamte Festungsgelände trifft man auf verschiedenste Installationen. Die Kunstwerke von Julia Bornefeld, Peter Fellin, Manfred Alois Mayr, Roberto Bosisio und Lois & Franziska Weinberger sind seit der Landesausstellung 2009 Teil des Ausstellungskonzepts der Franzensfeste.
https://www.franzensfeste.info/kunstinstallationen/

 

BBT-Infopoint

seit 2015

BBT-Infopoint

Der BBT-Infopoint wurde bereits im November 2007 im Dorf Franzensfeste eröffnet. Mit dem Umzug in die Franzensfeste wurde die bestehende Ausstellung erweitert und seit Spätherbst 2015 als neue Dauerausstellung zum Bau des Brenner Basistunnels eröffnet.Auf knapp 200 m² Ausstellungsfläche entfaltet sich in den suggestiven historischen Räumen der Festung die Darstellung des BBT-Projektes in seiner faszinierenden technischen Vielseitigkeit. Highlights sind interaktive Scannerfahrten in den Tunnel genauso wie das multimediale Erleben des Tunnelvortriebs.
Weiterführende Informationen zu dieser Dauerausstellung finden Sie unter: www.bbtinfo.eu

Das Museum Ladin verteilt sich auf den Hauptsitz Museum Ladin Ciastel de Tor in Sankt Martin in Thurn und auf die Zweistelle Museum Ladin Ursus ladinicus in Sankt Kassian.

www.museumladin.it

Museum Ladin Ciastel de Tor © Museum Ladin

Museum Ladin Ciastel de Tor

Das ladinische Landesmuseum ist seit 2001 auf Schloss Thurn untergebracht, dem einstigen Mittelpunkt des Gerichts „Thurn an der Gader“ (13. Jahrhundert). Hier wird die Kultur der über 30.000 Ladinerinnen und Ladiner vermittelt, deren gemeinsame Identität zwei wesentliche Elemente bestimmen: ihre Sprache, zurückgehend auf das Volkslatein und die einzigartige Gebirgslandschaft der Dolomiten. Das Museum bietet einen unterhaltsamen Einstieg in Geologie, Archäologie, Geschichte, Sprache, Tourismus und Kunsthandwerk der fünf ladinischen Täler.

Museum Ladin Ursus ladinicus

Museum Ladin Ursus ladinicus

Das Museum ist dem prähistorischen Höhlenbären und der Geologie der Dolomiten gewidmet. Auf drei Stockwerken erklärt es die Geschichte und den Lebensraum der vor rund 40.000 Jahren lebenden Höhlenbären. Kernstück sind die originalen Knochen, Zähne und Schädel der im Jahr 1984 entdeckten Höhlenbärenart „Ursus ladinicus“. Videoinstallationen, ein vollständiges Skelett, die detailgetreue Nachbildung des schlafenden Ursus ladinicus und des Braunbären M12 (Mico) bereichern den Rundgang.

 

Das Datum der Wiederöffnung des Museums und das Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.

Bis dahin bietet das Museum virtuelle Touren durch seine beiden Strukturen, virtuelle Touren, die sich speziell an Schulklassen richten, und einen virtuellen Rundgang durch die folgende Wechselausstellung:

 

Depot des Museum Ladin

"Dépôt. Und es ward Licht!"

Die Ausstellung zeigt Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen aus dem Bestand des Museums von 19 Künstlern und einer Künstlerin aus den ladinischen Tälern, die zwischen dem 17. Jahrhundert und vorigem Jahr gelebt und gewirkt haben. Sie macht zugänglich und sichtbar, was normalerweise im Museumsdepot versteckt ist und rückt die Kunstschaffenden zusammen mit ihren Biografien in ein neues Licht. Diese befinden sich in zwei Räumen: Der erste konzentriert sich auf die menschliche Figur und den Körper und umhüllt die Besuchenden, umgibt sie. Der zweite ist der Natur und der Architektur gewidmet. An den Wänden sind die Werke als ideale Fenster angeordnet, durch sie gelangen in die Bildergalerie Einblicke in die Natur.

Die Kunstschaffenden

Jacob Zanusi (1679-1742), Dominik Vinatzer (1666-1733), Domëne Moling (1691-1761), Dominik Mahlknecht (1793-1876), Franz Tavella (1844-1931), Josef Moroder Lusenberg (1846-1939), August Pezzei des Älteren (1847-1915), Franz Angel Rottonara (1848-1938), Antonio Colli (1870-1950), Franz Josef Noflaner (1904-1989), Mili Schmalzl (1912-2006), Peter Demetz (1913-1977), Angel Morlang (1918-2005), Lois Irsara (1923-2014), David Moroder (1931-1997), Josef Kostner (1933-2017), Otto Irsara (1933-2004), Bruno Vallazza (1935-2016), Aldo Canins (1944-2019) und Martin Demetz (1930-2007).

Das Datum der Wiederöffnung des Museums und das Programm 2021 werden demnächst bekannt gegeben.

 

Museum Eccel Kreuzer Foto Erich Dapunt

Die Sammlung

Von Ala bis Kufstein - 1900 bis heute

Die Grundlage dieses Museums bildet die bedeutende Kunstsammlung der Familie Eccel Kreuzer. Sie setzt sich zusammen aus ca. 1500 modernen und zeitgenössischen Kunstwerken von über 300 Künstlerinnen und Künstlern der Euregio (Südtirol, Tirol, Trentino).

Josef Kreuzer gehörte zu jenen Sammlern, die ihre Leidenschaft auch als gesellschaftlichen Auftrag sehen. Begonnen hat er seine Sammlung zusammen mit seiner Frau Eva-Maria Eccel, die die Liebe zur Kunst ein Leben lang begleitet. Bereits ihr Vater war ein Kunstmäzen und hat im Laubenhaus eine kleine Galerie eingerichtet. Eva-Maria Eccel hat Kunstgeschichte studiert, und mit ihrem Buch “Aufbruch“ ein Standardwerk über die Tiroler Moderne geschaffen. Josef Kreuzer war davon überzeugt, dass seine Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden muss, da sie in der Museumslandschaft Südtirols ein wichtiges Bindeglied darstellt. Leider konnte er selbst sein Vorhaben nicht mehr umsetzen und vermachte seine Sammlung, sowie das Laubenhaus, in dem sie untergebracht ist, 2017 der Autonomen Provinz Bozen. Geführt wird das Museum vom Betrieb Landesmuseen.

Kunstraum Eccel Kreuzer

Im Erdgeschoss des Hausmuseums werden Sonderausstellungen präsentiert, die stets einen Bezug zu den Künstlerinnen und Künstlern der Sammlung aufweisen. Die erste Ausstellung, die im Herbst 2019 stattfand, war den Fotographien von Karl Plattner gewidmet und zeigte eine eher unbekannte Facette des Künstlers. Im Jahr 2020 folgte "Weibrations - the feminine side - il lato femminile":

Weibrations

bis 8. März 2021

Weibrations - the feminine side

Die zweite Sonderausstellung im Museum Eccel Kreuzer beleuchtet weibliche Impulse im lokalen Kunstgeschehen des 20. Jahrhunderts und rückt dabei die Künstlerinnen der Sammlung in den Blickpunkt. Die Auswahl weiblicher Positionen reicht von der ersten Generation von Frauen, der nach dem Ersten Weltkrieg neben privaten oder kunstgewerblichen Schulen auch Akademien offen stehen, bis hin zu Zeitgenossinnen, die im aktuellen Kunstgeschehen international mitmischen. Die Protagonistinnen der Schau sind Julia Bornefeld, Maria Delago, Margareth Dorigatti, Hilde Goldschmidt, May Hofer, Elisabeth Hölzl, Gina Klaber Thusek, Erika Giovanna Klien, Sissa Micheli, Berty Skuber, Esther Stocker und Karin Welponer. Ihre Werke ergeben ein in das 21. Jahrhundert mündendes Panorama weiblicher Kunst im Spannungsfeld der großen gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen.

 

Das Haus

Das Laubenhaus wurde im frühen 13. Jahrhundert als Besitz des Händlers Adalbert Pigler das erste Mal schriftlich erwähnt. Es handelt sich um ein typisches Patrizierhaus unter den Bozner Lauben, das durch den beschränkten Raum seine schmale lang gestreckte Form erhielt. Es ist nur drei Fenster breit, erstreckt sich aber dafür von den Lauben bis in die Silbergasse.

Die unmittelbare Nähe zum Merkantilgebäude machte es zu einem Haus in begehrter Lage. Es hat eine charakteristische, funktionelle Innengliederung mit drei Lichthöfen, verschiedenen Erschließungsgängen und unregelmäßigen Geschossgliederungen mit Niveauunterschieden zwischen der Laubenseite und der Silbergassenseite. Die Fassade der Silbergasse besitzt eine Außentreppe, dessen Maßwerkbrüstung möglicherweise eine Spolie der Kirche des Hl. Andreas am Kornplatz ist.

Nach mehreren Wechseln der Besitzer erwirbt Maria Eccel geb. Schaller 1933 das Haus. 1950 kauft es Friedrich Eccel und richtet darin ein Einrichtungsgeschäft ein. In der Folge wird das Gebäude umfassend restauriert. 1984/5 erfolgen weitere Renovierungsarbeiten nach Plänen des bekannten Südtiroler Architekten Othmar Barth. Eva-Maria, die Tochter von Friedrich Eccel, übernimmt zusammen mit ihrem Mann Josef Kreuzer das Einrichtungsgeschäft Fr. Eccel, bis es 2005 geschlossen wurde.