Programm 2022

Programm 2022
Im Rahmen des Projekts FRAUENfeste arbeitete Katharina Theresa Mayr einige Zeit lang in einem temporären Atelier in der Festung (c) Festung Franzensfeste

 

 


Wie schaffen es Archäologinnen und Archäologen heute Ötzis Tod vor 5.000 Jahren bis ins Detail zu rekonstruieren? Wo kann man sich ein Bild über die Geschehnisse in Südtirol im 20. Jahrhundert machen? Und was wissen wir über die Kultur der ladinischen Bevölkerung?

 

Ausstellungen und Veranstaltungen zu diesen und vielen anderen Themen bieten die Südtiroler Landesmuseen auch im Jahr 2022 wieder, Details dazu im folgenden Aufklappmenü.

Auf drei Etagen sind im Südtiroler Archäologiemuseum die Originalfunde und die Geschichte des Mannes aus dem Eis – auch Ötzi genannt – zu besichtigen: vom Medienhype bei der Entdeckung über die Forschung rund um die 5.000 Jahre alte, außerordentlich gut erhaltene Eismumie und ihre Beifunde, sowie allerlei Kurioses, spannende Interviews und interaktive Erlebnispunkte. Höhepunkt der Ausstellung ist die lebensechte Rekonstruktion des Mannes aus dem Eis. Das oberste Stockwerk des Museums beherbergt wechselnde Sonderausstellungen zu archäologischen Themen.

www.iceman.it

 

Die Rekonstruktion des Mannes aus dem Eis © Südtiroler Archäologiemuseum/Ochsenreiter

Interessierte können das Museum auch virtuell besuchen und zwar über eine Audioguide-App für Erwachsene und eine, die sich speziell an Kinder richtet. Die Audioguide-App für Erwachsene (Android und iOS) kostet 1,99 Euro, die Kinder-App (Android und iOS) ist kostenlos. Beide Hörgeschichten führen auf eine spannende Reise in Ötzis Zeit.

 

Stone Age Connections

von 22. November 2021 bis 7. November 2022

Wechselausstellung "Stone Age Connections"

Mobilität zu Ötzis Zeit

Schon in der Kupferzeit waren die Menschen erstaunlich mobil. Sie handelten mit Feuerstein (Silex) und Kupfer und tauschten dabei nicht nur Handelswaren aus, auch neues Wissen und handwerkliche Fertigkeiten gingen mit auf die Reise. Zu Fuß, auf Schneeschuhen über die Berge oder mit dem Einbaum übers Wasser, so legten die Menschen erstaunlich weite Strecken quer durch Europa zurück. Das Kupfer für Ötzis Beil stammt aus der heutigen Toskana, einige seiner Feuersteingeräte aus dem Gebiet rund um den Gardasee. Und so wie heute waren auch in der Kupferzeit Menschen unterwegs auf der Suche nach einem besseren Leben. Sie besiedelten neue Gebiete, trafen auf andere Gruppen, erste kriegerische Auseinandersetzungen um Ackerland, Bodenschätze und Siedlungsplätze fanden statt. Neue kulturelle Gruppen bildeten sich, religiöse Anschauungen fanden schneller Verbreitung.

Der Mobilität auf der Spur

DNA-Analysen helfen uns dabei, Migrationsbewegungen nachzuzeichnen, Keramik erzählt vom Wissenstransfer und Rohstoffe lassen sich durch naturwissenschaftliche Analysen ihrem Ursprungsgebiet zuordnen. So versucht die Sonderausstellung anhand bedeutender Funde aus dem Alpenraum die Wege und Handelsbeziehungen im 4. und 3. Jahrtausend v.Chr. nachzuvollziehen.

 

 

Blasebalg aus Tierhäuten, der in der Kupferherstellung verwendet wurde, Archeoweek 2021 (c) Südtiroler Archäologiemuseum

von 22. bis 26. August

Archeo Week 2022: Die archäologische Sommerwoche für Kinder

Auch in diesem Sommer bietet das Südtiroler Archäologiemuseum wieder eine spannende Ferienwoche rund um Ötzi & Co. Die Teilnehmenden lernen in Begleitung von ExpertInnen die in der Urgeschichte verwendeten Materialien kennen und mit diesen zu arbeiten. Ötzis Funde dienen uns als Anstoß und die experimentelle Archäologie als Anleitung. Mit praktischen Versuchen und Übungen tauchen wir in die Welt unserer Vorfahren ein.
Zwei Ausflüge in die Bozner Umgebung runden die Erfahrung ab.
Die Stiftung Bozner Schlösser stellt den Park beim Schloss Maretsch für die Aktivitäten im Freien zur Verfügung.
ZIELGRUPPE: 15 Kinder und Jugendliche von acht bis zwölf Jahren
ZEITRAUM: von 22 bis 26 August 2022
UHRZEITEN: Montag, Mittwoch, Freitag von 8 bis 13 Uhr; Dienstag, Donnerstag von 8 bis 17.30 Uhr (Ausflüge)
ORT: Südtiroler Archäologiemuseum, Schloss Maretsch (Bozen) und zwei Ausflüge
EINSCHREIBUNG: info@iceman.it
TEILNAHMGEBÜHR: 100 Euro pro Kind, 80 Euro für Geschwisterkinder (Mittagessen und Jausen nicht inbegriffen; sie werden von den Familien gestellt).

 

Auf Schloss Trauttmansdorff bei Meran, dem ehemaligen Feriendomizil der Kaiserin Elisabeth von Österreich („Sissi“), befindet sich heute ein unterhaltsames Erlebnismuseum: das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus. Inmitten des Botanischen Gartens gelegen, ist es das erste Museum des Alpenraums, das sich der Geschichte des Tourismus in Tirol widmet. In lebendig inszenierten Räumen werden die Besucher/- innen auf eine spannende Zeitreise eingeladen, die 200 Jahre Tourismusgeschichte aus der Sicht der Reisenden wie der Gastgeber/-innen erzählt.

www.touriseum.it

 

Touriseum. Foto Stefano Scatà

 

Ausstellung Packen, schleppen, rollen

1. April - 6. November 2022

Packen, schleppen, rollen - Reisegepäck im Wandel der Zeit

Wie reiste man und frau „mit großem Apparat“, wie mit leichtem Gepäck? Wer ließ tragen und wer schleppte selbst? Was verraten Koffer und Taschen über ihre Besitzer/innen?
Mit diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Reisegepäck beschäftigt sich diese Wechselausstellung.
Was soll alles mit? Wofür ist noch Platz? Mit diesen Überlegungen beginnt jede Reise. Sie sind eine Frage der Etikette, der jeweiligen Zeit und auch des Charakters. Aber unabhängig davon, was und wieviel sie enthalten mögen, um ihren Besitzer/innen die Zeit fern ab von zuhause zu erleichtern: Gepäckstücke sind Symbol für das Reisen schlechthin.
Ihre Machart hat sich in den vergangenen 200 Jahren Tourismusgeschichte dabei an das Verkehrsmittel ihrer Zeit und an die Bedürfnisse der jeweils reisenden Gesellschaftsschicht angepasst. So wichen die gewölbten Kutschentruhen den im Gepäckwaggon der Eisenbahn gut stapelbaren Schrankkoffern und die großen Reisetaschen des PKW den kleinen, leichten Rollkoffern der Flugreise.
Für diese Ausstellung hat das Touriseum an die 50 noch nie gezeigte Reisebegleiter aus seinem Sammlungsdepot geholt und legt offen, was Kutschentruhen, Schrankkoffer, Reisesäcke, Hutschachteln, Necessaires, Rucksäcke, Autotaschen und Trolleys so alles zu erzählen haben: von der gefährlichen Kutschfahrt über die Alpen, der noblen Sommerfrische im Grand Hotel, der abenteuerlichen Fahrradtour rund um die Welt oder dem Aufbruch in ein neues Leben; aber auch vom alltäglichen Schleppen im Dienste der Gäste, der unfreiwilligen Abreise in den Krieg oder der überstürzten Flucht aus der Heimat.

Begleitend zur Ausstellung sammelt das Touriseum auch persönliche Koffergeschichten von allen, die mitmachen möchten: Welche Geschichten und Erlebnisse verbinden Sie mit dem Kofferpacken? Was für ein „Pack-Typ“ sind Sie? Welche Symbolkraft hat ein Koffer für Sie?
Wer mitmachen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 0473 255659 informieren oder seine Koffergeschichte mit Foto direkt an die Mailadresse info@touriseum.it senden. Die gesammelten Geschichten werden online veröffentlicht, die spannendsten unter ihnen als Podcast sowie in einem Buch publiziert.
Die Ausstellung kann in der Remise von Schloss Trauttmansdorff besichtigt werden. Der Eintritt ins Touriseum und seine Sonderausstellung ist im Ticket der Gärten von Schloss Trauttmansdorff inbegriffen.

 

Visitate Merano!

30. Mai - 15. November 2022

Visitate Merano!

Ein Neustart in Plakaten

2022 zeigt das Touriseum im Treppenhaus von Schloss Trauttmansdorff eine Plakat-Ausstellung über den touristischen Neustart der Kurstadt Meran nach dem Ersten Weltkrieg.
Mit neuen Infrastrukturen wie dem 1922 eröffneten Golfplatz oder der Seilbahn nach Hafling zielte Meran in den 1920er-Jahren auf eine jüngere, mondäne und internationale Gästeschicht. Aktive Touristinnen und Touristen lösten zunehmend die kränkelnden Kurgäste ab. Dank internationaler Sportevents und einer staatlich propagierten Werbeoffensive wurde „Merano“ in ganz Italien ein Begriff.

 

Virtuelle Reisen

Das Museum führt auch virtuell auf eine Zeitreise, die 200 Jahre Tourismusgeschichte aus der Sicht der Reisenden wie der Gastgebenden erzählt. Wer sich darauf einlässt, erfährt wie aus einem Land, durch das vor Jahrhunderten Handelsleute, Pilgernde und Kunstschaffende zu Fuß, mit der Postkutsche oder mit der Extrapost zogen, ein modernes Tourismusland wurde. Virtuell erschlossen werden kann zudem die Schlossgeschichte mit den historischen Räumen und die Ausstellung „Sie wünschen? Desidera?“.

Videos zum Touriseum gibt es zudem auf dem YouTube-Kanal des Museums.

 


Dauerausstellung

Dauerausstellung "Tourismusgeschichte"

Tourismus ist mehr als blauer Himmel und schöne Landschaft. Er ist ein Zusammenspiel unzähliger Faktoren. Einige kann man jederzeit und vielerorts neu erfinden. Andere aber sind das Ergebnis einer langen Geschichte.

Das Touriseum ist ein Ort voller Charme, Ironie und Überraschungen. Das Herzstück bildet der lebendig inszenierte Parcours mit seinen 20 Räumen, der zu einer vergnüglichen Reise durch 200 Jahre alpine Tourismusgeschichte einlädt. Charmant verbindet sich hier Leichtigkeit mit Tiefe, Unterhaltung mit Historie. Vergnügliches erwartet Sie im Südtirolspiel, Informatives bei den Tourismusinterviews, Erholsames im Ruheraum und manches zum Schmunzeln.


Dauerausstellung

Dauerausstellung "Schlossgeschichte"

Es lohnt sich einen schönen Spaziergang durch die historischen Räume von Schloss Trauttmansdorff zu unternehmen. Vom mittelalterlichen Kern mit Krypta bis zum Neorokokosaal gewinnt man einen kunsthistorisch facettenreichen Einblick in die bewegte Geschichte des Schlosses, in dem seine ehemaligen Besitzer ihre ganz persönlichen Spuren hinterlassen haben.

Ein verträumter Romantiker auf der Suche nach seinen Wurzeln, eine Kaiserin, die es daheim nicht aushielt, ihre kränkelnde Tochterein Kaiser auf der Suche nach seiner Kaiserin, ein Haudegen im Dienst der Habsburgerein deutscher Baron, vernarrt in Meran, Kriegsveteranen als Bauern: Sie alle haben über kurz oder lang auf Schloss Trauttmansdorff logiert und damit seinen Lauf in der Geschichte bis heute geprägt. Die neue Dauerausstellung in den historischen Räumen des Schlosses widmet jeden seiner illustren Bewohner ein leuchtendes Monument.

Das Landesmuseum Bergbau ist ein Abenteuermuseum. Die vier Standorte Schneeberg, Ridnaun, Prettau und Steinhaus umfassen stillgelegte Bergwerke und ausgedehnte Abbaureviere. Sie liegen dort, wo die Knappen einst in nicht enden wollender Anstrengung ihre Stollen ins Felsgestein trieben. Dort wo Bergwerksbesitzer ihren Reichtum horteten. Dort wo die Industrialisierung mit ihrem unstillbaren Hunger nach Rohstoffen einzigartige Industrieanlagen entstehen ließ. Mitten im Hochgebirge. Dort wo die Berge ihre größten Schätze hüten.

www.bergbaumuseum.it

Das Landesmuseum Bergbau bietet auch einen virtuellen Rundgang an: Schülerinnen und Schüler, Familien und alle Interessierte können mit der App "Hearonymus" ins Bergwerk Prettau eintauchen und dort mit 14 Hörstationen, Bildern, Erzählungen und einem Kurzfilm einen der wohl härtesten Jobs der Welt miterleben. Der Rundgang kann über die Audioguide-App „Hearonymus“ kostenlos und mit wenigen Klicks auf jedes Smartphone geladen werden, die App ist in Deutsch, Italienisch, Englisch und Holländisch abrufbar.

Videos zum Bergbaumuseum gibt es zudem auf dem YouTube-Kanal des Museums.

Landesmuseum Bergbau - Standort Schneeberg. Foto Armin Terzer

STANDORT SCHNEEBERG

Kampf Mensch vs. Berg
Knappendorf auf 2.355 m Meereshöhe - nur zu Fuß erreichbar

Am Schneeberg haben Knappen jahrhundertelang nach Erz geschürft. Zuerst mit Schlägel und Eisen, später mit schwerem Gerät. In der Knappensiedlung St. Martin lebten bisweilen bis zu 1000 Menschen völlig isoliert weit oberhalb der Waldgrenze. Die höchstgelegene Dauersiedlung Europas blieb bis in die 1960er Jahre bewohnt. Heute durchziehen unvorstellbare 150 km Stollen das Bergmassiv. Über Tage hat der intensive Bergbau das Landschaftsbild nachhaltig geprägt und neu geformt.

Der Standort Schneeberg mit dem Knappendorf St. Martin liegt auf 2.355 m Meereshöhe und ist nur zu Fuß erreichbar.

Geschichte

Höchstgelegene Dauersiedlung Europas

Der erste Hinweis auf eine Bergbautätigkeit am Schneeberg ist eine Randnotiz. Im Jahr 1237 hält ein Bozner Notar in einer Kaufurkunde beiläufig fest, dass einige Schwerter mit „gutem Silber vom Schneeberg“ bezahlt werden. Um 1500 erlebt der Tiroler Bergbau seinen Höhepunkt und am Schneeberg sollen in jener Zeit bereits an die 1000 Knappen in 70 Stollen nach silberhaltigem Bleiglanz geschürft haben. Das eigentliche Haupterz, die Zinkblende, kann allerdings erst ab dem 19. Jahrhundert ausgebracht und genutzt werden. Und so wächst das Knappendorf St. Martin ab 1870 zu einer beachtlichen Siedlung heran: mit Verwaltungs-, Wohn- und Betriebsgebäuden, einem Gasthaus, einer Kirche und sogar einem Krankenhaus samt Leichenkammer. Es gibt eine Volksschule, eine Musikkapelle, einen Theaterverein und eine Schützenkompanie. Jedoch herrschen in 2.355 m Höhe neun Monate im Jahr Winter und Kälte. Die Versorgung der Siedlung ist aufwendig und problematisch. Das Konfliktpotential innerhalb der von der Außenwelt abgeschiedenen Gemeinschaft ist groß. So entschließt sich die Betreiberfirma AMMI während der letzten Abbauphase im Jahr 1962 die Belegschaft mit ihren Familien von der Hochgebirgssiedlung am Schneeberg nach Maiern ins Ridnauntal zu übersiedeln und den Erzabbau von dort aus weiter zu betreiben. Die Umsetzung des Vorhabens erfolgt im Juni 1967. In der Folge ist das einstige Knappendorf bis zur endgültigen Schließung des Bergwerks 1985 dem Verfall und der Plünderung preisgegeben.

Landesmuseum Bergbau - Standort Schneeberg. Foto Armin Terzer

Ausstellung: Das Bergbaurevier Schneeberg

In einem ehemaligen Werksgebäude, der „neuen Schmiede“ nahe der Schutzhütte ist ein Schauraum untergebracht. Die Dauerausstellung erzählt die Geschichte des Bergbaureviers am Schneeberg. Zu sehen sind Alltagsgegenstände der einstigen Dorfbewohner, Bilddokumente und Arbeitsgeräte der Knappen. 
Der Eintritt ist frei.

Landesmuseum Bergbau - Standort Schneeberg

Das Knappendorf St. Martin

Hat man einmal das 2.355 m hoch gelegene Hochplateau am Schneeberg erreicht, steht man auch schon mitten in der ehemaligen Knappensiedlung St. Martin. Noch sind einige Wohn- und Werksgebäude der einst höchstgelegenen Dauersiedlung Europas erhalten. Schweres Gerät der letzten Abbauphase im 20. Jahrhundert verblieb nach der Schließung des Betriebes 1985 einfach vor Ort. Verschüttete Stollenmundlöcher und Abraumhalden durchziehen das Erzrevier, das über Lehrpfade erschlossen werden kann. Das Freigelände erzählt sich gewissermaßen selbst.

 

Erlebnistour Erzrevier

Ganztagestour mit Wanderbegleitung ab Parkplatz "Schneeberger Brücke" an der Timmelsjochstraße.
Start: 9.15 h. Aufstieg über Seemoos zum Knappendorf St. Martin am Schneeberg, Besuch Schauraum. Mittagspause. Führung durch das Erzrevier und das Knappendorf. Rückkehr zum Parkplaltz "Schneeberger Brücke".
Anmeldung bis am Vortag um 16 Uhr erforderlich: schneeberg@landesmuseen.it, Tel +39 348 3100443 (Franz Kofler)

 

Abenteuer Schneeberg

Ganztagestour mit Wanderbegleitung ab Parkplatz "Schneeberger Brücke" an der Timmelsjochstraße.
Start: 8.30 h. Aufstieg über Seemoos zum Knappendorf St. Martin am Schneeberg, Besuch Schauraum. Mittagspause. Aufstieg zur Schneebergscharte, Abstieg zum Poschhausstollen, mit der Grubenbahn 3,5 km durch den Berg, dann 2,5 km zu Fuß über Schacht 4 durch Karlstollen. Rückkehr zum Parkplatz "Schneeberger Brücke", Ankunft ca. 18.30 h. 1100 m Höhenunterschied! 
Jede Person erhält Stiefel, Mantel, Helm und Stirnlampe für die Stollenbegehung.
Mindestteilnehmeranzahl: 8 Personen
Anmeldung bis am Vortrag um 16 Uhr erforderlich: schneeberg@landesmuseen.it, Tel. +39 348 3100443 (Franz Kofler)

 

Landesmuseum Bergbau - Standort Schneeberg. Foto Armin Terzer

Wichtige Hinweise

Der Standort Schneeberg liegt auf 2.355m Meereshöhe und ist nur zu Fuß auf gut begehbaren Wegen in knapp zwei Stunden von der Timmelsjoch-Passstraße im Passeiertal oder in vier Stunden von Ridnaun/Maiern aus erreichbar. Schutzhütte Schneeberg: Tel.: +39 0473 932900, Rabenstein 42/43, I-39013 Moos in Passeier

Ausgangspunkt Passeiertal: Mit dem PKW von Meran auf der SS44 nach Moos in Passeier, von dort auf der SS44bis 9,3 km weiter Richtung Timmelsjoch bis zur Schneebergbrücke. Parkmöglichkeiten etwa 200 m vor der Brücke. Vom Ende der Schneebergbrücke dem Weg 31 folgend bis nach Seemoos und weiter über den Weg Nr. 29 bis zur ehemaligen Knappensiedlung St. Martin. 690 Höhenmeter. Gehzeit: ca. 2h.

Ausgangspunkt Ridnaun/Maiern: Vom Landesmuseum Bergbau über den Fahrweg (ca. 7 km) oder den Bergwerkslehrpfad bis zur Ruine des Poschhauses. Von dort weiter über den markierten Lehrpfad bis zur Schneebergscharte. Es folgt der Abstieg bis zur Knappensiedlung St. Martin mit dem Schutzhaus Schneeberg. Von Juli bis Mitte Oktober besteht die Möglichkeit mit dem Museums-Shuttlebus von Maiern bis zum Poschhaus zu fahren (Zeitersparnis ca. 2h). Reservierung: Tel. +39 0472 656364. Aufstieg: 1.300 Höhenmeter, Abstieg: 350 Höhenmeter; Gehzeit: ca. 4h

Barrierefreiheit: Der Standort Schneeberg liegt auf 2.355m Meereshöhe und ist nur zu Fuß erreichbar.

 

STANDORT RIDNAUN

Landesmuseum Bergbau - Standort Ridnaun

10, 11.30, 13.30 und 15.15 Uhr

Ridnaun Kompakt

Die Erlebnistour für EinsteigerInnen

In der original erhaltenen Erzaufbereitungsanlage von Maiern erleben die BesucherInnen den gesamten Produktionsprozess anhand der funktionstüchtigen Maschinen mit, die während der Führung in Gang gesetzt werden.
Die Tour beginnt im Schaustollen, wo die Entwicklung der Erzabbaumethoden von Schlägel und Eisen bis hin zum Dynamit aufgezeigt wird. Im Freigelände lassen Reste der Erztransportanlagen die Schwierigkeiten und Herausforderungen des Erztransportes im Hochgebirge erahnen.
Eine beeindruckende Reise in die Zeit der industriellen Revolution.
Anmeldung erforderlich. Warme Kleidung und festes Schuhwerk wird empfohlen (Temperatur im Stollen 8°C). Die Führung ist barrierefrei zugänglich.
Dauer: 1h 30m

Bergbau Junior Ridnaun

samstags und sonntags, 13.30 Uhr

Bergbau Junior Ridnaun

Die Mitmach-Tour für Familien mit Kindern und Schülergruppen

Die spannende Erzsuche mit Schlägel und Eisen, Hacke, Schaufel und Sieb im Stollen, auf der Erzhalde und im Teich. Ideal auch für Kindergeburtstage.Unter fachkundiger Anleitung durch die BesucherbetreuerInnen erfahren die Teilnehmenden in diesem Workshop mehr über die verborgenen Schätze im Bergesinneren und deren Verwendung.
Abenteuerliche Besichtigung des Schaustollens mit echter Bergmannsausrüstung. In einem eigens eingerichteten Stollenabschnitt lässt sich die Schicht des Bergmanns miterleben.
Nur auf Voranmeldung.
Die Führung ist barrierefrei zugänglich.
Warme Kleidung wird ebenso empfohlen wie ein zweites Paar Socken zum Wechseln für die kleinen Bergleute.
Dauer: 2h 30m

 

Dauerausstellung zur lokalen Bergbautradition

Die Dauerausstellung am Standort Ridnaun beleuchtet die hiesige Bergbautradition. Persönliche Gegenstände und private Fotoaufnahmen der einstigen Knappen und ihrer Familien erzählen vom Leben als Bergarbeiter im 19. und 20. Jahrhundert. Seit den 1920er Jahren stammten viele von ihnen aus mittelitalienischen Provinzen. Die Arbeitsmigranten aus dem Süden trafen am Alpenhauptkamm auf eine ihnen völlig unbekannte Lebenswelt. Mit dem Arbeiterwohnheim im Talschluss entstand ein Ghetto, wo man die eigenen Traditionen pflegen konnte. Viele der Arbeiter kehrten später in ihre Heimat zurück, einige verblieben im Tal.Eine Sonderschau im Obergeschoss widmet sich dem Markscheidewesen, einer Ingenieursdisziplin, der die Vermessung der Stollen und Erzreviere obliegt. Ein Mineralienraum zeigt die Vielfalt der heimischen Erz- und Mineralienwelt.

 

Bergwerksstollen

11. Mai, 18 Uhr

Zwischen Goldrausch und Verderben

Vortrag am Standort Ridnaun und online

Misere und Reichtum liegen im Bergbau stets nahe beieinander. Eher als einer im Bergbau reich wird, gehen zehn zugrunde, so pflegten die Bergleute zu sagen.
Die Münzreform Karls des Großen brachte im Frühmittelalter einen Umbruch der Geldwirtschaft mit sich und führte zu einer Blütezeit im Bergbau. In den folgenden Jahrhunderten gab es einen steten Wechsel von Höhenflügen und Krisen. Im 16. Jahrhundert begann für Europa der Erzhandel mit dem neu entdeckten Amerika: Ein Wendepunkt für die heimischen Bergwerke.  
Robert Gruber, Koordinator des Bergwerks Villanders, der sich seit über 20 Jahren mit dem Bergbauwesen beschäftigt, erzählt in diesem Vortrag vom Pendel zwischen Reichtum und Ruin in Südtirols Bergwerken, insbesondere jenem in Villanders, und erörtert die zeitlose Frage: War früher alles besser? 
Der Vortrag findet am Standort Ridnaun und online auf dem YouTube Kanal des Museums statt.  

STANDORT STEINHAUS

Landesmuseum Bergbau - Standort Steinhaus

 

Der Kornkasten – Lebensmittelmagazin des Bergwerks

Als der Bergbau zu Beginn des 15. Jahrhunderts seine erste Blüte erlebte, durchwanderten Erzsucher ganz Tirol. Sie waren durch genaue Beobachtung der Natur imstande, auf Erzlager im Boden zu schließen. Dort wo die Erzadern als sogenannter Ausbiss an die Erdoberfläche trat, begann die Arbeit der Bergleute. In Prettau befand sich dieser Ausbiss knapp oberhalb der Waldgrenze in der Nähe des Rotkreuz in etwa 2.000 m Meereshöhe.
Um die Mitte des 15. Jahrhunderts wurde Steinhaus zum Verwaltungssitz des Kupferbergwerks Prettau. In einem Lagerhaus wurden all jene Güter aufbewahrt, die für den Bergwerksbetrieb gebraucht wurden. Dazu gehörte das Korn für die Verpflegung ebenso wie Rohstoffe für Arbeitsgeräte und das Geleucht. All diese Güter wurden als Pfennwerte bezeichnet, die den Bergleuten in Form von Naturallohn ausbezahlt wurden. So diente der Kornkasten von Steinhaus viele Jahrhunderte über als Lebensmittelmagazin des Bergwerks.
Der heutige, um 1700 erbaute Kornkasten mit seiner charakteristischen roten Außenfassade stand nach der zwischenzeitlichen Einstellung des Bergwerksbetriebes 1893 viele Jahre lang leer. 1989 wurde er von der Gemeinde Ahrntal angekauft, seit Herbst 2000 beherbergt er den Standort Steinhaus des Landesmuseum Bergbau.

Die Ausstellung im Kornkasten bietet einen Streifzug durch die Bergbaugeschichte des Ahrntales. Im Mittelpunkt der Erzählungen stehen die Geschichten der Menschen, die im und für den Bergbau tätig waren. Das Herzstück der Ausstellung bilden die historischen Objekte aus der Sammlung der Grafenfamilie von Enzenberg, die als Bergbauunternehmer im Ahrntal tätig waren. 
Die Ausstellung ist barrierefrei zugänglich.

 

dienstags und samstags, 11 Uhr

Glück auf in Steinhaus!

Rundgang durch den historischen Dorfkern von Steinhaus

Der Rundgang beginnt im „Kornkasten“ von Steinhaus, dem einstigen Lagerhaus des Bergwerkbetriebs. Anschließend führen unsere BetreuerInnen Sie durch den historischen Dorfkern von Steinhaus, der in seinem Erscheinungsbild einzigartig in Südtirol ist und seine Entstehung dem Bergbau verdankt. Die auffällig roten Gebäude, darunter das Faktorhaus, der Ansitz Gassegg und die Kirche Maria Loreto, sowie die Schmelzhütte werden anschaulich erklärt. Ein Spaziergang durch die jahrhundertelange Geschichte des Ahrner Handels. 
Eine Anmeldung ist aufgrund der eingeschränkten Teilnehmerzahl erforderlich.
Dauer: 1h


donnerstags, 14Uhr

Feuriger Ton

Kinderprogramm

Die Kinder formen diverse Tongefäße und -figuren und brennen sie anschließend im selbstgebauten Grubenofen.
Anmeldung innerhalb Dienstag erforderlich.
Verbrauchsmaterialien werden vom Museum zur Verfügung gestellt. 
Dauer: 2h

STANDORT PRETTAU


Abenteuer Stollen

10, 11.20, 13.20 und 15 Uhr

Abenteuer Stollen

Die Erlebnistour für alle

Mit der Grubenbahn einen Kilometer tief durch den St. Ignaz-Stollen ins Bergwerk, vom Bahnhof unter Tage zu Fuß weiter durch den Schaustollen.
Die Stolleneinfahrt mit der Grubenbahn dauert etwa 10 Minuten. Der geführte Rundgang im Berg ist 360m lang und verläuft auf zwei Ebenen. Nach 75 Minuten erreichen die BesucherInnen wieder den Bahnhof im Freien.
Anmeldung erforderlich.
Warme Kleidung und festes Schuhwerk werden empfohlen (Temperatur im Stollen 8°C). Helm und Regenmantel werden vom Museum bereitgestellt.
Personen mit einer Herz-Kreislaufschwäche und/oder Raumangst (Klaustrophobie) ist von einer Teilnahme abzuraten.
Dauer der Führung: 1h 15m

Bergbau Junior Prettau

Bergbau Junior Prettau

Die Mitmach-Tour für Familien mit Kindern und Schülergruppen

Einfahrt mit der Grubenbahn in den St.-Ignaz-Stollen, dort Rundgang durch den Schaustollen.
Nach der Rückkehr aus dem Berg spazieren wir zum wenig höher gelegenen Pochwerk und zum Nikolaus-Stollen. Dort gehen wir auf Schatzsuche.
Anmeldung erforderlich. Geeignet für Schulklassen der unteren Schulstufe und für Kindergeburtstage (5-10 Jahre). Warme Kleidung und festes Schuhwerk erforderlich (Temperatur im Stollen: +8°C). Helme, Mäntel und Werkzeuge werden vom Museum bereitgestellt.
Dauer: 2h 30m

 

Klimastollen

14. und 21. Mai

Pollenzeit = Stollenzeit: Freier Eintritt in den Klimastollen Prettau

An allergie- und heuschnupfengeplagte Menschen richtet sich auch heuer wieder die Aktion des Klimastollens im Landesmuseum Bergbau – Standort Prettau “Pollenzeit = Stollenzeit”. Wer darunter leidet und alle Interessierten können den Klimastollen an den zwei genannten Samstagen kostenlos besuchen und dort die idealen lufthygienischen Bedingungen erfahren, die zu einer Linderung von allergischen und anderen Atemwegsproblemen führen können. Die Höhlentherapie hat keine Nebenwirkungen.
Jeweils um 9, 11, 13.40 und 15.40 Uhr geht es mit der Grubenbahn durch den St. Ignazstollen bis in den Klimastollen rund 1.100 Meter im Berginneren: Hier können die Gäste sich entspannen sowie pollenfreie und saubere Luft genießen; nach anderthalb Stunden geht es mit der Grubenbahn wieder ins Freie.
Eine Anmeldung unter prettau@landesmuseen.it oder der Nummer 0474 654298 ist erforderlich.
Im Stollen herrschen neun Grad, weshalb warme Kleidung und festes Schuhwerk für die Einfahrt empfohlen werden; Regenmantel und Helm für die Einfahrt stellt das Museum zur Verfügung.
Die Aktion findet bei jedem Wetter statt.

 

Folgende Vorträge des Landesmuseum Bergbau sind online auf dem YouTube-Kanal des Museums zu sehen:

Schriftquellen zum Bergbau im Tauferer Ahrntal
Die Bergbaulandschaft Tauferer Ahrntal

Wann begann der Bergbau im Tauferer Ahrntal? Welche Rohstoffe wurden gewonnen und wo? Und wer hat nach den Schätzen der Erde gesucht? 
Ungezählte, lang vergessene Stollen durchziehen die Berglandschaft im Ahrntal, viele über die Jahrhunderte verschüttete Mundlöcher verstecken sich in den Wäldern. Das Forschungsprojekt „Bergbaulandschaft Tauferer Ahrntal“ hat es sich zum Ziel gesetzt, den Spuren nachzugehen. Wann begann der Bergbau, welche Rohstoffe wurden gewonnen und wo? Wer hat nach den Schätzen der Erde gesucht? Die Wissenschaftlerin Kathrin Geier legt im live-Vortrag „Bergbaulandschaft Tauferer Ahrntal. Die Schriftquellen“ die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit vor.

 

Grubenpläne
Der Schneeberg und seine Stollen

Über 150 Kilometer Stollen gruben die Knappen in den Schneeberg, um wertvolle Rohstoffe zu bergen. Um die Grubenpläne dieser Stollen geht es bei diesem Vortrag.
Würde man alle Stollen des Bergwerks am Schneeberg aneinanderreihen, so entspräche dies etwa der Strecke von Bozen nach Verona. Von über 150 Kilometer langen Stollen ist der Schneeberg durchzogen. Sie wurden in den vergangenen Jahrhunderten aufgefahren, um verschiedene Mineralien abzubauen.
Das Landesmuseum Bergbau verwahrt in seiner Sammlung zahlreiche Grubenpläne, die zum Teil mehrere hundert Jahre alt und von hohem kulturhistorischem Wert sind. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Pläne dieses Bestandes restauriert. Einige dieser Schätze präsentiert der wissenschaftliche Kurator des Landesmuseum Bergbau, Armin Torggler im online-Vortrag „Von Rissen und Schinzügen. Grubenpläne vom Schneeberg in der Sammlung des Landesmuseum Bergbau“.

 

Von Kupfer und Kanonen


Von Kupfer und Kanonen

Kanonen wurden im Mittelalter unter anderem aus Bronze gegossen, die aus Kupfer und Zinn hergestellt wird. Auch Prettauer Kupfer kam dabei zum Einsatz. Darüber und über die Anfänge des Geschützwesens in Tirol spricht der Historiker Georg Neuhauser.

 

Felsmechanik

Felsmechanik in Bildern

Was passiert mit dem Felsen im Boden, wenn darauf Dämme, Tunnels oder Brücken gebaut werden? Darum geht es beim Vortrag „Felsmechanik – Spannung pur!“.
Große Infrastrukturbauwerke können nur in direkter Interaktion mit dem Untergrund realisiert werden. Dämme und Talsperren, Kraftwerksbauten, Tunnels und Brücken, Tag- und Untertagebergbau - all diese Bauwerke stützen sich auf Fels ab. Dadurch werden Kräfte und Verschiebungen mobilisiert. Das ist die Felsmechanik im Spannungsfeld zwischen Geologie und Bauingenieurwesen.
Thomas Marcher, Leiter des Instituts für Felsmechanik und Tunnelbau an der Technischen Universität Graz, gibt mit einem umfangreichen Bildmaterial einen Einblick in diese Welt.

 

Wappen der Bergwerksbruderschaft in Pergine

Die Bergwerksbruderschaft in Pergine

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts begann sich auch im oberen Fersental (Val di Mochéni) im Trentino wieder der Bergbau zu entwickeln. In die damalige Zeit fällt auch die Gründung der Bruderschaft in Persen, welche die Arbeiter der Bergwerke vereinte.
In seinem Vortrag führt Emanuele Curzel der Universität Trient die Gäste in die interessante Welt der Bergwerksbruderschaften. Das Thema ist von besonderem Interesse und Relevanz, da erst vor kurzem historische Dokumente zur Bruderschaft von Pergine entdeckt und studiert wurden.
In italienischer Sprache


Bianca Zerobin und Roman Lamprecht

Die Bergbaulandschaft im Tauferer Ahrntal

Ungezählte, lang vergessene Stollen durchziehen die Berglandschaft im Ahrntal, viele über die Jahrhunderte verschüttete Mundlöcher verstecken sich in den Wäldern. Doch wann begann der Bergbau, welche Rohstoffe wurden gewonnen und wo? Und wer hat nach den Schätzen der Erde gesucht?
Damit befassen sich die Archäologen Bianca Zerobin und Roman Lamprecht im Forschungsprojekt „Bergbaulandschaft Tauferer Ahrntal“ und beim gleichnamigen Vortrag. Dabei legen die beiden Fachleute die Ergebnisse ihrer Feldforschung in den Gebirgslandschaften des Ahrntals sowie spannende Funde und exklusives Fotomaterial vor und zeichnen ein Bild von einem weitläufigen Bergbaugebiet.

 

Stollen bei Luttach

 

Buchvorstellung zur Bergbaulandschaft im Tauferer Ahrntal

Wann im Ahrntal der Bergbau begann, was abgebaut wurde und wer daran beteiligt war: Darum geht es im Buch "Bergbaulandschaft Tauferer Ahrntal I - Die Schriftquellen". Dabei handelt es sich um den ersten Band der Publikationen im Rahmen des gleichnamigen Forschungsprojekts, das es sich zum Ziel gesetzt hat, den Spuren nachzugehen.
Bei der Vorstellung des Buches berichtet Armin Torggler, wissenschaftlicher Kurator des Landesmuseum Bergbau und einer der Autoren und Herausgeber des Bandes, von der Zusammenarbeit mit der Wissenschaftlerin Kathrin Geier, der mühsamen Spurensuche in Archiven und den überraschenden Entdeckungen zum Bergbau im Ahrntal.


Markasitabbau Feichtklamm Ahrntal

Granat-Abbau im Tauferer Ahrntal

Der Almandin ist ein roter Halbedelstein und gehört zur Mineraliengruppe der Granate. Im 19. Jahrhundert baute man den rot leuchtenden Stein im Tauferer Ahrntal ab und vermarktete ihn als den berühmten „Böhmischen Granat“. Obwohl der Betrieb nach nur 12 Jahren wieder geschlossen wurde, waren die Halbedelsteine dieser Lagerstätte für ihre intensive Farbe bekannt.Heutzutage erinnern nur mehr einige Flurnamen, wie auch das verbrochene Mundloch im Obertrippach im Ahrntal und die Halde davor an den blühenden Abbau.Die Archäologin Bianca Zerobin zeigt im Vortrag auf, warum es umso wichtiger ist, dass man diesen noch unerforschten Teil der montanhistorischen und -archäologischen Vergangenheit des Tauferer Ahrntales wieder ins Bewusstsein rückt.

 

Kupfervorkommen im Vinschgau Foto Thomas Koch Waldner
Prähistorischer Kupferbergbau im Vinschgau

Bei diesem Vortrag erklärt Thomas Koch Waldner, wie der Bergbau die Besiedelung des Vinschgaus gefördert hat. Die Kupfervorkommen und der prähistorische Bergbau im Vinschgau sind direkt mitverantwortlich für die Besiedelung des Tales. Kupferschlacken am Prader Berg beweisen, dass dort bereits vor über 3000 Jahren reger Bergbau betrieben wurde. Die Verhüttung des Kupfers ließ erste Siedlungen entstehen und pflegte die Handelsbeziehungen vom nördlichen Mitteleuropa bis zum Mittelmeer.
Thomas Koch Waldner, der aus Prad im Vinschgau stammt und heute als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Bergbaumuseum in Bochum tätig ist, erläutert die Zusammenhänge zwischen dem Vinschger Kupfer und der Siedlungsgeschichte des Tals, und legt Ergebnisse eines umfangreichen Forschungsprojektes vor.


Als Dynastenburg der Grafen von Tirol gab die Burg dem Land seinen Namen. Ihre Errichtung reicht ins späte 11. Jahrhundert zurück. Der Schwerpunkt des musealen Parcours liegt in der Präsentation der Landesgeschichte von den Anfängen bis in die heutige Zeit. Im Südpalas liegen die beiden romanischen Portale. Die Burgkapelle zum Heiligen Pankratius ist als Doppelkapelle errichtet, bedeutsam sind ihre gotischen Wandmalereien. Im Bergfried, dem "Turm der Erinnerungen", findet sich eine Darstellung zur Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert.

www.schlosstirol.it

 

Schloss Tirol. Foto H. Hermes

Karte „Orbis terrarum“, 1662‒1665, Brixen, Vinzentinum. Foto Peter Daldos, spherea3D

von 26. März bis 5. Juni 2022

GLOBAL ’500

1522 – 2022

Von der Umsegelung der Erde zur Wahrnehmung des Globalen

Lois Fasching & Arnold Mario Dall’O

500 Jahre nach der ersten Weltumsegelung durch Ferdinand Magellan zeigt das Landesmuseum Schloss Tirol das geschichtliche Ereignis in einer Kunstinstallation des Osttiroler Bildhauers Lois Fasching.
Dazu kommt die Erstpräsentation der originalen, von Arnold Mario Dall’O mit Linolschnitten überdruckten Weltkartenblätter aus dem Werk „Mein Handatlas“. Ursula Stampfer wählte aus dem reichen Bestand bibliophiler Schätze in regionalen Bibliotheken die 19 signifikantesten Weltkarten und Reiseberichte aus. 
Die Ausstellung versteht sich selbst als Erkundungsgang durch das Phänomen der Globalisierung, festgemacht an historischen Figuren, den alten historischen Karten und dem künstlerischen Umgang mit einem beständig sich verändernden Welt(karten)bild.

 

Georg Thuille, Foto Peter Daldos, spherea3D

vom 26. März bis 5. Juli 2022

Georg Thuille. Menschenbilder

Die Kunstposition im Bergfried ist dem Kunstschaffen des Malers Georg Thuille gewidmet.
1946 in Vorarlberg als Sohn einer Optantenfamilie geboren, kehrte er 1950 nach Taufers im Münstertal zurück. Entscheidend zeigte sich zu Beginn der 1960er Jahre in Innsbruck seine Ausbildung auf der Gewerbefachschule für Malerei und Grafik, nach der Karl Plattner ihn als Gehilfen für die Ausmalung der Europakapelle an der Europabrücke aussuchte. Freie Pinselführung, Exaktheit im Strich, die Schnelle in der Ausführung, das hatte Thuille nicht in der Fachschule, sondern bei Plattner gelernt.
Thuille wendet vor allem die Technik der Ätzmalerei (Ätztechnik auf Metall) an. In den „Menschenbildern“ finden sich bewegte und statische Körper, Rumpfteile mit Köpfen, oft im verlorenen Profil, oft ohne Binnenzeichnung, sprachlos-wortlose Gebilde, Akte, Torsi. 
Thuilles Bilder kommen in der Regel ohne Titel aus. Dabei bleiben alle Fenster der Interpretation geöffnet, Lesevorgänge weiten sich, Dialektik führt zu einem Dreischritt zwischen Idee, Bild und wer rezipiert. 
Thuille hat die Kunst nicht zum Brotberuf gemacht. Kunst bleibt sein Seelengeheimnis, sie ist der dialogische Vorgang, der vom Selbstgespräch zum fingierten Zwiegespräch befähigt. Thuille ist der ganz andere Künstler. Dass er seine Arbeiten nicht zum Verkauf anbietet und somit auch am Ausstellungsmarkt nicht vertreten ist, schürt die Neugier nach seiner eremitisch verborgenen Person. Allemal gehört seine künstlerische Betätigung zu den stillen Antworten auf die immer wiederkehrenden Fragen des Menschen nach seinem Sein, seinem Werden und Vergehen.

 

Eduard Gurk, Ferdinand I besucht das Bauerntheater "Das Jahr 1809" in der Höttlinger Au, 1838, Autonome Provinz Bozen - Südtirol

vom 2. Juli bis 20. November 2022

Liebe, Tod und Teufel. Theater in Tirol

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte und den „Geschichten“ des Theaterschaffens im historischen Tirol. Dabei wird nicht allein ein Blick auf die Anfänge geworfen, sondern in Themensequenzen die Entwicklungsstränge zusammengefasst. Geistliches und profanes Spiel im Mittelalter wird genauso berührt wie das Jesuitenspiel oder das Hoftheater in der frühen Neuzeit, das barockzeitliche Schultheater, die Umgangsspiele, das Volksschauspiel oder die Entwicklung der großen Häuser. Auch ein Blick auf das Passionsspiel in Erl darf nicht fehlen, ebenso wenig das an sich weite Thema der Freilichtspiele oder die italienischsprachigen Bühnen Bozens.
Dabei entsteht ein buntes und bewegtes Bild, das bis in die Gegenwart reicht. Der kulturhistorische Anspruch setzt auf zahlreiches Anschauungsmaterial, welches vielfach erstmals gezeigt werden dürfte. Eine Ausstellung zur Theatergeschichte des Landes hat es bislang noch nicht gegeben, insofern kommt dem Projekt eine Vorreiterrolle zu.

 

Wilhelm Senoner

von 2. Juli bis 20. November 2022

Wilhelm Senoner. Persona

Wilhelm Senoner vollendet 2022 sein 76. Lebensjahr. Seine Heimat St. Ulrich/Gröden hat er nie für längere Zeit verlassen. Aufgewachsen ist er in einer Bildhauerwerkstatt traditioneller Prägung. Hier wurde der Wert auf stilreine und qualitative Wiederholung historischer Modelle gelegt. Erst nach und nach entband er sich diesem Formzwang und fand zu seinen eigenen Figuren.
In Ergänzung an die das Theatergeschehen in Tirol illustrierende Themenausstellung scheint der Hinweis auf die „persona“ zielführend zu sein. Senoner arbeitet nun schon seit 1995 mit Figurenmodellen, die sich in Attitüde und Form gleichen, die, abgesehen von den Kennzeichen der Geschlechtlichkeit, sich nur unwesentlich unterscheiden und eine theatralische, formarchaische Note abgeben. Auch Wilhelm Senoners Kunst berührt das Stereotype in der Aussage des Menschlichen. Sein Blick gilt menschlichen Eigenschaften und Charakteren. Im Laufe der Zeit legt er immer mehr Wert auf Lesbarkeit. Damit gewinnt die Plastik an malerischen Qualitäten. Dass er mit den grob bearbeiteten Lindenholzplanken einerseits die schroffen Felswände seiner engeren Heimat meint, oder Leinwände so bearbeitet, dass alle Farbbotschaft auf einem Reliefgrund zu liegen kommt, unterstreicht sein plastisches Empfinden.
Die Auswahl der gezeigten Objekte hat Senoner selbst verantwortet, ebenso deren Anordnung im Ausstellungsparcours. Sein Blick berührt die Entwicklung der letzten Jahre.

 

 

Federspiel, Foto Maria Frodl

23. Juni 2022, 21 Uhr

1. Soiree: Ensemble Federspiel – Österreich

Albedo Preview . Künstlerisches Schwergewicht mit federleichten Kompositionen

Ohne Berührungsängste verbindet die siebenköpfige Bläsergruppe heimische Volksmusiktraditionen und weltmusikalische Elemente mit ihrer Experimentierfreude. Federspiel’s Signatur sind ihre Eigenkompositionen. Diese nehmen Bezug auf die musikalischen Wurzeln der sieben Musiker und reizen das Spannungsfeld aus Tradition und Moderne aus. Die Lust am Neuen, am Persönlichen und Unverwechselbaren, kombiniert mit ihrer grenzenlosen Spiellust, macht Federspiel zu einem der innovativsten und interessantesten Klangkörper der europäischen Blasmusikszene.
Das Ensemble bespielt längst die etablierten Konzertbühnen der Welt, darunter der Goldene Saal des Wiener Musikvereins, die Berliner Philharmonie, die Hamburger Elbphilharmonie, das Vancouver Island Music Festival oder die Stanford University.
Mit Pioniergeistig verwebt Federspiel Anklänge aus der ungarischen oder mexikanischen Musiktradition mit alpenländischem Repertoire, perkussive Spielweisen mit elektronischen Klängen, ohne je an musikalische oder ethnographische Grenzen zu stoßen.
Kartenvorverkauf: Tourismusverein Dorf Tirol, Tel. 0473 923314

 

Connla

30. Juni 2022, 21 Uhr

2. Soiree: Ensemble Connla – Ireland

Irish folk songs and tunes

Connla ist ein Ensemble aus Nordirland, das sich mit voller Energie der traditionellen irischen Musik widmet und dabei vielfältige musikalische Einflüsse aus aller Welt mit einbezieht. Die gefühlsbetonten und neuen Bearbeitungen traditioneller und neuer irischer Volksweisen haben dem Quintett zu großer Wertschätzung und Bewunderung verholfen. Zusammen gefunden haben die fünf Musiker an der Universität von Ulster, wo sie schnell eine enge musikalische Beziehung eingegangen sind, und sofort zahlreiche Auftritte hatten.
Kartenvorverkauf: Tourismusverein Dorf Tirol, Tel. 0473 923314

 

Donauwellenreiter

7. Juli 2022, 21 Uhr

3. Soiree: Ensemble Donauwellenreiter – Wien

Delta: Minimalismus. Magie. Pop

Viel ist passiert seit der Veröffentlichung von Euphoria Ende 2016 – zwei weitere Tonträger sind erschienen, 2017 das erfolgreiche Auftragswerk‚ Donauwellenreiter Play Gianmaria Testa’ und 2018 die Vinyl LP ‚Euphoria Live’. Ausverkaufte Konzerte, Reisen durch Deutschland, Italien, Frankreich, die Schweiz und Österreich sowie die intensive Zusammenarbeit mit internationalen Gastmusikern haben das Wiener Quartett weiter reifen und zusammenwachsen lassen.
Unterwegs und zuhause haben die zwischen den Stilen experimentier- und spielfreudigen Klangsurfer elf neue Werke geschaffen, die einen noch kompakteren Quartettklang erstrahlen lassen. Miniaturen im Duo oder Trio stehen neben groß Exponiertem in voller Besetzung, rhythmische Verspieltheit neben Klarheit der Struktur. Delta, die vier, steht für die versöhnende Verbindung zwischen fließendem Gewässer und offenem Meer, für das „ungewöhnliche Quartett“ sowie für das vierte Album mit Eigenkompositionen des Ensembles.
Kartenvorverkauf: Tourismusverein Dorf Tirol, Tel. 0473 923314

 

Revensch

14. Juli 2022, 21 Uhr

4. Soiree: Ensemble Revensch – Südtirol

Klezmerdixiebalcanjazz

„Revensch“ ist eine neue Band um die Sängerin und Saxophonistin Helga Plankensteiner und den Pianisten Michael Lösch mit einem unterhaltsamen Programm zwischen Klezmer, Dixieland und Chansons aus den zwanziger Jahren. Bekannte Titel wie „Smile“ von Charlie Chaplin, „Kann denn Liebe Sünde sein“ oder die „Moritat“ von Kurt Weill gehören ebenso zum Repertoire wie balkanisch-schwungvolle Kompositionen, swingende Klassiker aus New Orleans und bekannte Melodien aus der Klezmer-Tradition in eigenwilligen Arrangements.
Helga Plankensteiner studierte klassisches Saxophon bei Florian Bramböck am Konservatorium in Innsbruck und Jazz am Konservatorium Trient. Sie spielte bei zahlreichen Jazzfestivals im In- und Ausland, u.a. Nizza Jazzfestival, Verona Jazz, Alpentöne (CH), Jazzfestival Krakau, Danzig (PL), San Sebastian (E), Alpenjazzfestival (D), Jazzfestival Bukarest, Veneto Jazz, Villa Celimontana Rom. Helga spielte mit der Carla Bley Bigband (USA), dem Torino Jazz Orchestra, mit Solisten wie Tom Harrell, Dusko Goykovich, Valery Ponomarev, Francesco Cafiso und Uri Caine, der Dani Felber Big Band und des Italian Sax Ensemble. Außerdem dirigiert sie das Ensemble „SWEET ALPS“ mit Solisten wie Gianluigi Trovesi, Florian Bramböck, Michel Godard, Gianluca Petrella und Matthias Schriefl. 2009 wurde sie von der Zeitschrift Musica Jazz unter die besten zehn neuen Talente gewählt.
Kartenvorverkauf: Tourismusverein Dorf Tirol, Tel. 0473 923314

 

Trio Joscho Stephan Foto Manfred Pollert

21. Juli 2022, 21 Uhr

5. Soiree: Trio Joscho Stephan – Deutschland

Gypsy, Swing, Manouche, Latin, Classic & Pop

Wie kein anderer prägt Joscho Stephan mit seinem Spiel den modernen Gypsy Swing, der in den 1930er Jahren dank des bahnbrechenden und legendären Jazzgitarristen Django Reinhardt entstand. Durch seinen authentischen Ton, mit harmonischer Raffinesse und rhythmischem Gespür, vor allem aber mit atemberaubender Solotechnik hat sich Stephan in der internationalen Gitarrenszene einen herausragenden Ruf erspielt. Er versteht es wie kein Zweiter, aus der Vielzahl aktueller Gypsy Swing Adaptionen herauszuragen, indem er neben den vielen Interpretationen der bekannten Klassiker des Genres den Gypsy Swing mit Latin, Klassik und Pop liiert. Hier zeigt sich Stephans Stärke als kreativer Visionär. Und das begeistert das junge und das junggebliebene Konzertpublikum gleichermaßen.
Kartenvorverkauf: Tourismusverein Dorf Tirol, Tel. 0473 923314

 

Jedermann, Schlossfestspiele 2022

von 23. Juli bis 14. August

Jedermann

Schauspiel von Hugo von Hofmannsthal

Die Schlossfestspiele Dorf Tirol präsentieren im Sommer 2022 erneut ein faszinierendes Werk der Weltliteratur: Jedermann nach Hugo von Hofmannsthal.
Das bildgewaltige Mysterienspiel hat nach über 100jähriger Aufführungsgeschichte nichts an Aktualität verloren. Unter der Leitung von Torsten Schilling wird die poetische Allegorie vor dem Schloss Tirol in einer neuen musikalischen Fassung mit Livemusik und packenden Liedern zu erleben sein.
Es geht um nichts weniger, als den moralisch verkommenen Zustand der Welt, welchen Gott und Teufel im althergebrachten Ringen um die menschlichen Seelen beklagen. Der Tod, der sich selbst als einzig gültige Konstante sieht, führt anhand des reichen Mannes Jedermann vor, wie es um Glaube, Ehrfurcht, Liebe und Mitgefühl bestellt ist. Befreit vom religiösen Idealismus des Originals aus dem Jahr 1911, zeigt sich heute umso mehr die fehlende Systemrelevanz dieser Tugenden: Alles ist käuflich für den, der es sich leisten kann.
Und noch erschreckender: Jeder ist käuflich, der sich in den Tanz des Wohlstands einreiht.
In ganzer Spannbreite zwischen dem mittelalterlichen Schloss Tirol und Jedermanns modern gestylter Golfplatz-Investition entfaltet sich die groteske Maske des Profits. Sie entsetzt uns ob ihrer Unverschämtheit, sie entzückt uns durch ihren märchenhaften Glanz, sie belustigt uns mit ihrem Feuerwerk an spitzzüngigen Knittelversen und komödiantischen Gesten. Desto raffinierter er sich die Gunst des Lebens erkauft, desto selbstgefälliger er sein Umfeld korrumpiert – umso einsamer wird Jedermann im Sterben sein. Das Regime seiner eigenen Werte lässt ihn fallen. Selbst die überirdischen Mächte zweifeln angesichts dieser Schöpfungskatastrophe an ihrem Berufsbild und wissen nicht, wer hier eigentlich zuletzt lachen wird.
Unter der Künstlerischen Leitung von Torsten Schilling und dem kompositorischen Taktstock von Michael Lösch wird die bildgewaltige Allegorie in einer neuen Fassung zu erleben sein. 

Aufführungstermine
: Sa. 23.7.22, Di. 26.7.22, Mi. 27.7.22, Fr. 29.7.22, Sa. 30.7.22, Di. 2.8.22, Mi. 3.8.22, Fr. 5.8.22, Sa. 6.8.22, Do. 11.8.22, Fr. 12.8.22 und So. 14.8.22. 
Ausweichtermine vorgesehen, Aufführungsbeginn: 21 Uhr
Inszenierung: Torsten Schilling
Musik: Michael Lösch
Choreografie: Sabrina Fraternali
Bühne: Kerstin Kahl
Kostüme: Martine Mairhofer
Mit: Thomas Hochkofler, Jasmin Mairhofer, Markus Westphal, Patrizia Pfeifer, Joseph Holzknecht, Julia Augscheller, Sabrina Fraternali, Cedric Schröter, Andreas Schwärzer, Alex Radmüller, Stefan Wallnöfer, Alexander Messner und Johannes Auer.

 

Mittelalterfest

21. August 2022, von 10 bis 18 Uhr

Mittelalterfest

Eintritt frei!

 

Schloss Tirol präsentiert einige seiner Themen auch in den folgenden virtuellen Rundgängen:

ehemaliger Landeshauptmann Silvius Magnago

360º TURM DER ERINNERUNGEN


Was geschah bei der Option? Was bedeutet die Autonomie für Südtirol und wie gestaltete sich ihr politischer Weg? Wer sich für die Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert interessiert, sollte die beeindruckende Präsentation im Bergfried ansehen. Seit dem Jahr 2003 beherbergt der "Turm der Erinnerungen" eine Dauerausstellung über Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert. 2016 wurde die Ausstellung erneuert. In nicht weniger als 400 Objekten werden historische Zusammenhänge erläutert.

Der „Turm der Erinnerungen“ ist auch als virtuelle Tour zugänglich. Das Angebot richtet sich vor allem an Personen, welche die Ausstellung bequem von zu Hause aus, sehen, bzw. die 20 Ebenen nicht erklimmen möchten. Zudem wurde ein eigenes Vermittlungsformat realisiert, damit Lehrpersonen mit ihren Schülerinnen und Schülern die Inhalte in der Klasse erarbeiten oder vertiefen können.

 

Symbolbild der Ausstellung

360º ICH WOLKENSTEIN

Diese Wechselausstellung, die 2011 auf Schloss Tirol zu sehen war, beleuchtet aus verschiedenen Blickwinkeln das Leben des bedeutendsten und markantesten Vertreter mittelalterlicher deutscher Lyrik Oswald von Wolkenstein.
Die höchst eindrucksvolle Vita des bis ins hohe Alter vitalen, vielseitig begabten Ritters Oswald von Wolkenstein, der nicht nur Krieger, Diplomat, Fürstendiener, Adels- und Familienpolitiker, Rechtssachverständiger und Freischöffe war, sondern auch als gläubiger Christ, Jerusalempilger und frommer Stifter und dem es mit starkem Willen und mit Beharrlichkeit sogar gelang, Diener und Rat König Sigmunds, Reichsritter und einflussreicher Landespolitiker zu werden, scheint einzigartig zu sein, kann auch durchaus als klassisches Beispiel für die Biografie adeliger Aufsteiger des Spätmittelalters gelten.
Die Ausstellung, in deren Zentrum Leben und Werk Oswalds von Wolkenstein stehen, versteht sich deshalb auch als Blick auf ein Zeitalter, in dem Krieg und Diplomatie, Fürstendienst und Adelspolitik, die Praxis des Rechtswesens und eine alles umfassende Gottesfurcht das Leben des Adels bestimmt haben.

Im ehemaligen Amtshaus Kaiser Maximilians I. hat heute das Landesmuseum für Naturkunde seinen Sitz. Auf zwei Stockwerken mit einer Gesamtfläche von etwa 1.000 m² wird Südtirols Landschafts- und Naturgeschichte gezeigt. Der Weg durch die Ausstellung entspricht einer Wanderung durch die Zeit. Modelle, Dioramen, Experimente und Multimedia-Stationen geben Einblicke in Südtirols Erdgeschichte, in die Entstehung und Entwicklung der Lebensräume. Im Erdgeschoss werden laufend interessante Wechselausstellungen gezeigt.
Auf dem YouTube-Kanal des Museums gibt es weiters viele virtuelle Führungen und Vorträge.

natura.museum

 

Naturmuseum Südtirol

 

Schweizer Mannsschild Foto Andreas Hilpold

12. Jänner, 18 Uhr

Einblicke in die Evolution der Alpenflora: ein Kolloquium der Plattform Biodiversität Südtirol

Die Alpen sind ein äußerst artenreiches Hochgebirge an der Grenze zwischen mitteleuropäischem und mediterran geprägtem Klima. Seit langer Zeit existieren teils widersprüchliche Hypothesen über die Entstehung dieser Artenvielfalt.
In diesem Vortrag gibt Peter Schönswetter anhand neuer Forschungsergebnisse einen Überblick über die verschiedenen Wege, die zur Entstehung neuer Arten führen können. Nach einer Einführung in die Geografie der Artbildung wird unter anderem die Bedeutung der Vervielfachung von Chromosomensätzen (Polyploidisierung) erläutert.
Am Beispiel der auch in Südtirol vorkommenden Artengruppe des Kleinen Strahlensamens wird die Bedeutung ökologischer Differenzierung in frühen Phasen der Artbildung behandelt.
Abschließend widmet sich der Vortrag dem Themenkomplex Hybridisierung, die sowohl als Motor als auch als Zerstörer von Biodiversität wirken kann.
Peter Schönswetter, Professor am Institut für Botanik der Universität Innsbruck, erforscht seit vielen Jahren die Entstehung und Diversifizierung der Alpenflora.
Online-Vormerkung auf der Webseite des Museums erforderlich.
Infos: Tel. 0471 412964.
In deutscher Sprache
Eintritt frei
Das Kolloquium ist auch auf dem YouTube-Kanal des Museums zu sehen

 

Die Arbeitsgruppe Flora von Südtirol auf dem Puflatsch

 

14. Jänner, 18 Uhr

Unserer Pflanzenwelt auf der Spur – der Arbeitskreis Flora von Südtirol

Gleich nach Einrichtung des Fachbereiches Botanik am Naturmuseum Südtirol Ende der 1990er Jahre kam der Wunsch nach der Gründung eines Arbeitskreises zur Erforschung der Flora von Südtirol auf. Der Arbeitskreis sollte Menschen – Laien und Fachleute gleichermaßen – ansprechen, die sich leidenschaftlich, aber ernsthaft um die Kenntnis unserer heimischen Pflanzenwelt und um deren Erfassung bemühen. Der Vortrag gibt einen Einblick in seine Arbeitsweise und über die vielen neuen Erkenntnisse, die er in den letzten zwei Jahrzehnten zur Flora unseres Landes gewinnen konnte.
Referent: Thomas Wilhalm, Konservator für Botanik am Naturmuseum Südtirol
Info: Tel. 0471 412964
Online-Vormerkung auf der Webseite des Museums
In deutscher Sprache
Eintritt frei
Das Kolloquium ist auch auf dem YouTube-Kanal des Museums zu sehen

 

Geheimnisse der Nacht - Luci nella notte

21. Jänner, 18 Uhr in deutscher Sprache, 19 Uhr in italienischer Sprache

Geheimnisse der Nacht - Luci nella notte

Bei dieser besonderen Führung erfahren die Teilnehmenden, was nachts im Museum passiert, sobald die Türen geschlossen und die Lichter aus sind.
Dabei lüften wir die Geheimnisse nachtaktiver Tiere und entdecken, was bei Nacht alles leuchtet.Für Familien und Interessierte 
Online-Vormerkung auf der Webseite des Museums
Tel. 0471 412964
In deutscher Sprache
Die Kosten der Teilnahme entsprechenden denen des Museumseintritts.

 

Ein Projekt von Leonardo da Vinci, das Fliegende Fahrrad. Copyright Leonardo3

22. Jänner, 15 - 16:30 Uhr

Workshop „Biciclette, bolidi, razzi e macchine volanti”

Alle Fahrzeuge, die sich auf der Erde, durch die Luft oder im Wasser bewegen, werden durch Reibung gebremst. Seit jeher versucht der Mensch neue Fahrzeugmodelle zu entwickeln, um diesen Effekt zu verringern.
Wer hat Lust, sich auf die Probe zu stellen und zu versuchen, die aerodynamischste Flugmaschine zu bauen?
Für Kinder von 10 bis 14 Jahren
Mit dem Physiker Giuliano Zendri, der seit Jahren Erwachsenen und Kindern die Physik auf interaktive, unterhaltsame, aber wissenschaftliche Weise näherbringt.
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.
Infos: Tel. 0471 412964
In italienischer Sprache
6,50 Euro

 

Natur zeichnen

28. Jänner, 18 - 20 Uhr

Zeichengruppe „Schizzi di natura – Natur zeichnen“

Die Gruppe trifft sich einmal im Monat, um Muscheln, Pflanzen, Insekten, Vögel und viele andere Motive zu beobachten und zu zeichnen. Eine Gelegenheit Erfahrungen und Kenntnisse auszutauschen und sich Zeit zu nehmen für eine Beschäftigung, die oft anderen Verpflichtungen weichen muss.
Online-Vormerkung auf der Webseite des Museums
Infos: Tel. 0471 412964
In deutscher und italienischer Sprache
Eintritt frei

 

Ein Projekt von Leonardo da Vinci, die Kriegsmaschine Bombarda multipla, Copyright Leonardo3

1. Februar, 18 Uhr

Leonardo, Träume oder Projekte?

Wer an diesem Vortrag teilnimmt, erlebt Leonardo da Vinci als Ingenieur, Erneuerer und Designer mitten in der Renaissance. Manchmal wird Leonardo als Universalgenie gefeiert, obwohl sein Werk in Wirklichkeit in einer Zeit entstand, in der auch mehrere andere außergewöhnliche und schöpferische Menschen zu unglaublichen Leistungen fähig waren.
Was sind also die wirklich realisierbaren Träume und Projekte, die Leonardo uns hinterlassen hat? Welches sind seine innovativsten Ideen und welche waren bereits vor ihm von anderen angedacht worden?
Beim Vortrag werden auch einige Projekte präsentiert, die in der Ausstellung "Leonardos Erfindungen" im Museum zu sehen sind.
Mit Massimiliano Lisa, Direktor des Museums "Il Mondo di Leonardo" in Mailand, Plinio Innocenzi, Dozent für Wissenschaft und Technologie an der Universität Sassari und Edoardo Zanon, wissenschaftlicher Leiter von Leonardo3.
In italienischer Sprache
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.
Infos: Tel. 0471 412964
Eintritt frei

 

Alberto Scotti und Magdalena Vanek

9. Februar, 18 Uhr

“Flüsse” der Wissenschaft

Alberto Scotti und Magdalena Vanek stellen die verschiedenen Forschungsbereiche des Instituts für Alpine Umwelt von Eurac Research vor: vom Klimawandel über die Wasserkraftproduktion, eine europäische Studie über den ökologischen Wert von Teichen bis hin zur Untersuchung der aquatischen Biodiversität für das „Monitoring der Biodiversität Südtirol“.
Alberto Scotti ist nach Abschluss seines Doktoratsstudiums der Biologie an der Universität Innsbruck im Jahr 2020 nun für alle Aktivitäten des Instituts für Alpine Umwelt im Bereich der aquatischen Ressourcen zuständig.
Magdalena Vanek schloss 2021 ihren Master in „Naturschutz und Biodiversitätsmanagment“ ab und verfolgt heute die Aktivitäten im Zusammenhang mit dem „Biodiversitätsmonitoring Südtirol“ für aquatische Lebensräume.
Ein Kolloquium der Plattform Biodiversität Südtirol.
Info: Tel. 0471 412964
In deutscher und italienischer Sprache
Eintritt frei
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist notwendig.

 

Natur zeichnen

11. Februar, 18 - 20 Uhr

Zeichengruppe „Schizzi di natura – Natur zeichnen“

Die Gruppe trifft sich einmal im Monat, um Muscheln, Pflanzen, Insekten, Vögel und viele andere Motive zu beobachten und zu zeichnen. Eine Gelegenheit Erfahrungen und Kenntnisse auszutauschen und sich Zeit zu nehmen für eine Beschäftigung, die oft anderen Verpflichtungen weichen muss.
Online-Vormerkung auf der Webseite des Museums
Infos: Tel. 0471 412964
In deutscher und italienischer Sprache
Eintritt frei

 

Pocillopora damicornis

17. Februar, 17:30 – 19 Uhr

Die Natur unter dem Mikroskop: Korallen

Dieser Workshop richtet sich an alle, die das Mikroskop und Korallenriffe lieben. Dabei werden die faszinierendsten Tiere im Aquarium präsentiert: die Korallen.
Wir werden sehen, wie ihre Tentakel gebaut sind, wie sie fressen und wie ihr Gift beim Menschen starken Juckreiz oder Brennen und Bläschenbildung hervorruft und versuchen, die mikroskopischen Algen zu identifizieren, die in ihnen leben, sie ernähren und färben.
Mit Massimo Morpurgo, Biologe und Kurator für Aquarien im Museum.
Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
In italienischer Sprache
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.
Infos: Tel. 0471 412964 
7 Euro

 

Kreta

18. Februar, 18 Uhr

Botanische Herbstimpressionen aus Kreta

Das Mittelmeergebiet ist bekannt für seinen Blütenreichtum im Frühjahr. Doch auch der Herbst wartet mit einigen farbenfrohen Überraschungen auf. Neben einer Reihe von herbstblühenden Pflanzenarten stellt der Vortrag auch die Landschaft und die wichtigsten Kulturpflanzen der südlichsten Insel Europas näher vor.
Mit Andreas Hilpold, Botaniker und Mitarbeiter an der Eurac, Bozen
Info: Tel. 0471 412964
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist notwendig.
In deutscher Sprache
Eintritt frei

 

Aquarium

18. Februar, 18 Uhr in deutscher Sprache, 19 Uhr in italienischer Sprache

Geheimnisse der Nacht - Luci nella notte

Bei dieser besonderen Führung erfahren die Teilnehmenden, was nachts im Museum passiert, sobald die Türen geschlossen und die Lichter aus sind. Dabei lüften wir die Geheimnisse nachtaktiver Tiere und entdecken, was bei Nacht alles leuchtet.
Für Familien und Interessierte
Online-Vormerkung auf der Webseite des Museums
Tel. 0471 412964
In deutscher Sprache
Die Kosten der Teilnahme entsprechenden denen des Museumseintritts.

Spinnennetz mit Spinne

23. Februar, 16 – 18 Uhr

Workshop „Unheimlich spannend“

Willst du deiner Angst die Stirn bieten oder gehören Spinnen, Skorpione und Fledermäuse zu deinen Lieblingstieren?
Ein Nachmittag der besonderen Art: Aufregendes und Haarsträubendes aus dem Tierreich erwarten dich im Naturmuseum!
Museumsabenteuer für wirklich Mutige von 8 bis 12 Jahren
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist notwendig.
Tel: 0471 41 29 64
6,50 Euro

 

Buch

26. Februar, 17:30 – 19 Uhr

Wir sitzen nicht alle im selben Boot

Buchvorstellung

Das Meer als Metapher, aber auch als Ort, an dem sich die Widersprüche des globalen Systems des 21. Jahrhunderts am stärksten konzentrieren: In einem Essay, der vom Klimawandel bis zu den großen humanitären Notlagen reicht, skizziert Giorgio Brizio in seinem ersten Buch "Non siamo tutti sulla stessa barca - le sfide del nostro tempo agli occhi di un ragazzo", erschienen bei Slow Food Editore, einen Querschnitt des aktuellen Szenarios, gefiltert durch seine persönlichen Erfahrungen.
Der Autor und Aktivist Giorgio Brizio, 19, absolviert in Turin einen Studiengang für internationale Entwicklungs- und Kooperationswissenschaften. In den vergangenen zwei Jahren befasste er sich vor allem mit der Klimakrise und der Migration. Seine Artikel wurden in verschiedenen italienischen Publikationen veröffentlicht, wie etwa Domani, La Repubblica, Il Fatto Quotidiano, Il Corriere della Sera usw..
Eintritt frei
Eine Online-Buchung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.

 

die Erde

4. März, 18 Uhr

Astronomie und die Klimakrise +++ VERSCHOBEN +++

Astronomische Faktoren spielen bei der menschengemachten Klimakrise keine Rolle, aber die Astronomie kann dennoch zu ihrer Lösung beitragen. Wenn Astronominnen und Astronomen es schaffen, ihren eigenen Kohlenstoff-Fußabdruck zu reduzieren, können sie Vorbilder für die Forderung nach einem realistischen Wandel werden und weiterhin global zusammenarbeiten. Noch wichtiger ist, dass die Astronomie ein Gefühl für die Einzigartigkeit unseres Planeten, ein Gefühl der globalen Zugehörigkeit und Begeisterung für die Wunder des Universums vermitteln kann.
Leonard Burtscher, ist Forscher an der Universitätssternwarte Leiden, Niederlande und Mitgründer von „Astronomers for Planet Earth“ (2019)
Info: Tel. 0471 412964
Eintritt frei
Eine Online-Buchung auf der Webseite des Museums ist erforderlich. 

 

Maus

8. März, 18 Uhr

Auf die Maus gekommen

Das verborgene Leben der Insektenfresser und Nagetiere

Die kleinen Säugetiere haben sich mit den verschiedensten Strategien an die Umwelt angepasst und besiedeln Lebensräume von den Tallagen bis hinauf ins Hochgebirge. Groß ist auch ihre Artenvielfalt. Mit genetischen Methoden konnte man mehrere bisher verborgene (kryptische) Arten aufspüren, die man aufgrund der äußeren Merkmale nicht bestimmen kann und die interessante Verbreitungsmuster zeigen. Die kleinen Säugetiere haben einen vergleichsweise hohen Energiebedarf. Daher haben sie verschiedene Möglichkeiten zur Überbrückung von Nahrungsengpässen entwickelt.
Im Referat stellt Jürg Paul Müller vor allem neue Erkenntnisse zur Biologie der Kleinsäuger vor.
Jürg Paul Müller ist Biologe und war fast vier Jahrzehnte Direktor des Bündner Naturmuseums in Chur. Seit zehn Jahren widmet er sich vorwiegend dem Studium der Kleinsäuger und ist Autor zahlreicher Publikationen.
Infos: Tel. 0471 412964
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich
Eintritt frei

 

Mauro Gobbi

9. März, 18 Uhr

Geh, wohin das Eis dich trägt... Geschichten von Insekten in Höhenlagen

Der Klimawandel und der Gletscherrückgang zählen zu den größten Bedrohungen für alpine Insekten. Insekten sind lebende Sensoren des Klimawandels, und sie zu untersuchen hilft uns, die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Biodiversität der Alpen zu verstehen. Insekten haben gelernt sich durch verschiedene Mechanismen anzupassen: Einige Arten versuchen ihr Verbreitungsgebiet auszudehnen, andere werden zum Rückzug gezwungen. Arten aus wärmeren Klimazonen stoßen in höhere Lagen vor, während jene aus kälteren Klimazonen sich an die neuen mikroklimatischen Bedingungen anpassen müssen - oder aber ganz verschwinden. 
Mauro Gobbi führt uns durch seine zwanzigjährige Forschung. Seine Studien zeigen bereits, dass einige Insekten dank molekularer Abwehrmechanismen mit wärmeren Bedingungen gut zurechtkommen. Andere Insektenarten aber sind im Zusammenhang mit dem Gletscherrückgang lokal ausgestorben.
Mauro Gobbi forscht am MUSE – Museum für Wissenschaft in Trient. Seit fast zwanzig Jahren erforscht er die Insekten, die am Rande von Gletschern in und außerhalb der Alpen leben. Dabei unternahm er Expeditionen in die Alpen, Pyrenäen, Anden und nach Skandinavien.
In italienischer Sprache
Infos: Tel. 0471 412964 
Eintritt frei
Eine Veranstaltung der Plattform Biodiversität Südtirol.
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.

 

 

Natur zeichnen

11. März, 18 - 20 Uhr

Zeichengruppe „Schizzi di natura – Natur zeichnen“

Die Gruppe trifft sich einmal im Monat, um Muscheln, Pflanzen, Insekten, Vögel und viele andere Motive zu beobachten und zu zeichnen. Eine Gelegenheit Erfahrungen und Kenntnisse auszutauschen und sich Zeit zu nehmen für eine Beschäftigung, die oft anderen Verpflichtungen weichen muss.
Online-Vormerkung auf der Webseite des Museums
Infos: Tel. 0471 412964
In deutscher und italienischer Sprache
Eintritt frei


Bozen
12. März, 14:30 - 16:30 Uhr

Ein Spaziergang am Rande eines uralten Vulkanes – die Bozner Caldera

Die Oswald-Promenade liegt am Hang einer alten Caldera, einer großen kesselförmigen Struktur vulkanischen Ursprungs. Entdecken Sie die Spuren dieses enormen vulkanischen Ereignisses, das vor 280 Millionen Jahren den ganzen Bozner Talkessel eingenommen hat.
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist notwendig.
Infos: Tel. 0471 41 29 64
In deutscher und italienischer Sprache
Treffpunkt: Naturmuseum Südtirol
Weg mit architektonischen Barrieren (Stufen)
Die Kosten für die Teilnahme entsprechen denen des Museumseintritts

 

Aquarium

18. März, 18 Uhr

Geheimnisse der Nacht - Luci nella notte

Bei dieser besonderen Führung erfahren die Teilnehmenden, was nachts im Museum passiert, sobald die Türen geschlossen und die Lichter aus sind. Dabei lüften wir die Geheimnisse nachtaktiver Tiere und entdecken, was bei Nacht alles leuchtet.
Für Familien und Interessierte 
Online-Vormerkung auf der Webseite des Museums
In deutscher Sprache
Tel. 0471 412964
Die Kosten der Teilnahme entsprechenden denen des Museumseintritts.



Silberreiher
24. März, 18 Uhr

Zugvögel am Flughafen Bozen +++ VERSCHOBEN +++

Seitdem die Ornithologen von Dolomiti Birdwatching das Bozner Flughafengelände überwacht, hat sich der Ort als wahrer ornithologischer Hotspot erwiesen. Es wurden rund 180 Vogelarten registriert, die meisten davon Zugvögel, aber auch Brut- und Überwinterungsvögel. Zu den Beobachtungen gehören besonders seltene Arten, die in der Region noch nie gesichtet wurden, wie die Rotflügel-Brachschwalbe, die Schwarzflügel-Brachschwalbe und der Gleitaar.
Der Referent dieses Vortrags ist Maurizio Azzolini, Gründer von Dolomiti Birdwatching, dem regionalen Knotenpunkt von EuroBirdNet Italien, Mitarbeiter des Nationalparks Stilfser Joch und ein auf nationaler Ebene aktiver Vogelbeobachter.
Info: Tel. 0471 412964
Eine Online-Reservierung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.
Eintritt frei

 

 

Krokus

25. März, 18 Uhr

Masigga, Menglstoanlan und Muttergottesäpfelen

Dokumentation der mundartlichen Pflanzennamen in Südtirol. Ergebnisse 2. Teil

Welche Pflanzenarten weisen die größte Vielfalt an Mundartnamen in Südtirol auf? Warum gibt es gleiche Mundartnamen für verschiedene Pflanzenarten? Sind mundartliche Namen von Bäumen älter als solche von Kräutern?
Antworten auf diese und ähnliche Fragen liefert ein zweijähriges Forschungsprojekt zu den mundartlichen Pflanzennamen Südtirols.
Johannes Ortner, Kulturanthropologe, ist u.a. Flurnamen-Beauftragter des Landes Südtirol und betreut den linguistischen Teil des vorgestellten Projekts; Angelika Ruele, Botanikerin, verfolgt die botanischen Aspekte und Thomas Wilhalm, Konservator für Botanik am Naturmuseum Südtirol, leitet das Projekt.
Der Vortrag findet im Rahmen des Treffens des Arbeitskreises zur Flora von Südtirol statt.
Info: Thomas Wilhalm, Tel. 0471 413431
Eintritt frei
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.

 

Bozen

26. März, 14:30 - 16:30 Uhr

Ein Spaziergang am Rande eines uralten Vulkanes – die Bozner Caldera

Die Oswald-Promenade liegt am Hang einer alten Caldera, einer großen kesselförmigen Struktur vulkanischen Ursprungs. Entdecken Sie die Spuren dieses enormen vulkanischen Ereignisses, das vor 280 Millionen Jahren den ganzen Bozner Talkessel eingenommen hat.
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist notwendig.
Infos: Tel. 0471 41 29 64
In deutscher und italienischer Sprache
Treffpunkt: Naturmuseum Südtirol
Weg mit architektonischen Barrieren (Stufen)
Die Kosten für die Teilnahme entsprechen denen des Museumseintritts.

 

 

Dragons Foto shutterstock

von 28. März bis 19. Juni 2022

Dragons: Die wunderbare Welt der Echsen

Eidechsen, Warane, Leguane, Chamäleons, Basilisken, Gila-Krustenechsen und Geckos aus aller Welt: rund 40 Echsenarten präsentiert diese Wechselausstellung. Die Schau war bereits im Oktober 2020 im Naturmuseum zu Gast, musste aber wegen der zweiten Corona-Welle nach nur knapp vier Wochen schließen. 
Alle ausgestellten Exemplare sind in artgerechten Terrarien untergebracht und wurden in spezialisierten Tierhaltungen geboren. Wer sie betrachtet, entdeckt viele Merkmale und Verhaltensweisen dieser Schuppenkriechtiere (eine der vier Großgruppen der Reptilien), wie etwa ihre lange Zunge, mit der Echsen „riechen“: Sie schnellt immer wieder blitzschnell aus dem Maul und wieder zurück, fängt dadurch Luftpartikel ein und trägt sie in den Mund, wo ein spezialisiertes Organ die verschiedenen Gerüche wahrnimmt. 
Die Echsen unterscheiden sich meist von den Schlangen, da sie Beine, Öffnungen für die Ohren und funktionelle Augenlider haben; letztere können sich bewegen und reinigen und schützen dadurch die Augen. Es gibt allerdings Ausnahmen, wie zum Beispiel einige Geckos, die wie Schlangen feste Augenlider haben; diese haben eine durchsichtige Membran, welche die Augen vor Schmutz und Sonne schützt, und benutzen die Zunge, um die Augen zu reinigen. Wenn sie ihre Haut wechseln, schuppen jedes Jahr auch ihre Augenlider ab.
Der Schwanz der Echsen ist oft sehr lang und hilft ihnen, bei ihren Bewegungen im Gleichgewicht zu bleiben. Einige Echsen, wie etwa die Chamäleons, haben einen Greifschwanz, um sich in der Vegetation leichter bewegen zu können. Bei vielen Arten kann der Schwanz auch leicht brechen: Die Mauereidechsen zum Beispiel können ihren Schwanz verlieren, um Raubtieren zu entkommen; packt ein Raubtier diese Arten am Schwanz, löst sich dieser leicht. Dies ist dank einer Bruchfläche zwischen den Schwanzwirbeln möglich. Der neue Schwanz wird dann jedoch dünner und kürzer sein und kann eine andere Farbe haben als bisher. 
Die Geckos hingegen haben Klebepads unter den Füßen, dank denen sie vertikal klettern und sich problemlos auch auf Glas und an der Decke bewegen können. Geckos sind zudem die einzigen Echsen, die Laute aussprechen können: Im Gegensatz zu anderen Echsen, die durch das schnelle Ausatmen ein zischendes Geräusch von sich geben, kann diese Art tatsächlich vokalisieren. Bei einigen Arten scheinen diese Schallemissionen eine wichtige Rolle in der Territorialität und Sozialität zu spielen.
Unter den ausgestellten Exemplaren stechen zum Beispiel der Stirnlappenbasilisk hervor, der auf Wasser laufen kann, ohne unterzugehen, oder die Chamäleons, welche die Hautfarbe schlagartig ändern können: Dadurch tarnen sie sich besser und finden Schutz zwischen den Bäumen; Chamäleons können übrigens auch ihre Augen unabhängig voneinander bewegen
Weitere Kuriositäten: Die Kragenechsen haben ein großes rundes Lederhalsband, das sich öffnet, wenn sie potenzielle Angreifer einschüchtern wollen, der Streifenköpfige Bartagame hingegen kommuniziert durch ritualisierte Kopf- und Beinbewegungen, während der Papuawaran ein Baumbewohner ist, der seinen langen Schwanz nutzt, um beim Klettern und Springen von Ast zu Ast die Balance zu halten. Die Gila-Krustenechse ist einer der wenigen giftigen Echsen: Die Speicheldrüsen im Unterkiefer produzieren ein Gift, das gewöhnlich als Verteidigungswaffe eingesetzt wird. Der Grüne Leguan schließlich ist eine große Echse mit einem langen Schwanz, Rückenstacheln und Krallen, der den typischen bedrohlichen Drachen der kollektiven Vorstellung sehr ähnlich sieht, in Wirklichkeit ernährt er sich aber hauptsächlich vegetarisch.
Die Ausstellung wurde von Ales Mlinar von Reptiles Nest (Slowenien) kuratiert.

 

Dragons

28. März, 17 - 19 Uhr

Ausstellung Dragons: Start mit kostenlosem Eintritt

Ab 28. März zeigt das Naturmuseum im Erdgeschoss diese lebenden Drachen in Miniatur, ihr Verhalten, die große Artenvielfalt, ihren Körperbau und ihre Biologie. Zu sehen sind wieder rund vierzig Arten aus aller Welt: Eidechsen, Warane, Leguane, Chamäleons, Basilisken, Gila- Krustenechse und Geckos. 
Die von Ales Mlinar kuratierte und betreute Ausstellung ist am ersten Ausstellungstag, dem 28. März von 17 bis 19 Uhr kostenlos zu sehen. Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist notwendig. 



Drachenauge

1. April, 14:30 - 16 Uhr

Drachensachen

Workshop für Fünf- bis Siebenjährige.
Im Rahmen der Sonderausstellung „Dragons“

Wir starten mit zwei Drachen, einem feurigen und einem blauen. Im Naturmuseum haben die beiden gar nicht Platz, so groß sind sie. So packen wir sie in Drachengeschichten. Und ihr denkt euch einen dritten. Setzt er sich auf ein langes Roll-up-Papier, so halten wir ihn schnell fest. Und ihr nehmt euren Drachen mit Höhle und Drachenwald nach Hause.
In Deutsch und Italienisch
6,50 Euro
Eine Online-Vormerkung auf der Webseite des Museums ist notwendig.

 

 

Kinosaurier-Logo

5. April, 18 Uhr

Kinosaurier – 100 Jahre Filmgeschichte der monströsen Art

Der Vortrag gibt einen Überblick über die wichtigsten und unterhaltsamsten Kinofilme mit Dinosauriern aus rund 100 Jahren Filmgeschichte.
Jan Fischer ist Paläontologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Urweltmuseum GEOSKOP in der Pfalz in Südwestdeutschland, mit einem Herz für Popkultur und Paleoart.
Info: Tel. 0471 412964
In deutscher Sprache
Eintritt frei
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.

 

Sauriershooting

7. April, 18 - 20 Uhr

Naturfotografie im Museum – Sauriershooting

Freies Fotografieren von Echsen aus der Sonderausstellung „Dragons“ für Amateurfotografen und -innen

Echsenaugen, Kämme und Klauen. Die Schuppen wirken archaisch und poppig die Farben: Porträtieren Sie die Echsen der Ausstellung „Dragons“ aus der Nähe.
Ales Mlinar (Reptiles Nest), der Besitzer der Tiere, setzt ausgewählte Exemplare für das „Saurier-Shooting“ außerhalb der Terrarien in Szene.
Die Fotoausrüstung bringen die Teilnehmenden selbst mit.
20 Euro
Eine Online-Vormerkung auf der Webseite des Museums ist notwendig.
Infos: Tel: 0471 41 29 64, massimo.morpurgo@naturmuseum.it

 

Logo Philosophischen Gespräche über Autonomie der Eurac

7. April, 19 - 20:30 Uhr

Neue Risiken, Neue Autonomien

Die Bewältigung der Komplexität kennzeichnet die heutige Welt und erfordert einen globalen und integrierten Ansatz. Dieser Prozess gestaltet das Konzept der Autonomie um.
Bei diesem Vortrag untersucht Simona Morini der Universität IUAV von Venezia die Parallelität zwischen den Reaktionen auf neue Risiken im wissenschaftlichen und geopolitischen Bereich und reflektiert darüber, wie Autonomien im traditionellen Sinne (als individuelle, gegensätzliche Einheiten) als Knotenpunkte in einem Netzwerk der gemeinsamen Nutzung neu gedacht werden sollten.
Die Covid-19-Pandemie ist ein Beispiel dafür, dass der Notfall von einzelnen Staaten oder Regionen nicht effektiv bewältigt wurde und dass der länderübergreifende Datenaustausch und die Analyse eine mögliche Lösung näher gebracht haben. Dieses Prinzip, das von der Wissenschaft bereits als grundlegend anerkannt wird, erweist sich als neues Ziel in sozialen Kontexten und politischen Gleichgewichten.
Moderation: Nicolò Cristante der Universität Universität Ca' Foscari von Venedig
Der Vortrag erfolgt im Rahmen der Veranstaltung „Philosophicum Autonomia: Philosophische Gespräche über Autonomie“, die vom Center for Autonomy Experience der EURAC organisiert wird und vom 5. April bis 9. April 2022 stattfindet.
Eintritt frei.
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist notwendig.

 

Fabiano Nart
8. April, 15 - 16:30 Uhr

Workshop Magie chimiche

Chemie ist cool! Zweifelt ihr daran? In diesem Workshop könnt ihr anhand vieler Experimente die lustigen Seiten der Chemie entdecken. Spaß, Staunen und etwas Nervenkitzel sind garantiert.
Fabiano Nart studierte Chemie, Physik und Astrophysik, zurzeit arbeitet er für einen schwedischen Chemiekonzern. In seiner Freizeit bringt er Chemie einem breiteren Publikum näher (www.fabianonart.it).
Der Workshop erfolgt in italienischer Sprache.
Für Kinder von 8 bis 14 Jahren
Infos: Tel. 0471 41 29 64
6,50 Euro
Eine Online-Buchung auf der Webseite des Museums ist erforderlich. 

 

Chemie-Labor-Fläschchen
8. April, 18 Uhr

Chemie zum Lachen: Witze, Moleküle und Theorie

Chemie wird oft als schwieriges und unverständliches Fach angesehen. In diesem Vortrag führt Fabiano Nart durch chemische Konzepte und bei Nerds beliebte Witze.
Fabiano Nart studierte Chemie, Physik und Astrophysik, zurzeit arbeitet er für einen schwedischen Chemiekonzern. In seiner Freizeit bringt er Chemie einem breiteren Publikum näher (www.fabianonart.it).
In italienischer Sprache
Infos: Tel. 0471 412964
Die Teilnahme wird im Landesfortbildungsplan des Lehrpersonals an italienischen Schulen als Weiterbildung anerkannt.
Der Eintritt ist frei.
Eine Anmeldung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.

 

Ostereier

9. - 17. April, 10 - 18 Uhr

Ostereiersuche im Museum

Der Osterhase hat dieses Jahr auch im Museum seine Eier versteckt! Euer detektivisches Gespür ist bei dieser Ostereiersuche gefragt. Habt ihr das Lösungswort, könnt ihr an einer Verlosung mit vielen Preisen teilnehmen!
Die Kosten für die Teilnahme entsprechen denen des Museumseintritts.

Bozen

9. April, 14:30 - 16:30 Uhr

Ein Spaziergang am Rande eines uralten Vulkanes – die Bozner Caldera

Die Oswald-Promenade liegt am Hang einer alten Caldera, einer großen kesselförmigen Struktur vulkanischen Ursprungs. Entdecken Sie die Spuren dieses enormen vulkanischen Ereignisses, das vor 280 Millionen Jahren den ganzen Bozner Talkessel eingenommen hat.
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist notwendig.
Infos: Tel. 0471 412964
In deutscher und italienischer Sprache
Treffpunkt: Naturmuseum Südtirol
Weg mit architektonischen Barrieren (Stufen)
Die Kosten für die Teilnahme entsprechen denen des Museumseintritts

 

Dolomiten

12. April, 18 Uhr

Dolomiten, die erste Entdeckung

Mit dem Buch "Dolomiti, La prima scoperta" (2020) will der Autor mit Hilfe von Bildern und Farbdiagrammen die Arbeit der Gelehrten beschreiben, welche das Dolomitengebiet im 18. und 19. Jahrhundert aus wissenschaftlichen Gründen besuchten.
Das Buch beantwortet die Frage, wer die wahre Natur und Vielfalt der Dolomitenfelsen zuerst erkannte. Der zweite Teil des Buchs enthält Informationen über das Leben und die Tätigkeiten von über 160 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit, die zur Entwicklung der Forschung in den Dolomiten beigetragen haben.
Maurizio Alfieri stammt aus Agordo und hat sein Geologiestudium an der Universität von Ferrara abgeschlossen. Als Präsident der Gruppe GAMP (Gruppo Agordino Mineralogico e Paleontologico) widmete er sich acht Jahre lang Vorlesungen in Schulen aller Stufen. Er ist Autor und Mitautor mehrerer Publikationen, darunter "Dolomiti di Cristallo" (2008), "Il Vajont a Soverzene" (2013) und andere.
Info: Tel. 0471 412964
Eintritt frei
Eine Anmeldung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.

 

Fledermaus

13. April, 18 Uhr

Fledermäuse in der Stadt – unsere nächtlichen Mitbewohner

Der Vortrag handelt von Stadtfledermäusen und weshalb manche Arten in Städten erfolgreicher sind als andere. Weiterhin wird im Vortrag auf die Beziehungen zwischen Mensch, Tier und Natur in Städten eingegangen, mit der Frage warum ein Verständnis hierfür wichtig ist, um ein friedliches Miteinander zwischen Menschen und Tieren in Städten zu gestalten.
Wenn es das Wetter erlaubt, werden wir im Anschluss an den Vortrag mit Fledermausdetektoren einen Spaziergang durch Bozen unternehmen. Wer Interesse an dieser nächtlichen Fledermauserkundungstour hat kann sich vorab folgende App auf sein Smart-/iPhone laden:

  • iOS: https://apps.apple.com/us/app/echo-meter/id693958125
  • Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=emtouch.wildlifeacoustics.com.echometer


Tanja Straka ist seit 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Berlin und beschäftigt sich mit Fledermäusen in Städten sowie mit Mensch-Tier-Natur-Beziehungen im urbanen Raum.
Eintritt frei
Eine Veranstaltung der Plattform Biodiversität Südtirol.
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.

 

Ostereier

14. April, 14:30 - 16 Uhr

Spiele rund ums Ei

Lasst uns zusammen spielen und dabei jede Menge Besonderheiten über das Ei herausfinden. Anschließend könnt ihr eurer Fantasie in der Bastelwerkstatt freien Lauf lassen.
Der Workshop richtet sich an Kinder von fünf bis sieben Jahren.
In deutscher und italienischer Sprache
6,50 Euro
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.

 

Geheimnisse der Nacht - Luci nella notte

22. April, 19 - 20 Uhr

Geheimnisse der Nacht

Bei dieser besonderen Führung erfahren die Teilnehmenden, was nachts im Museum passiert, sobald die Türen geschlossen und die Lichter aus sind. Dabei lüften wir die Geheimnisse nachtaktiver Tiere und entdecken, was bei Nacht alles leuchtet.
Für Familien und Interessierte 
Online-Vormerkung auf der Webseite des Museums.
In deutscher Sprache
Die Kosten der Teilnahme entsprechenden denen des Museumseintritts.

Eisenbahnflora an der Brennerlinie

22. April, 18 Uhr

Eisenbahnflora an der Brennerlinie

Bahnstrecken und vor allem Bahnhöfe sind ein einzigartiger Lebensraum und daher Heimat für unerwartete Arten.
Detaillierte Untersuchungen dazu führte das Stadtmuseum Rovereto kürzlich dank eines Euregio-Stipendiums in Zusammenarbeit mit dem Naturmuseum Südtirol und der Universität Innsbruck durch. 
Bei diesem Vortrag stellen Alessio Bertolli und Giulia Tomasi die eigenartigsten Arten vor, die sowohl in Trentino-Südtirol als auch in der Provinz Verona gefunden wurden. Einige davon werden verschwinden, weil Bahnhöfe im Zuge der Erweiterung von urbanen Gebieten stillgelegt werden.
Alessio Bertolli und Giulia Tomasi arbeiten in der botanischen Abteilung der Stiftung „Fondazione Museo Civico di Rovereto“, wo sie sich hauptsächlich mit der Flora der Provinzen Trient und Verona beschäftigen.
In italienischer Sprache
Eintritt frei
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist notwendig.
Info: Tel. 0471 412964

 

Non siamo tutti sulla stessa barca
23. April, 18 - 19 Uhr

Wir sitzen nicht alle im selben Boot

Das Meer als Metapher, aber auch als der Ort, an dem sich die Widersprüche des globalen Systems des 21. Jahrhunderts am stärksten konzentrieren: Giorgio Brizio präsentiert in seinem bei Slow Food Editore erschienen, ersten Buch "Non siamo tutti sulla stessa barca – le sfide del nostro tempo agli occhi di un ragazzo" einen äußerst anschaulichen und luziden Querschnitt des aktuellen Szenarios, gefiltert durch seine persönlichen Erfahrungen. Der Essay reicht vom Klimawandel bis zu den großen humanitären Notlagen.
Der Autor und Aktivist Giorgio Brizio, 19, absolviert in Turin einen Studiengang für internationale Entwicklungs- und Kooperationswissenschaften. In den vergangenen zwei Jahren hat er sich vor allem mit der Klimakrise und der Migration befasst. Seine Artikel erschienen in den Medien Domani, La Repubblica, Il Fatto Quotidiano, Il Corriere della Sera u.A..
Eintritt frei
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich. 

Raubvögel. Foto Valter Pallaoro

26. April, 18 Uhr

Raubvögel: faszinierend und tödlich

Die außergewöhnlichen Aufnahmen des Naturforschers Valter Pallaoro ermöglichen es uns, das Leben, die Lebensräume und die Beute der in Südtirol nistenden, tagaktiven Raubvögel zu entdecken.
Valter Pallaoro ist ein bekannter Naturfotograf: Seine Bilder sind in Büchern, Zeitschriften und Kalendern in Italien und im Ausland veröffentlicht.
Info: Tel. 0471 412964  
Eintritt frei
Eine Online-Buchung ist auf der Webseite des Museums erforderlich.

 

Science Show

28. April, 16 und 17 Uhr

Science show: Luft, Wasser, Erde und Feuer

In der Antike wurden die "vier Elemente" mit Gottheiten in Verbindung gebracht, mit Geistern, die in der Lage waren, Ordnung in das Chaos der Welt zu bringen.
Heute wissen wir, dass sie für die Entstehung und das Gedeihen des Lebens auf unserem Planeten unverzichtbar sind, aber sie haben Eigenschaften und "Eigenheiten", die dem menschlichen Auge oft entgehen.
In der Science Show "Wasser, Luft, Feuer und Erde" treten sie als Superhelden in einer Reihe von Experimenten gegeneinander an, um das Stärkste zu ermitteln. Macht mit!
Die Show findet im Rahmen von suBZero mit der Gruppe "Le Nuvole" aus Neapel statt.
Für Familien mit Kindern (geeignet ab sechs Jahren), Dauer: 45 Minuten
Vormerkung für die Vorstellung um 16 Uhr
Vormerkung für die Vorstellung um 17 Uhr
In italienischer Sprache
Eintritt frei

 

Natur zeichnen

29. April, 18 - 20 Uhr

Zeichengruppe „Schizzi di natura – Natur zeichnen“

Die Gruppe trifft sich einmal im Monat, um Muscheln, Pflanzen, Insekten, Vögel und viele andere Motive zu beobachten und zu zeichnen. Eine Gelegenheit Erfahrungen und Kenntnisse auszutauschen und sich Zeit zu nehmen für eine Beschäftigung, die oft anderen Verpflichtungen weichen muss.

Online-Vormerkung auf der Webseite des Museums
Infos: Tel. 0471 412964
In deutscher und italienischer Sprache
Eintritt frei

 

Spinnennetz mit Spinne

29. April, 16 - 18 Uhr

Workshop „Unheimlich spannend“

Willst du deiner Angst die Stirn bieten oder gehören Spinnen, Skorpione und Fledermäuse zu deinen Lieblingstieren?
Ein Nachmittag der besonderen Art: Aufregendes und Haarsträubendes aus dem Tierreich erwarten dich im Naturmuseum!
Museumsabenteuer für wirklich Mutige von 8 bis 12 Jahren
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist notwendig.
Tel: 0471 41 29 64
6,50 Euro

 

City Nature Challenge 2022

29. April - 2. Mai

City Nature Challenge 2022: Welche Tiere und Pflanzen leben in Südtirol?

Darum geht es bei der „City Nature Challenge“, die auch heuer wieder vom Naturmuseum Südtirol mit Unterstützung von Eurac Research und dem Landesamt für Natur organisiert wird. Beim global ausgetragenen Wettbewerb „City Nature Challenge 2022“ (CNC) sind alle Bürgerinnen und Bürger dazu aufgefordert, innerhalb weniger Tage so viele Tier- und Pflanzenarten wie möglich in der eigenen Stadt zu fotografieren und zu dokumentieren. Es handelt sich um ein Paradebeispiel einer „Bürgerwissenschaft“ (Citizen Science), die zum ersten Mal im Jahr 2016 zwischen den zwei Städten Los Angeles und San Francisco ausgetragen wurde.
In diesem Jahr beteiligen sich mehr als 400 Ortschaften an der „City Nature Challenge 2022“. Wer daran teilnehmen möchte, hält an den genannten Tagen Ausschau nach wildlebenden Pflanzen, Tieren und Pilzen und fotografiert sie mit Smartphone oder Tablet über die App iNaturalist. Mit der integrierten künstlichen Intelligenz kann die beobachtete Art bestimmt und das Ergebnis an die Plattform iNaturalist geschickt werden. Die Südtiroler Erhebungen werden von Fachleuten der Eurac Research, des Naturmuseums und des Landesamtes für Natur ausgewertet und anschließend vorgestellt. Die Ergebnisse für Südtirol können auf der Plattform iNaturalist abgerufen werden. 

 

Bozen

30. April, 14:30 - 16:30 Uhr

Ein Spaziergang am Rande eines uralten Vulkanes – die Bozner Caldera

Die Oswald-Promenade liegt am Hang einer alten Caldera, einer großen kesselförmigen Struktur vulkanischen Ursprungs. Entdecken Sie die Spuren dieses enormen vulkanischen Ereignisses, das vor 280 Millionen Jahren den ganzen Bozner Talkessel eingenommen hat.
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist notwendig.
Infos: Tel. 0471 412964
In deutscher und italienischer Sprache
Treffpunkt: Naturmuseum Südtirol
Weg mit architektonischen Barrieren (Stufen)
Die Kosten für die Teilnahme entsprechen denen des Museumseintritts

 

Bartgeier

3. Mai, 18 Uhr

Bleimunition: Eine ernsthafte Bedrohung für Steinadler, Bartgeier und andere Alpengeier

Enrico Bassi stellt wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen vor, die das Problem der Verwendung von Bleimunition bei der Jagd endgültig lösen können.
Der Naturforscher, Ornithologe und wissenschaftliche Berater des Nationalparks Stilfser Joch beschäftigt sich mit Erforschung und Erhaltung der Fauna und insbesondere mit der Identifizierung und Entschärfung von Konflikten zwischen Mensch, Natur und Vogelwelt.
Info: Tel. 0471 412964  
Eintritt frei.
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.

 

Venusfliegenfalle

5. Mai, 17:30 – 19 Uhr

Die Natura unter dem Mikroskop: Die Mehrzweckhärchen

Wozu dienen die Pflanzenhaare? In diesem Workshop betrachten wir unter dem Mikroskop ihr bizarres Aussehen und sehen, dass sie vor Sonne und Kälte schützen, stechen und auch fühlen können. Pflanzen, die wir gut kennen, wie Olivenbäume, Brennnesseln, Oleander oder Königskerzen, sehen unter dem Objektiv ganz anders aus!
Für Erwachsene und Kinder ab elf Jahren
In italienischer Sprache
Info: Tel. 0471 412964 
7 Euro
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich. 

 

Schauplatz eines Verbrechens

6. Mai, 20 Uhr

Ein Mord im Museum #1

Ein mysteriöser Mord hat sich in den Räumen des Museums ereignet. Ihre detektivischen Fähigkeiten sind gefragt, um den ersten Mordfall im Naturmuseum zu klären. An diesem Abend werden Sie verschiedene Charaktere befragen und nach versteckten Hinweisen suchen. Können Sie herausfinden, wer lügt und wer die Wahrheit sagt?
Für Erwachsene 
Info: Tel. 0471 412964
7 Euro
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.

 

Blattwinzlinge

8. Mai, 17 Uhr
10. Mai, 17 Uhr
11. Mai, 15 Uhr

Figurentheater „Die Blattwinzlinge“

Im Frühjahr werden sie gemeinsam mit den Blättern geboren, winzige Wesen: Waldpüffchen, Laubhüpfer oder auch Blattwinzlinge genannt.
Von Menschen unerkannt leben sie dort auf ihren Blättern, genießen den Frühlingswind, duschen im Sommerregen und freuen sich das ganze Jahr auf ihren großen Flug: Wenn die Herbstwinde sie mitsamt ihren Blättern wild durch die Lüfte tanzen lassen … bis sie am Boden wieder zu Erde werden. Das ist das Abenteuer ihres Lebens.
Es geht aber das Gerücht um, dass im letzten Jahr ein Winzling nicht geflogen sei, dass er Dinge wie ‚Winter‘ und ‚Schnee‘ gesehen hätte, und er habe Haut wie Baumrinde und Moos im Gesicht.
Ein Blattwinzmädchen macht sich schließlich auf den Weg, diesen seltsamen Alten kennenzulernen, mehr über ihre Welt zu erfahren und vielleicht selbst einmal „Schnee“ zu sehen.
Ein Blick weit über den eigenen Blätterrand. Eine Reise ins Ungewisse, die mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen belohnt wird.
Gespielt und erzählt mit Figuren und Livemusik.
Mit Christoph Buchfink
In deutscher Sprache
Für Fünf- bis Siebenjährige und ein Elternteil
Info: Tel. 0471 412964
Die Kosten für die Teilnahme entsprechen denen des Museumseintritts.
Eine Online-Vormerkung auf der Webseite des Museums ist notwendig.

 

Biodiversität des Bodens

11. Mai, 18 Uhr

Die verborgene Bedeutung der biologischen Vielfalt des Bodens für die Gesundheit von Pflanzen und Tieren: Das Unsichtbare sichtbar machen

Die biologische Vielfalt des Bodens, insbesondere der Mikroorganismen, spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit von Pflanzen, Tieren und Menschen. In den vergangenen Jahren wurden mehrere Techniken vorgeschlagen, die auf der Verwendung von Umwelt-DNA basieren, um die verschiedenen im Boden lebenden Arten zu untersuchen, darunter Bakterien, Pilze und Metazoen. Mit diesem Umwelt-DNA-Ansatz können einige der möglichen Wechselwirkungen zwischen dieser Vielfalt des Untergrunds und der von Pflanzen und Tieren vernünftig entschlüsselt werden.
Luigimaria Borruso ist Forscher an der Freien Universität Bozen, wo er die biologische Vielfalt natürlicher und landwirtschaftlicher Böden mit Techniken untersucht, die auf Umwelt-DNA basieren. 
Eine Veranstaltung der Plattform Biodiversität Südtirol.
In italienischer Sprache
Eintritt frei
Eine online-Buchung auf der Webseite des Museums ist notwendig. 
Info: Tel. 0471 412964.

Bäume in Bozen Foto Stadtgärtnerei Bozen

12. Mai, 18:15 Uhr

Bäume in der Stadt

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Science Ahoj

Wie viele Bäume gibt es in Bozen, die von der Stadtgärtnerei betreut werden? Wie geht es den Bäumen in der Stadt? Und wie reagieren die Menschen auf die Bäume?
In Bozen wachsen rund 12.000 Bäume. Vor allem große Bäume spenden Schatten und geben viel Feuchtigkeit ab, ideal an warmen Tagen. Sie brauchen allerdings nach allen Seiten Platz und dies auch in Gebieten, wo viele Menschen zusammenleben, arbeiten und sich bewegen. Das Zusammenleben von Menschen und Bäumen auf kleiner Fläche ist also ein ständiges Suchen nach Kompromissen.
Um „Bäume in der Stadt“ geht es bei diesem Vortrag unter dem Holunder im Lokal „Ahoi“, Minigolf, Bozner Wassermauer 22, Bozen (bei Regen im Naturmuseum Südtirol, Bindergasse 1), dem ersten Treffen der neuen, vom Naturmuseum organisierten Veranstaltungsreihe Science Ahoi.
Ulrike Buratti, Direktorin der Stadtgärtnerei Bozen, berichtet dabei von der Kunst der „Baumdiplomatie“, die sie und ihre Mitarbeitenden in der Stadtgärtnerei jeden Tag ausüben, von Beschwerden über Baumkronen, die Licht und Aussicht reduzieren, Blüten, Pollen und Blätter, die Autoscheiben verkleben, und Wurzeln großer Bäume, die über Gehsteige ziehen. Zudem erzählt sie davon, wie die Pflege des Baumbestandes abläuft, wie Neupflanzungen geplant werden und von den Schwierigkeiten, die dabei manchmal auftreten.
Die Teilnehmenden können sich dabei gern ins Gespräch einbringen.
Es moderiert Johanna Platzgummer vom Naturmuseum.
In deutscher Sprache, mit ad hoc-Übersetzung ins Italienische.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erwünscht.
Informationen: Tel. 0471 412974

 

Fabiano Nart

13. Mai, 15 - 16:30 Uhr

Workshop “Faszination Chemie”

Chemie ist cool! Zweifelt ihr daran? In diesem Workshop könnt ihr anhand vieler Experimente die lustigen Seiten der Chemie entdecken. Spaß, Staunen und etwas Nervenkitzel sind garantiert.
Fabiano Nart studierte Chemie, Physik und Astrophysik, zurzeit arbeitet er für einen schwedischen Chemiekonzern. In seiner Freizeit bringt er Chemie einem breiteren Publikum näher (www.fabianonart.it).
Für Kinder von 8 bis 14 Jahren
6,50 Euro
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich. 
Infos: Tel: 0471 41 29 64

 

Maria Sklodowska Curie

13. Mai, 18 Uhr

I was born in Warsaw

Eine wissenschaftliche Biografie von Maria Sklodowska Curie


Sie ist nicht nur die erste Frau überhaupt, die einen Nobelpreis erhielt, sondern auch die einzige Wissenschaftlerin, die zweimal die renommierte Auszeichnung bekam. Fabiano Nart präsentiert bei diesem Vortrag das außergewöhnliche Leben von Maria Sklodowska Curie.
Fabiano Nart hat Chemie, Physik und Astrophysik studiert, ist leidenschaftlicher Vermittler von wissenschaftlichen Themen und arbeitet als Unternehmensleiter.
Der Vortrag erfolgt auf italienischer Sprache, die Teilnahme wird für Lehrpersonen von italienischsprachigen Schulen als Fortbildung anerkannt. 
Eintritt frei
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich. 
Infos: Tel. 0471 412964

 

Bozen
14. Mai, 14:30 - 16:30 Uhr

Ein Spaziergang am Rande eines uralten Vulkans – die Bozner Caldera

Die Oswald-Promenade liegt am Hang einer alten Caldera, einer großen kesselförmigen Struktur vulkanischen Ursprungs. Entdecken Sie die Spuren dieses enormen vulkanischen Ereignisses, das vor 280 Millionen Jahren den ganzen Bozner Talkessel eingenommen hat. 
In deutscher und italienischer Sprache 
Treffpunkt: Naturmuseum Südtirol
Weg mit architektonischen Barrieren (Stufen)
Die Kosten für die Teilnahme entsprechen denen des Museumseintritts
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.
Infos: Tel. 0471 41 29 64

 

Internationaler Museumstag 2022

15. Mai, 10 Uhr - 18 Uhr

Internationaler Museumstag

Lust auf Museum? Dann komm doch am 15. Mai 2022 ins Naturmuseum Südtirol in Bozen und teste unseren neuen Audioguide in Deutsch oder Italienisch für die Dauerausstellung.
Außerdem gibt es Führungen für klein und groß, sowie eine Bastelaktion für die Kinder.
Wenn du die Sonderausstellung „Dragons“ im Erdgeschoß ansehen wisst, musst du zwar einen kleinen Aufpreis zahlen, sonst ist der ganze Besuch im Museum aber kostenlos.
Eine online-Buchung auf der Webseite des Museums ist notwendig.
Info: Tel. 0471 412964

Wildbiene

17. Mai, 18 Uhr

Wildbienen, Honigbienen und Co, Bestäuberfauna in Not

Wer kann stechen und wer tut nur so? Was sind eigentlich Wildbienen und wo leben sie? Welche Auswirkung haben Maßnahmen wie das Anlegen von Blühstreifen sowie Begrünung mit heimischen Gefäßpflanzen wirklich und was können wir im eigenen Garten für den Insektenschutz tun?
Der Vortrag gibt einen Überblick zu den heimischen Blütenbesuchern, der Referent berichtet aus seiner aktuellen Forschung über erfolgreiche Natur- und Insektenschutzmaßnahmen.
Und am Ende wird die Frage aufgeworfen: Schützen wir die falschen Bienen?
Timo Kopf ist freiberuflicher Biologe und externer Lehrbeauftragter der Universität in Innsbruck zum Thema Biodiversität und Freilandzoologie. Seit vielen Jahrzehnten beschäftigt er sich mit faunistischer Freilandforschung zu Heuschrecken, Laufkäfer, Wildbienen und andere Stechimmen hauptsächlich in Nordtirol, Vorarlberg und auch in Südtirol.
In deutscher Sprache 
Eintritt frei
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.
Infos: Tel: 0471 41 29 64

 

Sauriershooting

19. Mai, 18 - 20 Uhr

Naturfotografie im Museum – Sauriershooting

Freies Fotografieren von Echsen aus der Sonderausstellung „Dragons“ für AmateurfotografInnen

Echsenaugen, Kämme und Klauen. Die Schuppen wirken archaisch und poppig die Farben: Porträtieren Sie die Echsen der Ausstellung „Dragons“ aus der Nähe.
Ales Mlinar (Reptiles Nest), der Besitzer der Tiere, setzt ausgewählte Exemplare für das „Saurier-Shooting“ außerhalb der Terrarien in Szene.
Die Fotoausrüstung bringen die Teilnehmenden selbst mit.
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist notwendig. 
20 Euro
Info: Tel: 0471 41 29 64, massimo.morpurgo@naturmuseum.it

 

Wald, Wild, Weide

20. Mai, 18 Uhr

Wald, Wild, Weide – Der Einfluss von menschlicher Tätigkeit und Wildtieren auf die Landschaft

Der Vortrag umreißt den Niedergang und den Aufschwung des Waldes und des Wildbestandes in Südtirol und den Alpen im Laufe der Jahrhunderte. Die dabei gestellten Fragen sind: Wie und wann kam es zur Waldzerstörung und welchen Einfluss hatte diese Entwicklung auf die Wildtiere?
Mit Hanspeter Staffler, Forstwirt, Waldökologe und derzeit Landtagsabgeordneter.
Info: Tel. 0471 412964
Eintritt frei
Eine online-Buchung auf der Webseite des Museums ist notwendig.
Der Vortrag erfolgt im Rahmen der Treffen des Arbeitskreises Flora von Südtirol.

 

Geheimnisse der Nacht - Luci nella notte
20. Mai, 19 – 20 Uhr

Geheimnisse der Nacht

Bei dieser besonderen Führung erfahren die Teilnehmenden, was nachts im Museum passiert, sobald die Türen geschlossen und die Lichter aus sind.
Dabei lüften wir die Geheimnisse nachtaktiver Tiere und entdecken, was bei Nacht alles leuchtet.
Für Familien und Interessierte (geeignet für Kinder ab sechs Jahren)
Online-Vormerkung auf der Webseite des Museums
Tel. 0471 412964
In deutscher Sprache
Die Kosten der Teilnahme entsprechenden denen des Museumseintritts.

 

Ermittler im Museum #2

27. Mai, 20 Uhr

Ermittler im Museum #2

Erneut hat sich ein mysteriöser Fall im Museum ereignet. Seid ihr in der Lage alle Hinweise zu finden, um das Rätsel zu lösen?
Ein nächtlicher Rundgang in den Räumen des Museums zwischen Verhören, seltsamen Insekten, giftigen Pflanzen und scharfen Krallen!
Für Erwachsene
In deutscher und italienischer Sprache
Eine Online-Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.
7,00 Euro
Info: Tel. 0471 412964

 

Bozen

28. Mai, 14:30 - 16:30 Uhr

Ein Spaziergang am Rande eines uralten Vulkans – die Bozner Caldera

Die Oswald-Promenade liegt am Hang einer alten Caldera, einer großen kesselförmigen Struktur vulkanischen Ursprungs. Entdecken Sie die Spuren dieses enormen vulkanischen Ereignisses, das vor 280 Millionen Jahren den ganzen Bozner Talkessel eingenommen hat. 
In deutscher und italienischer Sprache 
Treffpunkt: Naturmuseum Südtirol
Weg mit architektonischen Barrieren (Stufen)
Die Kosten für die Teilnahme entsprechen denen des Museumseintritts
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.
Infos: Tel. 0471 41 29 64

 

Matteo Anderle Bird Survey (C) Eurac Research Martina Jaider

8. Juni, 18 Uhr

Vogelwelt in einer sich verändernden Landschaft: die Bedeutung der Vielfalt (in italienischer Sprache)

Die alpine Landschaft erlebt aufgrund von Umweltveränderungen große Veränderungen. Eine der größten Bedrohungen für die biologische Vielfalt in den Alpen ist die veränderte Landnutzung, die durch die Urbanisierung und die Intensivierung der Landwirtschaft in den Talsohlen sowie durch das Aufgeben von landwirtschaftlichen Praktiken in den Randgebieten gekennzeichnet ist.
Anhand der Beobachtung von Vögeln, die sich hervorragend als Bioindikatoren für die Qualität von Ökosystemen eignen, informiert Matteo Anderle über die Reaktionen der biologischen Vielfalt auf Landnutzungsänderungen.
Matteo Anderle ist Vogelkundler, Forscher am Institut für Alpine Umwelt bei Eurac Research und Doktorand an der Universität Innsbruck. Seine Forschung zielt darauf ab, die Auswirkungen von Landnutzungsänderungen und Landschaftsstrukturen auf Vogelgemeinschaften zu untersuchen.
Info: Tel. 0471/412964 
In italienischer Sprache
Eintritt frei
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich. 
Eine Veranstaltung der Plattform Biodiversität Südtirol.

 

Bozen

11. Juni, 14:30 - 16:30 Uhr

Ein Spaziergang am Rande eines uralten Vulkans – die Bozner Caldera

Die Oswald-Promenade liegt am Hang einer alten Caldera, einer großen kesselförmigen Struktur vulkanischen Ursprungs. Entdecken Sie die Spuren dieses enormen vulkanischen Ereignisses, das vor 280 Millionen Jahren den ganzen Bozner Talkessel eingenommen hat. 
In deutscher und italienischer Sprache 
Treffpunkt: Naturmuseum Südtirol
Weg mit architektonischen Barrieren (Stufen)
Die Kosten für die Teilnahme entsprechen denen des Museumseintritts
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich.
Infos: Tel. 0471 41 29 64

 

Buch Mission Natur - Tierische Tricks von Renate Felderer

15. Juni, 16:30 - 18 Uhr

„Mission Natur – Tierische Tricks“

Buchvorstellung und Workshop

Finde zusammen mit den Natur-Agenten Trixi und Tom heraus, welches Tier den besten Trick kennt. Vielleicht der Waldfrosch? Der sich den ganzen Winter einfriert und erst im Frühling wieder zum Leben erwacht? Oder vielleicht der Blattschmetterling, der sich geradezu unsichtbar machen kann? Aber aufgepasst, denn die Agentin des bösen Dr. Albiun Kaltenherz ist den Geschwistern bereits auf der Spur.
Vielleicht wirst auch du ein Mitglied im KFN, dem Kids for Natur-Geheimagentenverein.
Nach der Lesung malen wir zusammen ein präpariertes Tier der Ausstellung ab. Dabei achten wir auf Details, um eine naturgetreue Zeichnung zu schaffen.
Für Kinder im Grundschulalter
Mit der Südtiroler Autorin und Illustratorin Renate Felderer
In deutscher Sprache
Infos: Tel. 0471 412964
Die Teilnahme kostet 6,50 Euro.
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich. 

Dragons Foto Andrea Falcomatà

16. Juni, 18 - 20 Uhr

Naturfotografie im Museum – Sauriershooting

Freies Fotografieren von Echsen aus der Sonderausstellung „Dragons“ für AmateurfotografInnen

Echsenaugen, Kämme und Klauen. Die Schuppen wirken archaisch und poppig die Farben: Porträtieren Sie die Echsen der Ausstellung „Dragons“ aus der Nähe.
Ales Mlinar (Reptiles Nest), der Besitzer der Tiere, setzt ausgewählte Exemplare für das „Saurier-Shooting“ außerhalb der Terrarien in Szene.
Die Fotoausrüstung bringen die Teilnehmenden selbst mit. Fotos OHNE BLITZ!
Weitere Informationen: Tel: 0471 412964, massimo.morpurgo@museonatura.it
Die Teilnahme kostet 20 Euro
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist erforderlich. 

Muschel Calaraia aurita

5. Juli, 14 - 17:30 Uhr

Erleben Sie die Geologie der Dolomiten auf dem „Geotrail Pufels“

Exkursion mit dem Paläontologen Herwig Prinoth

Die Entwicklungsgeschichte der Dolomiten ist spannender als ein Krimi. Der Paläontologe Herwig Prinoth wird anhand von Fossilien und Gesteinen, auf leicht verständliche Weise, die wichtigsten Geheimnisse dieser Berge lüften.
Wussten Sie, dass man am Geotrail Pufels die Schichten des größten Massensterbens aller Zeiten mit den eigenen Händen berühren kann?
Anmeldung: Tourismusverein St.Ulrich, Tel. +39 0471 777600
Treffpunkt: Tourismusverein St. Ulrich um 14 Uhr, Dauer ca. 3,5 Stunden, Fahrt von St. Ulrich nach Pufles mit Linienbus.
In deutscher und italienischer Sprache
Die Teilnahme kostet für einheimische Erwachsene 10 Euro und für einheimische Kinder (6 – 18 Jahre) 5 Euro; für nicht einheimische Erwachsene 20 Euro und für nicht einheimische Kinder (6 – 18 Jahre) 10 Euro.

Bletterbach

10. Juli, 10 - 15 Uhr

Geologische Wanderung: Bletterbach

Mit der Expertin unterwegs… sind Sie bei dieser Wanderung mit der Paläontologin des Naturmuseum Südtirol, Evelyn Kustatscher.
Die Südtiroler Wissenschaftlerin hat sich mit ihrer Forschungsarbeit auf dem internationalen Parkett einen Namen gemacht und kennt die Bletterbachschlucht so gut wie ihre Westentasche.
Während dieser Exkursion wird sie aber nicht nur Wissenswertes über die Gesteine und die Funde der Schlucht verraten, sondern auch Einblick in ihre spannende Arbeit geben, über aktuelle Forschungsprojekte berichten und die neuesten Entdeckungen verraten…
Evelyn Kustatscher ist Paläontologin im Naturmuseum, Privatdozentin an der Ludwig-Maximilians-Universität München und studiert seit über zehn Jahren die Pflanzenfossilien des Bletterbachs.
Vormerkungen beim Geoparc Bletterbach, Tel. 0471 886946
Treffpunkt: 10 Uhr am Besucherzentrum Geoparc Bletterbach in Aldein
Wanderkleidung, gute Schuhe und Proviant mitbringen
Bei schlechter Witterung entfällt die Führung.
In deutscher Sprache



Muschel Calaraia aurita

12. Juli, 14 - 17:30 Uhr

Erleben Sie die Geologie der Dolomiten auf dem „Geotrail Pufels“

Exkursion mit dem Paläontologen Herwig Prinoth

Die Entwicklungsgeschichte der Dolomiten ist spannender als ein Krimi. Der Paläontologe Herwig Prinoth wird anhand von Fossilien und Gesteinen, auf leicht verständliche Weise, die wichtigsten Geheimnisse dieser Berge lüften.Wussten Sie, dass man am Geotrail Pufels die Schichten des größten Massensterbens aller Zeiten mit den eigenen Händen berühren kann?
Anmeldung: Tourismusverein St.Ulrich, Tel. +39 0471 777600
Treffpunkt: Tourismusverein St. Ulrich um 14 Uhr, Dauer ca. 3,5 Stunden, Fahrt von St. Ulrich nach Pufles mit Linienbus.
In deutscher und italienischer Sprache
Die Teilnahme kostet für einheimische Erwachsene 10 Euro und für einheimische Kinder (6 – 18 Jahre) 5 Euro; für nicht einheimische Erwachsene 20 Euro und für nicht einheimische Kinder (6 – 18 Jahre) 10 Euro.


19. Juli, 14 - 17:30 Uhr

Erleben Sie die Geologie der Dolomiten auf dem „Geotrail Pufels“

Exkursion mit dem Paläontologen Herwig Prinoth

Die Entwicklungsgeschichte der Dolomiten ist spannender als ein Krimi. Der Paläontologe Herwig Prinoth wird anhand von Fossilien und Gesteinen, auf leicht verständliche Weise, die wichtigsten Geheimnisse dieser Berge lüften.Wussten Sie, dass man am Geotrail Pufels die Schichten des größten Massensterbens aller Zeiten mit den eigenen Händen berühren kann?
Anmeldung: Tourismusverein St.Ulrich, Tel. +39 0471 777600
Treffpunkt: Tourismusverein St. Ulrich um 14- Uhr, Dauer ca. 3,5 Stunden, Fahrt von St. Ulrich nach Pufles mit Linienbus.
In deutscher und italienischer Sprache
Die Teilnahme kostet für einheimische Erwachsene 10 Euro und für einheimische Kinder (6 – 18 Jahre) 5 Euro; für nicht einheimische Erwachsene 20 Euro und für nicht einheimische Kinder (6 – 18 Jahre) 10 Euro.


Soyalm

24. Juli, 9 - 15 Uhr

Gut behütet: Wanderung zu den Herdenschutzhunden im Martell

Auf den Böden oberhalb der Soy-Alm in Martell weiden 150 Passeirer Gebirgsziegen. Jeden Morgen ziehen sie wie aufgereihte dunkle Perlen vom Hang herunter, wo sie die Nacht verbringen. Ganz vorne laufen drei größere Hunde. Sie bleiben den ganzen Sommer über selbständig bei der Ziegenherde.
Es sind Herdenschutzhunde, die am Tag und vor allem in der Nacht auf die Ziegen achten. Philipp Bertagnolli besorgte die Hunde vom Typ Pastore della Sila, denn die Ziegen sind ihm sehr wichtig. An Wölfe will er keine einzige verlieren. Er weiß, dass Wölfe im hinteren Ulten und am Nonsberg präsent sind. Das ist für Menschen nicht weit, geschweige denn für den Weitwanderer Wolf.
Philipp, der auch Förster im Nationalpark Stilfserjoch ist, stellt die Ziegen und Hunde vor und erklärt ihre Arbeit. Nähern sich ihnen Wanderer oder Radfahrerinnen, heben sie aufmerksam die Köpfe und vergewissern sich, dass ihre Ziegen in Sicherheit sind. Die Hunde Athena, Gina und Arco sind sehr ausgeglichen, sie kommen den vorbeigehenden Menschen nicht nahe, sie bellen höchstens kurz. Das ist nicht bei allen Herdenschutzhunden so, daher simulieren Philipp Bertagnolli und Johanna Platzgummer vom Naturmuseum Situationen, um das Verhalten von Menschen vorzustellen, das bei Herdenschutzhunden im Einsatz und allgemein bei allen frei weidenden Nutztieren zu empfehlen ist. Dies gilt auch für Menschen auf Fahrrädern und/oder mit ihren Hunden.
Dauer: ca. 6 Stunden (davon Gehzeit 2,5 Stunden), Aufstieg bis 600 Höhenmeter; für Ungeübte, Menschen mit Herz- oder Atembeschwerden, Knieproblemen nicht zu empfehlen.
Mittagspause auf der Soy-Alm (nach Wunsch warme Küche, wird von jedem Teilnehmenden selbst bezahlt)
In Zusammenarbeit mit dem Nationalparkhaus Cultura Martell
Treffpunkt um 9 Uhr in Altpfarra (Abzweigung Forststraße Soy-Alm, zwischen Hölderle und St. Maria in der Schmelz) 39020 Martell
Hinweis zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Haltestelle St. Maria in der Schmelz 8:34 Uhr, zu Fuß über Soy-Waal talauswärts 0,5 km zum Treffpunkt.
Eine Anmeldung innerhalb 17 Uhr des Vortags auf der Webseite des Naturmuseums ist notwendig. 
Info: 0471 412964 oder Besucherzentrum culturamartell des Nationalpark Stilfserjoch, Tel. +39 0473 745027, info@culturamartell.com
In deutscher Sprache mit italienischer Übersetzung 
Die Teilnahme ist kostenlos


Muschel Calaraia aurita

26. Juli, 14 - 17:30 Uhr

Erleben Sie die Geologie der Dolomiten auf dem „Geotrail Pufels“

Exkursion mit dem Paläontologen Herwig Prinoth

Die Entwicklungsgeschichte der Dolomiten ist spannender als ein Krimi. Der Paläontologe Herwig Prinoth wird anhand von Fossilien und Gesteinen, auf leicht verständliche Weise, die wichtigsten Geheimnisse dieser Berge lüften.Wussten Sie, dass man am Geotrail Pufels die Schichten des größten Massensterbens aller Zeiten mit den eigenen Händen berühren kann?
Anmeldung: Tourismusverein St.Ulrich, Tel. +39 0471 777600
Treffpunkt: Tourismusverein St. Ulrich um 14- Uhr, Dauer ca. 3,5 Stunden, Fahrt von St. Ulrich nach Pufles mit Linienbus.
In deutscher und italienischer Sprache
Die Teilnahme kostet für einheimische Erwachsene 10 Euro und für einheimische Kinder (6 – 18 Jahre) 5 Euro; für nicht einheimische Erwachsene 20 Euro und für nicht einheimische Kinder (6 – 18 Jahre) 10 Euro.



2. August, 14 - 17:30 Uhr

Erleben Sie die Geologie der Dolomiten auf dem „Geotrail Pufels“

Exkursion mit dem Paläontologen Herwig Prinoth

Die Entwicklungsgeschichte der Dolomiten ist spannender als ein Krimi. Der Paläontologe Herwig Prinoth wird anhand von Fossilien und Gesteinen, auf leicht verständliche Weise, die wichtigsten Geheimnisse dieser Berge lüften.Wussten Sie, dass man am Geotrail Pufels die Schichten des größten Massensterbens aller Zeiten mit den eigenen Händen berühren kann?
Anmeldung: Tourismusverein St.Ulrich, Tel. +39 0471 777600
Treffpunkt: Tourismusverein St. Ulrich um 14- Uhr, Dauer ca. 3,5 Stunden, Fahrt von St. Ulrich nach Pufles mit Linienbus.
In deutscher und italienischer Sprache
Die Teilnahme kostet für einheimische Erwachsene 10 Euro und für einheimische Kinder (6 – 18 Jahre) 5 Euro; für nicht einheimische Erwachsene 20 Euro und für nicht einheimische Kinder (6 – 18 Jahre) 10 Euro.

 

Bletterbach

7. August, 10 - 15 Uhr

Geologische Wanderung: Bletterbach (in italienischer Sprache)

Mit der Expertin unterwegs… sind Sie bei dieser Wanderung mit der Paläontologin des Naturmuseum Südtirol, Evelyn Kustatscher.
Die Südtiroler Wissenschaftlerin hat sich mit ihrer Forschungsarbeit auf dem internationalen Parkett einen Namen gemacht und kennt die Bletterbachschlucht so gut wie ihre Westentasche.
Während dieser Exkursion wird sie aber nicht nur Wissenswertes über die Gesteine und die Funde der Schlucht verraten, sondern auch Einblick in ihre spannende Arbeit geben, über aktuelle Forschungsprojekte berichten und die neuesten Entdeckungen verraten…
Evelyn Kustatscher ist Paläontologin im Naturmuseum, Privatdozentin an der Ludwig-Maximilians-Universität München und studiert seit über zehn Jahren die Pflanzenfossilien des Bletterbachs.
Vormerkungen beim Geoparc Bletterbach, Tel. 0471 886946
Treffpunkt: 10 Uhr am Besucherzentrum Geoparc Bletterbach in Aldein
Wanderkleidung, gute Schuhe und Proviant mitbringen
Bei schlechter Witterung entfällt die Führung.
In italienischer Sprache


Muschel Calaraia aurita

9. August, 14 - 17:30 Uhr

Erleben Sie die Geologie der Dolomiten auf dem „Geotrail Pufels“

Exkursion mit dem Paläontologen Herwig Prinoth

Die Entwicklungsgeschichte der Dolomiten ist spannender als ein Krimi. Der Paläontologe Herwig Prinoth wird anhand von Fossilien und Gesteinen, auf leicht verständliche Weise, die wichtigsten Geheimnisse dieser Berge lüften.Wussten Sie, dass man am Geotrail Pufels die Schichten des größten Massensterbens aller Zeiten mit den eigenen Händen berühren kann?
Anmeldung: Tourismusverein St.Ulrich, Tel. +39 0471 777600
Treffpunkt: Tourismusverein St. Ulrich um 14- Uhr, Dauer ca. 3,5 Stunden, Fahrt von St. Ulrich nach Pufles mit Linienbus.
In deutscher und italienischer Sprache
Die Teilnahme kostet für einheimische Erwachsene 10 Euro und für einheimische Kinder (6 – 18 Jahre) 5 Euro; für nicht einheimische Erwachsene 20 Euro und für nicht einheimische Kinder (6 – 18 Jahre) 10 Euro.



16. August, 14 - 17:30 Uhr

Erleben Sie die Geologie der Dolomiten auf dem „Geotrail Pufels“

Exkursion mit dem Paläontologen Herwig Prinoth

Die Entwicklungsgeschichte der Dolomiten ist spannender als ein Krimi. Der Paläontologe Herwig Prinoth wird anhand von Fossilien und Gesteinen, auf leicht verständliche Weise, die wichtigsten Geheimnisse dieser Berge lüften.Wussten Sie, dass man am Geotrail Pufels die Schichten des größten Massensterbens aller Zeiten mit den eigenen Händen berühren kann?
Anmeldung: Tourismusverein St.Ulrich, Tel. +39 0471 777600
Treffpunkt: Tourismusverein St. Ulrich um 14- Uhr, Dauer ca. 3,5 Stunden, Fahrt von St. Ulrich nach Pufles mit Linienbus.
In deutscher und italienischer Sprache
Die Teilnahme kostet für einheimische Erwachsene 10 Euro und für einheimische Kinder (6 – 18 Jahre) 5 Euro; für nicht einheimische Erwachsene 20 Euro und für nicht einheimische Kinder (6 – 18 Jahre) 10 Euro.

 

Soyalm

20. August, 9 - 15 Uhr

Gut behütet: Wanderung zu den Herdenschutzhunden im Martell

Auf den Böden oberhalb der Soy-Alm in Martell weiden 150 Passeirer Gebirgsziegen. Jeden Morgen ziehen sie wie aufgereihte dunkle Perlen vom Hang herunter, wo sie die Nacht verbringen. Ganz vorne laufen drei größere Hunde. Sie bleiben den ganzen Sommer über selbständig bei der Ziegenherde.
Es sind Herdenschutzhunde, die am Tag und vor allem in der Nacht auf die Ziegen achten. Philipp Bertagnolli besorgte die Hunde vom Typ Pastore della Sila, denn die Ziegen sind ihm sehr wichtig. An Wölfe will er keine einzige verlieren. Er weiß, dass Wölfe im hinteren Ulten und am Nonsberg präsent sind.Das ist für Menschen nicht weit, geschweige denn für den Weitwanderer Wolf.
Philipp, der auch Förster im Nationalpark Stilfserjoch ist, stellt die Ziegen und Hunde vor und erklärt ihre Arbeit. Nähern sich ihnen Wanderer oder Radfahrerinnen, heben sie aufmerksam die Köpfe und vergewissern sich, dass ihre Ziegen in Sicherheit sind.Die Hunde Athena, Gina und Arco sind sehr ausgeglichen, sie kommen den vorbeigehenden Menschen nicht nahe, sie bellen höchstens kurz. Das ist nicht bei allen Herdenschutzhunden so, daher simulieren Philipp Bertagnolli und Johanna Platzgummer vom Naturmuseum Situationen, um das Verhalten von Menschen vorzustellen, das bei Herdenschutzhunden im Einsatz und allgemein bei allen frei weidenden Nutztieren zu empfehlen ist. Dies gilt auch für Menschen auf Fahrrädern und/oder mit ihren Hunden.
Dauer: ca. 6 Stunden (davon Gehzeit 2,5 Stunden), Aufstieg bis 600 Höhenmeter; für Ungeübte, Menschen mit Herz- oder Atembeschwerden, Knieproblemen nicht zu empfehlen.
Mittagspause auf der Soy-Alm (nach Wunsch warme Küche, wird von jedem Teilnehmenden selbst bezahlt)
In Zusammenarbeit mit dem Nationalparkhaus Cultura Martell
Treffpunkt um 9 Uhr in Altpfarra (Abzweigung Forststraße Soy-Alm, zwischen Hölderle und St. Maria in der Schmelz) 39020 Martell
Hinweis zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Haltestelle St. Maria in der Schmelz 8:34 Uhr, zu Fuß über Soy-Waal talauswärts 0,5 km zum Treffpunkt.
Eine Anmeldung innerhalb 17 Uhr des Vortags auf Webseite des Naturmuseums ist notwendig.   
Info: 0471 412964 oder Besucherzentrum culturamartell des Nationalpark Stilfserjoch, Tel. +39 0473 745027, info@culturamartell.com
In deutscher Sprache mit italienischer Übersetzung 
Die Teilnahme ist kostenlos

Muschel Calaraia aurita

23. August, 14 - 17:30 Uhr

Erleben Sie die Geologie der Dolomiten auf dem „Geotrail Pufels“

Exkursion mit dem Paläontologen Herwig Prinoth

Die Entwicklungsgeschichte der Dolomiten ist spannender als ein Krimi. Der Paläontologe Herwig Prinoth wird anhand von Fossilien und Gesteinen, auf leicht verständliche Weise, die wichtigsten Geheimnisse dieser Berge lüften.Wussten Sie, dass man am Geotrail Pufels die Schichten des größten Massensterbens aller Zeiten mit den eigenen Händen berühren kann?
Anmeldung: Tourismusverein St.Ulrich, Tel. +39 0471 777600
Treffpunkt: Tourismusverein St. Ulrich um 14- Uhr, Dauer ca. 3,5 Stunden, Fahrt von St. Ulrich nach Pufles mit Linienbus.
In deutscher und italienischer Sprache
Die Teilnahme kostet für einheimische Erwachsene 10 Euro und für einheimische Kinder (6 – 18 Jahre) 5 Euro; für nicht einheimische Erwachsene 20 Euro und für nicht einheimische Kinder (6 – 18 Jahre) 10 Euro.

 

 

Sternenhimmel über dem Bletterbach

24. August, 21 - 23 Uhr

Ausblick in die Vergangenheit

Sie wandern mit uns zum Aussichtspunkt oberhalb des Besucherzentrums Aldein. Dort schauen Sie ausnahmsweise nicht in die tiefe Bletterbachschlucht, sondern richten Ihren Blick zum Himmel: Mithilfe von Teleskopen können Sie unter anderen die Planeten Saturn und Jupiter, sowie einige der schönsten Sternbilder beobachten… und mit etwas Glück sausen sogar ein paar Sternschnuppen vorbei.
Benno Baumgarten, Vizedirektor und Geologe am Naturmuseum Südtirol, Brigitte Lintner von den Amateurastronomen „Max Valier“ sowie Luca Ciprari vom Planetarium Südtirol gehen unter dem Motto „Ausblick in die Vergangenheit“ auf die Entstehung, die Merkmale und Besonderheiten der Sterne und Planeten ein.
Start um 21 Uhr am Besucherzentrum Geoparc Bletterbach in Aldein
Keine Anmeldung erforderlich 
Info: Tel. 0471 886946
In Deutsch und Italienisch



Muschel Calaraia aurita

30. August, 14 - 17:30 Uhr

Erleben Sie die Geologie der Dolomiten auf dem „Geotrail Pufels“

Exkursion mit dem Paläontologen Herwig Prinoth

Die Entwicklungsgeschichte der Dolomiten ist spannender als ein Krimi. Der Paläontologe Herwig Prinoth wird anhand von Fossilien und Gesteinen, auf leicht verständliche Weise, die wichtigsten Geheimnisse dieser Berge lüften.Wussten Sie, dass man am Geotrail Pufels die Schichten des größten Massensterbens aller Zeiten mit den eigenen Händen berühren kann?
Anmeldung: Tourismusverein St.Ulrich, Tel. +39 0471 777600
Treffpunkt: Tourismusverein St. Ulrich um 14- Uhr, Dauer ca. 3,5 Stunden, Fahrt von St. Ulrich nach Pufles mit Linienbus.
In deutscher und italienischer Sprache
Die Teilnahme kostet für einheimische Erwachsene 10 Euro und für einheimische Kinder (6 – 18 Jahre) 5 Euro; für nicht einheimische Erwachsene 20 Euro und für nicht einheimische Kinder (6 – 18 Jahre) 10 Euro.

 

Soyalm

3. September, 9 - 15 Uhr

Gut behütet: Wanderung zu den Herdenschutzhunden im Martell

Auf den Böden oberhalb der Soy-Alm in Martell weiden 150 Passeirer Gebirgsziegen. Jeden Morgen ziehen sie wie aufgereihte dunkle Perlen vom Hang herunter, wo sie die Nacht verbringen. Ganz vorne laufen drei größere Hunde. Sie bleiben den ganzen Sommer über selbständig bei der Ziegenherde.
Es sind Herdenschutzhunde, die am Tag und vor allem in der Nacht auf die Ziegen achten. Philipp Bertagnolli besorgte die Hunde vom Typ Pastore della Sila, denn die Ziegen sind ihm sehr wichtig. An Wölfe will er keine einzige verlieren. Er weiß, dass Wölfe im hinteren Ulten und am Nonsberg präsent sind.Das ist für Menschen nicht weit, geschweige denn für den Weitwanderer Wolf.
Philipp, der auch Förster im Nationalpark Stilfserjoch ist, stellt die Ziegen und Hunde vor und erklärt ihre Arbeit. Nähern sich ihnen Wanderer oder Radfahrerinnen, heben sie aufmerksam die Köpfe und vergewissern sich, dass ihre Ziegen in Sicherheit sind.Die Hunde Athena, Gina und Arco sind sehr ausgeglichen, sie kommen den vorbeigehenden Menschen nicht nahe, sie bellen höchstens kurz. Das ist nicht bei allen Herdenschutzhunden so, daher simulieren Philipp Bertagnolli und Johanna Platzgummer vom Naturmuseum Situationen, um das Verhalten von Menschen vorzustellen, das bei Herdenschutzhunden im Einsatz und allgemein bei allen frei weidenden Nutztieren zu empfehlen ist. Dies gilt auch für Menschen auf Fahrrädern und/oder mit ihren Hunden.
Dauer: ca. 6 Stunden (davon Gehzeit 2,5 Stunden), Aufstieg bis 600 Höhenmeter; für Ungeübte, Menschen mit Herz- oder Atembeschwerden, Knieproblemen nicht zu empfehlen.
Mittagspause auf der Soy-Alm (nach Wunsch warme Küche, wird von jedem Teilnehmenden selbst bezahlt)
In Zusammenarbeit mit Nationalparkhaus Cultura Martell
Treffpunkt um 9 Uhr in Altpfarra (Abzweigung Forststraße Soy-Alm, zwischen Hölderle und St. Maria in der Schmelz) 39020 Martell
Hinweis zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Haltestelle St. Maria in der Schmelz 8:34 Uhr, zu Fuß über Soy-Waal talauswärts 0,5 km zum Treffpunkt.
Eine Anmeldung innerhalb 17 Uhr des Vortags auf der Webseite des Naturmuseums ist notwendig. 
Info: 0471 412964 oder Besucherzentrum culturamartell des Nationalpark Stilfserjoch, Tel. +39 0473 745027, info@culturamartell.com
In deutscher Sprache mit italienischer Übersetzung 
Die Teilnahme ist kostenlos

 

Auerhahn

7. September, 18 Uhr

Aktuelle Forschung zum Auerhuhn in Südtirol

Einblicke in das Leben eines besonderen Alpenbewohners

Das Auerhuhn ist eines der charismatischsten Vertreter der subalpinen Artengemeinschaft und eine wichtige Schirmart, d.h. sein Schutz sichert das Überleben der gesamten Lebensgemeinschaft eines Ökosystems, denn indem er hohe Ansprüche an seinen Lebensraum stellt, ist mit seiner Erhaltung das Überleben zahlreicher weiterer Arten in demselben Lebensraum garantiert.
Die Bestandszahlen des Auerhahns sind allerdings vielerorts rückgängig.
In diesem Vortrag werden zwei aktuelle Forschungsarbeiten vorgestellt: einerseits über eine Habitatmodellierung der Art, andererseits über die Auswirkungen des Windwurfes Vaia.
Mit Andrea Sailer, Wildtierökologin mit Interesse an Raufußhühnern und dem Einfluss des Sturmtiefs Vaia, und Benjamin Kostner, Wildtierökologe mit Fokus auf Mensch-Umwelt-Beziehungen und Habitatmodellierungen.
Eintritt frei
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist notwendig. 
Eine Veranstaltung der Plattform Biodiversität Südtirol.
Info: Tel. 0471 412964

 

Veranstaltung Mord im Museum

16. September, 20 Uhr

Ein Mord im Museum #1

Ein mysteriöser Mord hat sich in den Räumen des Museums ereignet. Um den Fall zu lösen, sind all Ihre detektivischen Fähigkeiten gefragt: Sie müssen Verdächtige befragen und nach versteckten Hinweisen suchen. Wer lügt? Wer sagt die Wahrheit? Und vor allem, wer ist der Mörder?
In Deutsch und Italienisch
Für Erwachsene
7 Euro
Eine Vormerkung auf der Webseite des Museums ist notwendig.
Info: Tel. 0471 412964

Das Volkskundemuseum zeigt die Lebenswelt der ländlichen Bevölkerung in vorindustrieller Zeit vom Landadeligen über die selbstversorgenden Bauernfamilien bis zu den im Tagelohn Arbeitenden. Mittelpunkt ist der barocke Ansitz „Mair am Hof“ aus dem Ende des 17. Jahrhunderts mit den herrschaftlichen Räumen und den volkskundlichen Sammlungen. Auf dem rund drei Hektar großen Freigelände sind hingegen alte, originale Bauernhäuser, Handwerksstätten, Bauerngärten und Haustiere zu sehen.


www.volkskundemuseum.it

 

 

Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde. Foto Hermann Gasser

 

 

Wasserträger mit Zumme aus "Bewahrte Volkskultur"

15. April - 31. Oktober 2022

Ausstellung „Huckepack – Transport auf dem Rücken“

Das Volkskundemuseum zeigt in einer kleinen Ausstellung ausgewählte Rückentraggeräte aus seiner Sammlung und schlägt dabei einen Bogen in die heutige Zeit.

Bodo Hell und Erwin Rehling

10. Juni 2022, 20 Uhr

Performance „getragen vorgetragen“

Ein „kluges und abwechslungsreiches, hintersinnig-humorvolles Spiel aus Wortkaskaden und Tonfolgen sowie rhythmisch-poetische Aufstiege mit gehörigem Rückengepäck“ präsentieren der österreichische Schriftsteller Bodo Hell und der deutsche Musiker Erwin Rehling. Die Duo-Performance „getragen vorgetragen“ findet im Rahmen der Wechselausstellung „Huckepack – Transport auf dem Rücken“ statt, die Rückentraggeräte aus der Museumssammlung präsentiert. Der Eintritt kostet 12 Euro.

 

Webstuhl

5. Juli 2022 - 30. August 2022, jeden Dienstag von 10 bis 16 Uhr

Handwerksvorführung: Weben

Der Weber führt seine Handwerkskunst vor und in die Kulturgeschichte dieses alten Gewerbes ein.

Zaun

6. Juli - 31. August 2022, jeden Mittwoch von 10 bis 16 Uhr

Handwerksvorführung: Arbeiten mit Holz

Über dem Kirchdorf Mareit erhebt sich Schloss Wolfsthurn. Dort hat seit 1996 das Südtiroler Jagd- und Fischereimuseum seinen Sitz. Neben der kulturhistorischen Ausstellung zu Jagd und Fischerei führt der Rundgang auch durch die im Originalzustand erhaltenen Prunkräume der barocken Schlossanlage und vermittelt Eindrücke vom adeligen Leben im 18. und 19. Jahrhundert. Im Untergeschoss gehen die kleinen Besucher/-innen auf Tuchfühlung mit der heimischen Tierwelt. Der rund einen Kilometer lange Themenweg „Wald und Wasser“ führt vom Dorf zum Schloss.

www.wolfsthurn.it

 

 

Schloss Wolfsthurn - Landesmuseum für Jagd und Fischerei. Foto Stefano Scatá

 

 

Von Herrschaften und Haarprachten

17. Juni - 15. November 2023

Ausstellung „Von Herrschaften und Haarprachten"

Geschichte der Frisur im 18. und 19. Jahrhundert

Die Wechselausstellung auf Schloss Wolfsthurn zeigt die abwechslungsreiche Frisurenmode aus 200 Jahren anhand von Porträts der Adelsfamilie von Sternbach, ergänzt durch biografische Eckdaten der Dargestellten und verbunden mit der Besitzergeschichte von Wolfsthurn.

Das Südtiroler Weinmuseum hat seinen Sitz im Zentrum von Kaltern, im ehemaligen Zehentkeller der Herrschaft Kaltern- Laimburg. Das Museum gibt Einblick in die Kulturgeschichte des Südtiroler Weinbaus: von historischen Geräten, die durch das Arbeitsjahr am Weinhof führen, bis zu religiösen Darstellungen, die auf die vielen Schnittpunkte zwischen Wein und Religion hinweisen. Im museumseigenen kleinen Weingarten werden über dreißig verschiedene Rebsorten kultiviert und können im Herbst auch verkostet werden.

www.weinmuseum.it

 

Detail auf Glaskrug. Foto Ludwig Thalheimer, Lupe

Mit ihrem gigantischen Erscheinungsbild und Labyrinth aus Räumen, Gängen und Treppen zählt die Franzensfeste zu den interessantesten Festungen im Alpenraum und gilt als Meisterwerk österreichischer Festungsarchitektur. Sie wurde in den Jahren von 1833 bis 1838 erbaut und erlebte eine wechselvolle Geschichte. 2008 ist sie für ein breites Publikum geöffnet worden und dient seitdem als Austragungsort für internationale und regionale Kunst- und Architekturausstellungen sowie für unterschiedliche Veranstaltungen.

www.franzensfeste.info

 

Katharina Theresa Mayr in ihrem temporären Atelier | © Festung Franzensfeste

5. März – 6. Juni 2022

Ausstellung FRAUENfeste: Das Thema Mut in Werken von 30 Künstlerinnen

Sie kommen aus den drei Ländern der Europaregion Tirol, Südtirol und dem Trentino und aus sehr unterschiedlichen Bereichen der bildenden Kunst (Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Videokunst), der darstellenden Kunst (Tanz, Gesang, Komposition) und der Literatur. Die 30 Künstlerinnen, die sich im vergangenen Herbst am Wettbewerb für die erste Ausgabe des Projekts FRAUENfeste beworben hatten und von einer Jury ausgewählt wurden, arbeiteten im Jänner und Februar in Ateliers der Festung und schufen Werke zum Thema Courage/Mut.
Dabei diente die Festung nicht rein als Arbeitsraum, sondern fungierte auch als Inspirationsraum. Die Frauen brachen durch ihre künstlerische Arbeit die eingeschriebene Männlichkeit der Franzensfeste auf, nahmen die Räume ein und erschufen künstlerische Positionen, die ganz verschiedene Fassetten von Courage und Mut thematisieren. 
Was die Künstlerinnen dabei realisiert haben, zeigen sie in der Ausstellung FRAUENfeste.
Damit trägt die Festung zum Weltfrauentag bei, mit dem Ziel den Künstlerinnen mehr Sichtbarkeit zu geben und einmal sie in den Mittelpunkt zu rücken.

Die teilnehmenden Künstlerinnen sind:

Ursula Beiler, Katrin Böge, Daniela Chinellato, co.op STOFF (Irmgard Hofer-Wolf und Monika Köck), Carmen Eisath, Karolina Gacke, Marianna Gostner, Nora Gutwenger, Kata Hinterlechner, Erika Inger, Brigitte Knapp, Vanja Krajnc, Clara Mayr und Morin Pichler, Katharina Theresa Mayr, Milena Meller, Lene Morgenstern, Elisa Nave, Anne Marie Pircher, Barbara Plagg, Paula Regina Prugger, Christiane Raich, Sylvie Riant, Karin Schmuck, Miriam Taschler, Barbara Tisocco, Laura Volgger, Erika Wimmer Mazohl und Anna Maria Mackowitz.

 

 

Perspectives * ART spaces

9. April, 11 Uhr

Vorstellung der Wanderausstellung Perspectives * ART spaces

 

9. April – 29. Mai 2022

Wanderausstellung Perspectives * ART spaces hält in der Franzensfeste

Im April und Mai stehen in den Innenhöfen des Festungsareals fünf mobile Container, in denen sich Menschen auf unterschiedliche Art und Weise mit der Verschiebung von Betrachtungswinkeln in Zeit und Raum befassen können. Dabei tauchen sie ein in sinnliche Abenteuer voller ungewöhnlicher Wahrnehmungen und Entdeckungen; die Installationen verbinden traumhafte Reisen und Innehalten und sind ein Erlebnis gegen die Blindheit des Alltags. 
Ähnlich wie die Franzensfeste, die sich zunächst hermetisch und undurchdringlich präsentiert und erst beim individuellen Erkunden ihren reichen Schatz an Geschichten offenbart, sind auch die Kunst-Container Räume, die stark von der Interaktion mit den Besuchenden leben und ihr gedankliches und sinnliches Potential dafür bereithalten.
So kann man wahrlich durch die Zeit reisen, vom Grunde eines Meeresbodens den Walen lauschen, durch die Lüfte radeln und die Welt von oben betrachten, unter den Wurzeln eines Baumes liegend hinauf zu den Sternen träumen oder sich gar in das Sein einer Stubenfliege versetzen.
Sabine Gamper hat das Projekt als Kuratorin in seiner Entstehung beraten, die Künstlerinnen Kerstin Kahl und Christina Khuen sowie der Künstler Torsten Schilling hingegen haben es konzipiert und umgesetzt.

 

Vincenzo Marsiglia, Senses and Spaces

29. April – 22. Mai 2022, donnerstags bis samstags, 20 – 23 Uhr

Brixen Water Light Festival

Im Rahmen der vierten Ausgabe präsentiert das Brixen Water Light Festival heuer in Brixen, in der Franzensfeste, in Ratschings und auf der Engelsburg in Neustift Installationen von 30 lokalen und internationalen Künstlerinnen und Künstler.


Vincenzo Marsiglia, Senses and Spaces

Eine Ausstellung im Rahmen von Water Light Festival Brixen. In Zusammenarbeit mit der Boesso Art Gallery

Vincenzo Marsiglia (Soncino bei Cremona, Italien), der sich vorwiegend im Bereich der digitalen und interaktiven Kunst einen Namen in und außerhalb Italiens gemacht hat, ist im Rahmen des Water Light Festival Brixen 2022 mit der Ausstellung Senses and Spaces in der Festung Franzensfeste zu Gast. Die Ausstellung umfasst aktuelle Werke des Künstlers, die er im Dialog mit den Räumlichkeiten der Festung neu adaptiert, einige entstanden speziell für den Ort. Die charakteristischen Elemente im Werk des Künstlers, der vierzackige Stern, dessen prägnante Geometrie und Form zum Markenzeichen von Marsiglia geworden sind, sowie die Interaktion mit dem Publikum ziehen sich durch alle Arbeiten der Kunstschau. Durch die Lichtspiele der Installationen wird die Grenze zwischen dem Innen- und Außenbereich aufgehoben, der Ausstellungsrundgang somit zu einem einzigartigen Wahrnehmungserlebnis.

Kari Kola, Images, 2022

Die Festung Franzensfeste liegt direkt am Eisack. Hier präsentiert der Künstler die Installation Images. Sie dient ihm als Inspiration und als Verbindung zum Projekt „Sounds of the River“, das in Brixen zu sehen ist.Die Installation basiert auf sehr langsam wechselnden Farben, die den gesamten Bereich verändern. Es werden verschiedene Schichten der Festung verwendet, dies bildet einen starken Kontrast zum Aussehen und der Wahrnehmung der Festung bei Tag. Der Ort und seine Geschichte als militärische Festung, die nie genutzt wurde und heute ein Ort der Kunst ist, entfachte die Inspiration des Künstlers.
Das Ziel von Kari Kola ist es daher, abstrakte, malerische Bilder zu schaffen, welche die vielfältige Geschichte des Ortes widerspiegeln.

Weitere Informationen auf der Webseite des Water Light Festivals

 

15. Mai 2022

Internationaler Museumstag

Weltweit wird im Mai der internationale Museumstag gefeiert. Der Internationale Museumstag findet dieses Jahr bereits zum 45. Mal statt. In der Festung Franzensfeste wird es über den ganzen Tag hinweg besondere Angebote geben.

 

Bunker Nr. 3 in Franzensfeste © Andrea Pozza Autonome Provinz Bozen, Abteilung Vermögensverwaltung

27. Mai 2022, 14 Uhr

Eingebunkert. Bunker in Südtirol: Eröffnung der neuen Dauerausstellung

Die neue Dauerausstellung zu den Bunkern in Südtirol thematisiert den in den 1930 und 1940er Jahren entstandenen Alpenwall: Er durchzog den gesamten Alpenbogen und zählt allein in Südtirol über 300 Bunker, davon befinden sich fünf Bunker in Franzensfeste (der zur Festung Franzensfeste gehörende Bunker Nr. 3 kann mit einer gebuchten Führung besichtigt werden). Fertiggestellt wurde der Alpenwall nie. Ein Teil der Bunker wurde jedoch im Kalten Krieg reaktiviert und für den Fall einer Invasion aus dem Osten ausgebaut.
Die Ausstellung soll über die verborgenen Verteidigungsstrukturen aufklären und ihre historischen und politischen Hintergründe sowie die technischen Voraussetzungen für den Bau der Bunker beleuchten und den Wert eines friedlichen Zusammenlebens hervorheben.
Auf die Vorstellung der Ausstellung mit Landeshauptmann und Museenlandesrat Arno Kompatscher, Massimo Bessone, Landesrat für Hochbau, Grundbuch, Kataster und Vermögen, Thomas Klapfer, Bürgermeister der Gemeinde Franzensfeste und Präsident Verein Oppidum sowie Angelika Fleckinger, Direktorin des Betrieb Landesmuseen folgen eine Performance mit dem Künstler und Literat Matthias Schönweger und ein Rundgang durch die Ausstellung mit Esther Erlacher, Koordinatorin der Festung Franzensfeste, Anita Rossi, freie Moderatorin, Kuratorin und Journalistin, Antonio Russo vom Vermittlungsteam der Festung und Karl Pircher dessen Firma Walking Chair das Design der Ausstellung realisierte. 
Um an der Eröffnung teilzunehmen, wird gebeten, dieses Anmeldeformular ausfüllen und bis zum 23. Mai an info@franzensfeste.info zu schicken. 

Petra Polli, Host, Foto Ivo Corrà

11. Juni – 31. Oktober 2022

Ausstellung „Spuren der Erinnerung“

Zeichnungen, Kritzeleien, Ziffern, Strichlisten, einzelne Buchstaben, Symbole an den abblätternden Wänden, eingeritzt in die roten Ziegel oder eingraviert in Stein - überall finden sich Spuren in der fast zweihundertjährigen Festung Franzensfeste. Größtenteils stammen sie von ehemaligen Soldaten, die hier Wochen und Monate verbrachten, ihren innigsten Wünschen Ausdruck verliehen und geheime Botschaften verewigten. Aus Langeweile, Angst oder Sehnsucht? Was wollen diese Spuren sagen? Wie kann man sie lesen, verstehen oder gar deuten?
Mit diesem Thema auseinandergesetzt haben sich Petra Polli (geboren in Bozen, lebt und arbeitet in Bozen und Leipzig) und Werner Gasser (geboren in Meran, lebt und arbeitet in Meran und Berlin). Ihre dazu entstandenen Werke und bereits bestehende Arbeiten, die sie im Kontext der Festung neu interpretieren, zeigen sie in dieser Wechselausstellung.

Petra Polli greift das Thema bereits seit ihrem Studium auf: Sie sammelt Spuren aus der Graffitikunst, fotografiert und interpretiert sie neu. Und sie spielt auch bewusst mit den geheimen Botschaften und der Ästhetik der Graffitis und entwickelt daraus ihre eigene Bildsprache und Ausdrucksform. In der Ausstellung in der Festung zu sehen ist etwa das Werk „Nolpdjlsiho/Klimagipfel“, bei dem sie einen Begriff mit Hilfe einer antiken Verschlüsselungsmethode entschlüsselt und diesen in Beton gießt. In Vorbereitung der Ausstellung beschäftigte sich die Künstlerin auch mit den sichtbaren und den vermeintlich unsichtbaren Spuren des Alltags: So verarbeitete sie beispielsweise mit Hilfe einer Fahrrad-App die täglichen Arbeitswege der Festungs-Mitarbeitenden und macht diese in „Virtuelle Spuren“ in mehreren Lichtinstallationen sichtbar. In „Gelebte Spuren“ hingegen flößt sie bereits entsorgten Gegenständen neue Strahlkraft ein, indem sie ihre ursprünglichen Ge- und Verbrauchsspuren mit Lack verdeckt.

Werner Gasser hingegen, der sich meistens mit seiner Kamera auf Spurensuche begibt, hat für die Ausstellung in der Franzensfeste einen anderen Weg gewählt: Inspiriert von Daniel Liebeskind - von ihm stammt der Umbau des Jüdischen Museums Berlin – setzte er sich mit den historisch aufgeladenen Mauern und Räumen der Festung auseinander, indem er nach persönlichen Spuren und Erinnerungen aus seinem Leben und künstlerischen Werdegang suchte. Der Faktor Zeit, ihr Fortschreiten und die damit einhergehenden Veränderungen, Spuren, die sich als Erinnerung von Momentaufnahmen sichtbar in Materie einschreiben, spielen in seinen Arbeiten eine besondere Rolle. Klar wird das bei seiner über mehrere Räume angelegten Installation aus weißem Puder (wer die Tür öffnet, wird von einer Duftwolke eingenommen). Wie werden sich die Oberflächen in den kommenden Wochen während der Ausstellung verändern? Momentaufnahmen vom Hier und Jetzt, das sichtbar machen von Spuren, eingeprägten Erinnerungen und menschlichen Schicksalen ziehen sich als weitere Themen durch die hier ausgestellten Werke.

 

18. September 2022

Familiensonntag

Zwei Tage vor dem Weltkindertag stehen auch in der Festung Franzensfeste die Kinder ganz besonders im Fokus. An unserem alljährlichen Familiensonntag laden wir alle Kinder mit ihren Familien dazu ein, einen spannenden Tag mit tollem Rahmenprogramm in der Festung zu verbringen.

 

1. Oktober – 30. November 2022

Gemeinsam – insieme – deberieda

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Verein Unika, unter dem Motto „gemeinsam – insieme – deberieda“ statt. Die Arbeiten der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler nehmen dabei einen Teil der Unteren Festung ein und treten mit den Räumen in einen spannenden Dialog.


FIGLIO, Courtesy Galleria Antonella Cattani Contemporary Art, Bozen/Bolzano, Julia Bornefeld

Online Ausstellung

LOCKOUT

Mitten im zweiten Lockdown, der auch die Museen zur neuerlichen Schließung zwang, ging die Ausstellung LOCKOUT online. Die Werke der knapp 50 Künstlerinnen und Künstler, die ihre ganz persönliche Perspektive auf den Lockout zeigen, werden hier virtuell erlebbar. Dazu gibt es auch alle Interviews des Kurators Heinrich Schwazer, die in der Corona Galerie der Tageszeitung „Die Neue Südtiroler Tageszeitung“ erschienen. Zur Ausstellung

 

Kathedrale in der Wüste

seit 2012

Die Kathedrale in der Wüste

In sieben Kasematten erzählt die Dauerausstellung „Kathedrale in der Wüste“ Geschichten und Anekdoten rund um die riesige Anlage der Franzensfeste und vertieft dabei vor allem die Baugeschichte der riesigen Anlage sowie die Auswirkungen, die dieser Bau auf die nähere Umgebung hatte. So werden neben den Themen, die sich mit der Planung und Errichtung der Militäranlage in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts befassen auch die Geschichte des Verkehrs und jene zur Goldlagerung in der Franzensfeste veranschaulicht. Die für jede Altersklasse konzipierte Schau liefert vermittels interaktiver Stationen spannende Hintergrundinformationen, die den Besuch der Anlage auf unterhaltsame und aufschlussreiche Weise bereichern.
Zu den Bildern

 

Die göttliche Belastung, Peter Fellin, Nachbau. Holz, lackiert 400 x 400 x 100 cm, Jahr 1991/2009

Kunstinstallationen

Quer durch das gesamte Festungsgelände trifft man auf verschiedenste Installationen. Die Kunstwerke von Julia Bornefeld, Peter Fellin, Manfred Alois Mayr, Roberto Bosisio und Lois & Franziska Weinberger sind seit der Landesausstellung 2009 Teil des Ausstellungskonzepts der Franzensfeste. Mehr Infos

 

BBT-Infopoint

seit 2015

BBT-Infopoint

Der BBT-Infopoint wurde bereits im November 2007 im Dorf Franzensfeste eröffnet. Mit dem Umzug in die Franzensfeste wurde die bestehende Ausstellung erweitert und seit Spätherbst 2015 als neue Dauerausstellung zum Bau des Brenner Basistunnels eröffnet.Auf knapp 200 m² Ausstellungsfläche entfaltet sich in den suggestiven historischen Räumen der Festung die Darstellung des BBT-Projektes in seiner faszinierenden technischen Vielseitigkeit. Highlights sind interaktive Scannerfahrten in den Tunnel genauso wie das multimediale Erleben des Tunnelvortriebs.
Mehr Infos

Das Museum Ladin verteilt sich auf den Hauptsitz Museum Ladin Ciastel de Tor in Sankt Martin in Thurn und auf die Zweistelle Museum Ladin Ursus ladinicus in Sankt Kassian.

www.museumladin.it

Museum Ladin Ciastel de Tor © Museum Ladin

Museum Ladin Ciastel de Tor

Das ladinische Landesmuseum ist seit 2001 auf Schloss Thurn untergebracht, dem einstigen Mittelpunkt des Gerichts „Thurn an der Gader“ (13. Jahrhundert). Hier wird die Kultur der über 30.000 Ladinerinnen und Ladiner vermittelt, deren gemeinsame Identität zwei wesentliche Elemente bestimmen: ihre Sprache, zurückgehend auf das Volkslatein und die einzigartige Gebirgslandschaft der Dolomiten. Das Museum bietet einen unterhaltsamen Einstieg in Geologie, Archäologie, Geschichte, Sprache, Tourismus und Kunsthandwerk der fünf ladinischen Täler.

Museum Ladin Ursus ladinicus

Museum Ladin Ursus ladinicus

Das Museum ist dem prähistorischen Höhlenbären und der Geologie der Dolomiten gewidmet. Auf drei Stockwerken erklärt es die Geschichte und den Lebensraum der vor rund 40.000 Jahren lebenden Höhlenbären. Kernstück sind die originalen Knochen, Zähne und Schädel der im Jahr 1984 entdeckten Höhlenbärenart „Ursus ladinicus“. Videoinstallationen, ein vollständiges Skelett, die detailgetreue Nachbildung des schlafenden Ursus ladinicus und des Braunbären M12 (Mico) bereichern den Rundgang.

 

Das Museum Ladin bietet auch virtuelle Touren durch seine beiden Strukturen, die sich speziell an Schulklassen richten, und einen virtuellen Rundgang durch die folgende Wechselausstellung:

Depot des Museum Ladin

"Dépôt. Und es ward Licht!"

Die Ausstellung zeigt Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen aus dem Bestand des Museums von 19 Künstlern und einer Künstlerin aus den ladinischen Tälern, die zwischen dem 17. Jahrhundert und vorigem Jahr gelebt und gewirkt haben. Sie macht zugänglich und sichtbar, was normalerweise im Museumsdepot versteckt ist und rückt die Kunstschaffenden zusammen mit ihren Biografien in ein neues Licht. Diese befinden sich in zwei Räumen: Der erste konzentriert sich auf die menschliche Figur und den Körper und umhüllt die Besuchenden, umgibt sie. Der zweite ist der Natur und der Architektur gewidmet. An den Wänden sind die Werke als ideale Fenster angeordnet, durch sie gelangen in die Bildergalerie Einblicke in die Natur.

Die Kunstschaffenden

Jacob Zanusi (1679-1742), Dominik Vinatzer (1666-1733), Domëne Moling (1691-1761), Dominik Mahlknecht (1793-1876), Franz Tavella (1844-1931), Josef Moroder Lusenberg (1846-1939), August Pezzei des Älteren (1847-1915), Franz Angel Rottonara (1848-1938), Antonio Colli (1870-1950), Franz Josef Noflaner (1904-1989), Mili Schmalzl (1912-2006), Peter Demetz (1913-1977), Angel Morlang (1918-2005), Lois Irsara (1923-2014), David Moroder (1931-1997), Josef Kostner (1933-2017), Otto Irsara (1933-2004), Bruno Vallazza (1935-2016), Aldo Canins (1944-2019) und Martin Demetz (1930-2007).

 

Neue Sektionen zur ladinischen Schule und Literatur

Seit Juni 2021 gibt es zudem zwei neue Sektionen der Dauerausstellung im Museum Ladin Ciastel de Tor zur ladinischen Schule und Literatur.
Die Sektion zur Schule in den ladinischen Tälern thematisiert die verschiedenen Etappen des Schulsystems in den ladinischen Tälern seit der Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, während des 20. Jahrhunderts mit den zwei Weltkriegen und seit der Einführung des paritätischen Schulmodells.  
In der Sektion zur ladinischen Literatur werden die Biografien der wichtigsten Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie Teile ihrer Werke vorgestellt. Die Autoren stammen aus den fünf ladinischen Tälern. Die Texte hat die Schriftstellerin Rut Bernardi verfasst.

 

Heutransport in Campill (Sammlung Hans Pescoller)

24. September 2021 - 26. August 2022

Ausstellung "Lostraides - Schneepfade"

In einem Alpengebiet wie es die ladinischen Täler sind, liegt der Schnee praktisch den ganzen Winter lang auf Straßen, Häusern, Wiesen und Wäldern; die Menschen mussten damit leben und erfanden im Laufe der Zeit verschiedene Methoden, um mit ihm umzugehen und sein Potenzial zu nutzen. Die Ausstellung "Lostriades - Schneepfade" ist diesem Thema gewidmet.
"Lostriades" (das Wort setzte sich zusammen aus den beiden ladinischen Wörtern "liöster", Schlittenkufe, und "ostriada", Fahrbahn, in diesem Fall die Schlittenspuren im Schnee) ist das Ergebnis einer anderthalbjährigen Forschungsarbeit und präsentiert die verschiedenen Wege, die der Mensch auf dem Schnee zurückgelegt hat; Wege, welche die Welt des Wintersports, der Arbeit, des Vergnügens, der Fortbewegung auf dem Schnee - auch in Kriegszeiten - miteinander verbanden. Schlitten für den Personentransport, Holz, Rennschlitten, alte und moderne Skier, Schneeschuhe, Steigeisen, Foto- und Videodokumentationen, Texte und Bildunterschriften (in drei Sprachen: Ladinisch, Deutsch und Italienisch) führen auf eine Reise durch Zeit und Raum und synthetisieren ein Forschungsprojekt, das einerseits an den Zyklus der Jahreszeiten mit der Rückkehr von Winter, Schnee und den damit verbundenen Schattenseiten und Möglichkeiten erinnert, andererseits aber auch einen diachronen Verlauf nimmt, der es nahe legt, die technologischen, wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen im ladinischen Gebiet zu verfolgen.
Die Ausstellung gliedert sich in verschiedene, eigenständige, durch den roten Faden der Mobilität auf dem Schnee verbundene Abschnitte, die einen Überblick darüber geben, wie die Menschen der ladinischen Täler in schneereichen Wintern Probleme lösten und Lösungen fanden.
Sie findet im Rahmen des Themenjahrs der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino "Transport - Transit - Mobilität" statt.

Das Museum kann mit einer Führung besichtigt werden. Anmeldung unter der Nummer 0471 301621 oder mit Mail an museum@eccel.kreuzer.it.

 

https://www.eccel-kreuzer.it/de

 

Museum Eccel Kreuzer Foto Erich Dapunt

Die Sammlung

Von Ala bis Kufstein - 1900 bis heute

Die Grundlage dieses Museums bildet die bedeutende Kunstsammlung der Familie Eccel Kreuzer. Sie setzt sich zusammen aus ca. 1500 modernen und zeitgenössischen Kunstwerken von über 300 Künstlerinnen und Künstlern der Euregio (Südtirol, Tirol, Trentino).

Josef Kreuzer gehörte zu jenen Sammlern, die ihre Leidenschaft auch als gesellschaftlichen Auftrag sehen. Begonnen hat er seine Sammlung zusammen mit seiner Frau Eva-Maria Eccel, die die Liebe zur Kunst ein Leben lang begleitet. Bereits ihr Vater war ein Kunstmäzen und hat im Laubenhaus eine kleine Galerie eingerichtet. Eva-Maria Eccel hat Kunstgeschichte studiert, und mit ihrem Buch “Aufbruch“ ein Standardwerk über die Tiroler Moderne geschaffen. Josef Kreuzer war davon überzeugt, dass seine Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden muss, da sie in der Museumslandschaft Südtirols ein wichtiges Bindeglied darstellt. Leider konnte er selbst sein Vorhaben nicht mehr umsetzen und vermachte seine Sammlung, sowie das Laubenhaus, in dem sie untergebracht ist, 2017 der Autonomen Provinz Bozen. Geführt wird das Museum vom Betrieb Landesmuseen.

Kunstraum Eccel Kreuzer


Im Erdgeschoss des Hausmuseums sind Sonderausstellungen zu sehen, die einen Bezug zu den Künstlerinnen und Künstlern der Sammlung aufweisen:

Werk von Hans Ebensperger

bis 31. Jänner 2022

Hans Ebensperger

Ich versuche zu malen, was ich fühle, was das Objekt, der Stein oder der Baum für mich bedeutet. So beschrieb Hans Ebensperger seinen Zugang zur Malerei. Der in Prad am Stilfser Joch 1929 geborene und dort 1971 gestorbene Künstler gilt als einer der ersten in Südtirol, der sich der abstrakten Kunst widmete. Dabei führte er einen inneren, fast schon spirituellen Dialog mit den Elementen der Natur und sah oft in der Vinschger Landschaft den Ursprung seiner künstlerischen Inspiration und die Hauptdarstellerin seiner Kunst. Obwohl seine Arbeiten keineswegs der damaligen lokalen Vorstellung von Malerei entsprachen, verfolgte er konsequent ein Ziel: die lokale Malerei auf eine abstraktere und zeitgemäße Ebene und weg von den konservativen Tendenzen zu bringen.

Die von Sara Alberti kuratierte dritte Wechselausstellung des Museum Eccel Kreuzer "Hans Ebensperger" spürt 50 Jahre nach dessen Tod seinem Leben und seiner künstlerischen Erfahrung nach. Die Auswahl einiger Werkgruppen ermöglicht einen Blick auf unterschiedliche Momente im Leben dieses Künstlers der komplexen Persönlichkeit, mit einem Hang zu intensiven Lebenserfahrungen und einem Hauch Melancholie.

Zur Person

Ebensperger verbrachte seine Kindheit in Prad am Stilfser Joch, bis er mit seiner Mutter nach Österreich übersiedelte. Er besuchte die Akademie der Bildenden Künste in Wien und war anschließend als freischaffender Künstler in Meran tätig. Nach einem weiteren Studium an der Technischen Hochschule in München erhielt er mehrere Aufträge zur Ausführung von Arbeiten, u.a. für das Privathaus von Karl Nicolussi-Leck in Frangart, wo er sich mit architektonischen Fragen auseinandersetzte und die Innen- und Außengestaltung des Wohnhauses projektierte. Ab 1952 präsentierte er seine Malerei bei vielen Ausstellungen im In- und Ausland zusammen mit anderen Kunstschaffenden und allein.

 

Paul Flora und die satirische Kunst in der Sammlung Eccel Kreuzer

1. März 2022 - 31. Oktober 2022

Paul Flora und die satirische Kunst in der Sammlung Eccel Kreuzer

100 Jahre sind seit seiner Geburt in Glurns vergangen, fast 13 seit dessen Tod in Innsbruck: Der Karikaturist, Zeichner, Illustrator und Grafiker Paul Flora (29. Juni 1922 – 15. Mai 2009) steht im Mittelpunkt des Ausstellungsparcours "Paul Flora und die satirische Kunst in der Sammlung Eccel Kreuzer". Mit seinem Rabenmotiv wurde er weltberühmt und in verschiedenen Genres etablierte er sich als einer der anerkanntesten Künstler. 
Die von Sara Alberti kuratierte Ausstellung zeigt zudem eine Auswahl satirischer Arbeiten aus der breitgefächerten Kunstsammlung Eccel Kreuzer: Neben Paul Flora sind Fritz v. Herzmanovsky-Orlando, Othmar Winkler, Max Spielmann, Jakob de Chirico, Daniela Chinellato, Laurina Paperina, Federico Lanaro, aber auch ein ungewöhnlicher und überraschender Karl Plattner zu sehen.
Der Eintritt kostet vier Euro.

 

Veranstaltungen

 

Postkarten, Jakob de Chirico

7. April, 17 Uhr

Künstlergespräch mit Jakob de Chirico

Das Künstlergespräch zum Schaffen von Jakob de Chirico findet im Rahmen der Wechselausstellung „Paul Flora und die satirische Kunst in der Sammlung Eccel Kreuzer“ statt: Der Künstler wird das Publikum zu Beginn der Veranstaltung mit einer Performance überraschen und danach im Zuge eines Gesprächs seine Werke in der Ausstellung vorstellen. Die Besucher und Besucherinnen sind eingeladen, Fragen zu stellen und aktiv am Gespräch teilzunehmen.
Jakob de Chirico wurde 1943 in Innsbruck geboren, studierte an der Kunstschule St. Ulrich und später an der Kunstakademie München. Sein Leben ist geprägt von unzähligen Ausstellungen und Performances im internationalen Raum.

 

 

Themenführungen “Immersion(e)… In einen Raum des Museum Eccel Kreuzer“

Die folgenden Themenführungen widmen sich jedes Mal einem anderen Raum des Bozner Laubenhauses und der darin ausgestellten Kunst:


7. Jänner um 17.30 Uhr

Die Futuristen

Thema der ersten Themenführung des Jahres sind die Werke der Futuristen Fortunato Depero (1892, Fondo – 1960, Rovereto) und Roberto Marcello (Iras) Baldessari (1894 Innsbruck – 1965, Rom). Mit Sara Alberti.

 

Carl Moser, Weißgefleckter Pfau, 1934

18. März, 17.15 Uhr

Carl Moser und Ernst Nepo

Diesmal führt Eleonora Klauser Soldà in den Raum, der die Werke von Carl Moser und Ernst Nepo zeigt. Der Maler und Grafiker Carl Moser (1873 in Bozen - 1939 ebenda) hat den Farbholzschnitt seiner Zeit wie nur wenige europäische Grafiker zu einer Synthese japanischen und europäischen Bilddenkens vereint; seine bevorzugte Motivquelle waren die Landschaften und Menschen von Tirol und der Bretagne. Ernst Nepo (1895 in Dauba, Tschechische Republik - 1971 in Innsbruck) hingegen gilt als der bedeutendste Vertreter der Neuen Sachlichkeit in Tirol, einer Stilrichtung im Deutschen Reich der Zwischenkriegszeit, die sich vor allem auf die Grafik konzentrierte.

 

Carl Moser, Strickende Frau mit Booten, 1927

22. April, 17.15 Uhr

Carl Moser und der Farbholzschnitt im Tiroler Raum

Der Maler und Grafiker Carl Moser ist auch diesmal das Thema der Führung mit Eleonora Klauser Soldà.

 

Hans Weber-Tyrol, Kalterer See, Öl auf Holz, ohne Datum
5. Mai, 17.15 Uhr

Hans Weber-Tyrol und die Landschaftsmalerei in Tirol

Bei dieser Themenführung mit Eleonora Klauser Soldà geht es um Hans Josef Weber-Tyrol (1874 in Schwaz - 1957 in Meran). Er gilt als einer der großen Tiroler Maler des 20. Jahrhunderts. Seine Landschaften, Tierbilder, Stillleben und Darstellungen aus dem bäuerlichen Leben zeichnen sich durch einen kräftig linearen und starkfarbigen Stil aus. Neben Ölbildern schuf er vor allem Aquarelle.

 

May Hofer, Modezeichnung „Aus dem Mittelalter”, Wien 1918

17. Juni, 17.15 Uhr

May Hofer und die Welt der Textilien

Sara Alberti erzählt die Geschichte der 1896 in Schlesien geborenen Maria Ottawa. Nach dem Studium an der Kunstgewerbeschule Wien kam sie über den Südtiroler Maler und Architekten Anton Hofer, den sie 1919 heiratete, nach Südtirol und nahm zusammen mit ihrem Mann – und ihrem neuen Künstlernamen May Hofer - an Wettbewerben und internationalen Ausstellungen teil. Nach dem Zweiten Weltkrieg besuchte sie erneut die Akademie für angewandte Kunst in Wien. Nach ihrer Rückkehr nach Bozen 1962 übernahm sie ein Atelier in der Leonardo-da-Vinci-Straße und war auf vielen Ausstellungen in Italien und anderen Ländern präsent.
Sie galt als Grande Dame der Südtiroler Kunstszene, war unter anderem mit den Künstlern Markus Vallazza und Gotthard Bonell befreundet und schuf gemeinsame Arbeiten mit der Bildhauerin Sieglinde Tatz-Borgogno. In den letzten Lebensjahren verlor sie ihr Augenlicht, arbeitete aber mit Hilfe ihrer Assistentin Martina Varesco dennoch weiter und hinterließ farbenreiche Bildteppiche und Emailarbeiten. Sie starb im Jahr 2000 im Alter von 103 Jahren in Bozen. 
Die Führung erfolgt auf italienischer und deutscher Sprache und dauert eine halbe Stunde.
Eine telefonische Voranmeldung unter der Nummer 0471 301621 ist bis zum Vortag notwendig.
Die Teilnahme kostet vier Euro.

 

Das Haus

Das Laubenhaus wurde im frühen 13. Jahrhundert als Besitz des Händlers Adalbert Pigler das erste Mal schriftlich erwähnt. Es handelt sich um ein typisches Patrizierhaus unter den Bozner Lauben, das durch den beschränkten Raum seine schmale lang gestreckte Form erhielt. Es ist nur drei Fenster breit, erstreckt sich aber dafür von den Lauben bis in die Silbergasse.

Die unmittelbare Nähe zum Merkantilgebäude machte es zu einem Haus in begehrter Lage. Es hat eine charakteristische, funktionelle Innengliederung mit drei Lichthöfen, verschiedenen Erschließungsgängen und unregelmäßigen Geschossgliederungen mit Niveauunterschieden zwischen der Laubenseite und der Silbergassenseite. Die Fassade der Silbergasse besitzt eine Außentreppe, dessen Maßwerkbrüstung möglicherweise eine Spolie der Kirche des Hl. Andreas am Kornplatz ist.

Nach mehreren Wechseln der Besitzer erwirbt Maria Eccel geb. Schaller 1933 das Haus. 1950 kauft es Friedrich Eccel und richtet darin ein Einrichtungsgeschäft ein. In der Folge wird das Gebäude umfassend restauriert. 1984/5 erfolgen weitere Renovierungsarbeiten nach Plänen des bekannten Südtiroler Architekten Othmar Barth. Eva-Maria, die Tochter von Friedrich Eccel, übernimmt zusammen mit ihrem Mann Josef Kreuzer das Einrichtungsgeschäft Fr. Eccel, bis es 2005 geschlossen wurde.